Bogö (Bogø)

Bogö (Bogø) ist eine Insel im dänischen Teil der Ostsee. Sie liegt zwischen Seeland, der größten Insel von Dänemark und Falster. Die kleine Insel ist ca. sieben Kilometer lang und etwa drei Kilometer breit. Auf einer Inselgesamtfläche von 13,07 km² leben etwas mehr als 1100 Bewohner. Die meisten Einwohner, nämlich über 900 leben im Dorf Bogö (Bogø). Der höchste Punkt der Insel hat eine Höhe von 32 m über dem Meeresspiegel.

Geschichte von Bogö (Bogø)

Die Insel war einst im Besitz der dänischen Krone. Im Jahr 1769 wurde die Insel zum Verkauf angeboten. 30 Bauern ergriffen die Gelegenheit. Sie rodeten den Wald Vesterskov und kauften mit dem Erlös die Insel. Mit Ausbruch des zweites Weltkrieges wurde Bogö (Bogø) mit einem Damm an die Nachbarinsel Mön (Møn) angeschlossen. Damit war die Isolation der Insel Bogö (Bogø) endgültig vorbei. Heute verläuft die Straße, welche die Farö-Brücke mit der Insel Mön verbindet, unmittelbar nördlich des Hafens von Bogö (Bogø). Damit hat die Insel viel von der Ruhe eingebüßt.

Sehenswürdigkeiten

Bogö (Bogø) ist in Dänemark und Umgebung als Schulinsel bekannt. Obwohl die Insel sehr klein ist, sind hier viele historische Schulen in ihren alten Gebäuden beheimatet. Neben einer Navigationsschule gibt es eine Reitschule und natürlich mehrere allgemeinbildende Schulen. Die Navigationsschule kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. 1865 gründete der dänische Lehrer und Politiker Christen Berg eine Seemannsschule auf Bogö (Bogø). Es war eine Zeit, in der viele Bauernsöhne lieber zur See fuhren, als daheim auf dem Feld zu arbeiten.

Die Seemannschule fand bald als gute Ausbildungsstätte Anerkennung. Später wurde die Schule als Navigationsschule weitergeführt. Vor dem Gebäude befindet sich eine Büste des Schulgründers, der oftmals scherzhaft als König von Bogö (Bogø) bezeichnet wird.

fahrradfahrer
Die Insel lässt sich am besten mit dem Fahrrad erkunden, so erreicht man auch die abgelegenste Sehenswürdigkeit

Die Insel Bogö (Bogø) hieß einst Insel der Mühlen. Heute gibt es nur noch eine einzige Mühle holländischer Bauart auf Bogö (Bogø). Diese aus dem Jahr 1852 stammende Windmühle ist zum Wahrzeichen der Insel geworden. Die restaurierte Mühle aus Holz steht am höchsten Punkt der Insel. Durch ihre erhöhte Lage auf einem Hügel ist die Bogø Mölle von fast jedem Punkt der Insel aus zu sehen.

Tipp: Für eine Besichtigung kann der Schlüssel zur Mühle ausgeliehen werden.

Mitte des 17. Jahrhunderts war die gesamte Insel mit einem Buchenwald bedeckt. Mit der Abholzung des Westwaldes wurde die Insel freigekauft. An den Kauf der Insel, erinnert heute noch ein Gedenkstein. Vom seinerzeitigen Buchenwald ist heute nur noch der Ostwald vorhanden. Dort befindet sich das Ganggrab Hulehöj. Das Steinzeitgrab mit vierzehn tragenden und fünf Decksteinen zählt zu den Sehenswürdigkeiten von Bogö (Bogø).

Auf Bogö (Bogø) gibt es auch eine idyllisch am Wasser gelegene Inselkirche. Sie ist ein Zeuge der großen seemännischen Vergangenheit der kleinen Insel. Die Votivkirche stammt aus dem Jahr 1200. Auf dem Kirchhof befinden sich viele Seemanngräber. Mehrere Schiffsmodelle und alte Malereien machen einen Besuch der Kirche lohnend.

Freizeitaktivitäten

Bogö (Bogø) ist ein ruhiges Plätzchen für Gäste, die eine einzigartige Landschaft genießen möchten. Die Dämme bieten Anglern tolle Gelegenheiten ihrer Passion nachzugehen. Im Inselinneren gibt es blühende, prächtige Felder zu bewundern. Im Sommer sind sie eine wahre Farbenpracht. Ein Ausflug auf die Nachbarinsel Mön (Møn) ist bei den Gästen allseits beliebt. Møn ist vor allem bei Hobbyforschern auch wegen seiner Fossilienfunde bekannt. Die 120 Meter hohe Steilküste ist atemberaubend.

Insel Moen
Wer genug Entspannung auf der Insel Bogö genossen hat, kann sich den zahlreichen Freizeitaktivitäten auf der Insel Mön widmen

Ferienwohnungen und Hotels

Auf der Insel Bogö (Bogø) befinden sich mehr als 30 Ferienhäuser. Die komplett ausgestatteten Ferienhäuser verfügen teilweise über ein Bad unter freiem Himmel. Sie sind für 4 bis 8 Personen eingerichtet. Auch Haustiere sind teilweise willkommen. Die schönen Ferienhäuser von Bogö (Bogø) sind zum Großteil billiger als vergleichbare auf der Nachbarinsel Mön (Møn). Der Preis für ein Ferienhaus auf Bogö (Bogø) pro Woche beginnt bereits bei 230 Euro.

Hotels oder Pensionen befinden sich auf der Insel kaum. Erwähnenswert sind das Stalden Bed & Breakfast und das
Bogø Vingaard Bed & Breakfast. Das einzige Hotel mit drei Sternen auf der Insel ist das Hotel Bogø. Es gibt kaum Informationen zu diesen Unterkünften im Internet. Die wenigen Gästebewertungen sind aber durchwegs äußerst positiv.

Anreise zur Insel Bogö (Bogø)

Viele Reisende benutzen den Weg über die Farö Autobahn Brücke, um nach Bogö (Bogø) zu gelangen. Zahlreiche Gäste, die auf dem Weg zu ihrem Ferienhaus auf Bogö (Bogø) sind, legen auf Farö gerne eine Rast ein und besuchen die Touristinformation und den Hafen. Für Kinder und Naschkatzen steht ein Besuch im Schokoladenmuseum auf dem Programm. Mit der westlich gelegenen Insel Farö ist Bogö (Bogø) über einen Damm verbunden. Von dort aus besteht der Anschluss an die Autobahn E47/55. Seit 1943 hat Bogö (Bogø) auch auf der Ostseite einen Damm als Verbindung mit Mön (Møn).

Im Süden liegt ein Hafen mit einer Autofähre, die während der Sommermonate nach Stubbekøbing auf Falster fährt. Die Museumsfähre Ida verkehrt an sieben Tagen der Woche. Die Fähre wird zur Beförderung von Autos und Fußgängern eingesetzt. Radfahrer benützen die Fähre auf ihrer Route von Stubbekøbing nach Bogö (Bogø). Da sie die Autobahnbrücke nicht benutzen dürfen, müssten sie ansonsten einen großen Umweg machen.

Natürlich ist auch die Anreise mit einem Boot möglich. Aber der Hafen von Bogö (Bogø) ist sehr klein. Er bietet kaum Platz für Gastboote.