Ferienhaus in Geilo
Geilo hat mich vor allem wegen einer Sache überzeugt: Du kommst mit dem Zug an und brauchst danach kein Auto mehr. Der Ort liegt auf rund 800 Metern Höhe an der Bergenbahn zwischen Oslo und Bergen, mitten in der Bergwelt, und die Loipen und Lifte beginnen fast vor der Haustür. Für einen Skiurlaub ohne langes Fahren im Schnee ist das ein großer Pluspunkt.
Was Geilo für mich ausmacht, ist die Mischung. Du bekommst alpine Abfahrten und ein riesiges Langlaufnetz am selben Ort, dahinter beginnt die weite Hardangervidda. Ein Ferienhaus nimmst du dir am besten in Loipen- oder Pistennähe, dann sparst du dir jeden Transfer. Der Ort gilt als etwas mondäner als andere norwegische Skiorte, teuer werden muss der Urlaub in einer eigenen Hütte deswegen aber nicht.
Ferienhäuser in Geilo
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Geilo als Skiort
Geilo ist eines der traditionsreichsten Wintersportziele Norwegens. Die alpinen Pisten verteilen sich über mehrere Berge und reichen vom flachen Übungshang bis zur steileren Abfahrt, sodass Anfänger und geübte Skifahrer nebeneinander auf ihre Kosten kommen. Wer lieber langläuft, findet ein riesiges Netz gespurter Loipen, das weit in die Hochebene hinausführt. Genau diese Kombination aus Abfahrt und Langlauf macht Geilo so vielseitig.
Als Skigebiet ist Geilo überschaubar und gut zu Fuß organisiert, was gerade mit Kindern angenehm ist. Viele Häuser liegen in Pisten- oder Loipennähe, du startest morgens praktisch direkt von der Terrasse. Im Ort gibt es mehr Läden und Cafés als in den kleineren Skidörfern, weshalb Geilo als etwas mondäner gilt.
Die Wintersaison reicht dank der Höhenlage meist von Ende November bis in den April, in schneereichen Jahren auch länger. Nach einem Tag draußen im Schnee in eine warme Hütte zurückzukommen, gehört für mich zum norwegischen Winter dazu.
Rund um die Hardangervidda
Hinter Geilo beginnt die Hardangervidda, die größte Hochebene Nordeuropas und der größte Nationalpark Norwegens. Im Winter spuren sich die Langlaufloipen bis weit in diese baumlose Weite hinein. Man hat schnell das Gefühl, allein mit dem Schnee und dem Himmel unterwegs zu sein.
Im Sommer ist Geilo ein guter Ausgangspunkt, um die Hardangervidda zu Fuß oder mit dem Rad zu erkunden. Über die Hochebene ziehen wilde Rentierherden, mit etwas Glück und Geduld bekommst du sie zu sehen. Markierte Wege und Wanderhütten machen auch längere Touren planbar.
Nach Westen führt die Straße von der Hochebene hinunter zum Hardangerfjord, einem der schönsten Fjorde des Landes. So lässt sich im selben Urlaub die karge Bergwelt mit Fjordnorwegen verbinden, zwei sehr unterschiedliche Seiten des Landes.
Anreise mit der Bergenbahn
Geilo liegt direkt an der Bergenbahn, der Strecke zwischen Oslo und Bergen, die zu den schönsten Zugfahrten Europas zählt. Der Bahnhof ist mitten im Ort, von dort sind es meist nur wenige Minuten bis zur Unterkunft.
Das macht die Anreise entspannt: Du kannst Geilo bequem mit dem Zug erreichen, auch aus Deutschland über Oslo, und brauchst vor Ort kein Auto. Wer trotzdem mit dem eigenen Wagen kommt, sollte im Winter an Winterreifen und etwas Zeitpuffer denken, denn über die Hochebene kann das Wetter rasch umschlagen.
Ferienhäuser und Lage
Rund um Geilo liegen viele Hütten und Ferienhäuser, vom einfachen Blockhaus bis zur modernen Anlage mit Sauna. Ein großer Teil davon steht in Pisten- oder Loipennähe, oft am Hang mit Blick über das Tal. Geilo gehört zur Region Buskerud, die für ihre Berge und Skiorte bekannt ist.
Für den Winter würde ich auf ein Haus mit Kamin achten, das macht die langen, dunklen Abende erst richtig gemütlich. Eine eigene Hütte ist im Skiurlaub oft günstiger und flexibler als ein Hotel, vor allem für Familien und Gruppen, die selbst kochen wollen.
Zur norwegischen Winterferienwoche im Februar und über Ostern ist Geilo besonders gefragt, dann werden die Häuser knapp und teurer. Wenn du zu diesen Terminen kommen willst, buchst du besser früh. In der Nebensaison und im Sommer findest du dagegen oft auch kurzfristig noch etwas Passendes.
Häufige Fragen
Brauchst du in Geilo ein Auto?
Nein. Geilo liegt direkt an der Bergenbahn, der Bahnhof ist mitten im Ort, und Lifte und Loipen liegen nah beieinander. Du kommst also bequem mit dem Zug an und brauchst vor Ort kein Auto.
Wann ist in Geilo Skisaison?
Dank der Höhenlage auf rund 800 Metern reicht die Wintersaison meist von Ende November bis in den April. In schneereichen Jahren kann noch länger gespurt werden.
Ist Geilo auch für Anfänger geeignet?
Ja. Die alpinen Pisten verteilen sich über mehrere Berge und decken alle Könnensstufen ab, vom flachen Übungshang bis zur anspruchsvollen Abfahrt. Dazu kommt das große Loipennetz, das sich gut zum Einsteigen in den Langlauf eignet.
Lohnt sich Geilo auch im Sommer?
Ja. Im Sommer ist der Ort ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen und Radtouren über die Hardangervidda. Auf der weiten Hochebene ziehen wilde Rentierherden, die du mit etwas Glück beobachten kannst.
Sergej Gerber
Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.
Zuletzt aktualisiert: Mai 2026