Insel Moskenesøy

Unberührte Natur, wildromantische Felsenlandschaften und malerische Fischerdörfer – Moskenesøy bietet die ganze Magie des Nordens. Die Insel ist Teil der südlichen Lofoten, „das schönste Stück Norwegen“ wie der Dichter Knut Hamsum schrieb.

Kuestenlandschaft Moskenes
Malerische Küstenlandschaft auf der Insel Moskenesoya

Dem Himmel so nah möchte man ausrufen beim Anblick der schroffen und gleichzeitig majestästisch aus dem Atlantik herausragenden Felswände. Die Lofoten sind eine Inselgruppe oberhalb des Polarkreises, Moskenesøy ist Teil der Inseln im Süden.

Sie gehören zum nördlichen Teil von Norwegen und sind seit der Wikingerzeit besiedelt. Zur Insel Moskenesøy mit den Ortschaften Reine, Å, Sørvågen, Sund, Sakrisøy und Hamnøy zieht es Wanderfreunde, Badeurlauber und Walbeobachter. Auf der Insel gibt es faszinierende Naturschönheiten und interessante Sehenswürdigkeiten zu bewundern.

Das farbig schillernde Polarlicht ist nur eine der Attraktionen auf Moskenesøy. Eigentlich heißt die Insel Moskenes, die Endung -søy bedeutet einfach nur Insel. Der Hauptort von Moskenesøy ist Reine. Man glaubt, die Zeit wäre hier stehen geblieben und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Postkartenidylle und Wikingermagie

Reine ist der Hauptort der Kommune Moskenes und mit etwas über 300 Einwohnern ein beschauliches Dorf. Das Landschaftsbild von Reine prägen vor allem die Lofotveggen, die monumentale Lofotenwand, die sich um Reine herum erhebt. Deshalb ist Reine zum Wandern der ideale Ort. Beliebt ist der Weg zum rund 450 Meter hohen Reinebringen, der aber nur etwas für geübte Wanderer ist. Von Reine aus eröffnet sich auch die Möglichkeit zum Aufstieg auf den 602 Meter hohen Helvetestinden. Er befindet sich zu Füßen des feinsandigen Bunes Beach bei Reine.

Das schönste Dorf auf Moskenesøy ist Å. Å heißt einfach nur Bach.
Der Ort wird mitunter auch als Å i Lofoten bezeichnet. Das ganze ehemalige Fischerdorf an der Ostküste wurde zum Freilichtmuseum. Es bietet entzückende Einblicke in das Leben vorheriger Jahrhunderte, als die Menschen auf den Lofoten ausschließlich vom Fischfang lebten.
Hier gibt es noch eine historische Bäckerei und eine Poststelle sowie die authentisch erhaltenen Häuser der Fischer. Der Ort liegt malerisch zu Füßen des 826 Meter hohen Mengelsdalstinden, der sich hinter einem Talkessel erhebt. Die natürliche Hafenbucht mit der langen Mole schützt den Ort vor den Wellen des Vestfjordens.
Zwei Museen im Dorf präsentieren den historischen Fischfang und die Kultur der Lofoten. Im örtlichen Stockfischmuseum erfahren Besucher alles über den Stockfisch. Fang, Trocknung und Handel. Zur Zeit des Fischfangs geht es noch hoch her in Å, dann hängen die Fische auf den traditionellen Trockengestellen im Freien.

Landschaft Moskenes

Sørvågen ist ein kleines Fischerdorf im Süden mit einem netten kleinen Café. Durch den Ort verkehrt die Europastraße 10, deshalb ist man schnell dort und auch durch.

Hamnøy sollte man gesehen haben. Wie Spielzeughäuser schmiegen sich die bunten Holzhäuser der Fischer auf den Felsvorsprüngen entlang des Vestfjordens.

Es gibt auch viele verlassene Siedlungen der Wikinger auf Moskenesøy. Beim ehemaligen Fischerdorf Refsvikhula an der Westküste wurden jahrtausendealte Höhlenmalereien entdeckt. Nach Voranmeldung finden interessante Führungen darin statt. Sie sind nach Norden ausgerichtet und zum Zeitpunkt der Mittsommernacht fällt das Licht hinein.

Kvalvika Beach an der Westküste bietet einen feinsandigen Strand und im Sommer Badetemperaturen. Die einsame Bucht befindet sich beim Dorf Fredvang und ist nach einer stundenlangen Wanderung über den Ryten zu erreichen.

Walsafaris und Fischkutterfahrten

Berge am Wasser in Moskenesoya
Berge am Wasser in Moskenesoya

Die gesamte Westküste von Moskenesøy zählt zum Lofotodden Nationalpark. Sehr beliebt sind Aqua Lofoten Coast Adventures von Reine aus. Eine Flotte von sowohl historischen als auch traditionellen und modernen Booten bringt Gäste hinaus aufs Meer. Reine ist heute noch ein aktiver Fischereihafen, hier können Besucher mit Berufsfischern einen echten Fischfang erleben oder mit dem Nordlandboot einen Tag lang hinausfahren. Ein grandioses Erlebnis sind Walbeobachtungstouren. Mit dem Schlauchboot geht es hingegen entlang der Küste bis nach Å. Auf und zwischen den zerklüfteten Inseln ist eine nahezu unberührte Wildnis mit Seehunden, Seeadlern und Basstölpeln zu sehen. Alle Touren erfolgen unter einer sachkundigen und unterhaltsamen Führung.

Rorbuers und Luxushotels

Auf Moskenesøy gibt es alles, vom Campingplatz bis zum Luxushotel ist für jeden Geschmack und Geldbeutel eine Unterkunft zu finden. Dennoch ist die Insel nicht überlaufen und versprüht den Charme einer lebendigen Gemeinschaft. Beschauliche Orte wie Sakrisøy und Hamnøy bieten luxuriöse Unerkünfte von privat, in Hostels und Hotels.

In Sakrisøy kann das örtliche Puppen- und Spielzeugmuseum besichtigt werden. Hamnøy ist ein wirklich malerisch gelegener Ort an der Ostküste, mit der Bogenbrücke ist es eines der beliebtesten Postkartenmotive der Insel. Auch hier finden sich, wie überall auf Moskenesøy, die romantischen Rorbuer. Dabei handelt es sich um traditionelle Fischerhütten aus Holz in bunten Farben, die zu komfortablen Apartementhotels umfunktioniert wurden. Sie werden nur im Sommer bewohnt.

Anreise und Verkehr

Auf die Lofoten sowie auf die Insel Moskenesøy fahren selbstverständlich Fähren. Von Bodø aus auf dem norwegischen Festland gelangt man in 3, 5 Stunden mit der Autofähre bis Moskenes. Bodø erreicht man per Zug von Oslo über Trondheim und Fauske. Von Oslo aus verkehren aber auch Flugzeuge zu den Städten Bodø, Harstadt/Narvik, Leknes, Svolvær und Røst. Mit dem Flugzeug von Oslo aus sind es 1,5 Stunden bis nach Bodø. Wer es schnell mag, nimmt das Express-Passagierboot, welches zwischen Bodø, Svolvær und Værøy verkehrt.

Romantischer ist die norwegische Küstenlinie Hurtigurten. Die Lofoten sind untereinander über imposante Bogenbrücken miteinander verbunden, so das man sehr gut von Svolvær im Norden auf der Europastraße 10 ( E10) bis nach Moskenesøy gelangt. Seit 2007 sogar fährenfrei, so dass jeder, wenn er will, direkt mit dem Auto oder mit dem Bus bis in den Süden der Insel Moskenesøy fahren kann.