Ostseebad Rewal in Polen- traumhafter Urlaubsort

Wer mehr über das Ostseebad Rewal erfahren möchte, kann sich in diesem Artikel über verschiedene Punkte informieren. 

Was ist zur Geschichte zu sagen und welche Sehenswürdigkeiten gibt es an diesem Ort? Auf welche Arten ist die Anreise möglich? Dies und mehr erfährt der geneigte Leser im Artikel.

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Geschichte des Seebades Rewal

In den Anfängen war Rewal ein kleines Dorf, in dem Bauern und Fischer wohnten. Im Jahr 1784 waren dort nur ein Wirtshaus, ein Bauer, ein Schulmeister sowie einige Feuerstellen und Fischerkaten vorhanden. 

Ein paar der Fischerkaten waren Teil des Adelsguts Hoff. Es gab außerdem eine Kirchengemeinde.

Rewal befindet sich auf einem Gebiet mit fruchtbaren Gärten und Feldern. Das Lehmufer zeichnet sich durch hohes Gras aus. Mit der Zeit entwickelte sich Rewal zu einem kleinen Badeort. 

Auffällig ist hier, dass das Wasser des Meeres extrem sauber ist. Das Mikroklima ist hervorragend. Zum Beispiel, weil in der Luft viel Jod vorhanden ist und diese nicht schmutzig ist. Am Steilufer befinden sich Treppen, die hinunter zum großzügigen Strand führen.

Was gibt es in der Nähe von Rewal zu entdecken?

In Rewal gibt es eine Aussichtsplattform, die sich an der Steilküste befindet. Hier wird ein wunderbarer Blick auf den Fischereihafen und die Ostsee möglich. 

Auch interessant: Der Kurort Misdroy an der polnischen Ostsee.

Nach getaner Arbeit werden die Boote per Winde wieder zurück zum Strand befördert. Die Plattform bietet Besuchern die Gelegenheit, den Sonnenauf- und untergang zu betrachten.

In der Umgebung ist eine Treppe vorhanden, die zum feinen Strand führt. Die Aussichtsplattform in Kombination mit der Terrasse und dem Walfischplatz in der Nähe ist das Tourismuszentrum des Ortes. Es gibt auch einige Gaststätten und einen Brunnen.

Sehenswürdigkeiten in Rewal – das Amphitheater

Das Amphitheater gehört zu den größten Sehenswürdigkeiten in Rewal. Hier werden jeden Sommer Konzerte, Kabarette und Theatervorstellungen gegeben. 

Hin und wieder erscheinen dort auch Theaterstars aus Polen, um ihr Können zu beweisen. Jedenfalls ist im Sommer täglich Programm im Amphitheater.

Ein anderes Event, das dort ebenfalls stattfindet, ist die Wahl zur Miss Baltikum. Gag am Rande: Vermisste Ehemänner, die dort in Urlaub waren, wurden im Amphitheater gefunden.

Weitere Sehenswürdigkeiten – der Leuchtturm von Niechorze

Der Leuchtturm erhebt sich hoch über dem Kliff und befindet sich in Niechorze. Zum ersten Mal wurde das Feuer im Dezember 1886 entzündet. 

Es handelt sich um einen Backsteinbau mit einer Höhe von 45 Metern. Die Architektur ist bemerkenswert. Der Leuchtturm verfügt über zwei Geschosse.

In der Mitte befindet sich die Basis auf einem viereckigen Grundriss. Darüber gibt es einen schmalen Aufbau mit acht Ecken in Weiß. Ganz oben ist der Leuchtfeuerraum inklusive der Aussichtsplattform und des Kuppeldachs angesiedelt. 

Wenn das Wetter gut ist, können Besucher sich auf der Plattform sogar die dänische Insel Bornholm ansehen, die ganze 85 Kilometer entfernt ist.

Der Leuchtturm selbst befindet sich an der Steilküste des Ortes und ist dessen Wahrzeichen. Errichtet wurde das Gebäude 1866 mit einer Höhe von 48 Metern. Es handelt sich um einen der attraktivsten Leuchttürme, die an der polnischen Ostsee gelegen sind.

Die Plattform des Leuchtturms lässt sich über eine Treppe erklimmen. Sie bietet einen tollen Panoramablick auf die Ostseeküste Polens, des Ortes und seiner Umgebung.

Besuch des Leuchtturm-Miniaturparks

In Niechorze in der Nähe des Strandes gibt es außerdem einen Miniaturenpark über Leuchttürme, der seit 2012 zugänglich ist. 

Er befindet sich in direkter Umgebung zum originalen Leuchtturm und ist die Attraktion des Ortes. Dort können sich Besucher fern vom Strand entspannen und die Gegend erkunden. 

Darüber hinaus ist der Miniaturpark auch ein Informationszentrum.

Die Besucher haben die Möglichkeit, sich über die Leuchttürme zu informieren, die es an der Ostküste Polens gibt. Sie sind im Maßstab 1:10 gebaut. Am Eingang begrüßt der Führer seine Gäste und begleitet sie im Park auf die Reise zu den verschiedenen Leuchttürmen.

Der See Liwia Luza – auch einen Besuch wert

Der See Liwia Luza ist an den Orten Pogorzelica und Niechorze im Osten von Rewal gelegen. Früher handelte es sich bei dem See um eine Nehrung der Küste. 

Lange Zeit versandete diese mehr und mehr, sodass sie den See komplett von der Ostsee trennte.

Der See ist bis zu 1,7 Meter tief. Mittlerweile gibt es lediglich durch einen Kanal eine künstliche Verbindung mit der Ostsee. 

Aufgrund dessen kann bei Nordwind Meerwasser durch den Kanal in den See eindringen. So steigt der Wasserspiegel etwas an und der See ist salzig.

Besichtigung der Kirchenruine von Trzesacz

Die Nikolaikirche von Trzesacz wurde im 12. Jahrhundert an der Ostsee erbaut. Etwa drei Jahrhunderte später wurde diese durch ein spätgotisches Gebäude ausgetauscht. 

Schon im 18. Jahrhundert wurden Sicherheitsmaßnahmen für die Kirche durchgeführt. Darin inbegriffen war zudem der Friedhof des Gebäudes. Leider musste er kurz danach weichen.

Starke Stürme sorgten zur damaligen Zeit dafür, dass das Ufer bereits im 19. Jahrhundert an die nördliche Wand der Kirche nah heranrückte.

Spannende Fahrradtouren in Rewal

Wer seinen Urlaub im schönen Rewal verbringt und gerne die Umgebung mit dem Fahrrad erkunden möchte, hat dort die Gelegenheit dazu. 

Möglich sind verschiedene Radtouren von Rewal nach Pobierowo, nach Schleffin, Hoff oder Porgorzelica.

Die Anreise nach Rewal in den Urlaub

Am einfachsten ist die Anreise nach Rewal mit dem Pkw oder der Bahn. Wer mit dem Pkw anreist, fährt auf der Landstraße 102, um dort einen der schönen Orte zu erreichen. 

Die Landstraße befindet sich an der Küste, aber nicht unmittelbar an der Ostsee. Sie führt von Swinemünde bis hin zu Kolberg.

Mit der Bahn ist es ebenfalls möglich, Rewal zu erreichen. Von Berlin aus geht es nach Westpommern, dann weiter nach Stettin bis zu Greifenburg.

Die Anreise mit dem Schiff und dem Flugzeug ist selbstverständlich ebenfalls komfortabel möglich.