Helsinki

Die Stadt Helsinki lädt dazu ein, die sympathischen Eigenheiten der Finnen am bunten Tor des Landes zu begegnen und von Tipps Einheimischer zu profitieren.

Helsinki als das Herz Finnlands zu bezeichnen, würde den grünen Oasen, malerischen Seenlandschaften, vielen kleinen Häfen und Marktplätze vom Saimaa bis zur Ostsee nicht gerecht werden. Doch Helsinki ist ohne Frage der Ort, an dem in Finnland am meisten zu sehen und zu erleben ist, wo man den Puls des Lebens fühlt.

Die Hauptstadt im Osten Skandinaviens vereint Erwartungen an eine lebhafte Metropole mit der verträumten Natur. Sie lädt vor allem an den Tagen ohne Nacht – den Nightless Nights – dazu ein, den Alltag zu vergessen und die Seele entspannen zu lassen. Was sind die beliebtesten Destinationen in und um Helsinki? Welche Vorteile genießen Touristen mit der Helsinki Card? Und zu welcher Jahreszeit ist Helsinki am schönsten?

Helsinki – Das neue Zentrum stellt sich vor

Die Hauptstadt im Süden Finnlands ist ein Magnet für Studenten und viele junge Finnen aus ländlichen Gebieten, die in der Hauptstadt das Leben von einer anderen Seite kennen lernen wollen. Helsinki ist so bunt und lebhaft wie die meisten Metropolen und erinnert außerhalb der Rushhour doch immer wieder daran, dass in Finnland nur 5,5 Millionen Menschen Leben, etwa eine halbe Million von Ihnen in der Hauptstadt selbst.

Die gemütliche Atmosphäre der Hauptstadtregion macht Attraktionen der Stadt noch besser zugänglich und bietet einen ersten Eindruck dazu, was finnische Gemütlichkeit ausmacht. In Helsinki und Umgebung bieten sich zahlreiche Möglichkeiten der Tagesausflüge, z.B. nach Porvoo im Osten, der estnischen Hauptstadt Tallinn auf dem anderen Seite des finnischen Meerbusens oder in die moderne Stadt Espoo, die aus dem Stadtzentrum Helsinkis in einer knappen Stunde zu erreichen ist.

Helsinki bietet nicht nur Finnland-Neulingen einen Eindruck über die Kultur, die sich zwischen Leipäjuusto, Saunagängen, Humppa, Tango und Lagerfeuerromantik in der Metropole erleben und kennenlernen lässt. Auch erfahrene Finnland-Urlauber machen immer wieder Zwischenhalt in der Stadt im Süden, um die neuesten Sehenswürdigkeiten und Einrichtungen, wie die 2018 fertiggestellte Bibliothek und sozialen Treffpunkt Oodi oder eine Portion Muikku am Hafen zu genießen.

Helsinki Aussicht
Viele Studenten und viel Grünfläche: Dies sind Kennzeichen der schönen Stadt Helsinki.

Die komplizierte Sprache sollte dabei nicht abschrecken, auf Einheimische zuzugehen. Auch ältere Semester sind in Finnland häufig sehr sicher mit der englischen Sprache oder sogar in der Lage, ein paar Worte auf Deutsch zu sagen. Mit einem sympathischen „Moi“ (Hallo) oder „Anteeksi“ (Entschuldigung) öffnen sich die Ohren aller Finnen.

Der Weg zur Hauptstadt

Durch die Zerrissenheit zwischen russischen und schwedischen Besatzern hat Helsingfors, wie die Stadt für Finnlandschweden heißt, eine einzigartige Architektur, unvergleichlichen Stil und Werdegang verzeichnet. Russische und schwedische Einflüsse finden sich überall in der Stadt und verhalfen dazu, den Finnen, die ihre Grenzen im Winterkrieg (1939) gegen eine Überzahl russische Soldaten zu verteidigen wussten, zu ihrem Nationalbewusstsein und Stolz zu verhelfen.

Helsinki wurde 1550 unter schwedischer Herrschaft gegründet aber erst 1917 zur Hauptstadt des nun selbstständigen Finnlands ernannt. Vorher war Turku, 170 Kilometer westlich von Helsinki, Landeshauptstadt. Von den Zeiten der schwedischen Besatzung blieb Schwedisch als Amtssprache erhalten.

Wer die Geschichte Finnlands und Helsinkis von der ersten Besiedlung 8500 v. Chr, die Epochen des Mittelalters oder die zukunftsorientierte Neuzeit kennen lernen möchte, findet im Kansaallismuseo (Nationalmuseum) und im kostenlosen Helsingin Kaupunginmoseo ausführliche moderne Ausstellungen, die sich für alle Altersklassen eignen und neben historischen Kenntnissen und Eigenarten auch einen Einblick in die urbane Jugendkultur ermöglichen.

Helsinkis Top 10 Sehenswürdigkeiten

Wer Helsinki erleben möchte, hat im Sommer viele Gelegenheiten dazu. Veranstaltungen wie das World Village Festival, Restaurant Day, Helsinki Day oder die Feiertage wie Vappu (1. Mai), Juhannus (Mitsommerfest) oder das zweiwöchige Helsinki Festival zeigen die sonst ruhigen Finnen von der feierfreudigen und ausgelassenen Seite.

Auf der offiziellen Veranstaltungsseite Myhelsinki finden sich aktuelle Informationen, Attraktionen und Möglichkeiten für Touristen, Studenten und alle, die gern länger in der Stadt bleiben wollen.

1. Suomenlinna und umliegende Inseln

Nummer Eins der Liste verdient sich das UNESCO Weltkulturerbe Suomenlinna und das Inselhopping mit den naheliegenden Inseln Vallisaari und Lonna. Eine kurze Bootsfahrt vom Hafen des Kauppatori zeigt, wie sehr die Hauptstadt mit der Natur verbunden ist. Suomenlinna (Finnland Burg) entstand im 18 Jahrhundert unter Schwedischer Herrschaft, beherbergt die Suomenlinna-Kirche, Museen, Cafés und ist für knapp eintausend Finnen auch Wohnort.

Suimenlinna Insel

Während eine Fähre nach Suomenlinna des öffentlichen Verkehrsdienstleisters HSL mit einer normalen Fahrkarte genutzt werden kann, bietet das spezielle Inselhopping-Angebot seit 2016 die Möglichkeit, auch die kleineren Inseln Vallisaari und Lonna zu besuchen. Während Vallisaari mit humoristischen Infotafeln, kleinen Cafés und alten Wehranlagen aus Zeiten der Besatzung viele Informationen liefert, ist Lonna verhältnismäßig klein und beherbergt lediglich ein Restaurant. Flora und Fauna auf den Inseln gelten als einmalig für Finnland.

2. Domkirche, Senaatintori und Kluuvi

Das Stadtviertel Kluuvi stellt das touristische Zentrum der Stadt dar. Hier sieht man die unterschiedlichen architektonischen Prägungen der Russen und Schweden, die Domkirche, das Stadtmuseum, Gebäude der Universität Helsinki und den Rautatientori (Hauptbahnhof).

Hotels, Restaurants, Cafés, Clubs, Bars und Kaufhäuser bieten auch Finnen beliebte Möglichkeiten der Unterhaltung. Freunde der Natur besuchen den Botanischen Garten und treffen im Kaisanniemenpuisto auf Einheimische, finden Villen mit Second Hand Läden, Cafes und einen Blick auf den See Töölönlahti, wo sich im Sommer Paddler und im Winter Eisangler die Zeit vertreiben.

Helsinki Kathedrale
Majestätisch erhebt sich der Dom Helsinkis über den Dächern der Wohnhäuser.

3. Kauppatori

Auch der Kaufpark, wie Kauppatori wörtlich übersetzt heißt, liegt zentral. Hier finden sich am Tag zahlreiche Stände, die finnische Leckereien wie Lakritz, den besonderen Leipäjuusto, frittierte Muikku (kleine Maräne), Mitbringsel wie Schlüsselanhänger aus Geweih und frisch gefangenen Fisch anpreisen. Ein kleiner Bummel führt über die Esplanadi, einer Allee mit Parkcharakter, auf welcher auch der Restaurant Day veranstaltet wird.

4. Vanha Kauppahalli und Hakaniemen Kauppahalli

Die älteste Kauf- und Markthalle Vanha Kauppatori befindet sich nur einige Meter südlich des Kauppatori. Neben finnsichen Spezialitäten wie dem Fischbrot Kalakukko (mit Fisch gefülltes Roggenbrot), frischem Lachs oder der traditionellen Lachssuppe Lohikeitto mit Roggenbrot oder geräuchertem Wild finden auch internationale Leckereien dankbare Abnehmer. Die Markthalle wurde 1999 komplett renoviert.

Die Hakaniemen Kauppahalli, im Stadtteil Hakaniemi ist die zweite bekannte Markthalle der Stadt und rundet den Eindruck zur alten finnischen Konsumkultur ab.

5. Vanha Kaupunginkoski

Der Ort an dem Helsinki gegründet wurde heißt übersetzt alter Stadtstrom. Der Fluss Vantaanjoki mündet hier in die Ostsee und bietet einen beliebten Anlaufpunkt für Besucher des kleinen technischen Museums, Spaziergänger und ist vor allem bei Anglern sehr begehrt.

Hier in der Mitte der Stadt wird klar, welche zentrale Bedeutung das Wasser und alles was es den Menschen bringt für die Finnen hat. Wanderlustige Touristen können auf der nahegelegenen Insel Lammassaari nach Lämmern Ausschau halten und auf dem Weg einen Überblick von Vogelbeobachtungsplattformen genießen.

6. Amos Rex, Ateneum, Kiasma und Nationalmuseum

Die wohl bekanntesten Künstler Finnlands sind Tove Jansson, die neben den Mumins auch Gemälde und Romane schuf, sowie der moderne Künstler und Ikone der Szene Tom of Finland, auf dessen Bildern und Designs vor allem gut bestückte Männer dargestellt sind.

In den finnischen Museen Amos Rex, Ateneum, Kiasma und dem Nationalmuseum finden sich zahlreiche Möglichkeiten, um während eines regnerischen Tages oder den kalten Monaten des Jahres Unterhaltung zu finden. Neben permanenten Ausstellungen zu Finnischer Kunst, modernen Designs und der Geschichte stoßen wechselnde Ausstellungen bei regelmäßigen Besuchern auf Interesse.

7. Temppeliaukion kirkko

Steht ein Bauprojekt in Helsinki an, ist es damit verbunden, dass große Felsmassive gesprengt werden müssen, um das Fundament bauen zu können. Die evangelisch-lutheranische Temppeliaukion kirkko wurde in die Mitte eines Felsmassivs gebaut. Das in den Felsen geschlagene Bauwerk ist dadurch von außen nicht als Kirche zu erkennen. Im Inneren dient das Gestein als Schmuckelement und gliedert sich in die Gestaltung der Kirche ein.

8. Seurasaari

Die Insel im Nordwesten Helsinkis ist über eine Holzbrücke zu erreichen. Besucher finden auf Seurasaari ein Freilichtmuseum, welches traditionelle Finnische Hütten, Ruderboote auf denen ein ganzes Dorf Platz findet und andere Zeugnisse des traditionellen Lebens vorstellt.

Die Ausstellungsstücke wurden aus verschiedenen Teilen Finnlands nach Seurasaari gebracht. Einheimische nutzen die Insel als Erholungsgebiet, sammeln Pilze oder entspannen in der Natur. Besucher können an einer alten Treppe ihre Sprungkraft mit der des ehemaligen Presidenten Urho Kekkonen vergleichen.

Altes Haus Seurasaari

9. Helsinki zu Wasser

Eine Sightseeing Tour zu Wasser oder eine Tour durch die Kanäle bieten eine andere Perspektive auf die Stadt. Viele Bewohner Helsinkis haben ein Boot an einem der unzähligen Häfen der Stadt. Wer die Wasserwege gern privat erschließen möchte, leiht sich für ein paar Stunden ein Kanu, ein Ruderboot oder ein SUP-Board aus.

10. Saunen und Bäder

Kleine Sauna am See

Ein großes und beliebtes Freibad mit zwei großen Pools und Sauna ist der Allas Sea Pool direkt am Kauppatori. Mit langen Öffnungszeiten, Café, Bar und Restaurant bietet das Freibad in den Sommermonaten einen Tag im Wasser in gehobenem Ambiente. Löyly ist eine weitere Möglichkeit, der Finnen liebstes Hobby, das Saunieren, extravagant mit Bar und Restaurant zu genießen. Die Sauna ist der Ort, an dem die Finnen auch verbal warm werden.

Tipp: Wer das Saunaerlebnis gern etwas rustikaler erleben möchte, besucht die Sompasauna. In der freien Sauna trifft man Finnen, die sich selbst um die Sauna kümmern und andere Geschichten zu erzählen haben, als die Besucher der gehobenen Badelandschaften. In der gemischten Sompasauna ist der Eintritt kostenlos und man lernt Finnisch-sein in nackter Reinform kennen. Wer mag, darf auch in Badeanzug und Co. saunieren. Finnen trinken in der Sauna gern ein Bier. Auf den Finnischen Wodka „Koskenkorva Viina“ oder einem Pfefferminz- und Lakritzschnaps sollte vor der Sauna verzichtet werden.

Hop-on/Hop-off-Busse – Informativer Schlüssel für Touristen und Helsinki-Neulinge

Wie in jeder anderen größeren Stadt gehören Hop-On, Hop-Off-Anbieter auch zum touristischen Angebot Helsinkis.

Die Busse bieten einen guten Einblick in die Kultur und Geschichte der Stadt in verschiedenen Sprachen. Ob für einen Überblick oder als Möglichkeit durch das Zentrum zu reisen, die Busse erfreuen sich vor allem bei Neulingen einer großen Beliebtheit und ergänzen sich optimal mit einer Sightseeing Tour zu Wasser.

Tipp: Wer an den ersten Tagen eine der Touren bucht, kann im Nachhinein entscheiden, welche Destinationen besonders interessant wirkten und nochmal separat besucht werden wollen.

Die Helsinki Card – Vorteile auf einen Blick

Neben Gratisangeboten wie der Sompasauna oder dem Stadtmuseum ist auch die Helsinki Card ein Tipp für Sparfüchse. Der Kauf der Karte öffnet die Tore für viele Ausstellungen in diversen Museen und spart so den Extraeintritt. Vor allem Familien und unternehmungslustige Besucher können so beim Eintritt der beliebten Attraktionen viel sparen.

Die Helsinki Card beinhaltet Zutritt zu den Hop-On, Hop-Off Bussen und bietet dadurch auch die Möglichkeit, kostengünstig durch das Zentrum zu reisen. Eine Fahrkarte für die öffentlichen Verkehrsmittel ist die Helsinki Card nicht.

Zwischenstopp Helsinki – Tagesausflüge und Weiterreise

Obwohl sich Bewohner der Stadt Helsinki als finnische Elite verstehen, spielt sich ein Großteil dessen, was wir als typisch finnisch verstehen auf den Dörfern im Norden ab. Helsinki kombiniert typisch finnische Charaktere mit internationalem Charme.

Auch wenn es im Anschluss nicht nach Rovaniemi oder Tampere geht, einige Tagesausflüge und Reisen mit optionaler Übernachtung bieten einen facettenreichen Einblick in die Gegebenheiten zwischen Russland und Schweden. Vor allem Besucher, die Helsinki nicht zum ersten mal sehen, finden in den Ausflügen in der Umgebung Abwechslung und die Chance, sich neu in das Land zu verlieben.

Turku

Die ehemalige Finnische Hauptstadt bietet viel Charme einer kleinen Stadt mit malerisch-romantischem Stadtzentrum. Nach ein paar Tagen Helsinki wirkt die Studentenstadt im Westen Finnlands fast schon verschlafen. Mit dem Anbieter Onnibus dauert die Reise etwa zwei Stunden.

Turku Schiff
Lappeenranta

In der Stadt an der Grenze zu Russland und dem südlichen Ende der Saimaa Seenlandschaft findet man den bei Finnen bekannten und beliebten Marktplatz mit seinen Leckereien. Frisch gefangene Muikku und liebevoll gefüllte Lihapiirakka schmecken in der Stadt im Südosten besonders gut.

Typisch für die Region sind Karelische Piroggen (Karjalanpirakka), die traditionell mit einer Mischung aus gekochten Eiern und Butter bestrichen werden. Aufmerksame Reisende stellen fest, dass die schwedischen Beschriftungen der russischen Sprache weichen: Sankt Petersburg ist nur zweieinhalb Autostunden entfernt und lädt zu einer Weiterreise nach Russland ein.

Porvoo

Nur eine Autostunde entfernt von Helsinki liegt die Kleinstadt Porvoo. Besucher finden hier finnische Gemütlichkeit am Fluss Porvoonjoki. Porvoo war die Wahlheimat des finnischen Nationaldichters und Schriftstellers Johan Ludvig Runeberg, nach welchem ein Nationalfeiertag und ein Kuchen benannt sind. Die kleinen Holzhäuser entlang des Flusses und die historischen Plätze lassen vermuten, wie Finnlands Dörfer und Städte vor einigen hundert Jahren aussahen.

Nuuksio

Der Nationalpark Nuuksio in Espoo wird an Wochenenden von Finnen der Region besucht, welche Spaziergang und Wanderung in der Natur mit dem Grillen von Wurst (Makkara) an einem Stock über offenem Feuer abrunden. Die gut gepflegten Parkwege führen durch die finnische Natur zu Zeltplätzen mit Feuerstelle. Wer möchte, kann ein Zelt oder eine Hütte mieten und eine Nacht in Nuuksio, einem von 39 Nationalparks, verbringen. Die Anreise von Helsinki gestaltet sich per Zug und Bus.

Tallinn

Tallinn AltstadtBewohner der Hauptstadtregion nutzen die kurze Entfernung und die niedrigeren Alkoholpreise Tallinns auf kurzen Tagesausflügen. Wer am selben Tag wieder zurückfährt, spart beim Ticket. Die historische Altstadt Talinns ist nicht nur bei deutschen Reisegruppen sehr beliebt.

Wer mit dem Auto nach Helsinki reisen möchte, kann auch über die östlichen Nachbarländer Deutschlands bis nach Tallinn fahren und mit der Fähre nach Helsinki übersetzen. Tallinn ist eine Reise Wert und auf dem Schiff der Reiseveranstalter erlebt man Finnen, die sich angeheitert beim Karaoke selbst verwirklichen.

Anreise, Unterkünfte und Infrastruktur

Die Reise nach Helsinki gestaltet sich mit dem Flugzeug zum Helsinki-Vantaa International Airport, von wo eine halbstündige Zugfahrt direkt in das Stadtzentrum führt. Aufgrund der dichten Besiedlung der Metropolregion entschied man sich für den Flughafen außerhalb der Stadt. In Vantaa selbst gibt es Attraktionen wie die Farm Haltiala mit den Stromschnellen des Vantaanjoki.

Auch eine Anreise mit dem Auto ist möglich. Über Dänemark und Schweden oder Polen, Littauen, Lettland und Estland bieten Fähren die Möglichkeit, Auto und Wohnwagen für die Weiterreise in den hohen Norden einzuplanen.
Auf Finnischen Autobahnen geht es etwas langsamer voran, als in Deutschland und die meisten Routen erinnern eher an breite Landstraßen. Dafür sind die Strecken aufgrund der gelassenen Fahrweise auch nur selten verstopft.

Innerhalb Helsinkis bietet eine überschaubare Metrolinie den Transport von Vuosaari im Osten bis in das westliche Espoo. Straßenbahnen, Busse und Züge runden den Transport in der Metropolregion ab und bieten bei Nacht Ersatz für die Metro. Wer in annähernde Städte fahren möchte, kommt mit dem Zug am schnellsten voran, spart allerdings mit Alternativanbietern wie Onnibus. Tickets für die Region Helsinki können per MobileApp über www.hsl.fi oder an Automaten in den Metrostationen erstanden werden.

Unterkünfte in Helsinki sind vielseitig verfügbar. Hotels außerhalb des Stadtzentrums sind bedeutend günstiger und in der Innenstadt bieten Hostels wie Diana Park oder Zeltplätze wie in Rastila, im Osten Helsinkis, eine günstige Alternative für den schmalen Geldbeutel.

In Helsinki durch das Jahr

Wer in Finnland etwas erleben möchte, wählt die Sommermonate für die Reise. Mit dem Vappu Fest am ersten Mai wird in der Stadt eine besondere Zeit eingeläutet, welche von kleine Flohmärkten, Stadtteilfesten und offiziellen Veranstaltungen dominiert wird. In Finnland gibt es zwar sehr viele Metalbands, doch die Veranstaltungen sind alle sehr gemütlich und Familienfreundlich. Wer ein rockigeres Publikum und Ambiente sucht, findet im Szeneviertel Kallio Anschluss.

Ruhiger wirkt Helsinki in den Wintermonaten: Um in den Saunen der Stadt zu entspannen, die verschneiten Landschaften in der Umgebung zu genießen oder sich an einer der unzähligen Eisbadestellen beweisen sind die kalten Monate die beste Zeit. Die Stadt kann dann allerdings aufgrund der beißenden Kälte im Norden wie leergefegt wirken.

Während des Mitsommerfests wird es in Helsinki und anderen Städten im Süden übrigens trotzdem für eine kurze Zeit dunkel. Es ist dann so, als würde der Sonnenuntergang direkt in den Sonnenaufgang übergehen. Wer den goldenen Mitternachtshimmel im Sommer bewundern möchte, reist weiter in Richtung Norden, z.B. nach Tampere, Rovaniemi, auf das Jazzfestival nach Pori oder auf das jährliche Filmfestival in die kleine Stadt Sodankylä.