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Sigtuna
Schwedens älteste Stadt am Mälaren

Sigtuna

11 Min. Lesezeit

Sigtuna liegt am Nordufer des Mälaren, etwa 60 Kilometer nordwestlich von Stockholm. Die Stadt wurde um 980 gegründet und gilt damit als älteste noch bestehende Ortschaft Schwedens. Wer durch die schmalen Gassen geht, merkt schnell: Hier steckt viel Geschichte in jedem Pflasterstein.

Heute leben rund 9.000 Menschen in Sigtuna. Die Kleinstadt ist kein Freilichtmuseum, sondern ein lebendiger Ort mit Cafés, Kunsthandwerk und einer guten Anbindung an Stockholm. Trotzdem hat sich der historische Kern kaum verändert. Die Hauptstraße folgt noch dem mittelalterlichen Verlauf, und an mehreren Stellen ragen Kirchenruinen aus der Wikingerzeit in den Himmel.

Steckbrief Sigtuna

  • Einwohnerzahl: ca. 9.200
  • Gründung: um 980 n. Chr.
  • Region: Stockholms län, Uppland
  • Gewässer: am Mälaren, Schwedens drittgrößtem See
  • Entfernung Stockholm: ca. 60 km (1 Stunde mit Pendeltåg + Bus)
  • Nächster Flughafen: Stockholm Arlanda (ca. 8 km)

Geschichte: Gegründet um 980

König Erik Segersäll gründete Sigtuna um 980 als Gegenpol zum heidnischen Kultzentrum Gamla Uppsala. Die neue Stadt sollte den christlichen Glauben stärken und gleichzeitig als Handelszentrum dienen. Der Plan ging auf. Innerhalb weniger Jahrzehnte wuchs Sigtuna zu einer der wichtigsten Siedlungen im schwedischen Reich heran.

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Davor war das nahegelegene Birka auf der Insel Björkö das Handelszentrum der Region gewesen. Birka wurde um 975 aufgegeben, und Sigtuna übernahm diese Rolle. Die Lage war strategisch gewählt: Der Mälaren bot damals noch einen direkten Zugang zur Ostsee und damit zu den Handelsrouten nach Osten und Westen. Durch die postglaziale Landhebung ist der Mälaren heute ein Süßwassersee ohne direkte Verbindung zum Meer.

Um 995 ließ König Olof Skötkonung in Sigtuna die ersten schwedischen Münzen prägen. Auf den Silbermünzen stand der lateinische Schriftzug "SIDEI" oder "SITUNE". Damit war Sigtuna der erste Ort in Schweden, der eigenes Geld herstellte. Einige dieser Münzen kann man heute im Sigtuna Museum sehen.

Im 11. und 12. Jahrhundert erlebte Sigtuna seine Blütezeit. Mehrere Kirchen aus Stein wurden errichtet, Handwerker und Kaufleute siedelten sich an. Im Jahr 1187 zerstörten heidnische Angreifer, vermutlich aus dem Baltikum, große Teile der Stadt. Der damalige Erzbischof Jon kam bei dem Überfall ums Leben. Dieser Angriff gilt als einer der Gründe für die Gründung Stockholms: Man brauchte eine befestigte Stadt, die den Zugang zum Mälaren besser schützen konnte.

Ab dem 13. Jahrhundert verlor Sigtuna seine politische Bedeutung an Uppsala und Stockholm. Die Stadt schrumpfte, wurde aber nie vollständig aufgegeben. Dadurch blieb ein Ortskern erhalten, der noch heute mittelalterliche Strukturen zeigt. Archäologen schätzen, dass der Straßenverlauf im Zentrum seit über 1.000 Jahren praktisch unverändert ist.

Stora Gatan, die älteste Straße Schwedens

Die Stora Gatan (Große Straße) verläuft parallel zum Mälaren-Ufer und bildet die Hauptachse von Sigtuna. Sie wird als älteste Straße Schwedens bezeichnet. Archäologen haben unter dem heutigen Pflaster Holzbohlen aus der Wikingerzeit freigelegt. Der Straßenverlauf ist seit dem 10. Jahrhundert unverändert.

Heute reihen sich entlang der Stora Gatan niedrige Holzhäuser in gedeckten Farben aneinander: ockergelb, terrakottarot, weiß. In den Erdgeschossen sitzen Boutiquen, Keramikläden und Cafés. Der Straßenbelag besteht teilweise noch aus altem Kopfsteinpflaster. An Samstagen im Sommer wird die Straße teilweise zum Markt, wo lokale Produzenten Honig, Marmeladen und schwedisches Knäckebrot verkaufen.

Blick entlang der Stora Gatan in Sigtuna mit bunten Holzhäusern
Stora Gatan in Sigtuna, Schwedens älteste durchgehend genutzte Straße seit dem 10. Jahrhundert (KI-generiert)

Am östlichen Ende der Stora Gatan steht das Rathaus von Sigtuna. Es wurde 1744 errichtet und gilt als das kleinste Rathaus Schwedens. Das gelbe Holzgebäude ist nur wenige Meter breit und hat lediglich zwei Räume: einen im Erdgeschoss und einen im Obergeschoss. Die gelbe Fassade mit weißen Fensterrahmen gehört zu den meistfotografierten Motiven im Ort.

Das kleine gelbe Rathaus von Sigtuna aus dem Jahr 1744
Sigtunas Rathaus von 1744 mit gelber Fassade und weißen Fensterrahmen (KI-generiert)

Mir gefällt an der Stora Gatan, dass sie nicht wie eine Touristenmeile wirkt. Es gibt keinen Souvenirkitsch, keine Kettenrestaurants. Stattdessen kleine Handwerksbetriebe und Geschäfte, die von Einheimischen geführt werden. An einem Wochentag im Frühling hat man die Straße fast für sich allein.

Kirchenruinen: St. Olof, St. Per, St. Lars

Im Mittelalter besaß Sigtuna mindestens sieben Steinkirchen. Drei davon sind als Ruinen erhalten geblieben: St. Olof, St. Per und St. Lars. Alle drei wurden im 12. Jahrhundert aus Kalkstein errichtet und stehen heute frei zugänglich im Stadtgebiet.

St. Olof

Die Ruine von St. Olof liegt direkt nördlich der Stora Gatan. Von der romanischen Kirche stehen noch die Außenmauern bis auf Firsthöhe. Man kann durch die leeren Fensteröffnungen blicken und erkennt deutlich den Grundriss des Kirchenschiffs. St. Olof ist die am besten erhaltene der drei Ruinen und wird im Sommer gelegentlich für Freiluftkonzerte genutzt. Die Akustik zwischen den alten Mauern funktioniert erstaunlich gut.

St. Per

St. Per wurde vermutlich um 1100 errichtet und war die älteste der drei Kirchen. Sie liegt etwas östlich, nahe dem Mälaren-Ufer. Die Mauern stehen noch teilweise in voller Höhe. Die Apsis ist erkennbar, und durch die ehemaligen Fensteröffnungen sieht man den Himmel. St. Per diente möglicherweise als Bischofskirche.

St. Lars

Die dritte Ruine steht westlich der Innenstadt auf einem leichten Hügel. St. Lars ist die kleinste und am stärksten verfallene der drei. Trotzdem lohnt sich der Abstecher, weil der Standort den besten Blick über den Ort und den Mälaren bietet. Im Sommer wachsen Wildblumen zwischen den Steinen.

Mauerreste einer mittelalterlichen Kirchenruine in Sigtuna
Eine der drei Kirchenruinen aus dem 12. Jahrhundert im Zentrum von Sigtuna (KI-generiert)

Tipp: Alle drei Ruinen sind frei zugänglich und kostenlos. Man kann sie bequem bei einem Spaziergang durch die Innenstadt abklappern. Der gesamte Rundgang dauert etwa 45 Minuten.

Runensteine rund um Sigtuna

In und um Sigtuna stehen rund 150 Runensteine. Das ist eine der höchsten Konzentrationen in ganz Schweden. Einige befinden sich direkt im Stadtzentrum, andere auf Feldern und an Wegesrändern in der Umgebung. Wer sich für die Wikingergeschichte interessiert, findet hier reichlich Material.

Die meisten Steine stammen aus dem 11. Jahrhundert. Viele wurden von Angehörigen in Gedenken an verstorbene Familienmitglieder aufgestellt. Die Inschriften folgen einem typischen Muster: "X ließ diesen Stein errichten zum Gedenken an Y, seinen Sohn." Manche erwähnen Reisen nach England, Griechenland oder ins Byzantinische Reich. Ein Stein an der Prästgatan erinnert an einen Mann namens Torsten, der auf einer Reise nach Jerusalem starb.

Viele der Steine tragen christliche Kreuze und Ornamente. Das zeigt den Übergang von der heidnischen zur christlichen Gesellschaft, der sich in Sigtuna im 11. Jahrhundert vollzog. Einige Steine wurden im Laufe der Jahrhunderte als Baumaterial zweckentfremdet und stecken heute in Kirchenmauern oder Grundstücksbegrenzungen.

Runenstein mit Wikinger-Inschrift nahe Sigtuna
Runenstein im Zentrum von Sigtuna, datiert auf das 11. Jahrhundert (KI-generiert)

Besonders sehenswert ist der Runenstein bei der Marienkirche (U 379). Er zeigt ein Kreuz und eine Schlange, die den Runentext umrahmt. Der Stein steht seit über 900 Jahren an derselben Stelle. Weitere gut erhaltene Steine finden sich im Garten des Sigtuna Museums und entlang des Promenadewegs am Mälaren.

Im Sigtuna Museum gibt es eine Karte mit den Standorten aller bekannten Runensteine der Region. Wer ein Fahrrad mietet, kann an einem Nachmittag 20 bis 30 Steine anfahren. Die Landschaft dazwischen ist offen und hügelig, mit Blick auf den See.

Tipp: Die App "Sigtuna Runestones" (kostenlos, auf Englisch) zeigt alle Standorte auf einer Karte und liefert Fotos, Transkriptionen und Übersetzungen der einzelnen Steine.

Marienkirche und Sigtuna Museum

Die Marienkirche (Mariakyrkan) ist die einzige mittelalterliche Kirche Sigtunas, die noch intakt ist. Dominikanermönche erbauten sie im 13. Jahrhundert als Teil ihres Klosters, das um 1237 gegründet wurde. Heute dient sie als Gemeindekirche. Das Backsteingebäude mit seinem markanten Turm dominiert die Silhouette der Stadt vom Mälaren aus gesehen.

Im Inneren fallen die Wandmalereien aus dem 15. Jahrhundert auf. Sie zeigen biblische Szenen und wurden erst bei Renovierungsarbeiten im 20. Jahrhundert wiederentdeckt. Das Gewölbe aus Backstein ist ungewöhnlich hoch und wirkt schlicht. Die Kirche ist tagsüber geöffnet, der Eintritt ist frei. Sonntags um 11 Uhr findet ein Gottesdienst auf Schwedisch statt. Im Sommer gibt es regelmäßig Orgelkonzerte auf dem Instrument von 1904.

Das Sigtuna Museum liegt wenige Gehminuten entfernt an der Stora Gatan. Die Dauerausstellung dokumentiert über 1.000 Jahre Stadtgeschichte. In den Vitrinen liegen Münzen aus der Wikingerzeit, Kämme aus Knochen, Spielwürfel, Glasperlen und Keramikscherben. Die Abteilung zur Münzprägung unter Olof Skötkonung ist besonders gut aufbereitet. Man kann dort nachvollziehen, wie die ersten schwedischen Münzen hergestellt wurden.

Der Eintritt kostet 80 SEK für Erwachsene (ca. 7 Euro). Kinder unter 18 Jahren kommen kostenlos hinein. Informationen gibt es auf Schwedisch und Englisch. Im Sommer bietet das Museum Führungen an. Die Guides kennen sich gut aus und erzählen Details, die nicht auf den Infotafeln stehen. Voranmeldung per E-Mail wird empfohlen.

Ausflüge: Schloss Wenngarn und Mälaren-Ufer

Schloss Wenngarn

Etwa fünf Kilometer östlich von Sigtuna liegt Schloss Wenngarn. Die Anlage geht auf das 14. Jahrhundert zurück und wurde im 17. Jahrhundert unter Magnus Gabriel De la Gardie zu einem repräsentativen Barockschloss ausgebaut. Gustav Vasa hatte das Schloss zuvor als Jagdsitz genutzt.

Schloss Wenngarn war lange dem Verfall nahe und diente zeitweise als Altersheim. Inzwischen wurde es restauriert und beherbergt ein Hotel mit Konferenzräumen. Die Parkanlage ist öffentlich zugänglich. Der Garten folgt einem französischen Vorbild mit geschnittenen Hecken und symmetrischen Wegen. Im Frühling blühen hier Narzissen und Krokusse.

Von Sigtuna aus erreicht man Schloss Wenngarn in zehn Minuten mit dem Auto oder in etwa einer Stunde zu Fuß. Der Weg führt durch Felder und lichten Birkenwald. Wer ein Fahrrad hat, schafft die Strecke in 20 Minuten.

Am Mälaren-Ufer

Der Uferweg entlang des Mälaren gehört zu den schönsten Spaziergängen in Sigtuna. Von der Strandpromenade führt ein Pfad nach Westen, vorbei an Schilf, Bootsanlegern und kleinen Badestellen. An warmen Sommertagen kann man hier schwimmen. Das Wasser ist saüber und wird regelmäßig geprüft.

Blick vom Ufer des Mälaren auf Sigtuna
Das Mälaren-Ufer bei Sigtuna mit Bootsanlegern und Blick auf die Altstadt (KI-generiert)

Wer ein Boot mieten möchte, kann das am Hafen tun. Kleine Ruderboote und Kajaks gibt es stundenweise. Eine Paddeltour nach Osten bietet den besten Blick auf die Stadt und den Kirchturm der Marienkirche. Bei ruhigem Wetter ist der Mälaren hier fast spiegelglatt.

Cafés und Restaurants auf der Stora Gatan

Sigtunas Gastronomie konzentriert sich auf die Stora Gatan und die angrenzenden Seitenstraßen. Die Auswahl ist für eine Stadt dieser Größe gut.

  • Tant Bruns Kaffestuga, traditionelles schwedisches Kaffeehaus seit 1935, bekannt für selbstgebackene Zimtschnecken. Knarrende Holzdielen, kleine Tische mit Blumenvasen, keine Hintergrundmusik. Mein persönlicher Favorit.
  • Sigtuna Stadshotell, gehobene schwedische Küche im historischen Stadthotel, mit Terrasse direkt am Mälaren. Hauptgerichte zwischen 200 und 350 SEK.
  • Båthuset, Fischrestaurant am Wasser mit saisonalen Gerichten aus der Region. Frische Zutaten, ordentliche Portionen.
  • Krämaren, Café und Bistro in einem alten Kaufmannsladen mit gutem Mittagstisch.
  • Sigtuna Chokladfabrik, kleine Schokoladenmanufaktur mit eigenem Laden und Verkostungen.

Die Preise liegen etwas über dem schwedischen Durchschnitt, aber unter dem Stockholmer Niveau. Ein Mittagessen mit Hauptgericht und Getränk kostet zwischen 130 und 200 SEK (12 bis 19 Euro). Wer schnell und günstig essen will, findet am Marktplatz eine Pizzeria und einen Imbiss.

Tipp: Im Sommer stehen überall Tische und Stühle draußen. Die Terrasse des Stadshotells direkt am Wasser ist abends der beste Platz, um den Sonnenuntergang über dem Mälaren zu sehen.

Anreise und praktische Tipps

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln: Die einfachste Verbindung ab Stockholm ist der Pendeltåg (S-Bahn) bis Märsta. Die Fahrt dauert etwa 40 Minuten. Von Märsta fährt der Bus 570 oder 579 nach Sigtuna, nochmal 20 Minuten. Eine Einzelfahrt kostet mit der SL-Karte rund 40 SEK. Die Busse fahren regelmäßig, auch am Wochenende.

Mit dem Auto: Über die E4 Richtung Norden, Abfahrt Märsta/Sigtuna. Die Fahrt von Stockholm dauert je nach Verkehr 40 bis 50 Minuten. In Sigtuna gibt es kostenlose Parkplätze am Ortsrand, von dort sind es fünf Minuten zu Fuß ins Zentrum. Im Sommer kann es an Wochenenden eng werden.

Vom Flughafen Arlanda: Sigtuna liegt nur 8 Kilometer von Arlanda entfernt. Bus 583 fährt direkt in etwa 15 Minuten. Das macht Sigtuna zu einem guten Ziel, wenn man vor dem Rückflug noch ein paar Stunden hat oder einen langen Layover überbrücken will.

Beste Reisezeit: Mai bis September. Im Sommer sind die Tage lang, die Temperaturen liegen bei 18 bis 25 Grad, und die meisten Lokale haben Außenbereiche geöffnet. Im Juni hat Sigtuna fast 19 Stunden Tageslicht. Der Winter hat seinen eigenen Reiz, wenn Schnee auf den Kirchenruinen liegt und der Mälaren zufriert. Allerdings schließen einige Cafés, und das Museum reduziert seine Öffnungszeiten.

Zeitbedarf: Für die Altstadt mit Kirchenruinen, Rathaus und Stora Gatan reichen 2 bis 3 Stunden. Wer das Museum besucht, Runensteine erkundet und nach Wenngarn spaziert, sollte einen ganzen Tag einplanen.

Übernachtung: Das Sigtuna Stadshotell liegt direkt am Wasser und hat einen eigenen Steg. Preise ab 1.500 SEK pro Nacht. Die Sigtunastiftelsen, eine Tagungs- und Begegnungsstätte von 1917, bietet ruhige Zimmer im Nationalromantik-Stil mit Seeblick und Bibliothek, ab rund 1.200 SEK pro Nacht. In Märsta gibt es günstigere Alternativen.

Innerhalb von Sigtuna braucht man kein Auto. Alle Sehenswürdigkeiten liegen innerhalb von 15 Gehminuten. Wer Sigtuna mit anderen Zielen kombinieren will: Uppsala liegt nur 35 Kilometer nördlich und passt gut als zweiter Tag.

Häufig gestellte Fragen

Warum gilt Sigtuna als älteste Stadt Schwedens?

Sigtuna wurde um 980 von König Erik Segersäll gegründet und ist die älteste Siedlung Schwedens, die durchgehend als Stadt bestanden hat. Birka war zwar älter, wurde aber um 975 aufgegeben. In Sigtuna wurden um 995 auch die ersten schwedischen Münzen geprägt.

Wie kommt man von Stockholm nach Sigtuna?

Mit dem Pendeltåg bis Märsta (ca. 40 Minuten), dann mit dem Bus 570 oder 579 nach Sigtuna (ca. 20 Minuten). Alternativ mit dem Auto über die E4 in rund 50 Minuten. Vom Flughafen Arlanda fährt Bus 583 direkt in 15 Minuten.

Wie viele Runensteine gibt es in Sigtuna?

In der Gemeinde Sigtuna sind rund 150 Runensteine dokumentiert, die meisten aus dem 11. Jahrhundert. Einige stehen direkt im Stadtzentrum, viele weitere in der umliegenden Landschaft. Im Touristenbüro gibt es eine kostenlose Karte mit allen Standorten.

Kosten die Kirchenruinen Eintritt?

Nein. Die Ruinen von St. Olof, St. Per und St. Lars sind frei zugänglich und rund um die Uhr begehbar. Auch die Marienkirche ist tagsüber kostenlos geöffnet. Das Sigtuna Museum kostet 80 SEK Eintritt für Erwachsene.

Lohnt sich Sigtuna als Tagesausflug von Stockholm?

Ja. Die Anreise dauert rund eine Stunde. Die Stadt ist kompakt und lässt sich zu Fuß erkunden. Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reichen 3 bis 4 Stunden. Wer mehr Zeit hat, kann das Museum besuchen und Runensteine in der Umgebung abfahren.

Wann ist die beste Reisezeit für Sigtuna?

Mai bis September, wenn die Cafés ihre Terrassen öffnen und die Temperaturen zwischen 18 und 25 Grad liegen. Im Juni hat Sigtuna fast 19 Stunden Tageslicht. Auch der Herbst lohnt sich wegen der Laubfärbung am Mälaren.

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Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026

Lokale Tipps

Gut zu wissen

Dagens Lunch: Werktags 11-14 Uhr bieten fast alle Restaurants ein Tagesgericht für 120-160 SEK an, mit Salat, Brot und Kaffee. Abends zahlst du für das Gleiche das Doppelte.

Fika ernst nehmen: Setz dich um 10 oder 14 Uhr in ein lokales Café, bestell Filterkaffee und eine Kanelbulle. 20 Minuten Pause, nicht to go. So tickt Schweden.

Spartipp: Systembolaget (Alkoholladen) schließt samstags um 15 Uhr und ist sonntags zu. Vorplanen! Im Supermarkt gibt es nur Leichtbier unter 3,5%.