Rundreise Schweden
Inhaltsverzeichnis
- 1 Rundreise durch Schweden, welche Route passt zu dir?
- 2 Südschweden in einer Woche
- 3 Die große Runde: Stockholm bis Lappland (2 bis 3 Wochen)
- 4 Rundreise mit Auto oder Wohnmobil
- 5 Routen im Vergleich
- 6 Beste Reisezeit für eine Rundreise
- 7 Kosten und Budget
- 8 Tipps für die Planung
- 9 Häufige Fragen zur Rundreise Schweden
Schweden ist ein langes Land. Von der Öresundbrücke im Süden bis hinauf nach Kiruna sind es gut 1.500 Kilometer, und dazwischen liegen Seen, endlose Wälder, die Schären vor Stockholm und ein paar richtig gute Städte. Eine Rundreise ist deshalb die naheliegende Art, das alles zu verbinden. Du bleibst flexibel, mischst Stadt und Natur und entscheidest selbst, wie lange du wo bleibst.
Die eigentliche Frage ist nur, wie viel du in welcher Zeit schaffen willst. Wer eine Woche hat, konzentriert sich am besten auf den Süden. Wer zwei bis drei Wochen mitbringt, kann bis nach Lappland fahren. In diesem Artikel bekommst du konkrete Routen, eine Vergleichstabelle, Hinweise zur besten Reisezeit und ein paar ehrliche Gedanken zum Budget, damit du deine eigene Runde zusammenstellen kannst.
Rundreise durch Schweden, welche Route passt zu dir?
Bevor du Hotels buchst oder eine Fähre reservierst, lohnt sich eine ehrliche Frage: Wie viele Tage hast du wirklich, und was reizt dich mehr, Städte oder Wildnis? Schweden verführt dazu, zu viel auf einmal zu wollen. Die Distanzen sind größer, als die Landkarte vermuten lässt, und wer jeden Tag ein neues Ziel ansteuert, sitzt am Ende vor allem im Auto.
Grob lassen sich drei Reisetypen unterscheiden. Für die erste Schweden-Reise reicht eine Woche im Süden zwischen den drei großen Städten. Wer Natur sucht und Zeit hat, plant die große Runde vom Süden bis in den Norden. Und wer es ruhiger mag, bleibt in Mittelschweden bei den Seen und in Dalarna. Alle drei Varianten funktionieren als Rundreise, du kommst also dort wieder an, wo du gestartet bist, oder du fährst eine Strecke und fliegst zurück.
Südschweden in einer Woche
Der Süden ist der klassische Einstieg, gerade wenn du mit dem eigenen Auto über die Öresundbrücke oder mit der Fähre kommst. Startpunkt ist meist Malmö, direkt hinter der Brücke von Kopenhagen. Ein bis zwei Tage reichen für die Altstadt, den Turning Torso und einen Abstecher ans Meer.
Von dort geht es weiter ins Landesinnere nach Småland, das Land der roten Holzhäuser und dunklen Wälder. Hier liegt auch die Welt von Astrid Lindgren, was gerade mit Kindern gut passt. Anschließend fährst du an die Westküste nach Göteborg, wo Fischmarkt, Schärengarten und ein entspanntes Hafenflair warten. Den Abschluss bildet Stockholm, die auf 14 Inseln gebaute Hauptstadt. Für die drei Städte plus Småland solltest du sieben Tage einplanen, eher mehr, wenn du nicht hetzen willst.
Diese Route hat einen praktischen Vorteil: Die Fahrstrecken zwischen den Etappen bleiben überschaubar, meist zwei bis vier Stunden. Du hast also jeden Tag genug Zeit vor Ort und musst nicht dauernd Kilometer abreißen.
Die große Runde: Stockholm bis Lappland (2 bis 3 Wochen)
Wer wirklich Zeit hat, fährt von Stockholm die Ostküste hinauf. Nach ein paar Stunden erreichst du die Höga Kusten, die Hohe Küste, wo Steilküste und Meer aufeinandertreffen. Weiter nördlich beginnt Lappland, mit weiten Ebenen, Rentieren am Straßenrand und Orten wie Luleå, Jokkmokk und Kiruna.
Ganz oben liegt Abisko, bekannt für klaren Himmel und im Winter für die Nordlichter. Im Sommer geht die Sonne hier wochenlang nicht unter, was das Reisegefühl komplett verändert. Für die Strecke bis in den hohen Norden und wieder zurück, oder mit Zug beziehungsweise Flug zurück ab Kiruna, brauchst du realistisch zwei bis drei Wochen. Die Entfernungen sind der Punkt, an dem viele ihre Planung unterschätzen: Allein Stockholm nach Kiruna sind rund 1.200 Kilometer.
Eine beliebte Variante ist die Rundfahrt: hoch an der Ostküste, im Landesinneren wieder herunter durch Jämtland und Dalarna. So siehst du auf dem Rückweg andere Landschaften als auf dem Hinweg und schließt den Kreis in Mittelschweden.
Rundreise mit Auto oder Wohnmobil
Für eine Schweden-Rundreise ist das Auto die flexibelste Wahl. Die Straßen sind gut ausgebaut, der Verkehr außerhalb der Städte ruhig, und du kommst auch zu den Seen und Wäldern, an denen kein Zug hält. Wer die Anreise mit dem eigenen Wagen scheut, mietet vor Ort in Stockholm oder Göteborg.
Noch beliebter ist das Wohnmobil, weil es Transport und Unterkunft in einem ist. Du sparst dir die Hotelsuche und übernachtest oft direkt in der Natur. Wie das konkret aussieht, welche Routen sich lohnen und was du zum Stellplatz-Thema wissen solltest, liest du in unserer Reportage Schweden mit dem Wohnmobil.
Und wenn du gar nicht selbst fahren möchtest, gibt es die geführte Variante. Bei einer Busrundreise durch Schweden sind Route, Hotels und Programm organisiert, du musst dich um nichts kümmern. Das kostet ein Stück Flexibilität, nimmt dir aber die gesamte Planung ab.
Routen im Vergleich
Damit du die Varianten schnell gegenüberstellen kannst, hier die vier gängigsten Rundreise-Ideen auf einen Blick:
| Route | Dauer | Highlights | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Südschweden-Runde | 7 Tage | Malmö, Småland, Göteborg, Stockholm | Erstbesucher, wenig Zeit |
| Ostküste und Hauptstadt | 5 bis 6 Tage | Stockholm, Schärengarten, Uppsala | Städtereisende |
| Große Nord-Süd-Runde | 2 bis 3 Wochen | Höga Kusten, Lappland, Kiruna, Abisko | Vielfahrer, Naturfans |
| Seen und Dalarna | 8 bis 10 Tage | Vänern, Vättern, Dalarna, Mittelschweden | Familien, gemächliches Tempo |
Beste Reisezeit für eine Rundreise
Die klassische Saison für eine Rundreise ist der Sommer von Juni bis August. Dann sind die Tage lang, im Norden sogar rund um die Uhr hell, und die meisten Attraktionen, Campingplätze und Fähren laufen im Vollbetrieb. Der Nachteil: Juli ist auch die schwedische Ferienzeit, beliebte Orte füllen sich und Unterkünfte sind früher ausgebucht.
Ein guter Kompromiss ist der frühe Sommer im Juni oder der September. Es ist ruhiger, im September zeigen sich in Nordschweden schon die Herbstfarben, und die Preise geben oft etwas nach. Wer die Nordlichter sehen will, reist dagegen im Winter zwischen Ende September und März, dann aber mit deutlich anderen Voraussetzungen bei Straßen und Tageslicht. Für eine entspannte Nord-Süd-Rundreise ist der Sommer die sicherste Wahl.
Kosten und Budget
Schweden gilt als teuer, und ganz falsch ist das nicht, vor allem bei Restaurantbesuchen und Alkohol. Trotzdem lässt sich eine Rundreise gut steuern. Die größten Posten sind Unterkunft, Sprit und Verpflegung. Wer im Ferienhaus, auf dem Campingplatz oder im Wohnmobil übernachtet und selbst kocht, kommt spürbar günstiger weg als mit Hotel und Restaurant an jedem Abend.
Genaue Zahlen hängen stark von Reisestil, Saison und Personenzahl ab, deshalb lohnt es sich, vorher grob zu rechnen. Bezahlt wird in Schweden fast überall mit Karte, Bargeld brauchst du kaum.
Tipp: Berechne dein persönliches Reisebudget mit unserem Schweden-Reisekostenrechner.
Tipps für die Planung
Ein paar Punkte, die deine Rundreise entspannter machen:
- Plane weniger Etappen, als du glaubst zu schaffen. Zwei Nächte pro Ort nehmen viel Hektik raus.
- Buche Unterkünfte im Juli früh, in den anderen Monaten reicht meist ein Vorlauf von wenigen Tagen.
- Rechne mit längeren Fahrzeiten im Norden, die Kilometer zwischen den Orten summieren sich schnell.
- Nutze das Jedermannsrecht, das Wandern und Zelten in der Natur unter Rücksicht auf Eigentümer und Umwelt erlaubt.
- Tanke rechtzeitig, im dünn besiedelten Norden liegen zwischen zwei Tankstellen manchmal viele Kilometer.
- Pack auch im Sommer eine warme Schicht und Mückenschutz ein, beides brauchst du fast sicher.
Häufige Fragen zur Rundreise Schweden
Wie lange sollte eine Rundreise durch Schweden dauern?
Das hängt vom Ziel ab. Für den Süden mit den drei großen Städten reicht eine Woche. Wer bis nach Lappland fahren möchte, sollte zwei bis drei Wochen einplanen, weil die Entfernungen groß sind.
Braucht man für eine Rundreise ein Auto?
Für maximale Flexibilität ist ein Auto oder Wohnmobil ideal, gerade um zu Seen und Wäldern abseits der Bahn zu kommen. Eine reine Städte-Rundreise lässt sich aber auch gut per Zug machen, und geführte Busrundreisen nehmen dir das Fahren komplett ab.
Was kostet eine Rundreise durch Schweden ungefähr?
Eine pauschale Zahl gibt es nicht, weil Unterkunft, Reisezeit und Reisestil den Preis bestimmen. Camping und Selbstverpflegung sind deutlich günstiger als Hotels und Restaurants. Am besten kalkulierst du dein Budget vorher grob durch, zum Beispiel mit unserem Reisekostenrechner.
Wann ist die beste Zeit für eine Schweden-Rundreise?
Für eine klassische Rundreise ist der Sommer von Juni bis August am unkompliziertesten, mit langen hellen Tagen. Juni und September sind ruhiger und oft günstiger. Für die Nordlichter reist du im Winterhalbjahr, dann aber mit anderen Bedingungen auf den Straßen.
Kann man Süd- und Nordschweden in einer Reise verbinden?
Ja, das ist die große Nord-Süd-Runde. Sie ist reizvoll, verlangt aber Zeit, weil zwischen Stockholm und dem hohen Norden schnell über 1.000 Kilometer liegen. Zwei bis drei Wochen sind hier eine realistische Untergrenze.
Ist eine Rundreise mit Kindern machbar?
Durchaus. Der Süden mit kürzeren Etappen, Astrid-Lindgren-Welt in Småland und den Städten eignet sich gut für Familien. Wichtig ist, die Fahrstrecken kurz zu halten und pro Ort lieber zwei Nächte einzuplanen.
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Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.