Wer schon mal nach einer Fährnacht im Ruhesessel mit steifem Nacken aufgewacht ist, weiß: Ein Reisekissen gehört ins Gepäck. Die Auswahl reicht von ultraleichten Aufblas-Modellen bis zu Memory-Foam-Kissen, die fast so viel Platz brauchen wie ein Pulli.
Memory-Foam-Reisekissen bestehen aus viskoelastischem Schaum. Der wird durch Körperwärme weich und passt sich an deine Nackenform an. In Amazon-Bewertungen taucht immer wieder auf, dass Memory-Foam sich am bequemsten anfühlt. Hat aber einen Haken: Diese Kissen sind sperrig. 250 bis 400 Gramm, und zusammenrollen geht nur bedingt. Für den Flug nach Reykjavík trotzdem eine gute Wahl, wenn dir Komfort wichtiger ist als Packmaß. Viele Hersteller liefern mittlerweile einen Kompressionsbeutel mit, in dem sich das Kissen auf etwa die Hälfte zusammendrücken lässt.
Aufblasbare Reisekissen wiegen oft unter 100 Gramm und passen zusammengefaltet in die Hosentasche. Für Backpacking durch Norwegen oder Wandertouren in den Fjorden kaum zu schlagen. Die Stützung ist allerdings spürbar geringer, weil Luft nun mal nachgibt. Dafür lässt sich die Härte über ein Ventil regulieren. Manche Modelle werden per Mund aufgeblasen, andere haben eine integrierte Pumpe. Wer das Kissen regelmäßig nutzt, wird die Pumpe schnell zu schätzen wissen.
Mikroperlen-Kissen (gefüllt mit feinen EPS-Kügelchen) sind weich und flexibel, stützen den Nacken aber weniger gezielt als Memory-Foam. Die Kügelchen passen sich bei jeder Bewegung neu an, was manche als angenehm empfinden, anderen aber zu wenig Halt gibt. Wer einfach ein weiches Kissen will und auf Ergonomie weniger achtet, kann damit zufrieden sein.
Schal- und Wrap-Kissen werden um den Hals gewickelt und stützen rundherum. Etwas neuer auf dem Markt, aber gerade bei Vielfliegern beliebt. Wer im Sitzen immer zur Seite wegknickt, sollte sich diese Variante anschauen. Sie verhindern das seitliche Abkippen des Kopfes besser als klassische U-förmige Nackenhörnchen.