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Schwedische Architektur
Von roten Holzhäusern und mittelalterlichen Kirchen bis zu Asplunds Bibliothek und dem Turning Torso

Schwedische Architektur

15 Min. Lesezeit

Wer an schwedische Architektur denkt, sieht rote Holzhäuser mit weißen Fensterrahmen. Das Bild stimmt. Aber es bildet nur den Anfang ab. Schwedens Baugeschichte reicht von romanischen Steinkirchen über funktionalistische Bibliotheken und Sozialsiedlungen der Nachkriegszeit bis zu verdrehten Wolkenkratzern und Baumhaushotels.

Ich bin durch Schweden gefahren und habe Gebäude angeschaut, die mich wochenlang beschäftigt haben. Ein Haus in Dalarna, dessen Holzfassade seit 300 Jahren mit derselben Farbe gestrichen wird. Eine Bibliothek in Stockholm, die aussieht wie ein Tempel der Aufklärung. Ein Hotel in Lappland, das in den Bäumen hängt. Was an den Gebäuden ablesbar wird, erzählt oft mehr über Schweden als jedes Geschichtsbuch.

Traditionelle rote Holzhäuser mit weißen Fensterrahmen in einer schwedischen Landschaft
Rote Holzhäuser mit weißen Fensterrahmen -- das Bild, das die meisten mit Schweden verbinden. Die Farbe heißt Falu Rödfärg. (KI-generiert)

Rödfärg: Warum Schwedens Häuser rot sind

Die rote Farbe heißt Falu Rödfärg. Sie stammt aus der Kupfergrube von Falun in Dalarna, die seit dem 13. Jahrhundert betrieben wurde. Bei der Kupfergewinnung fiel ein Nebenprodukt an: ein rotes Pigment aus Eisenoxid, Kieselsäure und Zink. Gemischt mit Leinöl, Roggenmehl und Wasser ergibt es eine Farbe, die Holz vor Feuchtigkeit schützt und Jahrhunderte hält.

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Im 16. Jahrhundert begannen wohlhabende Schweden, ihre Häuser damit zu streichen. Rot galt als Zeichen von Wohlstand. Wer sich die Farbe leisten konnte, zeigte es. Ab dem 18. Jahrhundert verbreitete sich Rödfärg in allen Gesellschaftsschichten. Bauernhöfe, Scheunen, Sommerhäuser -- alles wurde rot. Die Farbe war günstig (Falun produzierte Unmengen davon), haltbar und sah gut aus.

Mehrere Hunderttausend Gebäude in Schweden tragen Falu Rödfärg. Die Farbe kommt immer noch aus Falun, nach einer Rezeptur, die sich seit dem 18. Jahrhundert kaum verändert hat. Ein Anstrich hält zehn bis fünfzehn Jahre. Kein moderner Holzschutz kann das günstiger.

Ein Detail dazu: Falu Rödfärg funktioniert anders als normale Farbe. Sie dringt ins Holz ein, statt einen Film zu bilden. Deshalb blättert sie nicht ab, sondern verblasst langsam und gleichmäßig. Ein Haus, das seit dreißig Jahren nicht gestrichen wurde, sieht nicht schäbig aus. Es sieht alt aus. Das ist ein Unterschied.

Die weißen Fensterrahmen kamen später dazu, im 18. und 19. Jahrhundert. Weiß war teuer, weil es Bleiweiß oder Zinkweiß enthielt. Wer weiße Fenster hatte, zeigte: Hier wohnt jemand, der es sich leisten kann. Heute gehört die Kombination Rot-Weiß so fest zu Schweden wie die Flagge selbst.

Mittelalterliche Steinkirchen und Holzarchitektur

Die ältesten erhaltenen Gebäude Schwedens sind Kirchen. Ab dem 11. Jahrhundert christianisierten sich die schwedischen Regionen, und überall entstanden Gotteshäuser. Auf Gotland stehen über 90 mittelalterliche Steinkirchen, viele aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Die Insel profitierte damals vom Hansehandel, und der Reichtum floss in den Kirchenbau.

Die Kirchen auf Gotland sind romanisch, mit dicken Mauern, Rundbögen und gedrungenen Türmen. Manche haben gotische Erweiterungen aus dem 14. Jahrhundert. Wer durch das Landesinnere von Gotland fährt, stößt alle paar Kilometer auf eine Kirche. Sie stehen oft allein auf einem Hügel, umgeben von alten Grabsteinen und Schafweiden. Keine davon gleicht der anderen.

Mittelalterliche Holzkirche in Schweden mit Schindeldach und geschnitzten Verzierungen
Schwedische Holzkirche mit Schindeldach. In abgelegenen Regionen baute man Kirchen aus dem, was verfügbar war: Holz. (KI-generiert)

Im nördlichen Schweden, wo Stein rar war, baute man Kirchen aus Holz. Die Gammelstads Kyrkstad (Kirchenstadt) in Luleå ist ein Weltkulturerbe. 424 Holzhäuser umgeben die mittelalterliche Steinkirche. Die Häuser dienten Gemeindemitgliedern, die von weit her kamen, als Übernachtungsmöglichkeit. Sonntags zur Messe, dann blieb man die Nacht. Manche Kirchenstädte hatten über 500 Häuser.

Ein anderes Beispiel: die Hedared-Stabkirche in Västergötland, Schwedens einzige erhaltene Stabkirche. Sie stammt aus dem späten Mittelalter und ähnelt den norwegischen Stabkirchen, ist aber deutlich schlichter. Ein kleiner Holzbau mit steilen Dachschrägen, dunkel und eng. Man spürt darin die Strenge des mittelalterlichen Christentums.

Barock und Rokoko: Drottningholm und die Macht

Im 17. Jahrhundert stieg Schweden zur Großmacht auf. Die politische Ambition spiegelte sich im Bauen. Unter Karl X. Gustav und Karl XI. entstanden Schlösser, die mit Versailles konkurrieren sollten. Das gelang nicht immer, aber die Absicht war deutlich.

Schloss Drottningholm auf der Insel Lovön bei Stockholm steht als Barockschloss in einer eigenen Kategorie. Nicodemus Tessin der Ältere begann den Bau 1662 im Auftrag von Königin Hedwig Eleonora. Sein Sohn, Nicodemus Tessin der Jüngere, vollendete das Werk. Die Gartenanlagen folgen dem französischen Vorbild: geometrische Beete, Sichtachsen, Springbrunnen. Im Park steht das Schlosstheater von 1766, eines der besterhaltenen Barocktheater Europas. Die Bühnenmaschinerie funktioniert noch. Im Sommer finden dort Aufführungen statt.

Drottningholm ist seit 1981 Wohnsitz der schwedischen Königsfamilie. Große Teile des Schlosses und der Garten sind öffentlich zugänglich. Die Eintrittskarte kostet 150 SEK, und die Führung dauert etwa eine Stunde. Ich empfehle den Besuch im Frühsommer, wenn die Gärten blühen und der Park noch nicht überlaufen ist.

Das Stockholmer Schloss (Kungliga Slottet) ist ein weiterer Bau der Tessin-Dynastie. Nicodemus Tessin der Jüngere entwarf es im römisch-barocken Stil, nach einem Brand 1697. Über 600 Räume, vier Fassaden, jede in einem leicht anderen Stil. Das Schloss wirkt von außen streng. Fast abweisend. Die Innenräume dagegen -- Spiegelsäle, Staatsgemächer, Schatzkammer, Rikssalen -- legen den Reichtum der schwedischen Großmachtzeit offen.

Funktionalismus: Asplund und die Stockholmer Bibliothek

1930 fand in Stockholm die Stockholmsutställningen statt, eine Ausstellung, die den Funktionalismus in Schweden durchsetzte. Weg von Ornament und Historismus. Hin zu Licht, Luft und Zweckmäßigkeit. Erik Gunnar Asplund trieb diese Bewegung voran wie kein anderer schwedischer Architekt.

Funktionalistisches Gebäude in Stockholm mit klaren Linien und großen Fensterflächen
Funktionalismus in Stockholm. Klare Linien, große Fensterflächen, kein Ornament -- die schwedische Antwort auf die Moderne der 1930er Jahre. (KI-generiert)

Asplund entwarf die Stockholmer Stadtbibliothek (Stadsbiblioteket), fertiggestellt 1928. Ein zylindrischer Lesesaal, umgeben von einem rechteckigen Unterbau. Man betritt das Gebäude durch einen dunklen Treppenaufgang und steht plötzlich in einem runden Raum, umgeben von Büchern bis unter die Decke. Drei Stockwerke Regale, 360 Grad. Das Licht fällt von oben ein. Der Effekt ist beabsichtigt: Man soll das Gefühl haben, ins Wissen einzutreten.

Ich war dreimal dort. Beim ersten Mal stand ich zehn Minuten im Lesesaal und habe nur nach oben geschaut. Das Gebäude ist frei zugänglich, kein Eintritt. Einfach reingehen, Treppe hoch, staunen. Architektur-Interessierte sollten auch die Details beachten: die Türgriffe, die Geländer, die Beleuchtungskörper. Alles von Asplund entworfen, alles aus einem Guss.

Asplunds zweites Hauptwerk ist der Skogskyrkogården (Waldfriedhof) im Süden Stockholms, zusammen mit Sigurd Lewerentz entworfen. Der Friedhof ist Weltkulturerbe. Keine Grabfelder in Reih und Glied, sondern eine Landschaft: Hügel, Baumgruppen, Lichtungen. Die Kapellen fügen sich so in die Umgebung ein, dass man sie erst sieht, wenn man davorsteht. Die Ruhe dort hat nichts mit Religion zu tun. Es ist reine Raumwirkung.

Innenansicht eines runden Bibliotheksraums mit Bücherregalen bis zur Decke in Stockholm
Ein runder Lesesaal, Bücherregale bis zur Decke. Asplunds Stockholmer Stadtbibliothek von 1928 ist ein Schlüsselwerk des nordischen Funktionalismus. (KI-generiert)

Folkhemmet und das Millionprogramm

Nach dem Zweiten Weltkrieg stand Schweden vor einer Wohnungskrise. Die Städte wuchsen, die Landbevölkerung zog in die Ballungsräume, und es fehlten Hunderttausende Wohnungen. Die sozialdemokratische Regierung reagierte mit dem Konzept des Folkhemmet -- dem Volksheim. Jeder Schwede sollte eine moderne, bezahlbare Wohnung haben.

In den 1950er Jahren entstanden die ersten Großsiedlungen. Saubere Linien, viel Grün zwischen den Häusern, Gemeinschaftsräume, Spielplätze. Die Architektur war funktional, aber nicht lieblos. Viele dieser Siedlungen, etwa Gröndal und Reimersholme in Stockholm, gelten heute als gelungener sozialer Wohnungsbau. Kleine Wohnungen, aber gut geschnitten. Helle Treppenhäuser. Innenhöfe mit alten Bäumen.

Dann kam das Miljonprogrammet. Zwischen 1965 und 1974 baute Schweden eine Million Wohnungen in zehn Jahren. In diesem Tempo hatte kein europäisches Land zuvor gebaut. Ganze Stadtteile wuchsen aus dem Boden: Tensta, Rinkeby und Rosengård in Malmö. Hochhäuser, Plattenbau, Betonplatten. Schnell, billig, effizient.

Architektonisch war das Millionprogramm ein Desaster. Die Gebäude sind monoton, grau, abweisend. Die Grundrisse funktionieren, die Wohnungen sind geräumig, aber die städtebauliche Qualität ist gering. Keine gewachsenen Strukturen, kaum Geschäfte im Erdgeschoss, weite Wege zwischen den Häusern. Viele dieser Siedlungen kämpfen bis heute mit sozialen Problemen.

Seit den 2000er Jahren wird umgebaut. Fassaden bekommen Farbe, Erdgeschosszonen werden aktiviert, Parks neu gestaltet. Tensta hat ein Kunstzentrum bekommen. Rosengård einen neuen Stadtplatz. Der Prozess ist langsam, aber er zeigt: Architektur lässt sich korrigieren. Es dauert nur länger als der Bau.

Moderne Architektur: Turning Torso und Treehotel

Mit 190 Metern überragt der Turning Torso in Malmö jedes andere Gebäude Schwedens. 54 Stockwerke, und der gesamte Turm dreht sich um 90 Grad von der Basis bis zur Spitze. Santiago Calatrava hat ihn entworfen, inspiriert von einer verdrehten menschlichen Wirbelsäule. Fertiggestellt 2005, steht er im Stadtteil Västra Hamnen, dem ehemaligen Industriehafen.

Der Turning Torso in Malmö, ein sich drehender Wolkenkratzer vor blauem Himmel
Der Turning Torso in Malmö. 190 Meter hoch, 90 Grad Drehung von unten nach oben. Seit 2005 Schwedens höchstes Gebäude. (KI-generiert)

Ich stand zum ersten Mal 2008 davor. Der Turm sieht aus jeder Richtung anders aus. Von Süden schmal, von Westen breit, die Verdrehung ist je nach Standort mal subtil, mal dramatisch. Er enthält hauptsächlich Wohnungen, kein öffentliches Aussichtsdeck. Man kann ihn also nur von außen betrachten. Aber das reicht. Die beste Perspektive hat man vom Sundspromenaden, dem Weg am Öresund entlang.

Västra Hamnen ist insgesamt einen Besuch wert. Das ganze Viertel wurde ab 2001 als ökologisches Modellprojekt entwickelt. Niedrige Wohnbauten, autofreie Straßen, 100 Prozent erneuerbare Energie. Die Architektur ist vielfältig: jedes Gebäude von einem anderen Büro entworfen, aber alle unter strengen Nachhaltigkeitsvorgaben. Das Ergebnis ist ein Stadtteil, der modern aussieht, ohne steril zu wirken.

Im Norden Schwedens, nahe Harads in Norrbotten, steht das Treehotel. Sechs Baumhäuser, jedes von einem anderen Architekten entworfen. Das bekannteste ist der Mirrorcube: ein vier mal vier Meter großer Würfel, komplett mit Spiegeln verkleidet, der in einer Kiefer hängt und die Umgebung reflektiert. Von Weitem unsichtbar. Daneben gibt es das UFO (sieht aus wie eine fliegende Untertasse), das Bird's Nest (von außen ein Haufen Zweige, innen ein Hotelzimmer) und die 7th Room (ein 10 Meter über dem Boden hängendes Apartment mit Netzbalkon).

Das Treehotel ist teuer. Eine Nacht im Mirrorcube kostet ab etwa 5.000 SEK. Aber als architektonisches Projekt ist es bemerkenswert: Architektur, die sich der Natur anpasst statt sie zu verdrängen. Wer dort übernachtet, schläft zwischen Baumwipfeln, Nordlichter inklusive im Winter.

Weitere moderne Bauten in Schweden

  • ArtScience Museum (Moderna Museet Malmö): Von Tham & Videgård Arkitekter, orangefarbener perforierter Stahlbau, 2009
  • Waterfront Congress Centre, Stockholm: Von White Arkitekter, gläserner Kongressbau am Wasser, 2011
  • Sara Kulturhus, Skellefteå: Eines der höchsten Holzhochhäuser der Welt, 20 Stockwerke, fertiggestellt 2021
  • Malmö Live: Konzerthaus und Hotel, terrassenförmige Glasfassade, Schmidt Hammer Lassen Architects, 2015

Architektur-Touren in Schweden

Wer schwedische Architektur gezielt erleben will, hat mehrere Möglichkeiten.

Stockholm: Die Architekturführungen von Arkitekturguide Stockholm dauern zwei bis drei Stunden und decken verschiedene Themen ab: Funktionalismus, mittelalterliche Altstadt (Gamla Stan), moderne Architektur auf Södermalm. Kosten: ab 300 SEK pro Person. Das Arkitektur- och designcentrum (ArkDes) auf Skeppsholmen zeigt wechselnde Ausstellungen und hat eine ständige Sammlung zur schwedischen Architekturgeschichte. Eintritt frei.

Malmö: Die Stadt hat den kompaktesten Mix aus alt und neu. In zwei Stunden zu Fuß: Malmöhus (Renaissance-Schloss, 1537), St. Petri Kyrka (gotisch, 14. Jh.), die Altstadt mit Fachwerk, dann über den Turning Torso nach Västra Hamnen. Das Touristenbüro bietet geführte Architekturwanderungen an, die kostenlos sind.

Göteborg: Landshövdingehus -- dreistöckige Gebäude mit Erdgeschoss aus Stein und zwei Obergeschossen aus Holz. Typisch für Göteborg, nirgendwo sonst in Schweden. Ganze Viertel wie Haga und Majorna bestehen daraus. Ein Spaziergang durch Haga mit Zimtschnecke in der Hand ist der beste Einstieg.

Gotland: An mittelalterlicher Bausubstanz kommt in Schweden keine Region an Gotland heran. Visby mit seiner Stadtmauer (Weltkulturerbe) und die über 90 Steinkirchen im Landesinneren. Man kann sich ein Auto mieten und in drei Tagen die halbe Insel abfahren. Jede Kirche hat ihre eigene Geschichte.

Dalarna: Wer die roten Holzhäuser in ihrer ursprünglichen Umgebung sehen will, fährt nach Dalarna. Rund um Rättvik, Mora und Leksand stehen Dörfer, die sich seit dem 18. Jahrhundert kaum verändert haben. Viele Häuser sind mit Originalfarbe gestrichen. Im Sommer öffnen einige Höfe für Besucher. In Falun kann man die Kupfergrube besichtigen, aus der die Rödfärg stammt -- ebenfalls Weltkulturerbe.

Häufige Fragen

Warum sind schwedische Häuser rot?

Die Farbe heißt Falu Rödfärg und wird aus einem Nebenprodukt der Kupfergewinnung in Falun hergestellt. Sie enthält Eisenoxid, das dem Holz einen rötlichen Ton gibt und es gleichzeitig vor Witterung schützt. Die Tradition reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück.

Kann man den Turning Torso in Malmö besichtigen?

Der Turning Torso enthält hauptsächlich Privatwohnungen. Es gibt kein öffentliches Aussichtsdeck. Man kann ihn von außen betrachten, die beste Perspektive hat man vom Sundspromenaden am Öresund. Das gesamte Viertel Västra Hamnen drumherum ist aber frei zugänglich und architektonisch sehenswert.

Wo sieht man die besten mittelalterlichen Kirchen?

Auf Gotland. Die Insel hat über 90 mittelalterliche Steinkirchen aus dem 12. bis 14. Jahrhundert. Die meisten sind frei zugänglich. Auch die Kirchenstadt Gammelstad bei Luleå (Weltkulturerbe) ist sehr gut erhalten.

Was kostet eine Nacht im Treehotel?

Ab etwa 5.000 SEK pro Nacht für die einfacheren Zimmer. Der Mirrorcube und die 7th Room sind teurer. Im Winter kann man Nordlicht-Pakete buchen. Das Hotel liegt nahe Harads in Norrbotten, etwa 60 Kilometer südlich von Luleå.

Ist die Stockholmer Stadtbibliothek öffentlich zugänglich?

Ja. Die Stadsbiblioteket am Sveavägen ist eine öffentliche Bibliothek und frei zugänglich. Kein Eintritt, keine Anmeldung nötig. Öffnungszeiten beachten -- unter der Woche bis 21 Uhr, am Wochenende kürzer. Architekturführungen werden gelegentlich angeboten, auf Schwedisch und Englisch.

Was ist das Millionprogramm?

Zwischen 1965 und 1974 baute Schweden eine Million Wohnungen, um die Wohnungsnot zu lösen. Viele der Siedlungen bestehen aus Betonhochhäusern in Vororten. Architektonisch umstritten, sozial bis heute eine Herausforderung. Stadtteile wie Tensta, Rinkeby (Stockholm) und Rosengård (Malmö) stammen aus dieser Zeit.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026