Tromsø

Tromsö – die größte Stadt nördlich des Polarkreises

Tromsö, Pforte zum Eismeer und Nordnorwegens größte Stadt, der im 19. Jahrhundert ein Franzose den Beinamen „Paris der Nordens“ gab, ist bekannt für ihr pulsierendes Leben, freundliche Menschen und viel Kunst und Kultur.

Tromsø Brücke
Tromsø Brücke (Tromso Bru) zwei Teile der norwegischen Tromso Stadt

In der von Schären, Fjorden und spitzen Berggipfeln umgebenen Stadt sind die Sommer kurz und die Nächte lang. Tromsö (Tromsø), das 344 Kilometer Luftlinie nördlich des Polarkreises liegt, besitzt die nördlichste Universität, Brauerei und Kathedrale der Welt. Die Stadt lebt von Forschung, Lehre, Verwaltung, Fischexport und Satellitentechnologie. Der wichtigste Arbeitgeber ist das Universitätsklinikum mit etwa 4.500 Angestellten, das auch viele deutsche Ärzte beschäftigt, die aufgrund der Stellensituation in Deutschland schon seit Jahren nach Norwegen ausweichen.

Die Stadt wurde 1794 gegründet, die erste Kirche jedoch schon 1252 gebaut. Ab 1850 war die Stadt das Zentrum des Eismeerfangs in den arktischen Gebieten. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sie zum Ausgangspunkt einer Reihe Expeditionen in arktische und antarktische Gebiete, was ihr den Beinamen Pforte zum Eismeer eintrug. 1940 war Tromsø für einige Wochen die Hauptstadt des noch freien Norwegens, bevor der König und die Regierung das Land verlassen mussten. Als einzige Stadt in Norwegen überstand Tromsø den Krieg unbeschädigt.

Die Eismeerkathedrale in Tromso
Die Eismeerkathedrale

Sehenswürdigkeiten im „Paris des Nordens“

Tromsö hat nicht nur Nordlicht, Polarnacht und Mitternachtssonne zu bieten, sondern auch spannende Sehenswürdigkeiten und jede Menge Ausflugsmöglichkeiten.

Besonders sehenswert ist die Eismeerkathedrale. Die markanteste moderne Kirche Norwegens, deren Form die dunkle Jahreszeit und das Nordlichst symbolisieren soll, wurde 1965 erbaut und weist das größte Glasmosaikfenster Europas auf.

Die 1861 erbaute Domkirche im Zentrum ist der nördlichste protestantische Dom der Welt und eine der größten Holzkirchen des Landes.

Das Polaria, ein Erlebniszentrum, informiert über die Polarregion und die Barentssee, während man sich im Polarmuseum über berühmte Polar-Expeditionen informieren kann. Auch einige Kuriosa aus der Polarwelt werden dort ausgestellt, wie z.B. ein Backenzahn des Polarforschers Roald Amundsen.

Das Tromsø-Museum zeigt eine umfassende Ausstellung über Geschichte und Kultur der Samen, die in der Region seit Jahrtausenden ansässig sind. Darüber hinaus zeigt es wissenswertes zur Tier- und Pflanzenwelt Nordskandinaviens.

Ausflugsziele in die Umgebung Tromsø

Vollständig wird der Aufenthalt in Tromsø erst, wenn man die Stadt verlässt und die bis zu 1800 Meter hohen Lyngsalpen 50 Kilometer östlich der Stadt besucht, die Bergsteiger magisch anziehen, auf Entdeckungsfahrt durch das Inselreich im Atlantik schippert, die Dörfer mit fruchtbaren Äckern unterhalb steiler Berghänge erlebt und sein Wissen über norwegische, samische und kvänsche Kultur erweitert.

Im Stadtteil Tromsdalen liegt die Talstation der Seilbahn „Fjellheisen“, die auf den Storsteinen, den Hausberg von Tromsø, fährt. Mit seinen 418 Metern Höhe bietet der Gipfel des Berges einen spektakulären Ausblick auf die Stadt, den Fjord, die umliegende Berglandschaft und bei Sommerwetter in die Mitternachtssonne.

Ein Tagesausflug zur Insel Sommarøy ist ein Muss und der perfekte Abschluss einer Reise nach Tromsø. Sommarøy, aufgrund seiner milden Temperaturen im Sommer auch „die Sommerinsel“ genannt, liegt 60 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Hier gibt es herrliche weiße Strände, und das Meer ist blau und klar wie in der Karibik – nur die Temperatur des Wassers erinnert daran, dass das Nordkap nicht all zu weit ist.

 

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