Skandinavische Vornamen



Wir lieben Skandinavien und geben unseren Kindern gerne skandinavische Vornamen. Früher waren es Lars, Sven oder Malin, die uns faszinierten, heute sind es Lina, Emma, Eric oder Finn.

Unter der Wikingerzeit wurden die Kinder in Skandinavien oft nach deren Göttern benannt.

Damals waren beliebte Vornamen Tor, Gudrun, Sten oder Ulf. Doch war die Kirche strikt gegen diese Namen und so gaben die Skandinavier ihren Kindern im Laufe der Zeit immer häufiger christliche Namen wie Johannes, Peter, Marta oder Maria.

Heute sind auch diese Namen – außer Maria – nicht mehr so häufig.

In Norwegen sind die beliebtesten Vornamen Nora, Sofie, Emil und Mathias
In Norwegen sind die beliebtesten Vornamen Nora, Sofie, Emil und Mathias

Wie nennen die Schweden, Dänen oder Norweger ihre Kinder heute?

Die Schweden lieben Mädchennamen wie Alice oder Elsa, ihre Jungs heißen Lucas oder Oscar. Die Dänen nennen ihre Mädchen Anna, Ida und Emma und die Jungs heißen Noah, Victor und Mikkel. In Norwegen sind die beliebtesten modernen Vornamen Nora, Sofie, Emil und Mathias. Und wie schaut es bei uns Deutschen aus? Im Jahr 2011 gab es unter den beliebtesten deutschen Vornamen viele skandinavische Vornamen wie Maja, Ida oder Jan und Lennard.

Doch wie heißen isländische und finnische Kinder oder die Kinder auf den Färöer Inseln?

2011 waren die beliebtesten isländischen Jungennamen Jón, Sigurður oder Guðmundur, die häufigsten Mädchennamen Guðrun, Anna, Helga oder Sigrún. Jon und Anna klingen auch in unseren Ohren modern, die anderen würden wir wohl eher als unmodern bezeichnen. Schaut man sich die ganze Liste der beliebtesten isländischen Vornamen an, dann wird deutlich, dass die Isländer sich kaum von anderen Ländern beeinflussen lassen. Die meisten ihrer Vornamen stammen aus dem Norden.

Auch finnischen Vornamen klingen für uns oftmals ungewöhnlich. Mädchen heißen Aino oder Siiri, Jungs Onni und Veeti. Und nicht zu vergessen, die Vornamen der Färöer Kinder wie Alda, Marju oder für Jungs Brandur und Poul.

Warum heißen unsere Kinder plötzlich Ronja, Madita oder Michel? Weil wir uns beeinflussen lassen, weil sich unser Radius immer mehr erweitert. Wir reisen nach Skandinavien und übernehmen das Schöne, wie auch schöne Vornamen. Wir lesen skandinavische Literatur, verehren Astrid Lindgren und nennen unsere Kinder nach den Hauptfiguren ihrer Kinderbücher.

Wir lesen über skandinavische Königshäuser und plötzlich wird Mette ein beliebter Vorname. Berühmtheiten wie der Tennisstar Björn Borg oder der Musiker Benny Andersson aus Schweden, die Musikerin Björk aus Island oder der Krimiautor Jo Nesbø aus Norwegen tragen dazu bei, dass auch skandinavische Vornamen von uns Deutschen übernommen werden.

Die Schweden lieben Mädchennamen wie Alice oder Elsa
Die Schweden lieben Mädchennamen wie Alice oder Elsa

Kuriositäten in Skandinavien:

Wussten Sie, dass Gerd in Schweden ein Frauenname ist? Oder, dass das isländische Telefonbuch nach Vornamen geordnet ist? Oder, dass sich seit 2009 die schwedischen Männer einen Frauennamen und die schwedischen Frauen einen Männernamen zulegen dürfen? Erstritten hat sich dieses Recht ein schwedischer Transvestit. Jan Olof Ågren hat vor Gericht durchgesetzt, dass er sich mit zweitem Vornamen Madeleine nennen darf. Nach diesen Gerichtsurteil dürfen nun alle Schweden sich weitere Männer- oder Frauennamen zulegen, solange sie nicht „anstößig wirken oder zu Unbehagen führen können“.

In Skandinavien redet man sich meist mit dem Vornamen und mit „du“ an. In Schweden hat das Duzen beispielsweise 1968 begonnen. Damals bekam das Zentralamt für Gesundheits- und Sozialwesen einen neuen Chef, Prof. Bror Rexed. Bror Rexed stammte aus einem kleinen Dorf in Värmland. Dort duzten sich alle und so schlug Bror vor, dass sich alle Mitarbeiter ab sofort mit dem Vornamen anreden sollten. Das erweckte große Aufmerksamkeit und allmählich setzten sich das „Du“ und der Vorname in ganz Schweden durch.

Die Skandinavier dürfen sich bei der Namensgebung viel Zeit lassen. Spätestens ein halbes Jahr nach der Geburt müssen sie sich dann allerdings entscheiden. Warum ist das so? Alle Kinder bekommen bei der Geburt eine Personennummer, die sich aus dem Geburtsdatum und einer vierstelligen Prüfziffer zusammensetzt und so sind alle Babys, auch ohne Namen, sofort identifizierbar und die Eltern können sich noch sechs Monate lang überlegen, ob sie ihr Kind Elin, Oscar oder gar Elin Oscar nennen möchten.



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