Hundeschlittentouren



Hundeschlittentouren in Skandinavien – den Zauber der Natur erleben

Es sind die Kunst der Einfachheit, die Magie der Natur und der Reiz mit dieser im Einklang zu leben, der Hundeschlittentouren in Skandinavien zum besonderen Highlight macht. Galten die Touren mit dem Hundeschlitten und den Energiebündeln auf vier Pfoten einst als Insidertipp unter Abenteurern, erfreuen sie sich heute einer stetig wachsenden Beliebtheit.

Hundeschlittentouren
Hundeschlittentouren

Mit der Ausdehnung des Hundeschlittensports in Mitteleuropa und international angesehenen Events entwickelte sich der Sport zur Faszination der breiten Masse. Immer mehr Menschen möchten einmal das Gefühl erleben, das eine Fahrt auf dem Hundeschlitten ermöglicht. Sie möchten eintauchen in das Leben mit einer der wohl faszinierendsten Hunderassen der Welt und sie möchten sich einmal wie ein echter Musher fühlen.

Zum Vorreiter des Hundeschlittenurlaubs entwickelten sich die nordeuropäischen Länder schon vor Jahren. Noch zu Beginn der 1990er Jahre galt diese Form des Reisens in Europa als Exot. Bekannt waren Hundeschlittentouren mit Touristen überwiegend aus Nordamerika, wo sie in Kanada und Alaska zur festen Größe gehörten. Schnell erkannte man aber auch im europäischen Skandinavien, welches Potenzial hinter Angeboten dieser Art steckte und so begannen die ersten Huskyfarmen in nordischen Gefilden mit der Konzeption individueller Reisen.

Heute werden Hundeschlittentouren in Schweden, Norwegen und Finnland gleichermaßen angeboten. Verbreitet sind sie vor allem in Lappland, wo die langen Winter für beste Bedingungen sorgen.

Ein Hundeschlittenurlaub in Skandinavien ist Aktivurlaub besonderer Art, er ist ein Abenteuer, das im Gedächtnis der Reiseteilnehmer verankert bleibt und er ist ein Erlebnis an das man sich gern erinnert.

Mit dem Hundeschlitten auf Hüttentour in Lappland

Lappland ist prädestiniert für den Hundeschlittenurlaub. Die langen und schneereichen Winter sorgen gemeinsam mit den tanzenden Polarlichtern am dunklen Himmel für optimale Voraussetzungen. Die Natur Lapplands blieb weitestgehend sich selbst überlassen. Weite Strecken sind von Menschenhand unberührt und versprechen während einer Hundeschlittentour Abenteuerflair inmitten der letzten Wildnis Europas. Ein besonderes Angebot für den Hundeschlittenurlaub ist die Hüttenwanderung mit Huskys. Die eindrucksvolle Berglandschaft Lapplands gehört zu den schönsten Regionen Skandinaviens. Während des Winters lässt sie sich nur mit wenigen „Fahrzeugen“ erkunden. Eines davon ist der Hundeschlitten.

Auf einer regionalen Huskyfarm werden Urlauber in die Kunst des Schlittenlenkens eingewiesen. Sie haben die Möglichkeit, sich mit den Hunden, die sich zum wichtigsten Begleiter auf einer Tour entwickeln, anzufreunden. Nachdem sie die ersten Grundkenntnisse erlernt haben, erhalten sie einen eigenen Hundeschlitten, mit dem die mehrtägige Tour bestritten wird. Begleitet von einem kompetenten Tourführer, der als Musher umfangreiche Erfahrungen besitzt, starten Urlauber auf dem Hundeschlitten durch eine Landschaft, die von Sümpfen, zugefrorenen Seen und tiefen Wäldern geprägt wird. Die Hüttenwanderung mit dem Hundeschlitten erstreckt sich je nach Anbieter über fünf bis sieben Tage und führt durch ein Gebiet, das ursprünglicher kaum sein könnte. Die Übernachtungen werden in typisch skandinavischen Blockhütten bei lauschigen Temperaturen verbracht.

Nachdem die Hütten in Finnisch-Lappland mit dem Hundeschlitten erreicht wurden, müssen Urlauber weitere Aufgaben meistern. Um einen gemütlichen Abend mit der Gruppe verbringen zu können, muss Holz gehackt und Wasser geholt werden. Anschließend gilt es die Hunde zu versorgen.

Die Hüttenwanderung mit dem Hundeschlitten führt durch das beeindruckende Tunturilappland. Große Teile des Gebietes wurden zum Schutz zum Nationalpark erklärt und dürfen nur mit Schneeschuhen oder Hundeschlitten durchquert werden. Tunturilappland gilt als eine der anspruchsvollsten Regionen für den Hundeschlittenurlaub in Skandinavien. Die langen Ebenen, die durch eine glitzernde Schneelandschaft führen, wechseln sich mit beeindruckenden Bergen, die Höhen von mehr als 1000 m erreichen, ab. All diese Anforderungen gilt es mit dem eigenen Hundeschlitten zu bewältigen.

In den Blockhütten, die der Übernachtung dienen, treffen Urlauber auf eine gemütliche Einrichtung, die für den Norden Europas typisch ist. Ausgestattet mit Holzofen, Gaslicht und Gasherd versprechen sie gemütliche Abende mit der Gruppe. Hüttenwanderungen in Finnisch-Lappland werden mit vier bis sechs Hunden durchgeführt. Während einer Mushing-Dauer von vier bis sechs Stunden gilt es bei den Hüttenwanderungen 45 bis 65 km pro Tag zurückzulegen. Gemeinsam mit dem Ein- und Ausspannen verbringen Urlauber auf den Touren rund sechs Stunden mit den Hunden, denen sie während der Fahrt ihr Vertrauen schenken müssen.

Entlang des Eismeeres – eine sechstägige Hundeschlittentour

Das Eismeer gilt als eines der faszinierendsten Gewässer der Welt. Nur wenige Urlauber wagen jedes Jahr den Weg in den hohen Norden Norwegens, um sich von der Schönheit des Eismeeres in den Bann ziehen zu lassen. Ein unvergessliches Erlebnis ist eine 6-tägige Hundeschlittentour am Eismeer. Aufgrund der nördlichen Lage ist diese noch während der Osterzeit zu besten Bedingungen möglich.

Die Tour führt entlang dem Pasvik Trail, der sich als einer der größten norwegischen Hundeschlittentrails einen Namen machen konnte. Mit dem Hundeschlitten gilt es eine Strecke von insgesamt 320 km zu überwinden. Optimaler Ausgangspunkt für die Tour am Eismeer ist die Huskyfarm in Pasvik, die sich in der Nähe des regionalen Nationalparks befindet. Die Tour wird von einem erfahrenen Guide der Farm begleitet. Am ersten Tag lernen die Teilnehmer die Hunde, den Hundeschlitten und die Gruppe, mit der sie die lange Strecke bewältigen müssen, kennen. Alle Tagesetappen führen zu den Blockhütten der Region. Die gemütlichen Wildnishütten sind in nordeuropäischer Manier eingerichtet und strahlen die Einfachheit aus, die eine Huskytour zum besonderen Erlebnis macht.

Vier Tage leben die Tourteilnehmer im Einklang mit der Natur. Nach der absolvierten Tagesetappe müssen sie die Hunde, die sie treu durch die Wildnis gebracht haben, versorgen. Die Abendstunden werden gemeinsam mit den anderen Teilnehmern genossen. Jeder Urlauber bekommt auf der Hüttenwanderung einen eigenen Hundeschlitten und ein eigenes Gespann, das geführt werden muss. Mit vier bis sechs Hunden werden die Etappen gemeistert.

Musher ist übrigens die Bezeichnung für den Lenker eines Hundeschlitten

Mit dem Hundeschlitten durch das Hardangervidda

Als größter Nationalpark Norwegens ist das Hardangervidda hervorragend für Hundeschlittentouren geeignet. Das einzigartige Gebiet, das während des Winters in eine atemberaubende Schneelandschaft verwandelt wird, umfasst zahlreiche Seen und schroffe Felsen, die ein Panorama unvergesslicher Art zaubern. Die hervorragenden Schneeverhältnisse und das raue Klima schaffen Bedingungen, die für Schlittenhunde optimal sind.

Die Tour durch das Hardangervidda kann als Mehrtagestour geplant werden. Pro Tag lassen sich mit dem Hundeschlitten 40 bis 60 km durch die Landschaft meistern. Während der Tour werden die Nächte in Zelten oder den Wildnishütten des Hardangervidda verbracht.

Vorbei an beeindruckenden Fjorden müssen mit dem eigenen Gespann immer wieder schroffe Felsen überwunden werden, die das Vertrauen zwischen Mensch und Tier fordern. Jeder Urlauber, der sich für eine Hundeschlittentour durch das Hardangervidda entscheidet, erhält ein eigenes Gespann mit vier bis sechs Hunden. Nach einer Einführung in die Kunst des Hundeschlittenlenkens starten die Touren unter der Regie erfahrener Musher. Die Touren, die im Hardangervidda angeboten werden, erstrecken sich über vier bis sechs Tage und führen durch eine grandiose Natur, die ihres Gleichen selbst in Skandinavien sucht.

Schlittenhunde im Einsatz ...
Schlittenhunde im Einsatz ...

So lenkt man einen Hundeschlitten

In polarischen Gefilden gilt der Hundeschlitten auch in der Zeit der Moderne als eines der wichtigsten Fortbewegungsmittel. Historisch wurde er oft zum Transport von Gepäck oder Personen genutzt. Auch heute finden sich diese Anwendungen in Regionen, in denen die Einsamkeit vorherrschend ist. Wahrscheinlich handelt es sich beim Hundeschlitten um das älteste Transportmittel der Welt. Gezogen wird er von Huskys und Alaskan Malamute, die aufgrund ihrer Ausdauer und dem unermüdlichen Bewegungsdrang ideale Schlittenhunde sind. Das dichte Fell und die Kondition der Tiere sind für die harten Winter in Nordeuropa ideal.

Das Lenken des Hundeschlittens erfolgt weitestgehend durch die Verlagerung des Gewichts. Der Musher, wie der Hundeschlittenführer genannt wird, kann über eine Bremse und einen Anker das Tempo regeln. Auch wenn die Hunde durch Kommandos geführt werden können, sind sie es, die weite Teile des Streckenverlaufs bestimmen. Sie geben das Tempo an. Um Hundeschlittentouren in der Wildnis Skandinaviens meistern zu können, muss das Vertrauen zwischen Mensch und Hunden beispielloser Art sein. Die Kommandos, die durch den Musher gegeben werden, werden überwiegend durch den Leithund umgesetzt. Er befindet sich an der Spitze des Gespanns. Kommandos werden bei Hundeschlittentouren vordergründig für den Richtungswechsel genutzt. Die wichtigsten Anweisungen sind Gee und Haw. Gee weist den Leithund auf das Abbiegen nach rechts hin, Haw wird für den Richtungswechsel nach links verwendet. Weitere wichtige Kommandos sind Come Gee, eine 180° Wende nach rechts und Come Haw. Um das Tempo des Gespanns auf Trab zu verringern, wird den Hunden Easy zugerufen. Die Verringerung des Tempos ist vor allem beim Abwärtsfahren entscheidend.

Um den Hund den Start des Laufs zu vermitteln, bedienen sich Musher an dem Wort Go. Während der gesamten Fahrt ist eine gleichmäßig gespannte Zugleine, die sich zwischen den Hunden befindet, unerlässlich. Ist die Zugleine zu locker, können die Tiere über diese stolpern und sich verletzten. Die Spannung dieser lässt sich über die gezielte Nutzung der Bremse kontrollieren.

Damit das Vertrauen zwischen Mensch und Tier während aller Etappen gegeben ist, müssen Musher darauf achten, dass der Schlitten nie die Hunde im hinteren Teil des Gespanns bedrängt. Dadurch verlieren die Wheeldogs, die den größten Teil der Zugarbeit leisten, das Vertrauen gegenüber dem Musher. Musher werden, unabhängig von den Erfahrungen, auf die sie zurückgreifen können, nie am Schlitten festgebunden. Kommt es zu einem Sturz, würden durch Bindungen zwischen Musher und Schlitten erhebliche Verletzungen entstehen. Verliert der Schlitten das Gleichgewicht und der Führer wird von ihm geworfen, lassen sich Gespanne in der Regel kaum stoppen. Hundeschlittengespanne, die auf Zurufen die Fahrt beenden, sind trotz hervorragenden Trainings die Seltenheit.

Wer bietet Hundeschlittentouren an?

Es gibt viele gute Reiseveranstalter, die Hundeschlitten Touren in Lappland oder in Schweden in ihrem Programm haben. Sie finden diese Schweden Reiseveranstalter in unserer Übersicht: Reiseveranstalter Schweden

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