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Ferienhaus in Schweden im Winter
Urlaub im Winter

Ferienhaus in Schweden im Winter

4 Min. Lesezeit

Schweden im Winter ist eine andere Welt als im Sommer. Der Schnee schluckt jeden Lärm, die Seen frieren zu, und aus den Schornsteinen der roten Holzhäuser steigt Rauch. Wer jetzt ein Ferienhaus mietet, tauscht die volle Hauptsaison gegen Ruhe, dunkle Nachmittage am Kaminfeuer und meist deutlich niedrigere Preise. Wichtig ist vor allem eins: dass das Haus wirklich für die kalte Jahreszeit gebaut ist.

Ferienhäuser für den Winterurlaub in Schweden

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Schweden im Winter

Der Winter dauert lang in Schweden, im Norden von Oktober bis weit in den Mai hinein. Wie viel Schnee tatsächlich fällt, hängt stark von der Region ab. In Skåne ganz im Süden bleibt er oft nur ein paar Tage liegen, während in Mittelschweden und weiter nördlich eine geschlossene Schneedecke von Dezember bis ins Frühjahr die Regel ist. Je weiter du nach Norden fährst, desto sicherer der Schnee und desto kürzer die Tage.

Genau diese kurzen Tage machen den besonderen Reiz aus. Um die Wintersonnenwende geht die Sonne in Mittelschweden erst gegen halb neun auf und schon am frühen Nachmittag wieder unter. Dafür ist das Licht in den wenigen hellen Stunden weich und golden, und die Dämmerung zieht sich lang hin. Drinnen wird es dann richtig behaglich, was die Schweden mysigt nennen: Kerzen, Wolldecke, heißer Tee.

Wer über die Feiertage kommt, erlebt die Adventszeit mit ihren Fensterleuchtern und das Luciafest am 13. Dezember, wenn Kinder mit Kerzenkränzen im Haar durch die Orte ziehen. Zwischen Weihnachten und Neujahr sind viele Häuser ausgebucht. Danach kehrt Ruhe ein, bis die Sportferien im Februar den nächsten Andrang in die Skiorte bringen.

Worauf du beim Winterhaus achtest

Nicht jedes Ferienhaus ist ein Winterhaus. Viele einfache Sommerstugor haben nur eine schwache Heizung und sind ab Herbst geschlossen. Achte in der Beschreibung auf Begriffe wie vinterbonad oder helårshus, die für ein ganzjährig bewohnbares, gedämmtes Haus stehen. Eine ordentliche Zentralheizung oder eine kräftige Elektroheizung solltest du voraussetzen, denn nachts kann es leicht minus fünfzehn Grad und kälter werden.

Ein Ferienhaus mit Kamin oder Kachelofen ist im Winter mehr als Deko. Das Feuer wärmt schnell, senkt die Stromrechnung und macht die langen Abende erst gemütlich. Frag vorher, ob Holz gestellt wird oder ob du es selbst besorgst. Manche Vermieter legen einen Vorrat in den Schuppen, bei anderen kaufst du es an der Tankstelle oder beim Nachbarhof.

Der zweite Punkt ist die Zufahrt. Nach starkem Schneefall ist nicht jeder Waldweg geräumt, und ein tief gelegenes Haus am Seeufer kann im Januar schwer erreichbar sein. Kläre, wer den Weg freihält und ob du Winterreifen oder sogar Spikereifen brauchst. In Schweden sind Winterreifen von Dezember bis März ohnehin vorgeschrieben, sobald winterliche Bedingungen herrschen.

Winter im Süden und in Mittelschweden

Für einen ruhigen Winterurlaub ohne Skipass eignen sich Värmland und Dalarna gut. Hier gibt es weite Loipen für den Langlauf, gespurt und oft kostenlos, dazu zugefrorene Seen, auf denen die Einheimischen Schlittschuh laufen oder Löcher zum Eisangeln bohren. Das läuft entspannter ab als in den großen Skigebieten und passt, wenn du die Natur suchst und nicht den Trubel der Piste.

Eisangeln, auf Schwedisch pimpel, ist ein Wintersport für Geduldige. Du brauchst einen Eisbohrer, eine kurze Angel und warme Kleidung, mehr nicht. Barsch beißt auch unter dem Eis. Entscheidend ist, dass die Fläche trägt. Als grobe Regel gelten mindestens zehn Zentimeter Kerneis für eine Person, und niemand sollte allein auf unbekanntes Eis gehen. Frag im Zweifel die Leute vor Ort, sie kennen die sicheren Stellen.

Dalarna ist außerdem die Region der Bilderbuch-Weihnacht: rote Häuser im Schnee, geschnitzte Dalapferde, das alte Kupferbergwerk in Falun. Wie sich der Winter dort anfühlt, zeigen wir dir auf der Seite zum Ferienhaus in Dalarna. Von hier ist es nicht weit zu den Skigebieten um Sälen und Idre, falls du doch ein paar Tage auf Ski willst.

Der Norden: Nordlichter und Polarnacht

Ganz oben, in Schwedisch-Lappland, zeigt sich der Winter von seiner extremen Seite. Nördlich des Polarkreises steht die Sonne rund um die Wintersonnenwende wochenlang gar nicht mehr über dem Horizont, das ist die Polarnacht. Ganz dunkel ist es trotzdem nicht, denn der Schnee wirft das wenige Licht zurück und mittags dämmert es in tiefem Blau. Temperaturen um minus dreißig Grad sind hier keine Seltenheit.

Dafür bekommst du im Norden die besten Chancen auf Nordlichter. Zwischen September und März tanzt das Polarlicht bei klarem Himmel und guter Sonnenaktivität über den Wald. Ein Ferienhaus abseits der Ortsbeleuchtung ist dafür der ideale Beobachtungsposten, du brauchst nur warme Kleidung und etwas Geduld. Die Gegend um Abisko gilt als besonders zuverlässig, weil dort oft ein Loch in der Wolkendecke bleibt.

Tagsüber wird es aktiv mit Hundeschlitten, Schneemobil oder Schneeschuhen. Viele Anbieter starten direkt aus den Dörfern, und ein warmes Haus zum Auftauen am Abend ist danach Gold wert. Wer sich etwas Besonderes gönnen will, übernachtet einmal im Eishotel bei Jukkasjärvi und wohnt den Rest der Zeit im gemütlichen Holzhaus.

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Häufig gestellte Fragen

Welches Ferienhaus eignet sich für den Winter?

Achte auf ein ganzjährig bewohnbares Haus, auf Schwedisch vinterbonad oder helårshus. Es sollte gedämmt sein, eine kräftige Heizung haben und idealerweise einen Kamin oder Kachelofen. Einfache Sommerstugor sind im Winter oft geschlossen oder nur schwer warm zu bekommen.

Wann sieht man in Schweden Nordlichter?

Von September bis März, am zuverlässigsten im Norden ab dem Polarkreis. Du brauchst einen klaren, dunklen Himmel und etwas Glück mit der Sonnenaktivität. Ein Ferienhaus fernab der Straßenbeleuchtung erhöht die Chancen, weil sich deine Augen an die Dunkelheit gewöhnen.

Ist ein Winterurlaub im Ferienhaus teuer?

Außerhalb der Weihnachtstage und der Sportferien im Februar liegen die Preise im Winter oft unter denen des Sommers. Rechne aber mit höheren Heizkosten, die manche Vermieter nach Verbrauch abrechnen. Frag vorab, ob Strom und Holz im Mietpreis enthalten sind.

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Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.