Mors (Morsø)

Die dänische Insel Morse oder Morsø ist seit Jahrhunderten bei Urlaubern, Künstlern und Naturfreunden beliebt. Abwechslungsreiche Landschaften entlang der Limfjordküste zeugen von den Naturgewalten, welche Ufer und Molergestein zu fantastischen Eindrücken geformt haben. Zahlreiche Unterkünfte und Aktivitäten laden zur Erkundung der aufregenden Insel ein.

Geografische und klimatische Einordnung

Mors zeichnet sich durch seine besondere Lage aus. Die Insel liegt hoch im Nordwesten Dänemarks inmitten des berühmten Limfjords. Bildlich gesprochen versteckt Mors sich aber westlich des ebenfalls bekannten Reiseziels Thy.


Selbiges besitzt eine offene Nordseeküste, was teilweise zu sehr rauem Wetter führt, typisch für Skandinavien. Die vorgelagerte Position Thys bedingt ruhigere Küstengewässer sowie einige familienfreundliche Badestrände auf Mors. Auch auf Flora und Fauna der Region hat diese ausgefallene Geografie Einfluss.

Anreise nach Mors auf See- oder Landweg

Insbesondere mit einem eigenen oder gemieteten Fahrzeug gelangt man ohne Schwierigkeiten auf die Insel. Von Nordwesten nach Südosten verläuft die Primærrute 26, eine durchgängige Fernstraße. Die vorgelagerte Insel Thy verbindet die Brücke Vilsundbroen mit Mors.
Da es sich um eine Klappbrücke handelt, benötigt man eventuell etwas Geduld, erlebt dafür aber ein spannendes Schauspiel. Südlich führt die Sallingsundbroen auf die Halbinsel Salling. Fährverbindungen existieren von diesen Ausgangspunkten ebenfalls.

Mors erkunden: Kleiner Hauptort oder idyllische Dörfer

Mors ist eine kleine Insel, deren Wirtschaft heutzutage vor allem auf Tourismus basiert. Entsprechend offenbart das Reiseziel seinen Besuchern einige Aktivitäten und Destinationen. Gleichzeitig leben dort nur rund 20.000 Menschen. Ruhige, abgeschiedene Orte und Ferienunterkünfte sind also problemlos zu finden. Zu nennen ist vor allem der Verwaltungssitz Nykøbing Mors.

Am Eingang der Meerenge Sallingsundes bietet er herrliche Panoramen entlang der Küste.
Fans historischer und architektonischer Sehenswürdigkeiten kommen für einige Tage auf ihre Kosten: Die weißen Wände des Dueholm Klosters zeugen noch aus dem 15. Jahrhundert und beherbergen heute das Historische Museum Morslands.

Im Gemeindezentrum empfehlen sich das alte Rathaus und weitere Bauwerke aus dem 19. Jahrhundert. Eine neugotische Backsteinkirche, der Hafenspeicher von 1850 oder romantische Fischerhäuser im Norden laden ebenso zur Besichtigung ein.

Tatsächlich ist Nykøbing die mit Abstand größte Siedlung auf Mors. Zahlreiche weitere Dörfer stellen Besuchern moderne Unterkünfte in herrlicher Lage zur Verfügung, weisen aber nur dreistellige Einwohnerzahlen auf. Für möglichst abgeschiedene Ferien sind diese Optionen ideal. Der Hektik des Alltags entgeht man aber bereits im Hauptort, der eine hervorragende Basis für eine Erkundung der Insel darstellt.

Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in unberührter Natur

Kleinere, inspirierende Fischerdörfer erstrecken sich über die ganze Insel. Selbst bei einer ziellosen Erkundung nehmen Wanderer fantastische Eindrücke auf der kaum bebauten Insel auf. Vereinzelte Herrenhäuser oder Wehranlagen runden das Erlebnis ab.

Der höchste Punkt Salgjerhøj ist mit 89 Metern relativ einfach zu erklimmen, belohnt Wanderer aber mit einem sagenhaften Ausblick. Außerdem erlaubt er die genaue Planung der weiteren Route. Im Norden bietet sich der Feggeklit für Ausflüge zu Fuß oder mit dem Fahrrad an. Der Name des langen Bergrückens geht auf die dänische Sagengestalt König Fegge zurück. Dieser hat sogar einen Auftritt in Shakespeares Hamlet. Ein Steinaufbau bezeugt die Position, an welcher der Herrscher begraben liegen soll.

Wer noch weiter in die Vergangenheit reisen möchte, steuert den Felsen Hanklit an.
Dieser ist 62 Meter hoch und besteht aus Moler. Der Abbau dieses Sedimentgesteins stellt seit Langem einen wichtigen Wirtschaftszweig der Kommune dar.

Am Strand unterhalb des Hanklit entdecken Menschen immer wieder Fossilien aus der Kreidezeit. Wer den Limfjord aus unmittelbarer Nähe erkunden möchte, hat dazu ebenfalls Gelegenheit. Unter anderem das Ausflugsschiff Limfjordbus ermöglicht entspannte Fahrten über das ruhige Gewässer. Es stellt gleichzeitig eine Verbindung zu den benachbarten Inseln dar.

Beliebte Unterkünfte für Familien oder Backpacker

Als größte Insel im Limfjord und eine der schönsten Naturlandschaften Dänemarks besitzt Mors eine gute Infrastruktur für Touristen. Mit dem Jesperhus beheimatet die Insel den größten Blumen- und Freizeitpark des Landes, nur etwa drei Kilometer nördlich von Nykøbing.

Zum Zeitvertreib gehören Bowling, Laserspiele, eine Sporthalle und gastronomische Betriebe. An das umfangreiche Center sind vielfältige Übernachtungsmöglichkeiten angeschlossen. Die Zielgruppe sind vor allem Familien mit jungen Kindern, die abwechslungsreiche Tage verbringen können. Auch Campingplätze befinden sich in der Umgebung sowie auf der gesamten Insel.
Weitere Möglichkeiten umfassen den Bezug abgelegener Ferienhäuser oder klassischer Gasthäuser. Bei Bedarf ist ein abwechslungsreicher Urlaub inklusive entspannter Naturausflüge und wechselnder Unterkünfte also jederzeit möglich. Kurze Wege, gute Anbindungen und die touristische Erfahrung der dänischen Kommune versprechen erholsame Ferien für unterschiedlichste Vorlieben.

Ruhige Ferien mit genügend Freizeitangebot

Ein Urlaub auf der dänischen Insel Mors verbindet viele schöne Erlebnisse mit absoluter Entspannung. Wer völlige Abgeschiedenheit schätzt, entdeckt unberührte Natur und zahlreiche Zeltplätze ohne störenden Alltagsstress. Dem Nachwuchs wird während des Aufenthalts ebenfalls nicht so schnell langweilig. Trotz der relativ guten Anbindungen ist ein Auto für die Verweildauer stark zu empfehlen, sofern die Reise keinen reinen Campingtrip darstellt.