Bankkonto in Schweden eröffnen
Inhaltsverzeichnis
- 1 Warum du ein schwedisches Bankkonto brauchst
- 2 Die großen Banken im Überblick
- 3 Was du für die Kontoeröffnung brauchst
- 4 BankID: Der digitale Schlüssel zu allem
- 5 Swish: So bezahlt Schweden
- 6 Bargeld in Schweden: Fast ausgestorben
- 7 Kreditkarten und Debitkarten
- 8 Online-Banking und Apps
- 9 Kosten und Gebühren
- 10 Geld zwischen Deutschland und Schweden überweisen
- 11 Häufige Fragen
Ein schwedisches Bankkonto gehört zu den ersten Dingen, die du nach dem Umzug brauchst. Ohne Konto bekommst du kein Gehalt überwiesen, kannst kein Swish nutzen und stehst beim Bezahlen regelmäßig vor Problemen. Denn Schweden ist das Land, in dem Bargeld fast verschwunden ist. Selbst der Hotdog-Verkäufer am Marktplatz nimmt Karte oder Swish, aber keine Münzen.
Die Kontoeröffnung in Schweden ist für EU-Bürger grundsätzlich machbar, aber sie hat ihre Tücken. Die größte Hürde ist die Personnummer. Ohne sie wird es schwierig. Manche Banken eröffnen Konten ohne Personnummer, manche nicht. Und selbst wenn das Konto steht, brauchst du BankID, um es richtig nutzen zu können. BankID bekommst du wiederum nur mit einer Personnummer. Es ist ein Kreislauf, der sich am Anfang anfühlt wie ein bürokratisches Henne-Ei-Problem.
In diesem Artikel gehe ich den gesamten Prozess durch. Von der Bankwahl über die Kontoeröffnung bis zu Swish, BankID und der Frage, wie du Geld zwischen deinem deutschen und schwedischen Konto hin- und herschiebst. Dazu Tipps, die mir am Anfang geholfen hätten.
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Warum du ein schwedisches Bankkonto brauchst
In Deutschland kann man ohne Girokonto zur Not überleben. In Schweden nicht. Das liegt daran, dass die schwedische Gesellschaft fast vollständig digital bezahlt. Laut Riksbanken (der schwedischen Zentralbank) wurden 2025 nur noch 8 Prozent aller Transaktionen mit Bargeld abgewickelt. In den meisten Geschäften, Restaurants und Cafés kannst du mit Karte oder Swish zahlen. Bargeld wird oft gar nicht mehr angenommen.
Ein schwedisches Bankkonto brauchst du für:
- Gehaltseingang von deinem schwedischen Arbeitgeber
- Swish (die schwedische Bezahl-App, die fast jeder nutzt)
- BankID (die digitale Identifikation für Behörden, Steuererklärung, 1177, Versicherungen)
- Mietzahlung (Autogiro, der schwedische Lastschrifteinzug)
- Strom, Internet, Mobilfunk (alles per Autogiro oder Faktura)
- Alltägliche Einkäufe ohne Bargeld
Theoretisch kannst du mit einer deutschen Kreditkarte in Schweden bezahlen. Visa und Mastercard werden überall akzeptiert. Aber für Swish und BankID brauchst du zwingend ein schwedisches Konto. Und ohne BankID bist du in Schweden digital praktisch nicht existent.
Die großen Banken im Überblick
In Schweden gibt es vier große Geschäftsbanken, die zusammen über 80 Prozent des Marktes abdecken. Dazu kommen kleinere Nischenbanken und Digitalbanken. Hier die wichtigsten:
Handelsbanken ist die Bank, die am meisten auf persönlichen Service setzt. Jede Filiale operiert relativ eigenständig, und du bekommst einen festen Bankberater (personlig bankman), der dich kennt und dem du direkt schreiben oder anrufen kannst. Die Konditionen variieren je nach Filiale. Für Auswanderer ist Handelsbanken oft eine gute Wahl, weil der persönliche Kontakt bei der Kontoeröffnung hilft. Die Bank ist bekannt dafür, auch Neukunden ohne lange schwedische Kredithistorie aufzunehmen.
SEB (Skandinaviska Enskilda Banken) ist die zweitgrößte Bank Schwedens und stark im internationalen Geschäft. Die App und das Online-Banking sind gut. SEB hat Erfahrung mit internationalen Kunden und bietet teilweise englischsprachigen Service. Die Kontoeröffnung erfordert in der Regel eine Personnummer und einen Arbeitgeberbeweis oder eine Einkommensnachweise.
Swedbank ist die größte Bank nach Kundenzahl und besonders auf dem Land stark vertreten. Wer in ländlichen Regionen lebt, findet Swedbank-Filialen oft dort, wo andere Banken keine haben. Das Online-Banking und die App funktionieren gut. Die Kontoeröffnung läuft standardmäßig über die Filiale mit Personnummer und Ausweis.
Nordea ist die größte nordische Bank mit Hauptsitz in Helsinki und starker Präsenz in Schweden. Nordea bietet gute Konditionen für internationale Überweisungen, was für Auswanderer relevant sein kann, die regelmäßig Geld zwischen Schweden und Deutschland bewegen. Die digitalen Dienste sind solide.
Digitale Alternativen: Klarna hat eine eigene Bankenlizenz und bietet Girokonten an. Lunar und Revolut funktionieren in Schweden, ersetzen aber kein vollwertiges schwedisches Konto, weil Swish und BankID daran nicht angebunden sind. Für den Alltag brauchst du eine der vier großen Banken oder eine schwedische Nischenbank wie Länsförsäkringar oder Skandia.
Was du für die Kontoeröffnung brauchst
Die Anforderungen variieren je nach Bank, aber die Grundliste sieht so aus:
- Personnummer (das Wichtigste; ohne geht bei den meisten Banken nichts)
- Gültiger Reisepass oder Personalausweis
- Adressnachweis in Schweden (Mietvertrag, Registrierungsbestätigung vom Skatteverket)
- Arbeitgebernachweis (Arbeitsvertrag oder Gehaltsabrechnung, bei manchen Banken)
Die Kontoeröffnung findet in der Regel persönlich in der Filiale statt. Online-Kontoeröffnungen sind bei einigen Banken möglich, aber nur wenn du bereits ein BankID hast. Das Henne-Ei-Problem: Für BankID brauchst du ein Bankkonto, für ein Online-Bankkonto brauchst du BankID. Lösung: Geh in die Filiale.
Was tun, wenn du noch keine Personnummer hast? Handelsbanken und SEB eröffnen in bestimmten Fällen Konten mit einer sogenannten "Samordningsnummer" (Koordinationsnummer), die du als Alternative zur Personnummer vom Skatteverket bekommen kannst, wenn dein Personnummer-Antrag noch läuft. Die Funktionalität ist eingeschränkt: kein Swish, kein BankID. Aber du kannst Geld empfangen und eine Debitkarte nutzen. Sobald die Personnummer da ist, wird das Konto umgestellt.
Mein Tipp: Vereinbare vor dem Filialbesuch einen Termin. In Schweden geht man nicht einfach in die Bank und wartet. Die meisten Filialen arbeiten nur noch mit Terminvergabe. Und bring alle Dokumente mit. Schweden mögen Vorbereitung.
BankID: Der digitale Schlüssel zu allem
BankID ist eine App auf deinem Smartphone, die als digitaler Ausweis und elektronische Unterschrift funktioniert. Du nutzt sie für:
- Login beim Online-Banking
- Steuererklärung über Skatteverket
- Gesundheitsportal 1177 (Arzttermine, Rezepte, Testergebnisse)
- Behördengänge über Mina Sidor
- Versicherungsabschlüsse
- Pakete abholen bei PostNord
- Swish-Zahlungen bestätigen
BankID bekommst du bei deiner Bank, nachdem dein Konto eingerichtet ist und du eine Personnummer hast. Der Prozess dauert in der Regel wenige Minuten: Du lädst die BankID-App herunter, gehst zur Bankfiliale (oder machst es online, wenn die Bank das anbietet), und aktivierst BankID mit deiner Personnummer und deinem Ausweis. Die Bank verifiziert deine Identität, und dann ist BankID einsatzbereit.
In der Praxis funktioniert BankID so: Du willst dich zum Beispiel bei 1177.se einloggen. Die Website fragt nach deiner Personnummer und öffnet eine Verbindung zu deiner BankID-App. Die App fragt: "Willst du dich bei 1177 identifizieren?" Du bestätigst mit deinem Fingerabdruck, Face ID oder einem sechsstelligen Code. Fertig. Kein Benutzername, kein Passwort. BankID ersetzt beides.
Ohne BankID bist du in Schweden auf analoge Wege angewiesen. Du kannst immer noch persönlich zu Behörden gehen, am Telefon Termine machen und Überweisungen in der Filiale tätigen. Aber es ist umständlicher und langsamer. BankID ist der Grund, warum Schweden in Sachen Digitalisierung so weit vorn liegt. Alles hängt daran.
Swish: So bezahlt Schweden
Swish ist die schwedische Bezahl-App, die fast jeder nutzt. Über 8 Millionen Schweden haben Swish installiert, das sind mehr als 80 Prozent der Bevölkerung über 12 Jahre. Die App wurde 2012 von den sechs größten schwedischen Banken gemeinsam entwickelt und ist seitdem zum Standard geworden.
Wie funktioniert Swish? Du öffnest die App, gibst die Telefonnummer des Empfängers ein (oder scannst einen QR-Code), tippst den Betrag ein und bestätigst mit BankID. Das Geld wird in Echtzeit vom Konto abgebucht und dem Empfänger gutgeschrieben. Keine Wartezeit, keine Gebühren für Privatpersonen. Geschäfte zahlen eine kleine Transaktionsgebühr (1,50 bis 3 SEK pro Transaktion), aber für den Kunden ist es kostenlos.
Swish wird in Schweden für alles genutzt: Einkäufe in Geschäften, Restaurantrechnungen aufteilen, Geld an Freunde überweisen, auf Flohmärkten bezahlen, Spenden in der Kirche, sogar Straßenmusiker haben QR-Codes. In manchen Cafés ist Swish die einzige Zahlungsmethode neben Karte. Bargeld wird nicht angenommen.
Um Swish nutzen zu können, brauchst du: ein schwedisches Bankkonto, BankID und eine schwedische Mobilnummer. Die Mobilnummer muss bei der Bank registriert und mit Swish verknüpft werden. Das geht in der Regel über die Banking-App deiner Bank. Sobald die Verknüpfung steht, kannst du Swish sofort nutzen.
Bargeld in Schweden: Fast ausgestorben
Schweden ist weltweit eines der Länder, die am weitesten in Richtung bargeldlose Gesellschaft gegangen sind. Viele Bankfilialen akzeptieren kein Bargeld mehr. Busse nehmen seit Jahren keine Münzen. Geschäfte haben das Recht, Bargeld abzulehnen, und viele tun es. Ein Schild mit "Vi tar inte emot kontanter" (Wir nehmen kein Bargeld an) ist in Schweden keine Seltenheit.
Für Auswanderer aus Deutschland, wo Bargeld noch eine große Rolle spielt, ist das eine Umstellung. In Deutschland zahlen laut Bundesbank noch etwa 35 Prozent aller Transaktionen bar. In Schweden sind es unter 10 Prozent und sinkend. Gewöhne dich daran, immer eine Karte dabei zu haben. Oder besser: dein Smartphone mit Swish.
Gibt es Situationen, in denen du in Schweden noch Bargeld brauchst? Kaum. Auf manchen Flohmärkten, bei sehr kleinen Bauernständen am Straßenrand oder in abgelegenen Gebieten kann es vorkommen. Aber selbst dort nimmt die Kartenzahlung zu. Ich habe in den letzten zwei Jahren kein einziges Mal Bargeld benutzt und bin nie an eine Situation geraten, in der ich es gebraucht hätte.
Die schwedischen Kronen-Münzen und -Scheine sind übrigens 2015/2016 erneuert worden. Es gibt Münzen zu 1, 2, 5 und 10 SEK und Scheine zu 20, 50, 100, 200, 500 und 1.000 SEK. Die alten Scheine und Münzen sind seit 2017 ungültig. Falls du alte schwedische Geldscheine findest: Die Riksbank tauscht sie noch um, aber nur persönlich oder per Post.
Kreditkarten und Debitkarten
In Schweden bekommt jeder Kontoinhaber eine Debitkarte (bankkort). Visa oder Mastercard, je nach Bank. Kontaktloses Bezahlen (NFC) ist Standard. Bis zu einem Betrag von 400 SEK (etwa 35 Euro) brauchst du keinen PIN-Code, darüber wird die PIN abgefragt. Apple Pay und Google Pay werden von allen großen Banken unterstützt.
Kreditkarten sind in Schweden weniger verbreitet als in Deutschland. Die meisten Schweden zahlen mit Debitkarte oder Swish. Kreditkarten haben in Schweden eher die Funktion einer Reisekarte oder Backup-Lösung. Wenn du eine schwedische Kreditkarte willst, kannst du sie bei deiner Bank beantragen. Die jährliche Gebühr liegt zwischen 0 und 500 SEK, je nach Karte und Bank. Die Zinsen auf den Kreditrahmen sind hoch (15 bis 20 Prozent), aber wenn du jeden Monat den vollen Betrag bezahlst, fallen keine Zinsen an.
Ein Hinweis für die Übergangszeit: Deine deutsche Kreditkarte (Visa oder Mastercard) funktioniert in Schweden problemlos. Achte auf die Währungsumrechnungsgebühren deiner deutschen Bank. Manche Banken berechnen 1,5 bis 2 Prozent für Zahlungen in Fremdwährung. Andere, wie die DKB oder Comdirect, bieten kostenlose Auslandsabhebungen und günstige Wechselkurse. Behalte dein deutsches Konto in der Anfangszeit parallel, bis das schwedische Konto komplett eingerichtet ist.
Online-Banking und Apps
Das Online-Banking in Schweden funktioniert über die Website und die App deiner Bank. Der Login erfolgt über BankID, also kein Benutzername und kein Passwort. Das ist bequem und sicher. Überweisungen, Kontoauszüge, Kreditanträge, Fondsauswahl, alles läuft digital.
Die Apps der vier großen Banken sind gut. Handelsbanken und SEB haben in Tests regelmäßig die besten Bewertungen bekommen. Du siehst deinen Kontostand in Echtzeit, kannst Überweisungen tätigen, Rechnungen per Autogiro bezahlen, und deine Karte sperren, wenn du sie verlierst. Alles auf einem Bildschirm.
Ein Konzept, das es in Deutschland so nicht gibt: Autogiro. Das ist der schwedische Lastschrifteinzug. Miete, Strom, Internet, Versicherungen: Alles wird per Autogiro vom Konto abgebucht. Du richtest es einmal ein (über die Banking-App oder ein Formular des Anbieters), und danach läuft es automatisch. In Deutschland gibt es SEPA-Lastschriften, die ähnlich funktionieren, aber in Schweden ist Autogiro viel weiter verbreitet. Fast alles läuft darüber.
Noch ein schwedisches Konzept: E-faktura. Statt Papierrechnungen bekommst du Rechnungen direkt in deine Banking-App. Du siehst die Rechnung, prüfst den Betrag und bestätigst die Zahlung mit einem Klick. Kein Überweisungsformular, keine Rechnungsnummer abtippen. Das spart Zeit und Papier.
Kosten und Gebühren
Die Kontoführung ist bei den meisten schwedischen Banken kostenlos oder kostet wenige Kronen im Monat. Hier ein Überblick (Stand 2026):
- Handelsbanken: Kostenloses Girokonto, Debitkarte inklusive
- SEB: Grundkonto kostenlos, Premiumkonto (mit Versicherungen) ab 45 SEK/Monat
- Swedbank: Grundkonto kostenlos, Debitkarte inklusive
- Nordea: Grundkonto kostenlos, erweiterte Pakete ab 39 SEK/Monat
Geldabheben am Automaten (bankomat) ist bei der eigenen Bank kostenlos. Bei Fremdbanken fallen manchmal Gebühren an, aber das ist selten, weil die meisten Geldautomaten in Schweden von der gemeinsamen Gesellschaft Bankomat AB betrieben werden und für alle Bankkunden kostenlos sind. Das Problem ist eher, dass es immer weniger Geldautomaten gibt, weil die Nachfrage sinkt.
Überweisungen innerhalb Schwedens sind kostenlos und werden in Echtzeit ausgeführt (per Swish sofort, per Banküberweisung innerhalb eines Bankarbeitstages). Überweisungen ins Ausland kosten je nach Bank 50 bis 150 SEK, plus eventuell eine Wechselkursgebühr. Dazu gleich mehr.
Geld zwischen Deutschland und Schweden überweisen
Wenn du nach Schweden auswanderst und ein deutsches Konto behältst (was ich empfehle, zumindest in den ersten Jahren), wirst du regelmäßig Geld zwischen den Konten hin- und herschieben. Dafür gibt es mehrere Wege:
SEPA-Überweisung: Schweden ist zwar nicht im Euro-Raum, aber schwedische Banken unterstützen SEPA-Überweisungen in Euro. Du überweist Euro von deinem deutschen Konto auf dein schwedisches Konto, und die schwedische Bank rechnet in SEK um. Die Gebühren liegen bei 0 bis 30 Euro auf deutscher Seite (je nach Bank) und 0 bis 100 SEK auf schwedischer Seite. Der Wechselkurs ist der Referenzkurs der Bank plus einer Marge von 0,5 bis 2 Prozent. Bei größeren Beträgen summiert sich das.
Wise (ehemals TransferWise): Die beliebteste Alternative für internationale Überweisungen. Wise bietet den echten Wechselkurs (Interbank-Rate) und berechnet eine transparente Gebühr von etwa 0,5 bis 1 Prozent. Für eine Überweisung von 1.000 Euro nach Schweden zahlst du etwa 5 bis 10 Euro Gebühr. Das Geld ist meistens innerhalb von 24 Stunden auf dem schwedischen Konto. Ich nutze Wise seit Jahren und habe damit im Vergleich zur Banküberweisung mehrere Hundert Euro gespart.
Revolut und N26: Beide bieten Multiwährungskonten an, auf denen du Euro und SEK halten kannst. Der Wechselkurs ist gut (nahe am Interbank-Rate), aber bei Revolut gibt es eine monatliche Obergrenze für gebührenfreien Umtausch (1.000 Euro im Free-Plan). Für regelmäßige kleine Überweisungen eine gute Option.
Mein Rat: Behalte dein deutsches Konto, richte ein Wise-Konto ein, und überweise größere Beträge per Wise nach Schweden. Für den Alltag nutze ausschließlich das schwedische Konto mit Swish und Debitkarte. Die Kombination funktioniert reibungslos.
Häufige Fragen
Kann ich ohne Personnummer ein Bankkonto in Schweden eröffnen?
Bei manchen Banken ja, mit Einschränkungen. Handelsbanken und SEB eröffnen teilweise Konten mit einer Samordningsnummer oder nur mit Reisepass und Arbeitsvertrag. Allerdings bekommst du ohne Personnummer kein BankID und kein Swish. Sobald die Personnummer da ist, wird das Konto aufgerüstet.
Welche Bank ist die beste für Auswanderer?
Handelsbanken wird von vielen Auswanderern empfohlen, wegen des persönlichen Bankberaters und der unkomplizierten Kontoeröffnung. SEB ist gut für Leute, die internationalen Service brauchen. Am Ende ist die Filiale in deiner Nähe und der Berater, der sich für dich Zeit nimmt, wichtiger als die Marke.
Wie lange dauert es, bis das Konto steht?
Die Kontoeröffnung in der Filiale dauert 30 bis 60 Minuten. Die Debitkarte kommt per Post innerhalb von 5 bis 10 Tagen. BankID kann am selben Tag aktiviert werden. Swish ist sofort nach der Verknüpfung mit der Telefonnummer nutzbar. Insgesamt bist du nach ein bis zwei Wochen voll einsatzfähig.
Soll ich mein deutsches Konto behalten?
Ja, auf jeden Fall. Zumindest in den ersten Jahren. Du brauchst es für Rückerstattungen aus Deutschland, für Zahlungen an deutsche Behörden (z.B. Rentenversicherung) und als Backup. Ein kostenloses deutsches Girokonto (DKB, ING, Comdirect) parallel zum schwedischen Konto ist die sicherste Lösung.
Ist Schweden wirklich so bargeldlos, wie alle sagen?
Ja. In Städten kannst du monatelang ohne Bargeld leben. Manche Geschäfte nehmen überhaupt kein Bargeld mehr an. Auf dem Land gibt es vereinzelt noch Orte, die bar bevorzugen, aber auch das wird weniger. Gewöhne dich daran, alles per Karte oder Swish zu bezahlen.
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Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026





