Schwanitz ist ein kleiner idyllischer Ort an der Ostsee, der bekannt für seinen Hafen und das Polizeirevier ist. Trotz der ländlichen Lage ist der Ort sehr oft Schauplatz von Gewaltverbrechen, was sich auch in der hohen Mordrate widerspiegelt. Woran das liegt? Schwanitz ist ein fiktiver Ort, der nur in der Krimiserie „Nord bei Nordwest“ existiert. Interessierte Urlauber müssen sich daher mit den Drehorten zufriedengeben, die mindestens so schön sind, wie Schwanitz selbst.

Das Örtchen Schwanitz

Viele Menschen versuchten bereits, den Ort Schwanitz ausfindig zu machen. Doch leider lässt sich trotz aller Recherche auf diversen Suchmaschinen im Internet der Ort nicht ins reale Leben übertragen. Schwanitz ist und bleibt ein fiktiver, wenn auch schöner, Ort auf der Landkarte. Er wurde für die Fernsehserie „Nord bei Nordwest“ geschaffen und befindet sich dort an der Ostsee in Schleswig-Holstein. Der Zuschauer bekommt einige Eindrücke vom Dorf, in das er sich leicht verlieben kann.

Der kleine Hafen mit seinen privaten Booten, der Ostseestrand, die verwinkelten Gassen aus Kopfsteinpflaster, die Backsteinbauten, die Reetdächer und die kleinen Bauernhöfe. All das, was die Ostsee ausmacht, wird dem Ort Schwanitz per Drehbuch gegeben. Leider ist Schwanitz in Wahrheit nur eine Mischung aus diversen Drehorten an der deutschen Ostseeküste, die jedoch bei Touristen große Beliebtheit besitzen.

Drehorte sind eine Reise wert

Wer den fiktiven Ort Schwanitz liebt, dem sei eine Reise an die Ostsee empfohlen. Auch wenn nicht alle Schauplätze in einem Ort vereint sind, so lassen sich die Drehorte dennoch besuchen. Die Szenen am Hafen beispielsweise werden in Orth gedreht. Als weitere Schauplätze dienen die Ostseeperlen Travemünde und Priwall. Auch in Petersdorf und Flügge wurden bereits kleinere Frequenzen der Serie gedreht. Das Fischerdorf Orth auf Fehmarn werden Fans der Serie jedoch am ehesten wiedererkennen.

Der Hafen mit maritimem Flair ist ein toller Hotspot zum Verweilen und Entspannen. Das Dorf Orth nutzen Urlauber als Ausgangspunkt für Wandertouren, Strandspaziergänge oder Radfahrten. Die Natur direkt am Meer ist unvergleichlich und jede Reise wert. Neben Orth wird ein Großteil der Krimis in Travemünde gedreht, welches mehr Stadtcharakter besitzt. Travemünde ist ein Ortsteil von Lübeck und bezeichnet sich nicht zu Unrecht als eines der schönsten Seebäder Europas.

Umgeben von viel Wasser können die Urlauber in den alten Fischerhäusern fangfrischen Dorsch und andere Köstlichkeiten aus dem Meer genießen. Ein dritter Drehort der Krimireihe ist Priwall. Hierbei handelt es sich um eine Halbinsel in der Travemündung, die ebenfalls zur Stadt Lübeck gehört. Priwall ist durch seinen großen Strand gerade im Sommer stark durch Touristen frequentiert. Petersdorf und Flügge sind zwei kleinere Orte auf der Insel Fehmarn.

Die Serie „Nord bei Nordwest“

Wer das Örtchen Schwanitz in seiner Gänze besuchen will, muss also auch fortan mit der Krimiserie vorliebnehmen. Nur am Fernsehbildschirm kann der Zuschauer seit 2014 in den Ort an der Ostsee eintauchen. Bis ins Jahr 2019 wurden bisher acht Folgen der beliebten Krimiserie gedreht und gezeigt.

„Nord bei Nordwest“ läuft in unregelmäßigen Abständen im Ersten und ist ebenfalls in der Mediathek zu finden. Die Serie gehört dort zur Reihe der Donnerstagskrimis, die allgemein viel Wert auf die lokalen Gegebenheiten ihrer Drehorte legen. Der Bozen-Krimi, der Island-Krimi oder der Kroatien-Krimi heißen beispielsweise die anderen Handlungsstränge.

Die Serie „Nord bei Nordwest“ erfreut sich einer großen Beliebtheit. Seit dem Jahr 2014 steigen die Zuschauerzahlen stetig an. Die letzte Folge „Frau Irmler“ zog 6,81 Millionen Zuschauer vor den Fernseher, was der bisherige Rekord für den Krimi aus Schwanitz darstellt.

Handlung der Serie

Bei „Nord bei Nordwest“ handelt es sich um eine klassische Krimireihe, in der pro Folge ein Fall gelöst wird, während die eigentliche Handlung der Personen als Serie weiterläuft. Es geht in der umfänglichen Handlung um einen ehemaligen Kommissar aus Hamburg, der sich als Tierarzt in Schwanitz niedergelassen hat.

In Wahrheit ist dies seine Tarnung, da er als Zeuge in einem bedeutenden Prozess aussagen musste. Die offizielle Ermittlung in Schwanitz wird durch die Kriminalkommissarin durchgeführt, die jedoch immer wieder auf die Hilfe des Tierarztes zurückgreift. Eine dritte wichtige Rolle nimmt die Tierarzthelferin innerhalb der Serie ein. Sie ist durch unterschiedliche Gründe immer wieder in die Fälle verwickelt und hilft dem Duo. Sowohl die Kommissarin, als auch die Tierarzthelferin machen keinen Hehl aus ihrer Zuneigung zum Tierarzt, der von seiner Frau getrennt lebt.

Die Einwohner von Schwanitz

Hauptdarsteller ist Tierarzt Hauke Jacobs, der von Hinnerk Schönemann gespielt wird. Er hat eine Geschichte als Kommissar in Hamburg, von der er häufiger in seinem neuen Leben eingeholt wird. Hauke Jacobs lebt auf einem Hausboot. Seine hübsche junge Arzthelferin heißt Jule Christiansen und wird von Marleen Lohse gespielt. Jule Christiansen ist äußerst tierlieb, wohnt in unmittelbarer Nähe der Praxis und ist Single. Dies trifft auch auf die Dorfkommissarin Lona Vogt zu, deren Schauspielerin Henny Reents heißt.

Wie Jule Christiansen hat auch Lona Vogt ein Auge auf den Tierarzt geworfen, wodurch es in vielen Szenen zu romantischen, aber auch komischen Situationen kommt. Ein weiterer Dorfbewohner ist Mehmet Ösker, der in nahezu jeder Folge einen neuen Job hat und mehr als zwielichtig auftritt. Auch er sorgt häufig für komische Szenen, die meist als Klamauk bezeichnet werden können. Weitere Charaktere der Serie sind Peter Prager, der den Vater von Lona Vogt spielt und Isabell Gerschke, die in der Serie die getrennte Frau von Tierarzt Hauke Jacobs ist.