Aktuelle Schweden News

Aktuelle Nachrichten direkt aus Schweden

  • Krone stärker
    Im internationalen Zahlungsverkehr tendierte die Krone am Donnerstag stärker gegenüber dem Euro. Laut Referenzkurs der Europäischen Zentralbank entspricht 9,3185 SEK.
  • Geringere Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen
    Die Lohn- und Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen in Schweden haben sich weiter verringert. Das geht aus einer aktuellen Statistik des Staatlichen Amtes für Mittlerfragen bei Tarifkonflikten hervor. Demnach sind die Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern in den Jahren von 2005 bis 2009 in allen Bereichen des Arbeitsmarkts geringer geworden. Im vergangenen Jahr verdienten Frauen im Schnitt 2570 Euro und Männer 3010 Euro brutto monatlich.
  • Skandinavischer Vergleich: Ausbau von Radfahrwegen schwedisches Stiefkind
    Obwohl die schwedische Regierung das Radfahren ausdrücklich fördern will, hinkt der konkrete Ausbau von Radfahrwegen den Nachbarländern Dänemark und Norwegen deutlich hinterher. Das berichtet der Schwedische Rundfunk. Laut Straßenverkehrsbehörde steht sogar zu befürchten, dass geplante Radwegprojekte zugunsten anderer Bauvorhaben ganz unter den Tisch fallen.
  • Grüne: Parteispenden offenlegen!
    Der Co-Vorsitzende der Grünen, Peter Eriksson, hat harte Vorwürfe an die Adresse der konservativen Moderaten und der Christdemokraten gerichtet, die sich beide grundsätzlich einer Offenlegung von Parteispenden widersetzen. In einem Debattenartikel in der Tageszeitung Dagens Nyheter erneuert Eriksson die Forderung der Grünen, die Parteien zur Offenlegung ihrer Beitragsgeber zu zwingen. Schweden gehört zu den wenigen europäischen Ländern, in denen anonyme Parteispenden weiter zulässig sind. Seit dem vergangenen Sommer, als bekannt wurde, dass der frühere Abba-Komponist und Sänger Benny Andersson die kleine feministische Partei FI vor den Europawahlen mit hohen finanziellen Beträgen unterstützt hatte, ist die Kritik an dieser Praxis jedoch gewachsen.
  • Neueinstellungen bei Auto-Zulieferer
    Einer der gröβten Zulieferer für die Autoindustrie in Schweden, Die IAC Group, will im Laufe der kommenden drei Jahre 300 neue Mitarbeiter einstellen. Dies gab das Unternehmen am Donnerstag bekannt. Das Unternehmen, das derzeit 1200 Angestellte hat, hatte kürzlich einen Auftrag für die Ausstattung schwerer LKWs über umgerechnet 250 Millionen Euro abgeschlossen.
  • Personalmangel in Demenzpflegeheimen
    Die schwedische Altenpflege steht erneut in der Kritik. In etlichen Stockholmer Demenzpflegeheimen arbeitet zu wenig Personal. Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung im Auftrag des Senats. Laut dem Gutachten schafft das Personal oftmals nur das Allernötigste. Eine grundsätzliche Verbesserung ist trotz vollmundiger Wahlversprechen nicht in Sicht.
  • Muslimfeindliche Werbung angezeigt
    Gegen das Wahl-Werbematerial der einwanderungskritischen Skånepartei ist Anzeige erstattet worden. Das berichtet die Tageszeitung Sydsvenska Dagbladet. Hinter der Anzeige steht demnach der liberale Politiker Philip Sandberg in Lund. Das Material, in dem die sozialdemokratische Oppositionsführerin Mona Sahlin mit Kopftuch dargestellt wird, beleidige Sahlin als Person und mache Muslime als Kollektiv schlecht, so Sandberg.
  • Reichsbank erhöht Leitzins
    Die Schwedische Reichsbank hat den Leitzins am Donnerstag um 0,25 Prozent auf 0,75 Prozent erhöht. Anlass ist die stark positive Entwicklung der schwedischen Wirtschaft. Die Zinsen müssten daraufhin auf ein normaleres Niveau angehoben werden, so die Erklärung der Reichsbank.
  • Spenden sollen steuerlich absetzbar werden
    Auch in Schweden sollen Spenden an ideelle Organisationen künftig steuerlich absetzbar werden. Dies hat die bürgerliche Koalition auf Drängen der Christdemokraten angekündigt. Das Recht, Spenden steuerlich abzusetzen, soll allerdings Privatpersonen vorbehalten und auf vergleichbar geringe Beträge beschränkt bleiben. Insgesamt soll man Spenden von umgerechnet 700 Euro jährlich steuerlich geltend machen können.
  • TV4 zeigt SD-Wahlspot nun doch
    Der private Fernsehsender TV4 will den in den letzten Tagen umstrittenen Wahlspot der rechtspopulistischen Schwedendemokraten nun doch ausstrahlen. Ein Sprecher des Senders sagte, man sei zu der Überzeugung gelangt, dass der Film nicht gegen das Gesetz verstoβe.
  • KI:"Finanzkrise gut für Klima"
    Die jüngste weltweite Finanzkrise hatte nach Angaben des schwedischen Konjunkturinstituts KI auch positive Auswirkungen, und zwar beim Klimaschutz. Im neuesten Bericht des Instituts heiβt es, der durch die Krise verursachte Konjunktureinbruch habe eine Produktionsdrosselung bewirkt, in deren Folge der Ausstoβ von Kohlendioxid in Schweden erheblich gesunken sei. Schätzungen liegen bei einer Million Tonnen weniger CO2 als zunächst erwartet.
  • Betrüger kassieren Millionen
    Die staatliche schwedische Krankenversicherung hat auch in diesem Jahr Probleme mit dem Erschleichen von Leistungen. Nach Angaben der Behörde wurden im zweiten Quartal umgerechnet rund zehn Millionen Euro auf Grund betrügerischer Angaben ausgezahlt. Neben Rückforderungen müssen die Antragsteller mit Anzeigen rechnen. Im zweiten Quartal wurde Anklage gegen 70 Personen erhoben, die sich unter grober Verletzung der Bestimmungen Beitragsleistungen erschwindelt hatten.
  • Assange doch wieder unter Vergewaltigungsverdacht
    Gegen den Mitgründer der Enthüllungs-Website Wikileaks, Julian Assange, wird nun doch wieder wegen des Verdachts der Vergewaltigung ermittelt. Das bestätigte die zuständige Staatsanwältin in einer Presseerklärung. Assange war am Montag in Stockholm von der Polizei verhört worden. Gegen ihn war bereits vorher wegen Verdachts der Vergewaltigung ermittelt worden, nachdem ihn zwei Frauen angezeigt hatten. Der Ursprungsverdacht war jedoch auf den Tatbestand der Belästigung herabgestuft worden, was durch die neue Entscheidung der Staatsanwältin hinfällig ist.
  • Forscher entlarven falsche Arzneien
    Schwedische Forscher haben gemeinsam mit britischen Kollegen eine Methode zur Aufdeckung von Medikamentfälschungen entwickelt. Die Technische Hochschule im südschwedischen Lund teilte mit, gefälschte Arzneimittel könnten künftig mit Hilfe kernmagnetischer Resonanzmessung entlarvt werden. Dafür würden ähnliche Geräte verwendet wie die zur Aufspürung von Sprengstoffen.
  • Vorzeitige Stimmabgabe hat begonnen
    Seit Mittwoch können Wahlberechtigte in Schweden ihre Stimme für die Wahl eines neuen Reichstags vorzeitig abgeben. Dafür sind in jeder Gemeinde besondere Stimmlokale geöffnet. Bei der letzten Wahl im Jahr 2006 hatte fast ein Drittel der Wähler von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Die sieben im Parlament vertretenen Parteien haben rechtzeitig vor Beginn der vorgezogenen Stimmabgabe ihre Wahlprogramme veröffentlicht.

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