Kayaking in Schweden
Schweden hat rund 100.000 Seen, 267.570 Kilometer Küstenlinie und 30.000 Schäreninseln. Das Land ist wie gemacht fürs Paddeln. Seekajak zwischen den Granitfelsen der Westküste, stilles Gleiten über Waldseen oder Mehrtagestouren durch Flusslandschaften, Wasser für ein ganzes Paddlerleben.
Ich bin in Schweden zum ersten Mal in ein Kajak gestiegen. Das war auf einem See in Dalsland, morgens um sechs, Nebel über dem Wasser. Seitdem paddel ich jedes Jahr dort. Das Land hat etwas, das andere Kajakreviere nicht bieten: Platz. Stundenlang niemand. Wasser, Wald, ab und zu ein Fischreiher, der sich aus dem Schilf erhebt.
Warum Schweden so gut zum Paddeln passt
Vier Sachen machen den Unterschied. Erstens: das Allemansrätten. Das schwedische Jedermannsrecht erlaubt es, überall in der Natur zu paddeln, an Land zu gehen und sogar eine Nacht auf einer unbewohnten Insel zu zelten. Keine Genehmigung nötig, kein Campingplatz Pflicht. Man braucht nur Rücksicht auf Natur und Grundbesitzer. Für Kajakfahrer existiert dieses Recht in kaum einem anderen europäischen Land.
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Zweitens: die Infrastruktur. An vielen Seen und Küstenabschnitten gibt es Kajakverleih, Einsetzmöglichkeiten und markierte Paddelrouten. In den Schären stehen Windschutzhütten (vindskydd) und Feuerstellen auf zahlreichen Inseln bereit. Man muss kein eigenes Boot mitbringen. Ein Telefon, eine Kreditkarte und etwas Paddelerfahrung reichen.
Drittens: die Bandbreite der Gewässer. Ruhige, flache Seen ohne jede Strömung auf der einen Seite, offene Nordsee mit Dünung und Gezeitenströmung auf der anderen. Anfänger finden geschützte Reviere. Erfahrene Seekajaker fordern sich an der Westküste oder in der Höga Kusten heraus.
Und viertens: die Ruhe. Selbst in der Hauptsaison sind die meisten Gewässer leer. Wer in Deutschland oder den Niederlanden paddelt, kennt überfüllte Einsetzstellen und Begegnungsverkehr auf jedem Fluss. In Schweden hat man ganze Seen für sich.
Die besten Paddelregionen
Stockholms Schärengarten
Den Stockholmer Schärengarten kennt fast jeder Paddler. 30.000 Inseln, verteilt über 80 Kilometer von der Innenstadt bis zur offenen Ostsee. Die inneren Schären sind geschützt, mit wenig Wellengang und kurzen Überfahrten zwischen den Inseln. Perfekt für Einsteiger und Familien.
Je weiter man nach außen paddelt, desto rauer wird es. Die äußeren Schären bestehen aus blanken Granitfelsen, windumtost und spärlich bewachsen. Hier braucht man Erfahrung und ein seetüchtiges Kajak. Dafür ist man praktisch allein. Eine typische Drei-Tage-Tour führt von Stavsnäs nach Sandhamn, mit Übernachtungen auf Inseln wie Runmarö und Lådna. Entfernung: etwa 35 Kilometer, gut machbar in drei Etappen.
Verleih und geführte Touren gibt es ab Vaxholm, Stavsnäs und direkt in Stockholm bei Djurgården. Ein Tageskajakverleih kostet etwa 600 bis 900 SEK inklusive Schwimmweste und Spritzdecke.
Bohuslän, Die Westküste
Bohuslän zieht die meisten Seekajaker Schwedens an. Die Küste zwischen Göteborg und der norwegischen Grenze ist ein Labyrinth aus Inseln, Sunden und glatten Granitbuckeln. Das Wasser ist salziger als an der Ostküste, die Strömungen stärker, der Tidenhub spürbar. Wer hier paddelt, ist auf echtem Meer unterwegs.
Beliebte Ausgangspunkte sind Grebbestad, Smögen und Fjällbacka. Die Strecke zwischen den Wetterinseln (Väderöarna) gehört zu den anspruchsvollsten Paddelrevieren Nordeuropas, nur bei ruhigem Wetter und mit ordentlich Erfahrung. Dafür paddelt man zwischen Robbenbänken und kann Kegelrobben aus wenigen Metern Entfernung beobachten.
Für Anfänger empfehle ich die geschützten Gewässer rund um Orust und Tjörn. Kurze Überfahrten, viele Anlegeplätze, wenig Seegang. Eine Halbtagestour von Henån nach Mollösund ist ein guter Einstieg. Etwa 12 Kilometer, meist geschützt, mit Blick auf die offene See.
Höga Kusten, Welterbeküste mit Kajak
Die Höga Kusten (Hohe Küste) in Norrland steht als UNESCO-Welterbe unter Schutz und bietet Kajakfahrern eine Küstenlandschaft, die es so nirgends sonst in Schweden gibt. Die Küste steigt hier stellenweise 300 Meter steil aus dem Meer. Man paddelt an Felswänden entlang, durch enge Sunde und vorbei an kleinen Fischerdörfern, die nur per Boot erreichbar sind.
Die Inseln Ulvön und Trysunda sind klassische Ziele. Auf Trysunda kann man in einem alten Fischerdorf übernachten, wenige Häuser, kein Straßenanschluss, absolute Stille. Die Überfahrt von Docksta nach Trysunda beträgt etwa 15 Kilometer. Bei gutem Wetter eine Drei-Stunden-Etappe. Bei Wind sollte man warten.
Dalsland, Seen und Kanäle
Dalsland liegt abseits der Touristenrouten und zieht vor allem Paddler an, die Stille suchen. Die Region westlich des Vänern hat hunderte von Seen, verbunden durch den Dalsland-Kanal und natürliche Wasserläufe. Man paddelt tagelang, ohne das Kajak tragen zu müssen. An den Ufern stehen Windschutzhütten mit Feuerstellen, perfekt zum Übernachten.
Der Klassiker: eine Vier-Tage-Tour auf dem Lelång-See. Start in Bengtsfors, dann südwärts über den See, mit Zwischenstopps auf bewaldeten Inseln. Der See ist groß genug für Weite, aber geschützt genug für Anfänger. Verleih gibt es in Bengtsfors und bei mehreren Anbietern rund um den Dalsland-Kanal. Kanus und Kajaks ab etwa 400 SEK pro Tag.
Värmland, Waldflüsse und Seeplatten
Värmland hat riesige Waldseen und langsam fließende Flüsse. Der Klarälven, Schwedens längster Fluss, lässt sich auf manchen Abschnitten gut paddeln. Die Seen Fryken, Glafsfjorden und Värmeln bieten mehrtägige Touren mit viel Abgeschiedenheit. In Värmland trifft man auf dem Wasser kaum andere Paddler. Biber, Elche und Seeadler sieht man häufiger als Menschen.
Verleih und geführte Touren bieten lokale Anbieter in Torsby, Sunne und rund um den Glaskogen-Naturreservat. Der Glaskogen hat allein 80 Seen, verbunden durch Portagen (Umtragestellen). Wer hier vier Tage paddelt, sieht keinen Strommast und hört kein Auto.
Seekajak vs. Binnenpaddeln
Die Entscheidung zwischen Meer und See bestimmt die Art des Paddelns grundlegend.
Seekajak bedeutet: längere Boote (4,5 bis 5,5 Meter), Spritzdecke, Kompass, Seekarte und Respekt vor Wind und Wellen. An der Westküste können Wetterwechsel schnell kommen. Morgens Flaute, nachmittags Windstärke fünf. Ein Seekajak hat wasserdichte Luken für Gepäck und Deckleinen zum Festhalten. Wer die Grundtechniken beherrscht, Stütze, Seitenruder, Anlanden in der Brandung -, erschließt sich damit die gesamte schwedische Küste.
Binnenpaddeln auf Seen und Flüssen ist entspannter. Kürzere Boote reichen, Sit-on-Top-Kajaks oder offene Kanadier funktionieren gut. Der Wind ist meist schwächer, Strömungen gibt es kaum. Der Einstieg gelingt sofort, auch ohne Kurs. Familien mit Kindern sind auf Binnenseen besser aufgehoben als auf offener See.
Meine ehrliche Einschätzung: Wer zum ersten Mal in Schweden paddelt, sollte mit einem See anfangen. Dalsland, Värmland oder die Seenplatte in Småland eignen sich dafür am besten. Dort kann man Routine aufbauen, die Ausrüstung kennenlernen und sich an mehrtägige Touren gewöhnen. Das Meer kommt danach.
Geführte Touren oder auf eigene Faust?
Beides hat seinen Platz. Geführte Kajaktouren kosten in Schweden zwischen 800 und 2.500 SEK pro Person und Tag, je nach Region und Anbieter. Dafür bekommt man Ausrüstung, einen erfahrenen Guide, der die Gewässer kennt, und oft auch Verpflegung. In den Schären und an der Westküste sind geführte Touren sinnvoll, besonders beim ersten Mal. Die Guides wissen, wo Strömungen gefährlich werden, wo die besten Lagerplätze liegen und wo man Robben beobachten kann.
Auf eigene Faust spart man Geld und ist flexibler. Man bestimmt selbst, wann man aufsteht, wie weit man paddelt und wo man anlegt. Auf Binnenseen ist das unkompliziert. Man mietet ein Kajak, bekommt eine Karte und paddelt los. An der Küste braucht man dafür allerdings Erfahrung in Navigation, Wetterkunde und Rettungstechniken.
Viele Verleiher bieten ein Mittelding an: Kajak-Mietpakete mit vorgeschlagener Route, Kartenmaterial und Notfallnummer. Man ist allein unterwegs, aber nicht ohne Plan. In Dalsland und den Stockholmer Schären funktioniert das gut.
Wildcampen per Kajak
Kajak und Allemansrätten zusammen ergeben Paddelcamping, wie es kaum ein anderes Land ermöglicht. Man paddelt tagsüber, sucht sich abends eine Insel oder einen Uferabschnitt, schlägt das Zelt auf und macht Feuer. So einfach ist das.
Ein paar Regeln gelten trotzdem. Nicht direkt neben Wohnhäusern campen, mindestens 150 Meter Abstand halten. Feuer nur an ausgewiesenen Feuerstellen oder auf blankem Fels, niemals im Wald bei Trockenheit. In den Sommermonaten gilt in vielen Regionen ein generelles Feuerverbot (eldningsförbud). Die zuständige Länsstyrelse informiert darüber auf ihrer Website. Allen Müll wieder mitnehmen. Das klingt selbstverständlich, aber ich habe leider schon verlassene Lagerplätze mit Plastikmüll gesehen.
In den Schären gibt es auf vielen Inseln sogenannte iläggningsplatser (Anlegeplätze) mit Windschutzhütten (vindskydd), Feuerstellen und manchmal sogar Trockentoiletten. Diese werden von den Kommunen oder Stiftelsen Skärgårdsstiftelsen unterhalten. Kostenlos. Auf den Inseln Grinda, Finnhamn und Utö im Stockholmer Schärengarten stehen solche Plätze bereit, sie sind beliebt, also im Hochsommer früh da sein.
Mein bewährtes Packsystem für eine Drei-Tage-Kajaktour: Zelt, Schlafsack und Isomatte in der hinteren Luke. Kochausrüstung und Essen in der vorderen Luke. Wechselkleidung in einem Trockensack. Trinkwasser: zwei Liter mitnehmen, auf den Inseln der Schären gibt es selten Süßwasser. An Binnenseen kann man das Seewasser nach Filtern trinken, aber ein UV-Entkeimer ist sicherer.
Ausrüstung und Saison
Die Kajaksaison in Schweden läuft von Mai bis September. Der Kernzeitraum liegt zwischen Mitte Juni und Ende August. In diesen Wochen ist das Wasser am wärmsten (18 bis 22 Grad auf Seen, 15 bis 18 Grad an der Küste), die Tage lang und das Wetter am stabilsten.
Mai und September bieten Vorteile: weniger Mücken, weniger andere Paddler, oft stabileres Wetter als im Hochsommer. Der Nachteil: kühlere Wassertemperaturen (10 bis 15 Grad). Ein Neoprenanzug oder Trockenanzug ist dann ratsam, besonders für Seekajak.
Zur Ausrüstung:
- Seekajak-Verleih: 600-900 SEK/Tag, 2.500-4.000 SEK/Woche. Inkl. Schwimmweste, Spritzdecke, Paddel
- Tourenkajak (Binnensee): 400-700 SEK/Tag, 1.800-3.000 SEK/Woche
- Sit-on-Top-Kajak (Anfänger): 300-500 SEK/Tag
- Schwimmweste: Pflicht. In Schweden gibt es zwar keine gesetzliche Westenpflicht für Erwachsene auf Kajaks, aber kein seriöser Verleiher gibt ein Boot ohne Weste raus
- Spritzdecke: für Seekajak unbedingt. Auf Binnenseen optional
- Trockensäcke: für Kleidung, Schlafsack und Elektronik. Wasserdichte Luken halten meistens dicht, aber nicht immer
- Sonnenschutz: Unterschätzen viele. Die Reflexion auf dem Wasser verstärkt die UV-Strahlung. Sonnencreme (LSF 50), Hut, Sonnenbrille mit Band
Anfängerkurse bieten die meisten größeren Verleiher an. Ein Halbtageskurs kostet zwischen 500 und 1.200 SEK und deckt die Basics ab: Einstieg, Paddelschlag, Steuern, Anlanden, Wiedereinstieg nach Kenterung. Für Seekajak gibt es Wochenendkurse (2.000-4.000 SEK), die zusätzlich Navigation, Rettungstechniken und Wetterkunde vermitteln. Geld gut investiert, wenn man an die Küste will.
Paddel-Tipp: Mücken im Sommer
Auf dem Wasser gibt es kaum Mücken. Die kommen abends am Lagerplatz. Mückenspray (in Schweden: myggmedel) einpacken, besonders für Juni und Juli in Nordschweden. Am Wasser weht fast immer etwas Wind, das hilft. Aber sobald man an Land geht und es windstill wird, kommen sie. Ein Moskitonetz fürs Zelt ist keine Option, sondern Pflicht.
Tierbegegnungen auf dem Wasser
Vom Kajak aus lassen sich Tiere beobachten, die man vom Land nie zu Gesicht bekommt. Das Boot gleitet leise, sitzt tief und nähert sich ohne Motorenlärm.
Robben sind das Highlight an der Westküste. Die Kegelrobbenkolonien bei den Väderöarna in Bohuslän kann man mit dem Kajak aus 20 bis 30 Metern Entfernung beobachten. Näher sollte man nicht heran, die Tiere brauchen Ruhe. In den Stockholmer Schären gibt es ebenfalls Robben, vor allem in den äußeren Inseln.
Seeadler sind in Schweden wieder häufig. Entlang der Ostseeküste und in den Schären sieht man sie regelmäßig. Flügelspannweite bis 2,40 Meter. Wenn ein Seeadler über das Kajak fliegt, hört man das Rauschen der Schwingen. An der Höga Kusten habe ich einmal drei Seeadler gleichzeitig kreisen sehen, keine zwanzig Meter über dem Wasser.
Elche kommen in der Dämmerung zum Trinken an die Seen. Wer früh morgens auf einem See in Värmland oder Dalsland paddelt, hat gute Chancen. Leise paddeln, kein Lärm, kein Handy. Ich habe auf dem Lelång eine Elchkuh mit Kalb gesehen, die am Ufer stand und mich musterte, bevor sie gemächlich im Wald verschwand.
Biber erkennt man zuerst an ihren Dämmen und Burgen. Dann, abends, platscht es plötzlich, und ein breiter Schwanz schlägt aufs Wasser. Im Klarälven und in den Seen Värmlands gibt es stabile Biberpopulationen. Die Tiere sind dämmerungsaktiv, wer abends paddelt, sieht sie am ehesten.
Sicherheit und Vorbereitung
Kajaking verlangt keine sportlichen Höchstleistungen, aber Wasser verzeiht keine Fehler. Ein paar Grundregeln:
- Immer eine Schwimmweste tragen. Ohne Ausnahme. Auch wenn man schwimmen kann. Im kalten Wasser verkrampft man schneller als man denkt
- Wetterbericht prüfen. SMHI (Schwedens Wetterdienst) hat eine gute App. Vor jeder Tour den Wind checken. Ab Windstärke vier (20 km/h) sollten Anfänger an Land bleiben. An der Küste reicht manchmal Windstärke drei, wenn Dünung dazukommt
- Nie allein auf offener See. Auf Binnenseen kann man allein paddeln, wenn man die Verhältnisse kennt. Auf dem Meer zu zweit oder in der Gruppe
- Kälteschock kennen. Wassertemperaturen unter 15 Grad können bei Kenterung Kälteschock auslösen. Kurzes heftiges Einatmen, dann Panik. Wer das kennt, kann gegensteuern: ruhig atmen, an die Schwimmweste denken, ans Boot klammern. In einem Seekajakkurs übt man das
- Handy in der Trockenhülle. Notruf in Schweden: 112. GPS-Position teilen. Auf dem Wasser hat man in Küstennähe fast immer Empfang. Auf einsamen Binnenseen nicht unbedingt
- Route vorher mitteilen. Jemandem an Land sagen, wo man paddelt und wann man zurück sein will
Wichtig: Schifffahrtswege respektieren
In den Stockholmer Schären und entlang der Küste kreuzen Fähren, Frachtschiffe und Motorboote. Ein Kajak ist niedrig und schlecht sichtbar. Immer in der Nähe der Ufer bleiben, Fahrrinnen zügig und rechtwinklig queren, und bei viel Verkehr eine Signalflagge am Heck führen. In der Dämmerung: Stirnlampe tragen.
Häufige Fragen
Wann ist die beste Zeit zum Kajakfahren in Schweden?
Mitte Juni bis Ende August. Warmes Wasser, lange Tage, stabiles Wetter. Wer Einsamkeit sucht, paddelt im Mai oder September, kälter, aber ruhiger. An der Küste sind Juli und August am besten.
Brauche ich Erfahrung?
Für ruhige Seen nicht zwingend. Ein Verleih erklärt die Basics in 15 Minuten. Für Seekajak an der Küste: ja. Dort sollte man mindestens einen Anfängerkurs gemacht haben und Stütz- sowie Rettungstechniken beherrschen.
Kann ich mein eigenes Kajak mitbringen?
Ja. Auf dem Autodach oder als faltbares Kajak im Kofferraum. Auf der Fähre ab Kiel oder Travemünde ist ein Dachkajak in der Regel kein Problem. Aufblasbare Kajaks (z.B. Itiwit, Aqua Marina) sind eine platzsparende Alternative, aber für Seekajak nicht geeignet.
Was kostet eine Woche Kajakurlaub in Schweden?
Kajakverleih für eine Woche: 1.800-4.000 SEK je nach Bootstyp. Dazu Camping-Ausrüstung und Verpflegung. Wer wild campt und selbst kocht, kommt mit insgesamt 4.000-6.000 SEK (ca. 350-520 EUR) für eine Woche hin. Geführte Touren liegen deutlich höher: 8.000-15.000 SEK für fünf Tage all inclusive.
Gibt es Kajak-Routenvorschläge online?
Ja. Naturkompaniet und Svenska Kanotförbundet (Schwedischer Kanuverband) haben Routenvorschläge auf ihren Websites. Die App Paddla bietet GPS-Routen für viele schwedische Reviere. In den Stockholmer Schären gibt es eine offizielle Paddlingsguide der Skärgårdsstiftelsen.
Ist Kayaking und Kanutour dasselbe?
Nein. Ein Kajak sitzt man tiefer, paddelt mit einem Doppelpaddel und hat eine Spritzdecke. Ein Kanadier (Kanu) ist offen, man kniet oder sitzt höher und paddelt mit einem Stechpaddel. Für Seen eignen sich beide. Für die Küste und Schären braucht man ein Seekajak.
Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026