Fejo (Fejø)

Ein schier nicht enden wollender Horizont, eine sanfte Meeresbrise und unendlich viel Ruhe. Fejø ist ein Kleinod der dänischen Ostsee Inseln und für Urlauber, die Entschleunigung und Erholung suchen, mehr als ein Geheimtipp.

Die Größte unter den Kleinen

Dänemark zählt rund 394 Inseln, von denen gerade einmal gut 74 bewohnt sind. Eine davon ist Fejø. Eingebettet im Smålandsfahrwasser, zwischen Lolland im Norden und Südseeland befinden sich drei bewohnte Inseln: Femø, Fejø und Askø.


Mit rund 16 km² und knapp 500 Einwohnern ist Fejø die Größte unter den Kleinen. Die ganzjährig bewohnte Insel heißt ihre Gäste herzlichst willkommen. Zu jeder Jahreszeit zieht es die Besucher auf das idyllische Kleinod. Wobei natürlich im Sommer Hochsaison ist. Dennoch führt das niemals zu einem echten Massentourismus. Bislang bewahren sich die Einwohner den Charme und die Ruhe, die den besonderen Reiz dieser dänischen Insel ausmacht.

Zwei Siedlungen, kaum Verkehrsschilder und offene Türen – Die Besonderheiten auf Fejø

In immer hektischer werdenden Zeiten suchen Urlauber häufiger einen Ort der Ruhe. Aber nicht irgendeine Ruhe, die beispielsweise entsteht, wenn man sich allein in einem Hotelzimmer befindet, sondern die Art von Ruhe, die nur eine naturbelassene Umgebung bieten kann. Eine zauberhafte Stille, die lediglich durch die Schreie der Möwen, das Rauschen der Wellen oder das sanfte Säuseln des Windes durch dichte Blätter durchbrochen wird.
All das findet man hier auf Fejø.

Kaum Zäune die Grenzen ziehen, keine verschlossenen Türen und auch Verkehrsschilder sind eher rar. Malerische Häuser in alter Tradition und mit Stroh bedeckt prägen das Bild der Siedlungen. Von denen es hier gerade einmal zwei gibt: Østerby und Vesterby. Wann die eine beginnt und die andere endet ist nicht so eindeutig festzulegen. Es geht einfach fließend ineinander über.

Vesterby mit seinem Fährhafen ist für Ankömmlinge der Ausgangspunkt für unvergessliche Ferien. Die einzige Hauptstraße führt einen vorbei an einzelnen Gehöften, in deren Gärten üppige Obstbäume wachsen und gedeihen und immer wieder säumen im Sommer kleine Verkaufsstände den Weg.
Hier werden frische Marmelade, Obst und Säfte verkauft. Verkäufer sucht man zum Teil vergebens. Stattdessen steht ein Glas bereit, in dem ein paar Münzen als Gegenleistung gezahlt werden.

Kriminalität scheint es hier nur in den Zeitungen oder im TV zu geben, denn Befürchtungen, dass die mit Geld gefüllten Gefäße entwendet werden, besteht nicht. Auch die Türen stehen zum Teil offen, so dass man sich in der Tat in einem der wohl friedlichsten Orte wiederfindet.

Sobald der Kaufladen Letkøb købmand auftaucht, ist man in Østerby angekommen. Das kleine Geschäft ist der Insel eigene Supermarkt, der von Haushaltswaren über Lebensmittel bis hin zu Medikamenten, Briefmarken und Hundefutter alles führt, was ein Urlauber und Insulaner zum Überleben benötigt.

Einen Geldautomaten sucht man hier vergebens. Dessen sollte sich jeder Besucher zuvor bewusst sein. Zuvor ist es also ratsam auf Lolland noch schnell etwas Bargeld zu besorgen, um am Straßenrand die kleinen Köstlichkeiten bezahlen zu können.

Wer einmal nicht selbst kochen mag und auf deftige und vor allem traditionelle Küche Appetit verspürt, für den ist in Østerby das Kvasen eine Empfehlung. Eine eher urige Dorfkneipe, die sogar Billardtische zu stehen hat und wo zur Mittagszeit ordentliche Hausmannskost serviert wird. Am Nachmittag hingegen lassen sich die Gäste gern von frischen Kuchen und Kaffee verwöhnen.

Von Ferienhäusern und Camping

Geht es um die Unterkünfte, so stehen den Besuchern verschiedene Ferienhäuser und sogar Camping zur Auswahl. Die Ferienhäuser können das gesamte Jahr über gebucht werden. In der Hochsaison im Sommer jedoch sollten sich Gäste rasch entscheiden, denn die Nachfrage ist nicht zu unterschätzen.

Die Ferienhäuser sind selbstverständlich authentisch eingerichtet und verfügen über alles notwendige, was ein Feriengast zum alltäglichen Leben benötigt.

Besonders gefragt sind die Häuser, mit einem direkten Meerblick. Die Ausstattung der jeweiligen Unterkunft kann unterschiedlich ausfallen. Je nach persönlichen Ansprüchen reichen die Ferienhäuser von spartanisch bis modern.

Der Campingplatz ist für Naturliebhaber und Outdoorfreunde genau die richtige Wahl. Noch näher kann man der dänischen Natur kaum kommen.
Zu den Häusern und dem Campingplatz gesellt sich noch ein kleiner Ferienpark, der gern von Gästen mit nur einer Übernachtung gewählt wird.
Im übrigen sind in den meisten Unterkünften Hunde gestattet.
In sofern muss der geliebte Vierbeiner nicht zu Hause in einer Pension verweilen, sondern kann Herrchen und Frauchen begleiten.

Die Natur im Obstgarten von Dänemark mit all ihren Facetten genießen

Dänemark als südlichstes Land Skandinaviens ist ein beliebtes Reiseziel für junge Familien und Menschen, die den Alltag hinter sich lassen wollen. Die reizvolle Natur lässt schnell den Stress vergessen und endlich scheint es wieder möglich, einmal tief durchzuatmen. Spaziergänge über die üppigen Wiesen und entlang des schier endlosen Strände sind Balsam für die Seele.

Am besten einen kleinen Rucksack schnüren, eine Decke hinein, ein kleiner Snack und sich niederlassen wo auch immer einem der Sinn danach steht.

Von der Insel Fejø aus führt ein Damm zu einer noch kleineren Insel Skalø. Ein kleiner privater Hafen ist Anlaufstelle für zahlreiche Kleinboote und Segler, die am Inselhopping Freude haben.

Fejø wird auch als der Obstgarten von Dänemark bezeichnet. Grund dafür sind die zahlreichen Obstplantagen, auf denen unter anderem verschiedenste Äpfel gedeihen. Besonders im Herbst gibt es immer wieder am Straßenrand frische Äpfel, Birnen und auch Pflaumen, sowie frischem Most und Cider zu kaufen.

Tipp:
Der Cider von Fejø wird in ganz Dänemark in Feinkostläden angeboten!

Egal ob man in einem Ferienhaus nächtigt oder auf dem Campingplatz. In der Nacht zeigt sich ein Sternenhimmel wie aus dem Märchenbuch. Aufgrund der fehlenden Beleuchtung, wie sie allseits in Städten und dicht bebauten Regionen bekannt ist, strahlen die Sterne am Himmel scheinbar viel heller. Sogar die Milchstraße ist zu sehen. Ein Zauber wohnt hier inne, den ein jeder spüren kann.

Neben Wanderungen sind es vor allem die Radtouren die gern unternommen werden. Wer nicht mit dem eigenen Rad reisen kann, hat auf der Insel die Möglichkeit am Fährhafen ein Fahrrad gegen eine kleine Spende zu leihen.

Zu den Sehenswürdigkeiten der Insel zählt der Yachthafen Dybvig, der eine alte Bootsbauerei in der vierten Generation vorzuweisen hat. Noch heute werden hier Holzboote nach alter Tradition für das Nationalmuseum gefertigt.

Etwas einsam, aber dennoch beeindruckend: die Fejø Kirka. Die alte, weiße Kirche, die einst den Seeleuten als Orientierung diente und heute vor allem von den Insulanern ein gern besuchter Ort ist, um den Blick auf das Meer zu genießen.

Ausgedehnte Strandspaziergänge sind an der Ostküste, östlich von Skoven möglich. Zwischen Briget Vej und dem Windrad. Sollte nicht allzu viel Seegras wachsen, steht dem Bau einer Sandburg nichts im Weg.

Ansonsten ist die Küstenlandschaft von steinigen Abschnitten geprägt. Hier findet man die sogenannten Hühnergötter. Das sind Steine mit einem Loch in der Mitte. Einst wurden sie zum Schutz an den Türen aufgehängt. Heute sind sie ein beliebtes Andenken.

Wer einmal genug von der Ruhe hat, für den lohnen sich Tagesausflüge auf die umliegenden Nachbarinseln. Vor allem Familien profitieren vom reichhaltigen Angebot. Unter anderem bieten Lolland und Falster:

  • Safaripark Knuthenborg
  • historische Museumsbahn
  • die Stadt Maribo

Anreise zur Insel

Zu guter Letzt noch ein Blick darauf, wie die Insel zu erreichen ist. Täglich setzt mehrmals vom Festland die Fähre Christine nach Vesterby über. Um überhaupt auf die Inseln Dänemarks zu gelangen, sind die Ostseefähren die meist genutzte Variante. Unter anderen fährt mehrmals täglich eine Fähre von Rostock nach Gedser (Insel Falster).
Welche Route sich für die Anreise empfiehlt, hängt selbstverständlich stets vom Heimatort ab. Am Ende führen viele Wege nicht nur nach Rom, sondern auch nach Fejø.