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Weihnachten in Schweden



Weihnachten ist in Schweden das wichtigste Fest des Jahres und bereits Wochen vor dem Heiligabend laufen die Vorbereitungen für das Julfest auf Hochtouren. Die Feiertage stehen ganz im Zeichen der Familie. Selbst eisige Kälte und Schneegestöber halten die Schweden nicht davon ab, ihre Lieben zu besuchen und Weihnachtszeit gemeinsam mit Eltern und Großeltern zu verbringen.

Weihnachten in Schweden ...
Weihnachten in Schweden ...

Adventszeit in Schweden: Fröhliche Einstimmung auf das Weihnachtsfest

Am ersten Advent beginnt die von vielen Schweden sehnlich erwartete Vorweihnachtszeit. In Stockholm und anderen Städten öffnen die Weihnachtsmärkte ihre Pforten, in deren Zentrum eine festlich geschmückte Fichte im Lichterglanz erstrahlt. Allgegenwärtig ist der Julbock. Dabei handelt es sich um einen aus Stroh gefertigten Ziegenbock, der in Schweden ein charakteristisches Symbol für die Weihnachtszeit ist. Die Figur stammt aus der nordischen Mythologie, in der vor den Wagen des obersten Gottes Thor zwei Ziegenböcken gespannt wurden. Im schwedischen Städtchen Gävle wird alljährlich in alter Tradition ein 13 Meter hoher Julbock auf dem Schlossplatz aufgestellt, der über eine Webcam im Internet zu bestaunen ist.
http://www.visitgavle.se/sv/gavlebocken

Für eine Einstimmung auf die Weihnachtsfeiertage sorgt in Schweden das alljährlich Anfang Dezember stattfindende Open-Air-Konzert „O, Helga Natt“ (Oh, heilige Nacht) in der Stadt Örebro. Mehr als 20.000 Menschen nehmen an diesem Event seit 2001 teil und singen gemeinsam mit einheimischen Künstlern stimmungsvolle Weihnachtslieder. Das größte Weihnachtskonzert Schwedens wird live im Fernsehen übertragen und ist ein fester Bestandteil der Weihnachtskultur in dem skandinavischen Land geworden.

Mit dem Lucia-Fest am 13. Dezember wird in Schweden ein vorweihnachtlicher Höhepunkt erreicht. Dieser Tag ist der Lichterkönigin gewidmet und im ganzen Land finden bereits am Morgen Lucia-Umzüge statt. Angeführt werden sie von einem schwedischen Mädchen in traditionell weißem Gewand mit einem roten Seidenband, das um die Taille geschwungen wird. Dieser schwedische Weihnachtsbrauch geht auf das Jahr 1780 zurück und soll Helligkeit und Freude in den dunklen Wintertagen verbreiten. Die Kindergruppen verteilen am Lucia-Tag das schwedische Hefegebäck Lussekatter, das den charakteristischen Geschmack durch die Verwendung von Safran erhält.

Für die Bescherung ist in Schweden der Jultomte zuständig
Für die Bescherung ist in Schweden der Jultomte zuständig

Am Vorabend des 24. Dezembers beginnen in den schwedischen Familien die Vorbereitungen für den wichtigsten Tag des Jahres. Nachdem die Kinder zu Bett gegangen sind und von den bevorstehenden Ereignissen träumen, wird die Weihnachtstanne festlich geschmückt. Die Spitze des Baumes ziert häufig ein leuchtender Stern und die Zweige werden mit Strohsternen, Christbaumkugeln und Lametta verziert. Viele Schweden platzieren darüber hinaus Girlanden mit kleinen schwedischen Nationalfahnen im Weihnachtsbaum.

Mit einem stimmungsvollen God Jul – Fröhliche Weihnachten wird der Heiligabend in Schweden eingeläutet. Der Morgen des 24. Dezembers beginnt in Schweden mit Besuchen bei Bekannten oder Freunden, bevor am Nachmittag in zahlreichen Familien Disney-Trickfilme gemeinsam mit den Kindern im Fernsehen geschaut werden. Für die Weihnachtswichtel werden Schüsseln mit Milchbrei vor die Tür oder auf die Fensterbank gestellt. Dieser Brauch soll die Kobolde davon abhalten, Schabernack zu treiben und die Überbringer der Weihnachtsgeschenke wohlgesonnen stimmen, denn in dem skandinavischen Land bringt nicht der Weihnachtsmann die Gaben.

Weihnachten in Schweden – das wichtigste Fest des Jahres
Weihnachten in Schweden – das wichtigste Fest des Jahres

Bescherung durch drei Kobolde

Während in anderen Regionen Europas die Kinder am Heiligabend sehnlich auf die Ankunft des Weihnachtsmannes warten, überbringen in Schweden die Kobolde Tomte, Tomtebisse und Nisse die Geschenke. Die vollständig in Rot gekleideten Wichtel kommen der Überlieferung zufolge aus den schneebedeckten Weiten Lapplands mit ihren vollbepackten Rentierschlitten. Finden die Kobolde eine Schüssel mit Milchbrei vor der Tür, sollen die weihnachtlichen Gaben umfangreicher und üppiger ausfallen. Die eigentliche Bescherung findet erst nach einem traditionellen Weihnachtsreigen um den festlich geschmückten Weihnachtsbaum statt. Die Kinder tragen Julklapp-Reime und kleine Gedichte vor. Anschließend werden die mit Wachs versiegelten Geschenkkartons geöffnet, während sich die Kobolde vor der Tür den Milchbrei schmecken lassen.

Traditionelles Weihnachtsessen in Schweden

Bevor bei der Bescherung die Augen der Kinder zu leuchten beginnen, findet mit dem sogenannten Julbord das festliche Weihnachtsessen statt. Auf der üppig gedeckten Festtafel finden sich zahlreiche schwedische Spezialitäten, die kalt oder warm verzehrt werden. Zum Auftakt der Weihnachtsmahlzeit wird traditionell Glögg serviert. Dabei handelt es sich um einen schwedischen Punsch, der mit Mandeln und Rosinen verfeinert wird. Dazu werden schwedische Lebkuchen und Pepparkakor gegessen.

Das mehrgängige weihnachtliche Festmahl besteht in Schweden aus unterschiedlichen Delikatessen. Verschiedene Variationen von Fisch und Meeresfrüchten, herzhafte Wurst- und Räucherwaren und Salate gehören zur Vorspeise. Die Hauptgänge bestehen aus schwedischen Hackbällchen mit dem Namen Köttbullar, dem als Lutfisk bezeichneten Stockfisch und der traditionellen Weihnachtswurst Julkorv. Außerdem finden sich Schweinesülze und der als Julskinka bezeichnete Weihnachtsschinken auf der Festtafel. Zusätzlich wird in vielen Haushalten ein Kartoffel-Sardellengratin mit dem klangvollen Namen Jansons Frestelse serviert.

Das üppige Festmahl endet mit dem süßen Julbord-Nachtisch. In dem skandinavischen Land kommen zum Dessert süße Kuchen- und Eisspezialitäten oder der schwedische Reisauflauf Risgrynsgröt auf den Tisch. Ein Aquavit bildet bei den Erwachsenen den Abschluss des Weihnachtsessens, während Kinder den Durst mit schwedischer Kräuterlimonade oder Julmust stillen. Unverzichtbar ist in ganz Schweden der Glühwein Glögg, den es sowohl als alkoholische Variante als auch in alkoholfreier Form gibt.

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Beispielsweise “God Jul: Schwedischer Advent” oder “Weihnachtszeit in Söderland”, ein Folien-Adventskalender zum Vorlesen und Gestalten eines Fensterbildes.

Das Luciafest

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Während man im Sommer die Mittsommernacht feiert, präsentiert sich mit dem traditionellen Luciafest im dunklen Dezember ein kleiner Lichtblick. Am 13. Dezember sorgt die weiß gewandete Lucia, die einen Lichterkranz auf dem Kopf trägt, für angenehm helle Stunden.

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Das Weihnachtsfest in Schweden verbindet man fast immer mit viel Schnee und gemütlicher Atmosphäre.

Es ist das Fest des Lichts, des vielen Essens und natürlich auch der schönen Geschenke.

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