Sehenswürdigkeiten im Glasreich

Das schwedische Glasreich zwischen Växjö und Kalmar empfängt Sie mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Im Mittelpunkt steht die traditionelle Glaskunst, allerdings hat die Region weitere Highlights zu bieten, denen Sie vor oder nach dem Aufenthalt in einer Glasmanufaktur einen Besuch abstatten können.

Sehenswürdigkeiten im Glasreich
Zahlreiche Sehenswürdigkeiten erwarten Sie im Glasreich

Eine interaktive Erlebnisausstellung erwartet Sie in der Glass Factory auf dem Gelände der Boda Glashütte. Mit mehr als 40.000 Kunstobjekten beherbergt das Glasmuseum die größte Sammlung Kunstglas in Schweden. In den Ausstellungsräumen wird die Geschichte und Entwicklung des Glasreiches dokumentiert. The Glass Factory ist in verschiedene Themenbereiche unterteilt und besitzt einen speziellen Sektor für Kinder.

In der Stadt Växjö, die das Zentrum des schwedischen Glasreiches bildet, befindet sich mit dem Glasmuseum das älteste Regionalmuseum Schwedens. Anschaulich wird die Geschichte der schwedischen Glasherstellung anhand historischer Glasgegenstände und Dokumente erzählt. In der Gemeinde Nybro befindet sich das Madesjö Heimatmuseum, das einen spannenden Einblick in die Geschichte der Region gibt. Die Ausstellungsräume sind in den alten Holzställen hinter der Pfarrkirche untergebracht und anhand von mehr als 7.000 Exponaten aus verschiedenen Jahrhunderten wird das Leben der Menschen in der Provinz Småland dokumentiert.

Zwischen 1850 und 1930 setzte in Schweden eine große Auswanderungswelle ein. Rund 1,2 Millionen Menschen verließen damals ihre skandinavische Heimat, um sich in Amerika eine neue Existenz aufzubauen. An dieses Ereignis erinnert das Auswanderermuseum in der Stadt Växjö. Gezeigt werden zeitgeschichtliche Dokumente, die das Schicksal schwedischer Auswanderer dokumentieren und ihre Lebensgeschichte nachzeichnen. In der Ortschaft Boda befindet sich das größte Landstreichermuseum Schwedens. Im Rahmen einer Führung werden amüsante Episoden über die zahlreichen Landstreicher erzählt, die die Provinz Småland in einer Zeit durchstreiften, als in dem Land große Armut herrschte. Das Landstreichermuseum ist während der Sommermonate täglich geöffnet.

An das Leben des berühmten schwedischen Möbeldesigners Bruno Matthsson erinnert das gleichnamige Museum im Bruno-Matthsson-Haus. Der Visionär war darüber hinaus ein bedeutender Architekt und prägte maßgeblich den skandinavischen Architekturstil. Das „Glashaus“ in Kosta ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Kreativität des Künstlers und kann in den Sommermonaten besichtigt werden.

Ein Erlebnis ganz anderer Art erwartet Sie in Grönåsens Elchpark in der Ortschaft Kosta. In dem riesigen Waldgehege mitten in der småländischen Natur gehen Sie mit den großen Tieren aus der schwedischen Wildnis auf Tuchfühlung und kommen den Elchen ganz nah. Ein 1.300 Meter langer Rundweg führt durch das Gehege, das aus Wäldern, Lichtungen und Sumpflandschaften besteht und damit dem natürlichen Lebensraum der Tiere entspricht. Ab Mai entdecken Sie mit etwas Glück Kälber mit ihren Jungtieren im Dickicht. Im angeschlossenen Elchshop finden Sie Souvenirs, Dokumentationen und Bildbände über das Nationaltier Schwedens.

Prächtige Kunstwerke aus Glas werden in der Designarena Målerås auf einer riesigen Ausstellungsfläche präsentiert. Die gleichnamige Glashütte ist für kunstvoll geschliffene Glasgegenstände und aufwendig verzierte Tiefenreliefs bekannt. Meisterwerke aus verschiedenen Jahrzehnten werden in der Designarena unmittelbar neben der Glasmanufaktur ausgestellt. Für Liebhaber wertvolle Glaskunst ist der angeschlossene Shop eine wahre Fundgrube. Im Verkaufsraum können Sie Glaswaren und Glasschmuck aus der Produktion des Designers Mats Jonasson zu Fabrikpreisen kaufen. Im Lunchrestaurant stärken Sie sich mit schwedischen Snacks und schauen dabei den Glasbläsern durch eine riesige Glasscheibe bei der Arbeit zu.

Ein jahrhundertealter Kulturschatz ist die Granhult Kirche in der Gemeinde Uppvidinge. Die skandinavische Stabkirche wurde im Jahr 1220 errichtet und ist die älteste komplett erhaltene Stabkirche des Landes. Die Fassade ist vollständig von Holzschindeln bedeckt, die im Lauf der Jahrhunderte eine graue Färbung angenommen haben. Die Innenausstattung stammt überwiegend aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Die kunstvollen Malereien wurden im Jahr 1753 aufgebracht und an einigen Stellen schimmern mittelalterliche Fresken durch die Farbschichten. Zu den Attraktionen der Kirche gehören eine geschnitzte Madonna aus Eichenholz aus dem Jahr 1475, die aufwendig verzierte Kanzel aus dem frühen 17. Jahrhundert und der mittelalterliche St-Olof-Altar.

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