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Kajaani
Teerbootrennen und Kalevala-Land

Kajaani

14 Min. Lesezeit

Kajaani liegt in Mittelfinnland, am Ufer des Kajaaninjoki, dort wo der Fluss den Oulujärvi mit dem Nuasjärvi verbindet. Die Stadt hat rund 37.000 Einwohner und ist die Hauptstadt der Kainuu-Region, einer der am dünnsten besiedelten Gegenden Finnlands. Wer von Helsinki nach Kajaani fährt, durchquert zunächst das Seenfinnland, dann die endlosen Wälder der Taiga, und kommt schließlich in eine Stadt, die sich anfühlt wie das Tor zum Norden.

Ruine der Burg Kajaani am Kajaaninjoki
Die Schlossruine auf der Flussinsel erinnert an Kajanis Rolle als schwedische Grenzfestung (KI-generiert)

Kajaani ist keine Stadt, die mit Pracht und Größe auftrumpft. Sie ist bescheiden, praktisch und von einer Natur umgeben, die das Leben hier seit jeher bestimmt hat. Im Sommer gleiten Kanus über den Fluss, Angler stehen an den Stromschnellen, und auf dem Marktplatz werden Blaubeeren und Pfifferlinge aus den umliegenden Wäldern verkauft. Im Winter versinkt die Stadt unter einer dicken Schneedecke, Langläufer ziehen ihre Bahnen auf den gespurten Loipen, und die Temperaturen sinken nicht selten auf minus 30 Grad.

Zwei Dinge machen Kajaani über die Region hinaus bekannt. Erstens die Teerbootrennen, ein Wettkampf, bei dem handgefertigte Boote aus Teer den Fluss hinuntergerudert werden und der jedes Jahr im Sommer stattfindet. Zweitens die Verbindung zur Kalevala, dem finnischen Nationalepos, das der Arzt Elias Lönnrot in seiner Zeit als Bezirksarzt in Kajaani zu einem Großteil zusammentrug. Lönnrot reiste von Kajaani aus in die Dörfer Kareliens und sammelte die Lieder und Geschichten, die er später zum Epos zusammenfügte.

Die Hauptstadt der Kainuu-Region

Die Kainuu-Region erstreckt sich über rund 24.000 Quadratkilometer und hat nur 72.000 Einwohner. Das bedeutet, dass auf jeden Quadratkilometer nur drei Menschen kommen. Der Rest ist Wald, Moor und Wasser. Diese Leere ist keine Verwahrlosung, sondern Natur in einem Zustand, der in Mitteleuropa längst verschwunden ist. Bären streifen durch die Wälder, Wölfe heulen in den Winternächten, und in den Mooren nisten Kraniche und Goldregenpfeifer.

Kajaani wurde 1651 unter dem schwedischen Gouverneur Per Brahe gegründet, der auch die Stadt Oulu ins Leben rief. Die Lage am Fluss war strategisch: Von hier aus konnte man den Handelsweg kontrollieren, der von der Ostsee ins Landesinnere führte. Teer, Pelze und Fische wurden flussabwärts transportiert, Salz und Werkzeuge flussaufwärts. Der Teerhandel machte Kajaani zu einem wichtigen Umschlagplatz und ernährte die Bevölkerung über Generationen.

Im 19. Jahrhundert verlor der Teerhandel an Bedeutung, und Kajaani geriet in eine wirtschaftliche Krise. Die Papierfabrik, die 1907 am Fluss gebaut wurde, brachte neue Arbeitsplätze und neuen Wohlstand. Bis 2008 war die Fabrik der größte Arbeitgeber der Stadt. Ihre Schließung traf Kajaani hart und zwang die Region, sich neu zu erfinden. Heute setzt die Stadt auf Tourismus, Informationstechnologie und die Vermarktung der umgebenden Natur als Reiseziel für Wanderer, Angler und Wintersportler.

Die Schlossruine am Fluss

Auf einer kleinen Insel im Kajaaninjoki stehen die Überreste der Burg Kajaani, die 1604 unter schwedischer Herrschaft errichtet wurde. Die Burg diente als Grenzfestung gegen Russland und als Verwaltungszentrum der Region. Sie wurde mehrfach belagert und beschädigt. Im Großen Nordischen Krieg 1716 nahmen russische Truppen die Burg ein und sprengten sie teilweise. Seitdem steht sie als Ruine, und niemand hat versucht, sie wieder aufzubauen.

Die Ruine ist heute eines der Wahrzeichen Kajanis. Eine Fußgängerbrücke führt vom Flussufer zur Insel, und Informationstafeln erklären die Geschichte des Bauwerks. Die Mauern, aus grobem Feldstein gemauert, stehen noch mehrere Meter hoch. In den Resten der Kellergewölbe kann man den Grundriss der Burg erahnen: Wohnräume, Lagerräume, eine Kapelle und ein Gefängnis. Im Gefängnis der Burg war zeitweise der finnische Dichter Johannes Messenius eingesperrt, der dort im 17. Jahrhundert seine historischen Dramen schrieb.

Im Sommer bildet die Ruine die Kulisse für Theateraufführungen und Konzerte. Die Stadtverwaltung nutzt das historische Gelände für kulturelle Veranstaltungen, die Einheimische und Touristen gleichermaßen anziehen. Der Blick von der Burgruine über den Fluss, der zwischen den Felsen der Stromschnelle hindurchschäumt, gehört zu den schönsten in der Stadt. Morgens, wenn Nebel über dem Wasser liegt, wirkt die Ruine wie ein Überbleibsel aus einer fernen Zeit.

Teerbootrennen auf dem Kajaaninjoki

Traditionelles Teerboot auf dem Kajaaninjoki
Die Teerboote erinnern an die Zeit, als Teer den Wohlstand der Region begründete (KI-generiert)

Jedes Jahr Ende Juni findet in Kajaani das Teerbootrennen statt, finnisch tervavenekisat. Diese Veranstaltung erinnert an die Zeit, als Teer in langen, schmalen Holzbooten den Fluss hinunter zur Küste transportiert wurde. Die Boote, die für das Rennen gebaut werden, folgen dem traditionellen Vorbild: schmal, lang, aus Kiefernholz gefertigt und mit Teer abgedichtet. Teams aus vier bis sechs Ruderern wetteifern auf einer Strecke von mehreren Kilometern flussabwärts.

Das Rennen ist Wettkampf und Volksfest zugleich. Am Flussufer versammeln sich Tausende Zuschauer, die die Teams anfeuern. Essenstände bieten gegrillten Fisch, Muikku und Lohikeitto, die traditionelle Lachssuppe, an. Musikbühnen spielen finnische Volksmusik und Rock. Abends wird am Fluss ein Lagerfeuer entzündet, und die Siegerehrung findet in ausgelassener Stimmung statt. Die Teilnahme am Rennen steht jedem offen, der ein Boot bauen und ein Team zusammenstellen kann. Manche Teams trainieren monatelang, andere treten im Spaß an und kentern bereits nach wenigen Metern.

Der Teerhandel prägte Kainuu über Jahrhunderte. In den Wäldern wurden Kiefernstubben ausgegraben und in Teergruben langsam verkohlt, bis der zähflüssige Teer austrat. Der Teer wurde in Fässer gefüllt, auf die langen Boote geladen und über die Flüsse und Seen bis zur Küste bei Oulu transportiert. Von dort ging er per Schiff nach Stockholm, Amsterdam und London. Die Fahrt von Kajaani nach Oulu dauerte mehrere Tage und führte durch Stromschnellen, die hohe Geschicklichkeit der Ruderer erforderten. Diese Tradition lebt in den Teerbootrennen fort.

Kalevala und Elias Lönnrot

Stromschnelle des Kajaaninjoki im Stadtzentrum
Der Kajaaninjoki fließt mitten durch die Stadt und prägt ihr Bild seit der Gründung (KI-generiert)

Elias Lönnrot, der Schöpfer der Kalevala, lebte von 1833 bis 1853 in Kajaani. Als Bezirksarzt war er für die medizinische Versorgung der gesamten Kainuu-Region zuständig, ein Gebiet so groß wie Belgien. Er reiste zu Pferd und zu Fuß durch die Dörfer, behandelte Patienten und sammelte nebenbei die alten Lieder und Mythen, die das finnische Volk seit Generationen mündlich überlieferte. In den Dörfern Kareliens fand er Sänger, die stundenlang aus dem Gedächtnis Verse vortrugen.

Aus diesen Liedern formte Lönnrot die Kalevala, ein Epos von über 22.000 Versen, das 1835 in einer ersten und 1849 in einer erweiterten Fassung erschien. Die Kalevala wurde zum Grundstein des finnischen Nationalbewusstseins. In einer Zeit, als Finnland ein Großfürstentum unter russischer Herrschaft war, gab das Epos den Finnen eine eigene kulturelle Identität und eine Vergangenheit, auf die sie sich berufen konnten.

In Kajaani erinnert das Lönnrot-Denkmal am Marktplatz an den Arzt und Dichter. Sein ehemaliges Wohnhaus ist nicht mehr erhalten, aber eine Gedenktafel markiert die Stelle. Im Kainuu Museum wird Lönnrots Wirken in der Region dokumentiert, mit Originalmanuskripten, Karten seiner Reiserouten und Porträts der Liedersänger, die er in Karelien aufsuchte. Die Ausstellung vermittelt ein Gefühl für die Mühsal dieser Sammelreisen: tagelange Wanderungen durch Wald und Moor, Übernachtungen in rauchigen Bauernhütten, Gespräche mit alten Menschen, die manchmal stundenlang brauchten, um das Vertrauen des fremden Arztes zu gewinnen.

Der Kalevala-Geist lebt in Kainuu fort. Im Februar wird der Kalevala-Tag gefeiert, der 28. Februar, der Tag, an dem Lönnrot das Vorwort zur ersten Ausgabe unterzeichnete. In den Schulen der Region wird die Kalevala gelesen und diskutiert, und Theatergruppen bringen regelmäßig Szenen aus dem Epos auf die Bühne. Wer sich für die Kalevala interessiert, findet in Kajaani einen guten Ausgangspunkt für eine Spurensuche.

Vuokatti und der Kainuu-Wald

Etwa 35 Kilometer südöstlich von Kajaani liegt Vuokatti, das größte Sportzentrum der Region. Vuokatti hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem Ganzjahresziel für Sportler und Erholungssuchende entwickelt. Im Winter locken Abfahrtspisten, Langlaufloipen und ein Skitunnel, der ganzjährig Langlauftraining auf echtem Schnee ermöglicht. Im Sommer stehen Wandern, Mountainbiken und Kanufahren auf dem Programm. Der Vuokatti-Hügel, 345 Meter hoch, bietet Abfahrtspisten, die für finnische Verhältnisse respektabel sind.

Der Kainuu-Wald, der sich über die gesamte Region erstreckt, gehört zur borealen Taiga und besteht überwiegend aus Kiefern und Fichten, durchsetzt mit Birken. Die Wälder sind alt, dunkel und still. Im Herbst, wenn die Blaubeeren und Preiselbeeren reif sind, kommen die Einheimischen mit Eimern und Körben und sammeln, was der Wald hergibt. Ein guter Sammler schafft an einem Tag zehn bis fünfzehn Liter Blaubeeren. Die Pilzsaison beginnt im August und dauert bis Oktober. Steinpilze, Pfifferlinge und Rotkappen wachsen in großen Mengen.

Für Wanderer bietet die Region mehrere markierte Wege. Der UKK-Wanderweg, benannt nach dem finnischen Präsidenten Urho Kekkonen, führt über 250 Kilometer von Koli am Pielinen-See bis nach Syöte im Norden. Die Etappen durch Kainuu sind besonders schön, weil sie durch abwechslungsreiche Landschaften führen: dichte Wälder, offene Moore, Seeufer und bewaldete Hügelketten. Schutzhütten stehen in regelmäßigen Abständen.

Kulturleben und Theater

Kajaani Stadttheater bei Abendbeleuchtung
Das Kajaani Stadttheater gehört zu den angesehensten Bühnen Finnlands (KI-generiert)

Das Kajaani Stadttheater (Kajaanin Kaupunginteatteri) genießt in Finnland einen Ruf, der über die Größe der Stadt hinausgeht. Mit einem kleinen, aber ambitionierten Ensemble bringt es jährlich sechs bis acht Premieren auf die Bühne. Die Stücke reichen von finnischen Klassikern über zeitgenössische Dramen bis zu Musicals und Kinderstücken. Die Inszenierungen setzen oft auf eine Mischung aus Sprechtheater und Musik, die den Traditionen des Kainuu-Storytelling nahesteht.

Im Sommer veranstaltet das Theater Freiluftaufführungen an der Schlossruine und an verschiedenen Orten in der Natur. Diese Sommertheater-Tradition hat in Finnland eine lange Geschichte und zieht in Kajaani regelmäßig Tausende Zuschauer an. Die Tickets kosten zwischen 20 und 35 EUR und sind über die Website des Theaters erhältlich.

Das Kainuu Museum im Stadtzentrum dokumentiert die Geschichte der Region von der Steinzeit bis zur Gegenwart. Besonders sehenswert ist die Abteilung über den Teerhandel, die mit Originalwerkzeugen, Modellen der Teergruben und einem nachgebauten Teerboot zeigt, wie das schwarze Gold der Wälder gewonnen und transportiert wurde. Eine weitere Abteilung widmet sich der Evakuierung der karelischen Bevölkerung nach dem Zweiten Weltkrieg, als Zehntausende Karelier nach Kainuu umgesiedelt wurden. Der Eintritt beträgt 8 EUR für Erwachsene.

Die Kunstgalerie Generaattori, untergebracht in einem ehemaligen Kraftwerk am Fluss, zeigt wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Die rohen Backsteinwände und die hohen Räume des alten Industriegebäudes bilden einen reizvollen Kontrast zu den ausgestellten Werken. Der Eintritt ist frei.

Winter in Kajaani

Verschneite Landschaft bei Kajaani im finnischen Winter
Der Winter in Kajaani dauert von November bis April und bringt reichlich Schnee (KI-generiert)

Der Winter in Kajaani ist lang. Der Schnee kommt Anfang November und bleibt bis April. Die Schneedecke erreicht im Februar und März Höhen von 60 bis 80 Zentimetern. Die kürzesten Tage im Dezember bringen nur vier Stunden Tageslicht. Dafür steigt im März die Sonne bereits wieder hoch genug, um den Schnee zum Glitzern zu bringen, und die Tage werden rasch länger. Diese Zeit, auf Finnisch hankikanto, wenn die Schneekruste morgens hart genug ist, um darauf zu gehen, gilt als eine der schönsten Jahreszeiten im Norden.

Langlauf ist der beliebteste Wintersport in Kajaani. Die Stadt unterhält ein Loipennetz von über 80 Kilometern, das von November bis April gespurt wird. Die Loipen führen durch Wälder, über zugefrorene Seen und entlang des Flussufers. Beleuchtete Loipen ermöglichen das Skifahren auch in der Dunkelheit der Wintermonate. Skiverleih gibt es an mehreren Stellen in der Stadt, ab 20 EUR pro Tag.

Schneeschuhwandern hat in den letzten Jahren an Beliebtheit gewonnen. Mit Schneeschuhen kann man abseits der gespurten Loipen durch den tief verschneiten Wald stapfen, ohne einzubrechen. Geführte Schneeschuhtouren werden von lokalen Anbietern angeboten und kosten ab 40 EUR pro Person. Die Touren dauern zwischen zwei und vier Stunden und führen oft zu einem Lagerfeuer, an dem heißer Saft und Würstchen gereicht werden.

Eisfischen auf den zugefrorenen Seen ist in Kainuu weit verbreitet. Der Oulujärvi, einer der größten Seen Finnlands, liegt nur wenige Kilometer westlich der Stadt und bietet gute Fangmöglichkeiten. Barsch und Hecht sind die häufigsten Fänge. Ein Eisbohrer und eine kurze Angelrute genügen. Die Stille auf dem zugefrorenen See, unterbrochen nur vom Knacken des Eises und dem Wind, ist ein Erlebnis, das man so nur im Norden findet.

Anreise und Aufenthalt

Anreise mit dem Flugzeug: Kajaani hat einen kleinen Flughafen mit täglichen Verbindungen nach Helsinki. Die Flugzeit beträgt eine Stunde. Vom Flughafen ins Stadtzentrum sind es acht Kilometer, erreichbar per Bus oder Taxi (ca. 20 EUR).

Anreise mit dem Zug: Kajaani liegt an der Bahnstrecke Helsinki-Oulu. Der Nachtzug von Helsinki benötigt etwa acht Stunden und fährt über Kuopio und Iisalmi. Tickets ab 35 EUR. Von Oulu sind es mit dem Zug knapp drei Stunden.

Übernachtung: Im Stadtzentrum gibt es Hotels und Pensionen. Das Scandic Kajanus am Flussufer bietet Doppelzimmer ab 95 EUR pro Nacht. In Vuokatti stehen Ferienhäuser, Apartments und Hotels in allen Preisklassen zur Verfügung. Ein Ferienhaus in Vuokatti kostet im Winter ab 600 EUR pro Woche, im Sommer etwas weniger.

Essen: Regionale Spezialitäten finden sich in den Restaurants der Stadt. Muikku, kleine Maränen in Roggenmehl, und Rieska, dünnes Gerstenbrot, gehören zu den lokalen Gerichten. Wild aus den Wäldern Kainuus, etwa Elch oder Rentier, steht auf vielen Speisekarten. Ein Hauptgericht kostet zwischen 15 und 28 EUR.

Häufige Fragen zu Kajaani

Wann finden die Teerbootrennen statt?

Die Teerbootrennen werden jährlich Ende Juni oder Anfang Juli auf dem Kajaaninjoki ausgetragen. Das genaue Datum variiert. Rund um das Rennen findet ein mehrtägiges Volksfest mit Musik, Essen und Programm statt. Der Eintritt ist frei.

Ist Kajaani ein guter Ausgangspunkt für die Kalevala-Route?

Kajaani war der Wohnort von Elias Lönnrot und ist ein idealer Startpunkt, um die Orte zu besuchen, die mit der Kalevala verbunden sind. Von Kajaani aus lassen sich Tagesausflüge nach Kuhmo planen, wo das Kalevala-Dorf Juminkeko liegt. Auch das Grenzgebiet zu Russland, wo Lönnrot seine Lieder sammelte, ist von hier erreichbar.

Gibt es in Kajaani Nordlichter?

Kajaani liegt auf dem 64. Breitengrad und hat gute Chancen für Nordlichtbeobachtungen. Die besten Monate sind September bis März. Außerhalb der Stadt, wo keine Lichtverschmutzung stört, sind die Chancen am höchsten. In aktiven Jahren zeigen sich die Nordlichter mehrmals pro Woche.

Was bietet Vuokatti im Sommer?

Im Sommer bietet Vuokatti Wandern, Mountainbiken, Kanufahren und Golf. Der Vuokatti-Hügel hat einen Aussichtsturm mit Panoramablick über die Seenlandschaft. Der Skitunnel ist auch im Sommer geöffnet und ermöglicht Langlauftraining bei konstant minus fünf Grad auf echtem Schnee.

Kann man in Kajaani Bären beobachten?

In den Wäldern rund um Kajaani leben Braunbären. Geführte Bärenbeobachtungen werden in der Region Kainuu von mehreren Anbietern organisiert. Die Beobachtung erfolgt aus Holzverschlägen (Hides) in der Nähe von Futterstellen. Die Saison dauert von Mai bis September. Eine Nacht in der Hide kostet ab 150 EUR.

Weitere Städte in Finnland

Lokale Tipps

Gut zu wissen

Lounas: Zwischen 11 und 14 Uhr bietet fast jedes Restaurant ein Mittagsbuffet für 10-15 EUR an, mit Hauptgericht, Salat, Brot und Kaffee. Mach das zu deiner Hauptmahlzeit.

Öffentliche Saunen: Fast jede Stadt hat eine öffentliche Sauna für 5-15 EUR. Handtuch mitbringen, Badekleidung ist optional (getrennte Bereiche). Das ist finnischer Alltag, keine Touristenattraktion.

Spartipp: Leitungswasser ist in Finnland Trinkwasserqualität direkt aus dem Hahn. Und die S-Market/Lidl-Ketten sind am günstigsten zum Einkaufen.

Sergej Gerber

Sergej Gerber

Ich bin absoluter Skandinavien-Fan und reise schon seit über 12 Jahren in die schönen Länder Skandinaviens. Hier teile ich meine Erfahrungen und Tipps zu den skandinavischen Ländern und der Ostsee-Region.

Zuletzt aktualisiert: Mai 2026