Unterwegs mit Zelt oder Campern? Island entdecken!

Meeresrauschen spielt sanft im Hintergrund gewaltige Melodien ab, dazwischen sind immer wieder Pferde, Schafe und Vögel zu hören.

Rundherum atemberaubende Natur, von felsigen Wüsten im Gebirge bis hin zu herrlichen Stränden und grünen Gebieten.

Salzig riecht die Luft, die hier immer in Bewegung ist … Island ist ein wunderschöner Ort, und es lohnt, die wilde Schönheit der Insel campend zu erkunden.

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Camping im Zelt oder im Campervan?

Eigentlich ist das gar nicht so wichtig. Beides ist möglich, die Campingplätze sind sowohl auf Zelte als auch auf Vans eingestellt. Wer den Komfort des Campervans bevorzugt, kommt also in Island genauso auf seine Kosten wie die eher spartanisch eingerichteten Menschen mit ihrem Zelt. Aber es gibt ein paar Unterschiede.

Während das Zelt unter Bedingungen überall aufgestellt werden, sollte der Campern grundsätzlich einen Campingplatz anfahren. Einzige Ausnahme: Ein Besitzer oder eine Besitzerin erlauben, das auf dem Privatgrund übernachtet wird.

Wildcampen ist mit Zelt kein großes Problem. In bewohnten Gebieten entlang öffentlicher Straßen darf gezeltet werden,

  • wenn man nicht länger als eine Nacht bleibt
  • wenn man sein Zelt nicht auf kultiviertem Land aufstellt
  • wenn sich kein Campingplatz in unmittelbarer Nähe findet
  • wenn der jeweilige Grundbesitzer es nicht ausdrücklich verbietet, beispielsweise durch Schilder

Ähnlich sieht es an anderen Orten aus: Wer in unbewohntem Gebiet an einer öffentlichen Straße erwischt wird, sollte wissen, dass das in Ordnung ist. Solange du wirklich nur ein Zelt aufstellst (nicht mehrere), spricht nichts dagegen.

Abseits von öffentlichen Straßen ist das zehnte erlaubt, sofern es für das jeweilige Gebiet keine Sonderregelungen gibt. Das lässt sich aber der leicht im Rahmen der Urlaubsvorbereitungen feststellen.

Demgegenüber wird immer dann eine Genehmigung benötigt, wenn man in der Nähe von Gebäuden zeltet, mehr als eine Nacht am gleichen Ort bleibt, man mehr als drei Zelte aufstellen will oder das Land bewirtschaftet wird.

Und natürlich sollte man auch eine entsprechende Genehmigung einholen, wenn man mit dem Wohnmobil oder dem Campervan unterwegs ist und darin auch gerne mal übernachtest. Da Touristen immer mal wieder im Mietwagen übernachten, schaltet sich das Ordnungsamt inzwischen recht schnell ein.

Besser den Campingplatz anfahren

Island hat es in den letzten Jahren geschafft, eine absolut bewundernswerte Infrastruktur zu schaffen. Überall da, wo es auch nur im entferntesten etwas Interessantes zu sehen gibt, ist der nächste Campingplatz mit sanitären Anlagen und Küchen nicht weit.

Diese Ausrüstung ist dann doch um einiges luxuriöser als die Reise nur mit Zelt. Da Hotels in Island recht kostenintensiv sein können, ist es durchaus verständlich, wenn Sie zelten wollen. Morgens eine heiße Dusche, ein Restaurant für ein warmes Abendessen – Der Aufenthalt auf dem Campingplatz lohnt sich.

Online stehen verschiedene Karten, in denen die einzelnen Campingplätze vorgestellt sind. Wer noch nie auf Island gezeltet hat, wird angesichts der Preise eher wenig Vorfreude empfinden. Es ist eng geworden auf der Insel, und um vor allem das Wildcampen im Mietwagen etwas weniger attraktiv zu machen, wird das inzwischen auch ausdrücklich auf Campingplätzen erlaubt. Camper und Wohnmobile werden kontrolliert.

Es ist gar nicht so schwer auf Island, spontane Übernachtungsmöglichkeiten aufzutun.Wer irgendwo zelten will und keinen passenden Campingplatz in der Nähe gefunden hat, kann einfach beim nächsten Grundstück anfragen, ob man das Zelt denn dort für wenige Nächste aufstellen darf. In der Regel wird dem Wunsch entsprochen.

Nicht überall auf Island sind die Campingplätze gut eingerichtet. Was genau auf dem Campingplatz zur Verfügung steht, ist dann aber vom jeweiligen Besitzer abhängig.

Findet der eine Dusche überbewertet ob des nahen natürliche Wasserlaufs und wenig neugierigen Blicken, Auch Strom gibt es nicht überall. Standards gibt es keine, die Besitzer und Besitzerinnen sind dafür verantwortlich, wie ein Campingplatz aussieht und eingerichtet ist.

Camping in einem Zelt oder Campervan?

Campingmobil in Island mieten
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Natürlich macht es einen Unterschied, ob Sie in einem losen, im Wind schlagenden Zelt übernachten oder in einem gemütlich eingerichteten Campern. Ob es sich allerdings für Sie lohnt, den Van oder ein Wohnmobil auf Island anzumieten, steht dem auch nichts im Wege.

Außer vielleicht dem Geld. Denn der Campervan kann bis zu 150 Euro am Tag kosten, abhängig von Ausstattung und Modell. Das ist eine ganze Menge Geld. ine gute und große Auswahl gibt es auf der Plattform Campanda. Wer dagegen mit dem Zelt unterwegs ist, genießt mehr Flexibilität.

Denn damit kann man, wie bereits erwähnt, einfach überall übernachten. 12 bis 15 Euro kostet eine Nacht auf dem Campingplatz, und zwar je Person. E
Lohnt sich ein Campervan eher als Mietwagen? Eine Ladung für den Handyakku und andere Details kosten natürlich noch extra. Wer es etwas kostengünstiger gestalten will, gönnt sich eine Campingcard.

Diese Karte ist jeweils ein Land und einen Sommer lang gültig und kostet um die 150 Euro. Mit der Karte können zwei Erwachsene und bis zu vier eigene Kinder auf einem der Campingplätze bis zu 28 Jahre lang übernachten. Das ist sehr viel kostentgünstiger.

Insbesondere die Gegenden rund um die touristischen sind natürlich recht engmaschig mit Campingplätzen durchzogen. Aber auch in eher abgelegenen Gegenden findet sich der ein oder andere wunderschöne Platz.

Ausrüstung für den Urlaub auf Island

Island ist im Winter sehr kalt, im Sommer aber durchaus mild. Allerdings nicht in der Nacht, da ist es empfindlich kalt. Ein dünner Hüttenschlafsack reicht auf Island nicht aus, auch im Sommer nicht.

Denn es wird nachts grundsätzlich nicht wärmer als 10° C, auch im Sommer. Ein wattierter Sommerschlafsack reicht aus. Im Winter darf es auch ein etwas massiverer Schlafsack sein. Dazu gehört ein kleines Power Tube.

Außerdem solltest Du immer einen kleinen Gasbrenner dabei haben, einen Campingkocher. Geschirr, bEsteck und Dosenöffner dürfen in der Ausrüstung nicht fehlen.

Ein Windschutz hilft, dass Du auch wirklich zum Kochen kommst. Eine Taschenlampe ist ebenfalls sehr nützlich.

Wer mit Van oder Wohnwagen unterwegs ist, kann sich Schlafsack und Isomatte natürlich sparen. Gut ausgestetsatete Wohnwagen sind keine Seltenheit Die Kosten für die Mietwagen sind allerdings etwas höher und saisonabhängig.

Bei einem Zeitraum von etwa 10 Tagen kann man mit Kosten von wenigstens 1800 Euro für einen gut eingerichteten Wohnwagen rechnen.

Die Kosten für den Platz auf dem Campingplatz liegen pro Nacht und Person bei etwa 1000 bis 2000 ISK. Ein Campingurlaub auf Island ist im Camper einfach angenehmer.

Worauf beim Camping in Island achten?

Dass Wildcampen mpen auf Island nicht gerne gesehen ist und inzwischen auch kontrolliert wird, ist bereits gesagt worden. Wichtig ist, dass man sich vor dem Campen auch ausführlich mit dem Wetterbericht befasst. Auf Island wechselt das Wetter bisweilen recht schnell ab.

Im Umgang mit Gasbrenner und offener Flamme ist natürlich auch Vorsicht geboten. Gaskartuschen dürfen nicht an warmen Orten gelagert werden. Kochen ist im Zelt und im Camper natürlich keine Idee, denn der Campingkocher entlässt Schadstoffe in die Luft.

Außerdem besteht zumindest das Zelt in der Regel aus nicht ganz feuerfesten Material. Beachten Sie die Windrichtung und die Windstärke: Funkenflug ist ein Sicherheitsrisiko.

Sommer oder Winter besser zum Camping?

Camping und Island liegen im Trend. Ob man nun eher im warmen isländischen Sommer die Insel erkundet oder auf den kühlen, feuchten Winter wartet, ist Geschmacksache. Während es im Winter wirklich kalt ist auf Island, kann es im Sommer zumindest tagsüber recht warm werden.

Allerdings ist die sommerliche Hauptsaison auch die kostenintensivste Jahreszeit für einen Campingurlaub.