Südseeland und Stevns
Inhaltsverzeichnis
- 1 Wo die Kreidefelsen ins Meer fallen
- 2 Møns Klint und GeoCenter
- 3 Stevns Klint und das UNESCO-Welterbe
- 4 Vordingborg und die Gänseturm-Ruine
- 5 Præstø und das Fjordleben
- 6 Strände und Natur
- 7 Schlösser und Herrenhäuser
- 8 Kulinarik und Hofläden
- 9 Praktische Tipps und Anreise
- 10 Häufig gestellte Fragen
Südseeland ist der Teil der Insel Seeland, den die meisten Reisenden auf dem Weg nach Kopenhagen links liegen lassen. Dabei verstecken sich hier einige der eindrucksvollsten Naturwunder Dänemarks: die weissen Kreidefelsen von Møns Klint, die UNESCO-geschützten Klippen von Stevns und eine Landschaft, die so sanft und ruhig ist, dass man die Hektik der Hauptstadt vergisst.
Die Region erstreckt sich südlich der Linie Køge bis Ringsted und umfasst die Halbinsel Stevns, die Küsten um Faxe und Præstø sowie die Inseln Møn, Bogø und Nyord. Wer sich Zeit nimmt und von den Hauptstrassen abbiegt, findet eine Gegend, die durch Landwirtschaft geprägt ist, durch historische Herrenhäuser mit langen Alleen und durch Küstenabschnitte, an denen man im Hochsommer oft allein am Strand steht.
Was Südseeland von anderen dänischen Regionen unterscheidet, ist die geologische Vielfalt auf kleinem Raum. Die Kreideklippen an der Ostküste gehören zu den wenigen Orten in Skandinavien, an denen man Fossilien aus der Kreidezeit direkt in der Felswand sehen kann. An den Stränden liegen Feuersteine und versteinerte Seeigel, die 70 Millionen Jahre alt sind. Diese geologische Geschichte verbindet die Region mit den großen Kreidelandschaften Europas und macht sie zu einem Ort, der weit mehr bietet als hübsche Landschaft.
Wo die Kreidefelsen ins Meer fallen
Die Ostküste Südseelands wird von zwei Klippenformationen geprägt, die zu den bemerkenswertesten Naturphänomenen in Nordeuropa gehören. Møns Klint im Süden und Stevns Klint weiter nördlich bestehen beide aus Kreide, die vor rund 70 Millionen Jahren am Boden eines tropischen Meeres abgelagert wurde. Damals bedeckte ein warmes Meer ganz Nordeuropa, und winzige Kalkalgen sanken auf den Grund, wo sie sich über Jahrmillionen zu der weissen Kreide verdichteten, die heute als Klippen aus dem Wasser ragt.
Obwohl beide Klippen aus dem gleichen Material bestehen, unterscheiden sie sich deutlich. Møns Klint ist dramatisch und steil, mit Höhen bis zu 128 Metern und tiefen Einschnitten, wo der Buchenwald bis an die Klippenkante wächst. Stevns Klint ist flacher, aber geologisch bedeutsamer, weil hier eine dünne Tonschicht die Grenze zwischen Kreidezeit und Tertiär markiert, jene Epoche, in der die Dinosaurier ausstarben.
Zwischen den beiden Klippenformationen liegt eine Küste aus Sandstränden, kleinen Häfen und Fischerdörfern. Die Strasse von Stevns nach Møn führt durch eine Landschaft, die sich im Lauf der Jahreszeiten verändert. Im Frühling blühen die Rapsfelder leuchtend gelb, im Sommer stehen Getreidefelder bis zum Horizont, und im Herbst färbt sich der Buchenwald an den Klippen kupferrot.
Møns Klint und GeoCenter
Møns Klint gehört zu den Orten, die man gesehen haben muss, wenn man Dänemark wirklich kennenlernen will. Die weissen Kreidefelsen erstrecken sich über etwa sechs Kilometer entlang der Ostküste der Insel Møn und fallen steil ins türkisblaue Wasser der Ostsee ab. An der höchsten Stelle, dem Dronningestolen (Königinnenstuhl), misst die Klippe 128 Meter. Von oben reicht der Blick bei klarer Sicht bis nach Deutschland und Schweden.
Der Abstieg zum Strand ist steil. 497 Holzstufen führen über die Treppe Store Klinteskov hinunter an den schmalen Kiesstrand am Fuss der Klippen. Unten angekommen, steht man vor einer weissen Wand, in der Schichten aus Kreide und Feuerstein abwechseln. Bei genauem Hinsehen lassen sich Fossilien erkennen: Seeigel, Muscheln und die Abdrücke von Lebewesen, die vor Millionen von Jahren in diesem Meer schwammen. Feuersteine mit eingeschlossenen Fossilien liegen am Strand verstreut und dürfen mitgenommen werden.
Das GeoCenter Møns Klint am oberen Klippenrand erklärt die Entstehungsgeschichte der Felsen in einer interaktiven Ausstellung. Kinder können in einem nachgebauten Dinosaurierskelett klettern und an Mikroskopen Fossilien untersuchen. Für Erwachsene gibt es geologische Führungen, bei denen Fachleute die Schichten in der Felswand erklären und zeigen, wie man Fossilien erkennt. Der Eintritt liegt bei 130 DKK (ca. 17 EUR) für Erwachsene und 70 DKK (ca. 9 EUR) für Kinder.
Oberhalb der Klippen erstreckt sich der Buchenwald Klinteskoven, einer der schönsten Wälder Dänemarks. Die uralten Buchen wachsen bis an die Klippenkante, und im Frühling bedeckt ein Teppich aus Bärlauch und Buschwindröschen den Waldboden. Wanderwege unterschiedlicher Länge führen durch den Wald und bieten immer wieder Ausblicke über die Klippen und das Meer. Der Wald ist auch als Dark Sky Park ausgezeichnet, und in klaren Nächten kann man hier die Milchstrasse mit blossem Auge sehen.
Stevns Klint und das UNESCO-Welterbe
Stevns Klint wurde 2014 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen, und der Grund dafür ist eine unscheinbare, nur wenige Zentimeter dicke Tonschicht, die in der Kreidefelswand sichtbar ist. Diese sogenannte Fischlehm-Schicht markiert die Kreide-Paläogen-Grenze, den Zeitpunkt vor 66 Millionen Jahren, als ein Asteroideneinschlag das Massenaussterben der Dinosaurier auslöste. Nirgendwo sonst auf der Welt ist diese Grenzschicht so deutlich und zugänglich sichtbar wie hier an der Küste von Stevns.
Die Klippe erstreckt sich über 17 Kilometer von Rødvig im Süden bis Bøgeskov im Norden. Ein Wanderweg führt entlang der gesamten Klippenkante, und an mehreren Stellen kann man über Treppen zum Strand hinabsteigen. Besonders eindrucksvoll ist der Abschnitt bei der alten Kirche Højerup Gamle Kirke, deren Chor 1928 bei einem Klippenabbruch ins Meer stürzte. Der Rest der Kirche steht noch immer am Rand der Klippe und erinnert daran, dass die Erosion die Küste ständig verändert.
Im Stevns Klint Experience Center in Boesdal Kalkbrud wird die geologische Bedeutung der Klippe erklärt. Das Museum zeigt Fossilien aus der Kreidezeit, darunter versteinerte Haifischzähne und Ammoniten, und ein Film erzählt die Geschichte des Asteroideneinschlags und seiner Folgen. Der Eintritt ist frei, und der alte Kalksteinbruch, in dem das Museum liegt, ist selbst einen Besuch wert.
Die Festung Stevnsfortet, die während des Kalten Krieges in die Klippe gegraben wurde, kann ebenfalls besichtigt werden. Lange Gänge führen durch die Kreide tief ins Innere der Klippe, vorbei an Geschützstellungen und Munitionslagern. Die Festung wurde erst 2000 stillgelegt und gibt einen ungewöhnlichen Einblick in die jüngere Geschichte Dänemarks. Führungen kosten 100 DKK (ca. 13 EUR) und dauern etwa 90 Minuten.
Vordingborg und die Gänseturm-Ruine
Vordingborg war im Mittelalter eine der wichtigsten Städte Dänemarks. Von hier aus regierte König Valdemar Atterdag im 14. Jahrhundert das Land, und die Burg, die er errichten liess, war die grösste Festungsanlage des mittelalterlichen Dänemark. Von der einst mächtigen Burg ist heute nur noch der Gänseturm (Gåsetårnet) erhalten, ein 26 Meter hoher Backsteinturm, der auf seiner Spitze eine vergoldete Gans trägt. Die Gans war vermutlich ein Spott auf die Hanse, mit der Dänemark damals im Konflikt lag.
Das Danmarks Borgcenter, ein modernes Museum am Fuss der Burgruine, erzählt die Geschichte der dänischen Burgen und Festungen von der Wikingerzeit bis zur Neuzeit. Die Ausstellung ist interaktiv gestaltet und spricht Kinder wie Erwachsene gleichermassen an. Man kann mittelalterliche Rüstungen anprobieren, Belagerungsmaschinen ausprobieren und die Reste der alten Burgmauer erkunden, die bei Ausgrabungen freigelegt wurden. Eintritt: 100 DKK (ca. 13 EUR) für Erwachsene.
Die Stadt selbst hat einen ruhigen, kleinstädtischen Charakter. Backsteinhäuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert säumen die Straßen der Altstadt, und am Hafen liegen Fischerboote und Sportjachten. Von Vordingborg aus führen Brücken über Storstrømmen nach Falster und Møn. Die neue Storstrømsbroen, die 2028 fertiggestellt werden soll, wird die alte Brücke ersetzen und den Verkehr zwischen Seeland und den südlichen Inseln verbessern.
Præstø und das Fjordleben
Præstø ist eine der kleinsten Städte Südseelands und vielleicht die charmanteste. Der Ort liegt am Ende des Præstø Fjords, umgeben von Feldern und Wäldern, und hat sich einen Charakter bewahrt, der an ein Dänemark erinnert, das es in den grösseren Städten kaum noch gibt. Bunte Fachwerkhäuser stehen an kopfsteingepflasterten Gassen, und am Hafen dümpeln Holzboote im ruhigen Wasser des Fjords.
Der Fjord selbst ist flach und geschützt, ein ideales Revier für Kajakfahrer und Segler. Im Sommer kann man Kajaks am Hafen mieten und den Fjord erkunden, der von Schilfgürteln und Feuchtwiesen gesäumt ist. Reiher und Schwäne sind ständige Begleiter, und mit etwas Glück sieht man Seeadler, die über dem Wasser kreisen.
In Præstø lebte und arbeitete der dänische Maler Vilhelm Hammershøi im späten 19. Jahrhundert, und die Stille der Landschaft hat seine gedämpften Interieurs sichtbar beeinflusst. Das Thorvaldsen-Museum, benannt nach dem Bildhauer Bertel Thorvaldsen, der hier einen Landsitz besass, zeigt eine kleine Sammlung seiner Werke. Der Eintritt ist frei.
Jeden Mittwoch im Sommer findet auf dem Marktplatz ein Bauernmarkt statt, auf dem Erzeuger aus der Region Gemüse, Obst, Käse und Räucherfisch verkaufen. Die Portionen sind grosszügig, die Preise fair, und die Atmosphäre ist ungezwungen. Ein Mittag auf dem Markt gehört zu den angenehmsten Erlebnissen, die man in Südseeland haben kann.
Strände und Natur
Südseeland hat einige der ruhigsten Strände der Insel. Während die Nordküste mit Hornbæk und Gilleleje im Sommer gut besucht ist, bleiben die Strände im Süden selbst in der Hochsaison erstaunlich leer. Der Strand von Rødvig auf der Stevns-Halbinsel bietet feinen Sand und flaches Wasser, das sich für Familien mit kleinen Kindern eignet. Strandstühle und Windschutzwände kann man im Ort ausleihen.
Auf Møn ist der Strand unterhalb der Klippen ein besonderes Erlebnis. Hier besteht der Boden nicht aus Sand, sondern aus Feuersteinen und Kreideresten. Das Wasser ist klar und hat im Sommer eine Temperatur von 18 bis 21 Grad. Baden ist möglich, aber die Feuersteine erfordern Badeschuhe. Weiter westlich auf Møn liegt der Strand von Klintholm Havn, der sandiger und familientauglicher ist.
Die kleine Insel Nyord, die über eine Brücke mit Møn verbunden ist, besitzt ein ganz eigenes Feuchtgebiet, das unter Naturschutz steht. Tausende von Wat- und Wasservögeln rasten hier auf ihrem Weg zwischen Skandinavien und Südeuropa. Ein Beobachtungsturm am Rand des Gebiets ermöglicht den Blick über die Wiesen, ohne die Vögel zu stören. Im Frühling nisten hier Kiebitz, Rotschenkel und Uferschnepfe.
Die Wälder Südseelands sind weniger bekannt als die Buchenwälder im Norden, aber nicht weniger schön. Der Wald Jungshoved Skov auf der gleichnamigen Halbinsel östlich von Præstø wächst bis an die Küste und bietet Wanderwege mit Blick über den Fjord. Im Herbst leuchtet das Laub in allen Farben, und die Stille wird nur vom Rauschen des Winds in den Kronen unterbrochen.
Schlösser und Herrenhäuser
Südseeland war über Jahrhunderte das Land der Grossgrundbesitzer, und die Herrenhäuser, die sie errichten liessen, prägen die Landschaft bis heute. Weisse Gutshöfe mit Türmchen und Giebeln stehen am Ende langer Alleen, umgeben von Parks und Feldern. Viele dieser Anwesen sind in Privatbesitz und können nur von außen betrachtet werden, aber einige öffnen ihre Tore für Besucher.
Gavnø Slot südlich von Næstved ist eines der prächtigsten Schlösser Südseelands. Es liegt auf einer kleinen Insel im Gavnø-Fjord und beherbergt eine der grössten privaten Gemäldesammlungen Skandinaviens. Im Frühling verwandelt sich der Schlosspark in ein Meer aus Tulpen. Über 500.000 Blumenzwiebeln werden jedes Jahr gepflanzt, und die Tulpenblüte im April und Mai zieht Tausende von Besuchern an. Der Eintritt zum Schlosspark kostet 160 DKK (ca. 21 EUR).
Liselund Slot auf Møn ist ein ganz anderer Ort. Das kleine Lustschloss aus dem späten 18. Jahrhundert liegt in einem romantischen Landschaftsgarten oberhalb von Møns Klint. Die strohgedeckten Häuschen, die chinesische Pagode und die verschlungenen Wege durch den Park wirken wie aus einem Märchen von Hans Christian Andersen. Der Park ist frei zugänglich, das Schloss kann nur bei Führungen besichtigt werden.
Gisselfeld Kloster bei Haslev ist ein ehemaliges Renaissanceschloss, dessen Park und Arboretum öffentlich zugänglich sind. Der Wald um das Schloss ist einer der ältesten in Dänemark, und die Baumsammlung umfasst über 400 verschiedene Arten aus aller Welt. Ein Spaziergang durch den Park dauert etwa zwei Stunden und führt an Seen, Wiesen und jahrhundertealten Eichen vorbei.
Kulinarik und Hofläden
Die fruchtbaren Böden Südseelands machen die Region zu einem Zentrum der dänischen Landwirtschaft. Getreide, Zuckerrüben und Gemüse wachsen auf den weiten Feldern, und in den letzten Jahren haben sich zahlreiche kleine Erzeuger angesiedelt, die ihre Produkte direkt an Verbraucher verkaufen.
In Rødvig am Fuss der Stevns Klint steht das Fiskerhuset, ein einfaches Restaurant am Hafen, das fangfrischen Fisch serviert. Scholle, Dorsch und Garnelen kommen direkt vom Boot, und die Portionen sind so reichlich, dass selbst hungrige Wanderer satt werden. Ein Hauptgericht mit Fisch kostet zwischen 130 und 190 DKK (17 bis 25 EUR).
Auf Møn haben sich mehrere Hofläden zusammengeschlossen und bieten unter dem Label Møn Food eine gemeinsame Vermarktung an. Ziegenkäse von der Møllegården, Honig vom lokalen Imker, Bier aus der Møn Bryghus und geräucherter Fisch aus Klintholm Havn sind in den Läden und auf den Märkten erhältlich. Eine Karte der Hofläden liegt in der Touristeninformation in Stege aus.
Die Stadt Stege auf Møn, die über eine Brücke mit Seeland verbunden ist, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem kleinen kulinarischen Zentrum entwickelt. Das Restaurant David's serviert nordische Küche mit Produkten aus der Region, und in der Bäckerei am Marktplatz gibt es Rugbrød (Roggenbrot) nach traditionellem Rezept. Die Mühle von Stege, eine der ältesten in Dänemark, ist restauriert und kann besichtigt werden.
Praktische Tipps und Anreise
Südseeland erreicht man von Kopenhagen aus über die Autobahn E47 Richtung Süden. Bis Køge dauert die Fahrt etwa 40 Minuten, von dort sind es weitere 30 Minuten bis Stevns Klint oder 50 Minuten bis Vordingborg. Die Insel Møn ist über die Brücken von Vordingborg aus erreichbar. Von Kopenhagen bis Møns Klint sollte man etwa anderthalb Stunden einplanen.
Mit der Bahn kommt man bis Køge (S-Bahn von Kopenhagen, etwa 35 Minuten) oder Vordingborg (Regionalzug, etwa 75 Minuten). Von dort verkehren Busse in die kleineren Orte und zu den Sehenswürdigkeiten. Die Verbindungen sind allerdings nicht sehr häufig, und ein Mietwagen macht die Erkundung der Region deutlich einfacher.
An Unterkünften bietet Südseeland Ferienhäuser, kleine Hotels und Campingplätze. Auf Møn gibt es mehrere gemütliche Pensionen und Bed-and-Breakfasts, die oft in historischen Häusern untergebracht sind. Die Preise liegen unter dem Niveau der Nordküste, und selbst in der Hochsaison findet man in der Regel noch freie Unterkünfte. Ein Ferienhaus für vier Personen kostet ab 500 EUR pro Woche.
Für Radfahrer ist Südseeland ein Paradies. Die flache Landschaft, die ruhigen Nebenstrassen und die gut markierten Radwege machen die Region zum perfekten Revier für Radtouren. Die Route von Stevns Klint nach Møns Klint ist etwa 80 Kilometer lang und führt durch eine abwechslungsreiche Landschaft zwischen Küste und Inland.
Die beste Reisezeit für Südseeland liegt zwischen Mai und September. Die Tulpenblüte auf Gavnø Slot im April und Mai ist ein besonderes Erlebnis, die Strände sind im Juli und August am wärmsten. Der Herbst bringt die schönsten Farben in die Buchenwälder an den Klippen und ist die beste Zeit für Fossiliensuche am Strand, wenn die Herbststürme frisches Material aus den Klippen waschen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Møns Klint und Stevns Klint?
Møns Klint ist höher (bis 128 Meter) und visuell dramatischer. Stevns Klint ist flacher, aber geologisch bedeutsamer als UNESCO-Welterbe, weil hier die Kreide-Paläogen-Grenze sichtbar ist. Beide bestehen aus Kreide und lohnen einen Besuch. Wer wenig Zeit hat, sollte Møns Klint den Vorzug geben.
Kann man an den Klippen Fossilien sammeln?
Ja, das Sammeln von Fossilien am Strand ist erlaubt. Versteinerte Seeigel und Feuersteine mit Fossilien findet man an beiden Klippen. Das Abschlagen von Gestein direkt an der Klippenwand ist nicht gestattet, aber lose Stücke am Strand dürfen mitgenommen werden. Nach Stürmen ist die Ausbeute am grössten.
Wie kommt man von Kopenhagen nach Møns Klint?
Mit dem Auto dauert die Fahrt etwa 90 Minuten über die Autobahn E47 und die Brücken nach Møn. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fährt man per Zug nach Vordingborg und nimmt dort den Bus 660R nach Stege und weiter zur Klint. Die Gesamtreisezeit beträgt etwa drei Stunden. Ein Mietwagen ist empfehlenswert.
Lohnt sich Südseeland für einen Tagesausflug?
Ein Tagesausflug zu Stevns Klint oder Møns Klint ist möglich und lohnenswert. Um beide Klippen, Vordingborg und die Inseln Møn und Nyord zu besuchen, sollte man mindestens zwei bis drei Tage einplanen. Die Region entfaltet ihren Reiz vor allem dann, wenn man sich Zeit nimmt.
Gibt es in Südseeland gute Radwege?
Ja, die Region ist für Radfahrer sehr gut geeignet. Die Landschaft ist flach bis leicht hügelig, die Nebenstrassen sind ruhig, und mehrere ausgeschilderte Radrouten führen durch die Gegend. Die Rundtour um Møn (ca. 60 km) und die Küstentour entlang Stevns Klint (ca. 25 km) gehören zu den schönsten Strecken.
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Weiterführende Informationen
Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026