Steuern und Lebenshaltungskosten in Norwegen

Die Steuern in Norwegen sind höher als in vergleichbaren Industrienationen, da das Sozialversicherungssystem des Landes und zahlreiche Sozialleistungen steuerfinanziert werden. In Norwegen gibt es direkte Steuern wie die Einkommens- und Vermögenssteuer und indirekte Steuern wie die Mehrwertsteuer.

Die Einkommenssteuer wird in Norwegen, anders als in Deutschland, nach dem dualen System abgeführt. Das bedeutet, dass sich die Einkommenssteuer aus zwei Teilen zusammensetzt und sich die Höhe nach dem jeweiligen Einkommen richtet. Der Arbeitgeber führt die Steuer für seine Angestellten direkt an das Finanzamt ab. Wenn Sie eine bezahlte Tätigkeit in dem skandinavischen Land aufnehmen, müssen Sie eine Lohnsteuerkarte beim norwegischen Finanzamt beantragen. Liegt dem Arbeitgeber keine Lohnsteuerkarte vor, ist er verpflichtet, 50 Prozent des Einkommens an das Finanzamt abzuführen. Die Steuererklärung muss von Arbeitnehmern bis zum 30. April eingereicht werden. Für Selbstständige gilt der 28. Februar als Stichtag.

Die Mehrwertsteuer (Merverdiavgift) liegt in Norwegen bei 25 Prozent und damit deutlich höher als in anderen Staaten Europas. Norwegen gehört zu den Ländern mit den höchsten Lebenshaltungskosten in Europa, wobei es deutliche Unterschiede zwischen den Städten und dem ländlichen Raum gibt. Im Ballungsgebiet von Oslo liegen die Kosten für das Wohnen, Energie und Lebensunterhalt am höchsten. Wohn-, Strom- und Heizkosten machen den größten Anteil am monatlichen Budget aus. Besonders alkoholische Getränke wie Bier und Wein sowie Tabakwaren sind spürbar teurer als in Deutschland. Im Gegensatz zur weitverbreiteten Meinung, dass im Ölförderland Norwegen Benzin und Diesel besonders günstig sein müssten, müssen Sie für eine Tankfüllung tiefer in die Tasche greifen als im Heimatland.

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