Ferienhaus in Klitmøller
Klitmøller ist der Ort, den in Dänemark alle nur Cold Hawaii nennen. Als ich das erste Mal hier war, hat mich der Kontrast überrascht: ein altes Fischerdorf an der rauen Nordwestküste Jütlands, und im Wasser davor Dutzende Surfer in schwarzem Neopren, die auf die nächste Welle warten. Die Riffe vor der Küste brechen die Wellen so sauber, dass Klitmøller weit über Dänemark hinaus bekannt ist.
Wer hier ein Ferienhaus mietet, wohnt mitten im Nationalpark Thy, dem ersten Nationalpark des Landes. Die Häuser reichen vom umgebauten Fischerhaus bis zum modernen Neubau in den Dünen. Ganz gleich, ob du selbst aufs Board willst oder einfach nur wandern, radeln und aufs Meer schauen möchtest, der Ort hat seinen rauen Charme behalten. Nur wenige Kilometer südlich liegt das Schwesterdorf Vorupør, das ähnlich tickt.
Ferienhäuser in Klitmøller
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Surfen und Cold Hawaii
Den Beinamen Cold Hawaii hat Klitmøller den Riffen vor der Küste zu verdanken. Sie sorgen für Wellen, die gleichmäßiger und sauberer brechen als fast überall sonst an der dänischen Nordsee. Wellenreiter, Windsurfer und Kitesurfer sind hier das ganze Jahr über im Wasser, im Winter oft bei den besten Bedingungen. Sogar internationale Wettkämpfe wurden schon vor dem Ort ausgetragen.
Das Wasser ist kalt und klar, auch im Hochsommer. Ein Neoprenanzug gehört deshalb fast immer dazu, im Winter ein dicker. Im Ort gibt es Surfshops, in denen du Ausrüstung leihen und Kurse buchen kannst, falls du zum ersten Mal aufs Board willst. An den geschützteren Stellen bist du als Anfänger besser aufgehoben als an den großen Riffen.
Auch wer nie selbst surft, kommt hier auf seine Kosten. Vom Strand aus den Profis zuzuschauen, während der Wind pfeift und die Brandung donnert, hat etwas Meditatives. An windstillen Tagen ist das Wasser ruhig genug zum Baden, wobei die Nordsee auch hier Strömung hat und Vorsicht angebracht ist.
Nationalpark Thy
Klitmøller liegt mitten im Nationalpark Thy, der 2008 als erster Nationalpark Dänemarks ausgewiesen wurde. Er zieht sich als schmales Band an der Küste entlang, mit weiten Dünenheiden, klaren Seen und alten Kiefernplantagen. Für viele ist das eine der ursprünglichsten Landschaften des Landes.
Zum Wandern und Radfahren ist die Gegend ideal. Markierte Wege führen durch die Dünen und Heideflächen, vorbei an Seen wie dem Nors Sø und dem Vandet Sø. Rothirsche leben hier, und mit etwas Glück siehst du sie in der Dämmerung. In den Dünen liegen außerdem Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg, halb vom Sand verschluckt.
Angler kommen ebenfalls auf ihre Kosten. In den Seen des Nationalparks und an der Küste lässt sich gut angeln, und die Brandung vor Klitmøller ist bekannt für Meerforelle. Wer die Natur einfach nur genießen will, findet gerade außerhalb der Hochsaison stille Ecken zum Abschalten.
Ferienhäuser in Klitmøller
Aus dem alten Fischerdorf ist über die Jahre ein entspannter Ferienort geworden, ohne dass er seinen Charakter verloren hätte. Die Ferienhäuser stehen verstreut in den Dünen und am Ortsrand, viele nur wenige Minuten vom Wasser entfernt. Das Spektrum reicht vom schlichten, umgebauten Fischerhaus bis zum modernen Neubau mit großen Fenstern zum Meer.
Wer mit dem Surfboard anreist, findet oft Häuser mit Stellplatz für die Ausrüstung und einer Außendusche für den Neoprenanzug. Größere Häuser haben teils Sauna oder Whirlpool, was nach einer Session im kalten Wasser Gold wert ist. In der Hauptsaison im Juli und August solltest du früh buchen, weil die Nachfrage hoch ist.
Klitmøller ist kein billiges Pflaster, die Lage im Nationalpark und der Ruf als Surfmekka schlagen sich in den Preisen nieder. Wer flexibel ist, findet außerhalb der Ferien und im Frühjahr oder Herbst deutlich günstigere Wochen. Gerade dann sind die Wellen ohnehin am besten.
Ort und Umgebung
Der Ort selbst ist überschaubar. Neben den Surfshops gibt es kleine Cafés und einen Supermarkt für den täglichen Bedarf. Für den großen Einkauf fährst du nach Thisted, der nächsten größeren Stadt, rund zwanzig Minuten entfernt. Restaurants und mehr Auswahl findest du auch dort.
Nur wenige Kilometer südlich liegt Vorupør, ein traditionsreiches Fischerdorf mit einem Meerwasser-Badebecken direkt am Strand und einem Nordseeaquarium. Der Weg dorthin an der Küste entlang ist eine schöne Radtour. Beide Orte teilen sich die Surfkultur und die Lage im Nationalpark.
Für Ausflüge lohnt sich die weitere Umgebung. Nach Norden erreichst du die Hafenstadt Hanstholm, und über Nordjütland kommst du zu Orten wie Hirtshals mit seinem großen Nordseeaquarium und den Fähren nach Norwegen. Wer die Region als Basis nutzt, hat rauen Strand, Wald und Fjord in Reichweite.
Häufige Fragen
Warum heißt Klitmøller Cold Hawaii?
Wegen der Riffe vor der Küste, die für ungewöhnlich saubere Wellen sorgen, und wegen des kalten Wassers. Der Spitzname setzte sich in der Surfszene durch und machte den Ort international bekannt.
Kann man in Klitmøller auch als Anfänger surfen?
Ja. Im Ort gibt es Surfschulen und Verleih, und an den geschützteren Stellen lernst du die Grundlagen. Die großen Riffe sind eher etwas für Fortgeschrittene.
Wie weit ist Klitmøller von der deutschen Grenze?
Rund 300 Kilometer ab Flensburg, je nach Route etwa dreieinhalb bis vier Stunden Fahrt über die E45 und dann Richtung Nordwesten nach Thy.
Wo kauft man in Klitmøller ein?
Im Ort gibt es einen Supermarkt für den täglichen Bedarf. Für größere Einkäufe fährst du nach Thisted, etwa zwanzig Minuten entfernt.
Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026