Orö (Orø)

Wer unter den bewohnten Kleininseln ein grünes Naturjuwel sucht, wird von Orö begeistert sein. Knapp 30 Fährminuten vom dänischen Festland entfernt, erwartet Aktivurlauber ein wahres Ferienparadies.

Ankunft auf der Urlaubsinsel

Die Insel Orö vereint alles, was sich aktive Erholungssuchende wünschen. Auf dem 15 Quadratkilometer großen Eiland leben knapp 900 Einwohner. Rund um die beschaulichen Orte Brönde, Bybjerg, Gamlöse und Naesby lockt das Reiseziel im Isefjord mit einzigartigen Naturerlebnissen.

Reizvolle Sandstrände, einsame Wälder und imposante Sehenswürdigkeiten zeichnen das 35 Kilometer lange Fjordland aus. Eine Besonderheit des Boddengewässers ist die Öffnung zum Kattegat. Der Seitenarm der Ostsee besticht durch seine Artenvielfalt und seinen Fischreichtum.

Orö liegt nordwestlich der Insel Seeland. Ganz in der Nähe laden Wikingerstätte wie Roskilde oder die Hauptstadt Kopenhagen zu einem Tagesausflug ein. In die Abgeschiedenheit der Inselwelt führen täglich Fährverbindungen. Startpunkt sind die Häfen Holbaek und Hammer Bakke. Neben Gasthöfen und Hotels, Campingplätzen und Jugendherbergen bieten 1.400 Ferienhäuser alle Annehmlichkeiten eines naturnahen Urlaubs. B&B Unterkünfte sind von persönlichem Charme geprägt. Im „bo-i-haven“ übernachten Reisende stilvoll im Gartenhaus eines duftenden Kräutergartens.

Unterwegs zu den Inselattraktionen

Wahrzeichen der Perle im Isefjord ist der Öre-Stien. Offenbar bewegten während der Eiszeit gigantische Kräfte den 20 Tonnen schweren Granitstein auf seiner Reise von der Insel Bornholm. Am heutigen Standort gewährt der Naturschatz Spaziergängern und Radfahrern eine wundervolle Aussicht auf die Fjordlandschaft. Im übrigen lassen sich Fahrräder für eine Erkundungstour im Tourist House am Orö-Hafen mieten.

Nur 14 Kilometer von Holbaek entfernt, gilt Bybjerg als größter Inselort. Unweit der Dorfkirche wurde 1965 ein sehenswertes Museum eröffnet. In dem ehemaligen Armenhaus sind heute historische Dokumente, Fotos, Textilien, Gebrauchsgegenstände und Hausrat zu besichtigen. Sie geben Einblick in die Inselgeschichte, die bis in die Steinzeit zurückreicht. Höhepunkt der Ausstellung ist eine Nachbildung des Orö-Kreuzes.

Mit seinen exotischen Bewohnern überrascht der 22 Hektar große Oröstrand Tierpark. Neben heimischen Arten bereichern Seidenäffchen, Nasenbären, Lamas, Krokodile, Tropenvögel, Schlangen und Echsen die außergewöhnliche Vielfalt. Bei den jüngsten Gästen erfreuen sich vor allem Streicheltiere und Savannenfahrt im Bus einer großer Beliebtheit. Dem Tierpark angeschlossen ist eine Naturschule mit Kreativkursen.

Im Wasserturm von Margrethebakken erzählt der Künstler Steen B. Langvard in faszinierenden Wandbildern die Inselgeschichte. Gemälde, Skulpturen und Illustrationen des Kunstschaffenden können Besucher in der Galerie Artdoor mit gemütlichem Café bewundern. Noch mehr Kunst von der Insel bietet der örtliche Kunstverein im Assembly House, sowie auf der Holbaek-Fähre. In wechselnden Ausstellungen werden die Arbeiten eines „Künstler des Monats“ vorgestellt.

Die Insel aktiv entdecken

Auf einer 14 Kilometer langen Rundtour erleben Urlauber die Unberührtheit der Insel. Markiert sind die schmalen Pfade mit weißen Pfeilen auf blauem Grund. Hier tauchen Naturfreunde in die reiche Pflanzen- und Tierwelt der dänischen Insel ein. Denn Orö ist als Lebensraum seltener Strand- und Watvögel bekannt.

Besonders im Inselnorden gelten die bewachsenen Abhänge als idealer Aufenthaltsort verschiedener Vogelarten. Ganz nebenbei lassen sich Fossilien finden. Die überwiegend flachen Inselstrände eignen sich hervorragend zum Angeln von Aal, Hornfisch, Meerforelle und Plattfisch.

Die traumhafte Insel mitten im Isefjord ist ein bevorzugtes Revier von Robben. Segler und Kitesurfer überzeugen die perfekten Bedingungen. Eine Route für Kanus und Kajaks kann unter „Around Orö“ geplant werden.

Familien zieht es zum Baden an den Strand von Nörrestaenge. Der feinsandige Strand von Orö ist ebenfalls für einen Badetag mit Kindern zu empfehlen. Den Aufenthalt mit der Familie nutzen Gäste zum Geocaching. Einen abwechslungsreichen Spaziergang hält der Fence Wood bereit. In Spisöet Orö wartet eine spannende Minigolfpartie.

Im Orö-Hafen ist das Krabbenfischen möglich. Die Inselspezialität gilt als „Gold aus dem Isefjord„, das unter anderem ins NOMA geliefert wird. Das Kopenhagener Sterne-Restaurant wurde bereits mehrfach als bestes der Welt prämiert. Zubereitet wird die edle Köstlichkeit mit saisonalem Gemüse. Gäste, die während ihrer Ferien auf Orö selbst kochen wollen, können sich in zahlreichen Hofläden versorgen.

Ausflüge in die Umgebung

Einfach die Seele baumeln lassen, sollten Wellnessbegeisterte in Holbaek. In der Partnerstadt von Celle und Wesenberg wird das Türkische Bad mit spektakulärem Fjordblick zum echten Erlebnis. Das Observatorium Brorfelde befindet sich etwas außerhalb der Hafenstadt.

Auf der Ostseeinsel Seeland liegt Roskilde. Die einstige Königsstadt spielte in der Landesgeschichte eine bedeutende Rolle. Der gleichnamige Dom gehört zum Weltkulturerbe. Er ist Ruhestätte dänischer Monarchen. Das alljährliche Musikfestival Roskilde zählt zu den größten Europas.

In rund 80 Kilometern Entfernung von der Insel Orö ist die Hauptstadt Kopenhagen einen Ausflug wert. Die Kunst- und Kulturmetropole wurde schon mehrmals mit dem Titel „Lebenswerteste Stadt der Welt“ geehrt. So verwundert es nicht, dass die Hafenstadt mit der Kleinen Meerjungfrau als eines der meistbesuchten Reiseziele der Erde gilt.