Nordlicht



Aurora Borealis. Das magische Nordlicht.

Es ist vielleicht das schönste Licht der Welt, denn so manche kalte Winternacht im Norden ist grün und gelb und orange … und einfach magisch

Das magische Nordlicht.
Das magische Nordlicht.

Das in skandinavischen Ländern bekannte Polarlicht (Aurora Borealis) ist eine Leuchterscheinung, die sich zwar seit langem schon wissenschaftlich erklären lässt, jedoch seit jeher die Fantasie der Menschen beflügelt.

So werden den Polarlichtern allerlei mystische und wunderbare Fähigkeiten und Effekte zugeschrieben. Auch wenig abergläubische Menschen möchten meist nichts über die tatsächlichen Ursachen des Polarlichts erfahren, sondern machen sich – wenn sie es einmal gesehen haben – ihre eigenen Vorstellungen und Gedanken dazu. So wirkt das Polarlicht inspirierend, magisch und faszinierend.

Treffend beschreibt es Wilhelm von Humboldt: “Ich könnte stundenlang mich nachts in den gestirnten Himmel vertiefen, weil mir diese Unendlichkeit fernher flammender Welten wie ein Band zwischen diesem und dem künftigen Dasein erscheint.”

Magisches Nordlicht:

Viele Menschen, auch Touristen, fühlen sich vom Nordlicht magisch angezogen und reisen immer wieder gerne in Regionen, in denen es auftritt.

Die meisten Skandinavien Urlauber berichten ganz begeistert vom Nordlicht in seinen vielen Farben und Nuancen, und etliche davon zieht es immer wieder zum Licht zurück.

Das Polarlicht tritt häufig als eindeutig abgrenzbarer Streifen oder als mehrere solche Streifen am Himmel auf. Es kann aber auch bizarre und zufällig entstehende Formen annehmen. Im Laufe der Zeit hat das Nordlicht immer wieder Anlass gegeben zu mythologischen und naturwissenschaftlichen Spekulationen.

Fantasiebegabte Menschen erkennen beim längeren Studieren der Polarlichter häufig faszinierende Formen, wie zum Beispiel Tierumrisse oder die Abdrücke bestimmter Gegenstände.

Diese werden zum Teil als Offenbarung und Prophezeihung verstanden. Für viele Besucher des Nordens ist es einfach ein schöner Zeitvertreib, die vielen Formen und heimlichen Botschaften des Polarlicht zu deuten.

Ganz ähnlich wie man hierzulande vielleicht das Erscheinen einer Sternschnuppe kommentiert.

Einsame Hütte im Polarlicht
Einsame Hütte im Polarlicht

Die Bedeutung des Polarlicht

Beim Polarlicht, das wir auch als Aurora Borealis oder als Nordlicht kennen, handelt es sich um einen Elektrometeor, der durch das Auftreffen geladener Teilchen des Sonnenwindes auf die Erdatmosphäre speziell an den Polen der Erde hervorgerufen wird.

Wir zitieren an dieser Stelle einmal aus dem Wikipedia Lexikon: … entsteht, wenn elektrisch geladene Teilchen von der Magnetosphäre, hauptsächlich Elektronen, aber auch Protonen (Sonnenwind) und einige schwere Ionen (Sauerstoff-Ionen) auf die oberen Schichten der Erdatmosphäre treffen. Dort regen sie die vorhandenen Luftmoleküle zum Leuchten an.

Obwohl man mit dem Nordlicht ja eher die Dunkelheit verbindet, ist also eigentlich die Sonne dafür zuständig. Bei dieser technischen Erklärung möchten wir es aber für den Laien schon belassen und uns lieber der Magie des Polarlichtes widmen. Polarlichter sind im Norden meistens in 60° nördlicher Breite zu beobachten. Wie häufig die Nordlichter zu sehen sind, das hängt von der Sonnenaktivität ab. Am allerbesten ist es im winterdunklen Lappland zu beobachten.

Die Farben der Polarlichter

Das Polarlicht erscheint in den wundersamsten Farben. So kann es grün gefärbt sein, aber auch rot, violett oder blau. Mitunter können sogar Mischfarben – ähnlich wie bei einem Regenbogen – beobachtet werden. Dabei leuchtet das Polarlicht auf eine ganz eigene Weise, die es mit keinem anderen Licht auf dieser Welt vergleichbar macht. Diese besondere Leuchtkraft verschafft ihm seinen magischen und mystischen Ruf.

Das Polarlicht früher ..

Bereits vor über 2.000 Jahren berichteten Menschen vom Polarlicht. In vielen Kulturen wurde es als Aktivität von Göttern und Geistern gedeutet. Dabei wurden sowohl Kämpfe als auch Tänze hinein interpretiert. Etliche Kulturen sahen im Polarlicht auch die Übermittlung von Botschaften aus dem Jenseits oder von verstorbenen Vorfahren. Im Mittelalter wurden die “Botschaften” des Polarlichts meist als Warnungen interpretiert. So sah man im Polarlicht mit seinen einzelnen Färbungen oft die Ankündigung von Seuchen, Krankheiten, Kriegen oder anderen Katastrophen. Dabei kam dem Polarlicht eine ähnliche Bedeutung zu wie einem Kometen.

Für die Wikinger in Norwegen oder in Schweden war das Polarlicht eine Spiegelung des Scheins bei einem Kampf. Irgendwo auf der Welt wurde eine große Schlacht geschlagen. In der Vorstellung der Wikinger ritten Walküren über den Himmel und suchten nach Helden, die an Odins Tafel speisen; auf deren Rüstungen brach sich das Mondlicht und wurde zum Nordlicht.

In der Mythologie der nordischen Vorfahren wurde das Polarlicht häufig für Sagen genutzt. Es spielte dabei eine zentrale Rolle. Auch hier wurde es oft als Tanz von Jungfrauen und Walküren interpretiert, ebenso als Kampf der Götter und Geister. Auch die gefallenen Krieger sprachen durch das Polarlicht Warnungen an die lebenden Herrscher aus. Auch Deutungen als Brand sind bekannt.

Ungefähr ab dem 18. Jahrhundert versuchten Forscher, das Polarlicht wissenschaftlich zu erklären. Sie gingen zuerst davon aus, dass das Polarlicht eine Lichtreflexion von Sonnenlicht an den Wolken oder gefrorenen Eiskristallen war. Erst Edmond Halley entdeckte das Zusammenspiel von Erdmagnetfeldern und dem Polarlicht, konnte jedoch das Leuchten dennoch nicht erklären. Dies gelang erst dem schwedischen Astronomen und Physiker Anders Jonas Anström im Jahr 1867. Er wies nach, dass ein Polarlicht aus leuchtendem Gas besteht.

Der, nennen wir ihn mal “Polarlicht-Tourismus”, wächst von Jahr zu Jahr und mittlerweile gibt es eine Menge Veranstalter, die Aktivitäten wie z.B. Hundeschlittentouren oder Nordlichtexkursionen anbieten.



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