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Sauna und Badekultur in Schweden
Von der Bastu am See bis zur schwimmenden Sauna in Stockholm

Sauna und Badekultur in Schweden

13 Min. Lesezeit

Schweden hat eine Saunakultur, die weiter zurückreicht, als die meisten Besucher vermuten. Bastu nennen die Schweden ihre Sauna. Sie steht am Seeufer, auf dem Schärendach, in Stockholmer Hinterhöfen und seit ein paar Jahren auch auf Flößen mitten im Wasser. Rund 3,2 Millionen Bastus gibt es im Land -- bei 10,5 Millionen Einwohnern.

Wer an Sauna in Skandinavien denkt, denkt zuerst an Finnland. Verständlich. Aber Schweden hat eine eigene Tradition, die sich in vielen Details unterscheidet. Niedrigere Temperaturen, weniger Aufguss, dafür mehr Natur drumherum. Die Bastu am See mit Steg ins kalte Wasser -- das prägt das schwedische Bild. Kein Dampf in gefliesten Räumen. Holz, Stille, Birkenduft.

Traditionelle schwedische Holzbastu an einem See mit Badesteg und Morgennebel
Klassische Bastu am See. Der Steg führt direkt ins Wasser -- im Sommer zum Schwimmen, im Winter zum Eisbaden. (KI-generiert)

Bastu: Schwedens eigene Saunatradition

Das schwedische Wort Bastu kommt vom altnordischen badstuga -- Badestube. Schon im Mittelalter gab es in schwedischen Dörfern gemeinsame Badstugor, in denen man sich wusch, schwitzte und Krankheiten behandelte. In Zeiten ohne fließendes Wasser war die Bastu der Ort für Körperhygiene. Man brachte dort Kinder zur Welt, legte Tote auf, heilte Fieber.

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Der entscheidende Unterschied zur finnischen Sauna: Schweden saunen tendenziell milder. Die Temperatur liegt meist zwischen 70 und 85 Grad Celsius, in Finnland oft bei 80 bis 100. Aufgüsse (löyly auf Finnisch) spielen in der schwedischen Tradition eine kleinere Rolle. Man gießt Wasser auf die Steine, ja. Aber seltener und weniger zeremoniell als in Finnland. Die Schweden sitzen, schwitzen, schweigen. Dann gehen sie ins Wasser.

Noch etwas: Die Bastu ist in Schweden oft ein Einzelgebäude. Auf dem Land steht sie als kleines Holzhaus am Seeufer, getrennt vom Wohnhaus. In der Stadt findet man sie im Keller von Wohnhäusern, in Schwimmhallen oder als eigenständige Einrichtung. Jedes Sommerhaus (Stuga), das etwas auf sich hält, hat eine eigene Bastu.

Die Bastu am See: Kern der schwedischen Saunakultur

Das Bild kennt jeder: eine rote Holzhütte am Wasser, Rauch steigt aus dem Schornstein, ein Steg führt in den See. So sieht es tatsächlich aus. In Dalarna, Småland, Värmland, Norrbotten -- überall im ländlichen Schweden stehen Bastus am Ufer.

Der Ablauf ist simpel. Man heizt den Ofen zwei bis drei Stunden vor, meistens mit Birkenholz. Der Raum wird langsam warm, 70 bis 80 Grad. Man geht rein, setzt sich auf die obere Bank, schwitzt zehn bis fünfzehn Minuten. Dann raus und direkt ins Wasser. Im Sommer hat der See vielleicht 18 Grad. Im Winter null. Danach denkt man an nichts mehr.

Nach dem Bad setzt man sich auf den Steg, trinkt ein Bier oder einen Kaffee, wartet, bis der Körper sich wieder normalisiert. Dann der nächste Gang. Drei Durchgänge sind üblich. Manche machen fünf. Niemand zählt. Es gibt keinen Plan, keine Uhr. Man hört auf, wenn man fertig ist.

Ich habe meine besten Saunaerlebnisse in Schweden an Seen gehabt, deren Namen ich nicht einmal kenne. Kleine Bastus, die zu gemieteten Stugas gehörten. Kein Luxus, kein Design. Holzbänke, die nach Jahrzehnten glatt geschliffen sind. Ein Eimer, eine Kelle, ein Fenster mit Blick auf das Wasser. Mehr braucht es nicht.

Kallbadhus: Kaltwasserhäuser an der Küste

Kallbadhus bedeutet wörtlich Kaltwasserhaus. Diese Einrichtungen stehen auf Pfählen über dem Meer und kombinieren Sauna mit Kaltwasserbaden im offenen Wasser. Man schwitzt in der Sauna, geht eine Treppe hinunter und steigt direkt in die Ostsee oder den Öresund. Im Januar hat das Wasser zwei bis vier Grad. Im Sommer vielleicht sechzehn.

Kallbadhus auf Pfählen über dem Meer mit Badeplattform und Saunagebäude in Schweden
Kallbadhus an der schwedischen Küste. Von der Sauna geht es über eine Treppe direkt ins Meer. (KI-generiert)

Am bekanntesten steht das Kallbadhus in Malmö: Ribersborgs Kallbadhus, von den Malmöern Ribban genannt. Gebaut 1898, steht es auf Holzpfählen im Öresund, erreichbar über einen 200 Meter langen Steg. Es gibt getrennte Abteilungen für Männer und Frauen (dort nackt) und eine gemischte Abteilung (mit Badekleidung). Die Sauna hat Panoramafenster Richtung Meer. An klaren Tagen sieht man die Öresundbrücke und die dänische Küste. Eintritt: 90 SEK.

Weitere Kallbadhus gibt es in Varberg (Kallbadhuset, ebenfalls aus den 1900er-Jahren, kürzlich renoviert), Borgholm auf Öland, Lysekil an der Westküste und Helsingborg. Alle verbindet die Lage: auf Pfählen über dem Wasser, oft historische Holzbauten, ganzjährig geöffnet. Im Winter kommen vor allem Stammgäste. Im Sommer wird es voller, aber nie so überlaufen wie Thermen in Deutschland.

Mein Rat: Ribersborg in Malmö im Winter besuchen. Unter der Woche, morgens gegen acht. Dann sitzt man fast allein in der Sauna, das Meer ist grau und ruhig, und der Sprung ins kalte Wasser weckt einen für den ganzen Tag auf.

Urbane Saunen: Stockholm, Göteborg, Malmö

In den letzten zehn Jahren hat sich in Schwedens Städten eine neue Saunaszene gebildet. Die alten kommunalen Bäder existieren weiter, aber daneben tauchen moderne Konzepte auf: Design-Saunen, Dachterrassen-Bastus, Sauna-Cafés.

Stockholm

Hellasgården im Nacka-Naturschutzgebiet läuft seit Jahrzehnten. Eine große Holzbastu direkt am See Källtorp, betrieben vom Stockholmer Friluftsfrämjandet (Freiluftverein). Sauna, Steg, See. Simpel und gut. Eintritt: 100 SEK. Man bringt sein Handtuch selbst mit. Nebenan gibt es Langlaufloipen im Winter und Wanderwege im Sommer. Obwohl nur 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt, wirkt Hellasgården wie mitten in der Natur.

Moderne urbane Sauna in Stockholm mit Blick auf das Wasser und die Stadtsilhouette
Stockholms Saunaszene verbindet Stadtleben mit Wasser. Ob am See oder auf dem Floss -- sauniert wird ganzjährig. (KI-generiert)

Eriksdalsbadet auf Södermalm hat neben dem normalen Schwimmbad eine Saunalandschaft mit Außenbecken. Hier gehen Stockholmer nach der Arbeit hin, um eine Stunde zu schwitzen. Es gibt mehrere Saunen mit verschiedenen Temperaturen und ein Kaltwasserbecken. Solide Alltagssauna, kein Luxus, kein Schnickschnack.

Sturebadet im Zentrum bewegt sich in einer anderen Liga: Luxus seit 1885, Jugendstil-Architektur, Pool unter Glasdach. Die Stockholmer Oberschicht kommt hierher. Tagespass ab 450 SEK. Schön, aber ein anderes Erlebnis als die Seeufer-Bastu.

Neuere Konzepte: Birka Mälarstrand, eine schwimmende Sauna am Kungsholmen-Ufer. Stockholms Bastu auf Beckholmen -- eine Bastu mit Blick auf Djurgården und die Altstadt. Beide sind Teil einer Welle von neuen Saunaprojekten, die seit etwa 2018 entstanden sind.

Göteborg

Frihamnen Bastun war ein Pionierprojekt: eine öffentliche Sauna im Hafengebiet, kostenlos, von Architekturstudenten entworfen. Der Bau aus recyceltem Holz stand am Wasser mit Blick auf die Kräne. Das Projekt lief als Experiment und hat die Göteborger Stadtplanung beeinflusst. Hagabadet ist der Klassiker: seit 1876, Jugendstilbad mit Saunen, Pool und Spa. Teurer, aber einen Besuch wert allein wegen der Architektur.

Malmö

Neben dem Ribersborg Kallbadhus hat Malmö mehrere kleinere Saunen. Aq-va-kul ist das große kommunale Bad mit Saunabereich. Und am Västra Hamnen (Westhafen) gibt es seit 2020 eine schwimmende Sauna, die man stundenweise mieten kann. Platz für acht Personen, Steg zum Eintauchen ins Meer. Kostet ab 1.500 SEK für zwei Stunden. Teuer, aber für Gruppen lohnend.

Bastuflotte: Schwimmende Saunen

Bastuflottar, schwimmende Saunen auf Flößen, sieht man seit etwa zehn Jahren immer häufiger. Man mietet ein Floß mit eingebauter Bastu, treibt auf einem See oder entlang einer Küste und springt zwischendurch ins Wasser. Paddel oder kleiner Motor zur Fortbewegung. Kein Strom, kein WLAN. Holz, Wasser und Feuer.

Die Idee kam etwa 2015 auf und hat sich schnell verbreitet. Heute gibt es Bastuflotte-Verleiher in Stockholm (Mälaren, Schärengarten), Göteborg, Karlstad (Vänern), Jönköping (Vättern) und zahlreichen kleineren Orten. Die Flöße fassen vier bis zehn Personen, haben eine holzbefeuerte Bastu, eine Sitztfläche auf dem Deck und eine Leiter ins Wasser.

Preise variieren stark. Ein halber Tag kostet zwischen 1.500 und 3.500 SEK, ein ganzer Tag 2.500 bis 5.000 SEK. Im Sommer sind die Flöße wochenlang ausgebucht. Im Herbst und Winter bekommt man leichter einen Termin, und dann ist das Erlebnis ohnehin besser: Nebel über dem Wasser, Stille, der Kontrast zwischen heißer Bastu und kaltem See.

Ich war mit Freunden auf einem Bastufloss auf dem Mälaren, westlich von Stockholm. Vier Stunden, Ende Oktober. Die Luft hatte sechs Grad, der See zwölf. Wir haben drei Saunagänge gemacht, dazwischen im Wasser getrieben und auf dem Deck Kaffee gekocht. Als die Sonne unterging, lag der See spiegelglatt. Keiner hat geredet. Das war kein Wellness-Programm. Das war einfach gut.

Etikette, Eisbaden und Birkenreisig

Nackt oder mit Badekleidung?

Die Frage stellt sich jedes Mal. Die Antwort: Es kommt darauf an. In privaten Bastus sauniert man nackt, das ist Standard. In öffentlichen Saunen gibt es Unterschiede. Kallbadhus mit getrennten Abteilungen (Herren, Damen) sind traditionell nackt. Gemischte Saunen und Schwimmbad-Saunen verlangen oft Badekleidung. In den neuen urbanen Saunen ist Badekleidung die Norm.

Dampfende Bastu im verschneiten schwedischen Winter mit Eisloch im zugefrorenen See
Wintersauna mit Eisloch. Das Eisbaden nach der Bastu ist in Schweden keine Mutprobe, sondern Alltag. (KI-generiert)

Grundregel: Vorher schauen, was die anderen machen. Im Zweifelsfall Badekleidung mitnehmen. Niemand wird einen schief anschauen, egal wie man sich entscheidet. Die Schweden sind pragmatisch in der Sache.

Eisbaden (isbad)

Im Winter frieren viele schwedische Seen zu. Dann wird ein Loch ins Eis geschlagen -- eine Vak (Eisloch). Nach der Sauna steigt man über eine Leiter ins Eisloch und taucht unter. Das Wasser hat null bis zwei Grad. Man bleibt zehn Sekunden, vielleicht dreißig. Dann raus, zurück in die Bastu.

Klingt brutal, ist aber weniger schlimm als man denkt. Die Hitze der Sauna bereitet den Körper vor. Der erste Moment im Eiswasser ist ein Schock, dann tritt ein Zustand ein, den ich am besten als radikale Klarheit beschreibe. Alles unwichtige verschwindet. Für die Dauer des Eintauchens gibt es nur diesen einen Moment.

Wichtig: Nie allein ins Eisloch. Immer zu zweit oder in der Gruppe. Wer gesundheitliche Probleme hat -- Herz, Kreislauf -- sollte vorher einen Arzt fragen. Und langsam anfangen. Beim ersten Mal reichen fünf Sekunden.

Björkris: Der Birkenreisig

Birkenreisig (björkris) auf Saunabank neben Holzeimer und Kelle in einer schwedischen Bastu
Björkris auf der Saunabank. Der Birkenreisig wird in Wasser eingeweicht und dann zum Abschlagen der Haut verwendet. (KI-generiert)

In Finnland heißt er Vihta oder Vasta, in Schweden Björkris. Ein Bündel frischer Birkenzweige, in warmem Wasser eingeweicht. Man schlägt sich damit sanft auf Arme, Beine, Rücken. Das fördert die Durchblutung und setzt ätherische Öle frei, die einen frischen, grünen Duft verbreiten.

Im Sommer bindet man den Björkris frisch aus Zweigen. Im Winter kauft man getrocknete Bündel, die man vor Gebrauch in heißem Wasser aufweicht. In vielen ländlichen Bastus hängen getrocknete Birkenbündel an der Wand, fertig zum Gebrauch. In städtischen Saunen ist die Praxis seltener. Dort riecht es nach Holz und Dampf, nicht nach Birke.

Die besten öffentlichen Saunen nach Stadt

Hier eine Auswahl, die ich entweder selbst kenne oder die mir von Schweden empfohlen wurden. Alle sind ganzjährig geöffnet, sofern nicht anders angegeben.

Stadt Sauna Typ Preis (ca.)
Stockholm Hellasgården See-Bastu 100 SEK
Stockholm Eriksdalsbadet Schwimmbad + Sauna 120 SEK
Stockholm Stockholms Bastu (Beckholmen) Ufer-Bastu 200 SEK
Malmö Ribersborgs Kallbadhus Kallbadhus 90 SEK
Göteborg Hagabadet Jugendstilbad 350 SEK
Varberg Varbergs Kallbadhus Kallbadhus 80 SEK
Helsingborg Pålsjöbaden Kallbadhus 85 SEK
Umeå Norrbyskär Bastu Insel-Bastu 150 SEK
Luleå Bastutomten Arktische Bastu 200 SEK

Stockholm hat die größte Auswahl, Malmö das ikonischste Einzelgebäude (Ribersborg). In Nordschweden sind die öffentlichen Saunen seltener, aber wer ein Ferienhaus mietet, hat fast immer eine eigene Bastu dabei.

Eigene Bastu bauen: Was man wissen muss

Viele Schweden bauen ihre Bastu selbst. Auf dem Land gehört das dazu wie der Bau eines Bootsstegs. Die einfachste Variante: ein kleines Holzhaus, zwei mal drei Meter, mit einem holzbefeuerten Saunaofen, zwei Bänken übereinander, einer Tür und einem Fenster.

Material: Espe, Erle oder Linde für die Innenverkleidung, weil diese Hölzer wenig Harz enthalten und sich nicht zu heiß anfassen. Fichte oder Kiefer für die Außenwände. Am wichtigsten ist der Ofen. Holzbefeuerte Öfen kosten ab etwa 5.000 SEK, elektrische ab 3.000 SEK. Für eine See-Bastu empfehle ich Holz. Geruch, Knistern und das langsame Aufheizen machen den Unterschied.

Gesamtkosten für eine selbst gebaute Bastu: 30.000 bis 80.000 SEK, je nach Größe und Ausstattung. Wer einen Fertigbausatz kauft, zahlt 50.000 bis 120.000 SEK inklusive Lieferung. Die schwedischen Baumärkte Bauhaus und Hornbach (ja, die gibt es auch in Schweden) führen Bausätze. Auch Jula und Bygghemma haben Angebote.

Bauvorschriften: In Schweden braucht man für kleine Bastus (unter 15 Quadratmeter) keine Baugenehmigung, wenn sie als Friggbod (Nebengebäude) gelten und bestimmte Abstände zum Nachbargrundstück einhalten. Ab 15 Quadratmetern wird es genehmigungspflichtig. Bei Öfen mit Schornstein muss ein Brandschutzkontrolleur (Sotare) die Installation abnehmen. Das ist Pflicht und kostet eine Gebühr.

Tipp: Bastu mieten statt bauen

Wer die schwedische Saunakultur ausprobieren will, ohne gleich zu bauen: Viele Stuga-Vermieter bieten Häuser mit eigener Bastu an. Auf Hemnet, Blocket und bei deutschen Vermittlern wie Novasol oder DanCenter kann man gezielt nach Ferienhäusern mit Sauna filtern. In Dalarna und Småland hat fast jedes zweite Ferienhaus eine Bastu.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Bastu und finnischer Sauna?

Die schwedische Bastu ist tendenziell milder (70-85 °C vs. 80-100 °C in Finnland). Aufgüsse sind in Schweden weniger ritualisiert. Das Abkühlen im See oder Meer hat in beiden Ländern Tradition, aber in Schweden steht die Kombination Bastu-plus-See stärker im Vordergrund als der Aufguss selbst.

Muss man in schwedischen Saunen nackt sein?

In privaten Bastus ja, in öffentlichen kommt es auf die Einrichtung an. Getrennte Bereiche (Herren/Damen) in Kallbadhus sind traditionell nackt. Gemischte und städtische Saunen verlangen oft Badekleidung. Einfach vor Ort schauen oder am Empfang fragen.

Wie viel kostet eine öffentliche Sauna in Schweden?

Zwischen 80 und 200 SEK (etwa 7 bis 18 Euro) für eine Tageskarte. Luxuseinrichtungen wie Sturebadet kosten deutlich mehr (ab 450 SEK). Kommunale Schwimmbäder mit Sauna liegen bei 80 bis 130 SEK. Private Bastuflottar kosten 1.500 bis 5.000 SEK für eine Gruppe.

Ist Eisbaden gefährlich?

Für gesunde Menschen nicht, wenn man sich an Grundregeln hält: nie allein, langsam anfangen, nicht zu lange bleiben. Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten vorher ihren Arzt fragen. Beim ersten Mal reichen fünf bis zehn Sekunden. Der Körper gewöhnt sich über mehrere Sitzungen daran.

Wann ist die beste Jahreszeit für schwedische Saunakultur?

Jede Jahreszeit hat ihren Reiz. Im Sommer die Mitternachtssonne am See, im Herbst Nebel über dem Wasser, im Winter Eisbaden und Nordlichter. Mein persönlicher Favorit: Oktober bis November. Das Laub ist bunt oder weg, die Luft kalt, die Seen noch offen. Wenige Touristen, viel Stille.

Kann ich eine Bastuflotte auch ohne Erfahrung mieten?

Ja. Die meisten Vermieter geben eine Einweisung: Ofen anheizen, Floß steuern, Sicherheitsregeln. Man braucht keinen Bootsführerschein. Ein Paddel oder kleiner Elektromotor reicht für die Fortbewegung. Schwimmwesten sind an Bord. Vorkenntnisse in Sachen Sauna helfen, sind aber nicht nötig.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026