Schären Finnland
Zwischen der Südwestküste Finnlands und den Åland-Inseln erstreckt sich das größte zusammenhängende Schärengebiet der Welt. Über 40.000 Inseln, Felsen und Klippen ragen aus der Ostsee. Die meisten sind unbewohnt. Auf einigen stehen rote Holzhäuser, Leuchttürme oder jahrhundertealte Lotsenstationen. Wer dieses Labyrinth aus Wasser, Stein und Kiefern einmal durchquert hat, vergisst es so schnell nicht wieder.
Die finnischen Schären sind kein einzelner Ort, sondern ein ganzes Universum. Im Osten beginnt es vor der Küste von Turku, wo sich das Turku-Schärenmeer mit seinen Tausenden von Inseln ausbreitet. Im Westen reicht es bis zu den Åland-Inseln, die politisch zu Finnland gehören, aber schwedischsprachig sind und eine eigene Kultur pflegen. Dazwischen liegt eine Wasserlandschaft, die zu den stillen und unberührten Regionen Nordeuropas zählt.
Das Schärenmeer im Überblick
Die finnischen Schären entstanden nach der letzten Eiszeit, als die gewaltigen Gletscher das Grundgestein abschliffen und unzählige Rinnen und Mulden hinterließen. Als das Eis schmolz und der Meeresspiegel stieg, füllte sich die zerklüftete Küstenlandschaft mit Wasser. Die höchsten Erhebungen des ehemaligen Festlandes ragten als Inseln heraus. Dieser Prozess dauert bis heute an, denn das Land hebt sich in Teilen der Schären um etwa fünf Millimeter pro Jahr. Neue Klippen tauchen auf, Sunde werden flacher, und manche Inseln wachsen langsam zusammen.
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Das Turku-Schärenmeer allein umfasst rund 22.000 Inseln. Davon sind weniger als 500 dauerhaft bewohnt. Die meisten Inseln tragen keinen Namen und bestehen aus nacktem Granit, überzogen mit Flechten und Moos. In den inneren Schären, näher an der Küste, wachsen Kiefern, Birken und Wacholder auf den größeren Inseln. Gärten mit Apfelbäumen und Johannisbeersträuchern zeigen, wo Menschen leben oder zumindest im Sommer ihre Ferienhäuser nutzen.
Der Schärennationalpark, 1983 gegründet, schützt einen Teil des äußeren Archipels. Er erstreckt sich über eine Fläche von 500 Quadratkilometern und umfasst sowohl Land als auch Wasser. Innerhalb des Parks gibt es Wanderwege, Ankerplätze und Naturhäfen für Bootsfahrer. Der Eintritt ist kostenlos. Informationen und Karten sind am Besucherzentrum in Kasnäs erhältlich.
Turku Schärenmeer
Das Turku-Schärenmeer beginnt direkt vor den Toren der Stadt und breitet sich nach Süden und Westen aus. Die Inseln lassen sich grob in drei Zonen einteilen. Die inneren Schären liegen nah an der Küste und sind oft über Brücken oder kurze Fährverbindungen erreichbar. Hier leben die meisten ständigen Bewohner, und die Inseln haben Straßen, Geschäfte und Schulen.
Die mittleren Schären sind dünner besiedelt. Fischerdörfer mit einer Handvoll Häusern und einem kleinen Hafen sind hier typisch. Die Landschaft wird karger, die Bäume niedriger, und der Wind bläst stärker. In den äußeren Schären schließlich dominiert das offene Meer. Die Inseln sind klein und flach, oft nur kahle Felsplatten, auf denen Möwen und Seeschwalben nisten. Menschen leben hier kaum noch, und die wenigen verbliebenen Bewohner sind meist Fischer oder Leuchtturmwärter.
Zu den bekanntesten Inseln im Turku-Schärenmeer gehört Nagu (auf Finnisch Nauvo). Die Insel hat rund 1.500 ständige Einwohner und ist über eine Fähre vom Festland erreichbar. Im Dorf Nagu stehen eine mittelalterliche Steinkirche aus dem 14. Jahrhundert, ein kleiner Hafen mit Restaurants und ein Handwerksladen, der lokale Produkte verkauft. Im Sommer verdreifacht sich die Bevölkerung durch Feriengäste.
Korpo, südlich von Nagu, ist noch ruhiger. Die Insel besteht eigentlich aus mehreren Inseln, die durch Brücken verbunden sind. Die Korpo-Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehört zu den ältesten Gebäuden der gesamten Region. Im Sommer finden hier gelegentlich Konzerte statt, bei denen die Akustik des alten Steingemäuers zur Geltung kommt. Von Korpo aus starten Bootstouren in den äußeren Archipel.
Inselhopping per Fähre
Die beste Art, die Schären zu erleben, ist die Schärenringstraße (Saariston Rengastie). Diese rund 250 Kilometer lange Route führt von Turku über die Inseln Pargas, Nagu, Korpo und Houtskär und nutzt dabei Straßen, Brücken und insgesamt zwölf Fährverbindungen. Die Fähren sind für Fußgänger und Radfahrer kostenlos. Autofahrer zahlen nur auf einigen wenigen längeren Strecken, etwa 10 bis 15 Euro pro Überfahrt.
Die Ringstraße lässt sich in zwei bis drei Tagen mit dem Auto abfahren. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, sollte vier bis sechs Tage einplanen. Die Strecke ist flach bis leicht hügelig, und der Verkehr auf den Inselstraßen ist gering. Zwischen den Fähren liegen kurze Abschnitte auf ruhigen Landstraßen, die durch Kiefernwälder, Felder und an Buchten entlangführen.
Ein Tipp für die Planung: Die Fähren fahren nach festen Fahrplänen, und manche Verbindungen verkehren nur wenige Male am Tag. Es lohnt sich, die Zeiten vorab auf der Website der finnischen Verkehrsbehörde zu prüfen und die Route entsprechend zu planen. Im Hochsommer (Juli) kann es auf beliebten Fährverbindungen zu Wartezeiten für Autos kommen. Fußgänger und Radfahrer werden immer mitgenommen.
Neben der Ringstraße gibt es weitere Fährverbindungen tiefer in den Archipel. Von Korpo aus fährt eine Fähre nach Utö, der südlichsten bewohnten Insel Finnlands. Die Überfahrt dauert fünf Stunden und führt durch das offene Schärenmeer. Utö hat einen Leuchtturm, eine Handvoll Häuser und einen Soldatenfriedhof aus dem Krimkrieg. Die Fähre fährt dreimal pro Woche und ist kostenlos.
Leuchttürme und Lotseninseln
Die Schären waren jahrhundertelang ein gefährliches Fahrwasser. Untiefen, Strömungen und plötzlich auftauchende Klippen machten die Navigation zu einer Kunst, die nur erfahrene Lotsen beherrschten. Auf strategischen Inseln entstanden Lotsenstationen, und an markanten Punkten wurden Leuchttürme errichtet. Einige dieser Bauwerke stehen noch heute und haben sich zu besonderen Reisezielen entwickelt.
Der Leuchtturm von Bengtskär ist mit 52 Metern der höchste in ganz Skandinavien. Er steht auf einer kahlen Felsinsel im äußeren Archipel und wurde 1906 in Betrieb genommen. Im Zweiten Weltkrieg wurde Bengtskär von sowjetischen Truppen angegriffen, und die Spuren der Kämpfe sind am Gebäude noch sichtbar. Heute beherbergt der Leuchtturm ein kleines Hotel und ein Restaurant. Eine Übernachtung im Leuchtturm kostet ab 180 Euro pro Person inklusive Abendessen und Frühstück. Die Anfahrt erfolgt per Boot von Kasnäs und dauert etwa 90 Minuten.
Der Isokari-Leuchtturm im nördlichen Teil des Schärenmeeres ist von einem Naturschutzgebiet umgeben. Die Insel beherbergt eine reiche Vogelwelt und wird von einem ehemaligen Lotsen betreut, der im Sommer Führungen anbietet. Die Bootsfahrt von Uusikaupunki dauert eine Stunde.
Auf der kleinen Insel Jurmo lebte bis in die 1960er Jahre eine Gemeinschaft von Fischern und Robbenjägern. Heute ist Jurmo eine Naturstation mit einer Vogelwarte und einem kleinen Museum. Die karge, baumlose Landschaft der Insel erinnert an Island und bildet einen scharfen Kontrast zu den bewaldeten inneren Schären. Im Frühsommer brüten auf Jurmo Tausende von Seevögeln, darunter Eiderenten, Austernfischer und Küstenseeschwalben.
Åland Schären
Westlich des Turku-Schärenmeeres liegen die Åland-Inseln. Politisch bilden sie eine autonome Region Finnlands mit eigener Flagge und eigenem Parlament. Die Amtssprache ist Schwedisch. Die Kultur ist eine Mischung aus finnischen und schwedischen Einflüssen, mit einer starken maritimen Tradition. Die Hauptstadt Mariehamn ist der Ausgangspunkt für Erkundungen im Åland-Archipel.
Åland umfasst rund 6.700 Inseln, von denen 65 bewohnt sind. Die Landschaft unterscheidet sich von den Turku-Schären durch sanftere Formen und üppigere Vegetation. Laubwälder, Apfelgärten und blumenreiche Wiesen prägen die größeren Inseln. Das Klima ist milder als auf dem finnischen Festland, und der Frühling kommt hier bis zu zwei Wochen früher.
Besonders lohnenswert ist ein Besuch der östlichen Åland-Schären, die über die Verbindungsstraße von Vårdö erreichbar sind. Kleine Fähren pendeln zwischen den Inseln Kumlinge, Brändö und Enklinge. Diese Inseln sind dünn besiedelt und bieten eine Ruhe, die auch in den finnischen Schären selten ist. In den Dörfern stehen alte Fischerhäuser aus rotem Holz, Bootshäuser am Wasser und kleine Kapellen auf Anhöhen.
Die Kobba Klintar Lotsenstation vor Mariehamn ist zu einem Ausflugsziel geworden. Die ehemalige Lotseninsel hat ein Café, eine Sauna und ein kleines Museum über die Geschichte der Schifffahrt auf Åland. Im Sommer verkehrt ein Boot zwischen Mariehamn und Kobba Klintar. Die Überfahrt dauert 20 Minuten und kostet 15 Euro hin und zurück.
Kajak und Paddeln
Die Schären sind ein Paradies für Kajakfahrer. Die geschützten Gewässer zwischen den Inseln bieten ruhige Bedingungen, und die kurzen Abstände zwischen den Inseln ermöglichen flexible Tagesetappen. In Pargas, Nagu und Kasnäs gibt es Kajakverleihstationen, die Seekajaks ab 50 Euro pro Tag vermieten. Mehrtägige Mietpreise sind günstiger, eine Woche kostet zwischen 200 und 300 Euro.
Geführte Kajaktouren werden von mehreren Anbietern organisiert. Eine Tagestour mit Guide, Ausrüstung und Mittagessen auf einer Insel kostet zwischen 80 und 120 Euro pro Person. Mehrtägige Touren, bei denen auf unbewohnten Inseln gezeltet wird, sind ab 300 Euro für drei Tage buchbar. Die Guides kennen die besten Buchten zum Anlanden, die schönsten Zeltplätze und die Stellen, an denen Robben sich sonnen.
Wer auf eigene Faust paddelt, sollte grundlegende Seekajak-Erfahrung mitbringen. Die inneren Schären sind auch für Anfänger geeignet, da die Wellen selten hoch werden und immer eine Insel in Reichweite ist. In den äußeren Schären kann das Wetter schnell umschlagen. Nebel, Wind und Strömungen erfordern Erfahrung und eine gute Ausrüstung. Eine Seekarte und ein Kompass gehören in jedes Kajak. GPS-Geräte sind hilfreich, ersetzen aber die Papierkarte nicht.
Das Jedermannsrecht erlaubt das Zelten auf unbewohnten Inseln, solange man ausreichend Abstand zu bewohnten Häusern hält und keine Spuren hinterlässt. Feuermachen ist nur an ausgewiesenen Feuerstellen erlaubt. Im Schärennationalpark gibt es mehrere kostenlose Schutzhütten und Feuerstellen, die auf der Karte des Parks eingezeichnet sind.
Flora und Fauna
Die Natur der Schären lebt von Kontrasten. In den inneren Schären wachsen dichte Mischwälder mit Kiefern und Birken. Auf den Wiesen blühen im Juni Orchideen und Glockenblumen. Die Gärten der bewohnten Inseln tragen Apfelbäume, Johannisbeeren und Rhabarber. In den äußeren Schären wird die Vegetation kärger. Wacholder duckt sich in Felsspalten, Flechten überziehen den Granit, und nur wenige Gräser und Wildblumen trotzen dem Salzwind.
Die Vogelwelt der Schären ist reich und vielfältig. Im Frühling und Sommer brüten hier Hunderte Vogelarten. Eiderenten nisten auf den geschützten Inseln des Nationalparks, Seeadler kreisen über den äußeren Schären, und der Gesang der Buchfinken erfüllt die Wälder der inneren Inseln. Die Seeadlerpopulation hat sich in den letzten Jahrzehnten stark erholt und zählt mittlerweile über 100 Brutpaare im Schärenmeer.
Im Wasser leben Ostseekegelrobben und Ringelrobben, die sich auf den flachen Klippen der äußeren Schären sonnen. Die Robbenbestände haben sich erholt, seit die Jagd eingestellt wurde. An guten Tagen kann man Dutzende Tiere auf den Felsen beobachten, besonders im Mai und Juni. Unterwasser tummeln sich Hechte, Barsche und Zander in den Buchten, während Dorsche und Flundern in den tieferen Gewässern vorkommen.
Ferienhäuser und Unterkünfte
Ein Ferienhaus in den Schären ist die klassische Art, diese Region zu erleben. Auf vielen Inseln stehen Holzhäuser zur Miete, die meisten mit Sauna, eigenem Steg und Ruderboot. Die einfacheren Varianten haben keinen Strom und beziehen Wasser aus einem Brunnen. Die komfortableren haben Elektrizität, fließendes Wasser und manchmal sogar WLAN.
Die Preise für ein Ferienhaus in den Schären variieren stark. Ein einfaches Haus auf einer kleineren Insel kostet im Sommer ab 400 Euro pro Woche. Größere Häuser mit moderner Ausstattung und guter Lage liegen bei 800 bis 1.500 Euro pro Woche. In der Nebensaison (Mai, September) sinken die Preise um 30 bis 40 Prozent. Besonders gefragt sind Häuser auf eigenen Inseln, bei denen das gesamte Eiland zur Miete gehört.
Wer kein Ferienhaus buchen möchte, findet auf den größeren Inseln Pensionen und Campingplätze. Das Gullkrona Resort auf der gleichnamigen Insel bietet Hotelzimmer und Ferienwohnungen mit Blick auf das Schärenmeer. In Nagu gibt es mehrere Pensionen und ein Hostel. Der Campingplatz in Korpo liegt direkt am Wasser und hat Stellplätze für Zelte und Wohnmobile ab 20 Euro pro Nacht.
Anreise und beste Reisezeit
Die Schären sind von Turku aus am leichtesten zu erreichen. Von Helsinki nach Turku fährt man mit dem Zug in knapp zwei Stunden. Von Turku aus geht es mit dem Auto oder Fahrrad über die Schärenringstraße auf die Inseln. Die erste Fähre von Pargas nach Nagu ist in etwa 40 Minuten ab Turku erreichbar.
Nach Åland verkehren täglich Fähren von Turku und Helsinki. Die Überfahrt von Turku dauert rund sechs Stunden mit Viking Line oder Tallink Silja. Viele Reisende kombinieren die Fährfahrt mit einem Zwischenstopp auf Åland, bevor sie weiter nach Stockholm fahren. Flüge von Helsinki nach Mariehamn dauern 40 Minuten und sind mit frühzeitiger Buchung ab 50 Euro zu haben.
Beste Reisezeit: Die Hauptsaison dauert von Mitte Juni bis Mitte August. In dieser Zeit sind die Temperaturen angenehm (18 bis 25 Grad), die Tage lang und die meisten Dienstleistungen verfügbar. Juli ist der wärmste Monat und zugleich der geschäftigste. Mai und September bieten ruhigere Bedingungen, kühlere Temperaturen und eine besondere Stimmung, wenn der Nebel über den Inseln liegt. Im Winter sind die meisten Schären nur schwer erreichbar, und viele Unterkünfte und Restaurants schließen.
Häufige Fragen
Wie viele Inseln hat das finnische Schärenmeer?
Das Turku-Schärenmeer umfasst rund 22.000 Inseln. Zusammen mit den Åland-Inseln kommt das gesamte Schärengebiet auf über 40.000 Inseln, Felsen und Klippen. Es ist damit das größte zusammenhängende Archipel der Welt.
Sind die Fähren zwischen den Inseln kostenlos?
Die meisten Fähren auf der Schärenringstraße sind für Fußgänger und Radfahrer kostenlos. Autofahrer zahlen auf einigen längeren Strecken zwischen 10 und 15 Euro. Die genauen Preise und Fahrpläne stehen auf der Website der finnischen Verkehrsbehörde.
Kann man im Schärenmeer wild campen?
Ja, das finnische Jedermannsrecht erlaubt das Zelten auf unbewohnten Inseln. Man muss mindestens 150 Meter Abstand zu bewohnten Häusern halten und darf kein offenes Feuer außerhalb ausgewiesener Feuerstellen machen. Im Schärennationalpark gibt es kostenlose Schutzhütten.
Brauche ich ein eigenes Boot für die Schären?
Nein. Die bewohnten Inseln sind per Fähre erreichbar. Für die unbewohnten Inseln kann man Kajaks oder Motorboote mieten. Ein Seekajak kostet ab 50 Euro pro Tag, ein kleines Motorboot ab 80 Euro. Geführte Bootstouren sind ebenfalls buchbar.
Wann ist die beste Reisezeit für die finnischen Schären?
Die Hauptsaison liegt zwischen Mitte Juni und Mitte August. Juli bietet die wärmsten Temperaturen und die längsten Tage. Wer Ruhe sucht, reist im Mai oder September, wenn weniger Touristen unterwegs sind und die Herbstfarben die Inseln verwandeln.
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Weiterführende Informationen
Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026