Helsinki Streifzüge



Streifzüge durch Helsinki – die Metropole, die durch Wasser geprägt wird

Es ist die Magie des Meeres und die Kunst der Einfachheit, die das finnische Helsinki zu einer der wohl schönsten Metropolen der Welt macht. Helsinki wird bis heute vom Meer geprägt.

Helsinki die Hauptstadt Finnlands
Helsinki die Hauptstadt Finnlands

Die zahlreichen Schiffe, die täglich in der finnischen Hauptstadt einlaufen, erreichen fast die Stadtmitte. Doch auch der Marktplatz, der direkt am Meer liegt, wird von einem sagenhaften Flair geprägt. Während Helsinki im Winter oft den Eindruck hinterlässt, dass sich die Metropole im Winterschlaf befindet, erwacht sie während des Sommers zum Leben. In den zahlreichen Straßencafés tummeln sich Jung und Alt, um die warmen Sonnenstrahlen zu genießen.

Helsinki ist seit jeher die Tochter der Ostsee und hat sich diesen Status bis heute bewahren können. Zum größten Teil liegt die Hauptstadt Finnlands auf einer stark zerklüfteten Halbinsel aus Granit. Bereits vor den Toren der Metropole erwartet Besucher ein atemberaubendes touristisches Erlebnis. Die vorgelagerten Klippen und Inseln bilden ein Labyrinth, das einzigartig und außergewöhnlich zugleich ist. Auch wenn Helsinki auf den ersten Blick den Anschein erweckt, dass es sich bei ihr um eine sehr alte Metropole handelt, gehört sie zu den jüngsten der Welt. Erst nachdem Finnland durch Russland erobert wurde, wurde durch den russischen Zar die Verlegung der finnischen Hauptstadt von Turku nach Helsinki veranlasst. Helsinki war aufgrund der Nähe zu Russland besser als Hauptstadt geeignet. Seit 1812 übernimmt sie diese Rolle mit einem Stolz, der seinesgleichen sucht.

In der Vergangenheit wurde die Stadt immer wieder von Schicksalsschlägen heimgesucht. Die zahlreichen Brände haben vor allem das schwedische Erbe, das an die Anfänge Helsinkis erinnern könnte, zerstört. Es sind heute vor allem die Züge des Neoklassizismus, die das Stadtbild prägen und es architektonisch mit Vielfalt schmücken. Der neoklassizistisch gestaltete Stadtkern konzentriert sich auf die unmittelbare Umgebung des Senatsplatzes und ist ein hervorragender Ausgangspunkt für Ausflüge aller Art. Noch heute erinnern die Bauwerke an ein finnisches Zitat der Grandezza St. Petersburgs. Bereits aus der Ferne zeigen sich die orthodoxen Kirchen der Stadt mit all ihrer Pracht. Die Uspenski-Kathedrale gehört zu Recht zu den Wahrzeichen Helsinkis. Sie ist die größte orthodoxe Kirche des Landes und wird durch rote Ziegelsteine geprägt.

Direkt auf dem bekannten Senatsplatz steht die in Weiß gehaltene Domkirche der Stadt. Sie strahlt Eleganz, wenn nicht sogar einen Hauch von Gediegenheit aus und gehört zu den schönsten Bauwerken der Metropole. Helsinki ist aber nicht nur aufgrund der zahlreichen historischen Bauwerke, sondern ebenso wegen der Esplanadi bekannt. Mit ihr präsentiert sich die pulsierende Pracht- und Einkaufsstraße der Stadt. Sie liegt direkt am belebten Marktplatz. Im Vergleich zu vielen anderen Hauptstädten der Welt ist der Stadtkern von Helsinki sehr klein. Ausgehend vom Marktplatz lässt er sich bequem zu Fuß erkunden.

Helsinki als Festivalstadt

Die meisten Menschen zieht es während des Sommers nach Helsinki, wenn die Stadt sich von ihrer einladenden und zugleich überaus freundlichen Seite präsentiert. Doch auch wenn der Sommer zweifelsohne die schönste Jahreszeit für einen Besuch der Metropole ist, lohnt es sich den Blick über den Tellerrand zu wagen. Jedes Jahr verwandelt sich Helsinki zwischen Ende August und Mitte September in eine veritable Festivalstadt. Es ist die Zeit, in der die Touristenströme längst die Heimreise angetreten haben und Ruhe in den Straßen einkehrt. Ab Ende August finden überall in Helsinki Konzerte, Theater- und Opernaufführungen statt. Es ist die Zeit, in der die Kultur die Metropole einmal mehr fest im Griff hat.

Zahlreiche Lesungen und andere Kulturveranstaltungen machen Helsinki in diesen Wochen so spannend und abwechslungsreich wie keine zweite Stadt in Finnland sein könnte. Das Besondere an diesen Festivaltagen, sind die unterschiedlichen Themen, die in den Fokus gestellt werden. So gibt es zahlreiche Lokale, die unter dem Motto „Kunst kommt in die Kneipe“ einen Platz für Aufführungen bieten. Das Festival endet jedes Jahr mit dem gleichen Höhepunkt. Zur langen Nacht der Kunst feiert die Stadt rund um die Uhr und präsentiert aufregende Veranstaltungen.

Helsinkis Herz – die Innenstadt

Bis heute ist die Innenstadt das Herz von Helsinki. In den Straßen des Zentrums trifft man auf einen modernen Pulsschlag, der zugleich von einer gewissen Nostalgie geprägt wird. Zweifelsohne ist die Innenstadt eine Augenweide, die von beeindruckender Architektur, nicht zuletzt aber auch von der Nähe zum Meer geprägt wird. Das Vorzeigestück der Innenstadt ist der Marktplatz. Ganzjährig bietet er von Montag bis Samstag in der Zeit zwischen 6.30 und 14.00 Uhr ein reges Markttreiben, das von zahlreichen Händlern zum Leben erweckt wird. In der Mitte des Marktplatzes befindet sich ein hoher Obelisk. Er erinnert noch heute an den Besuch der Zarin Alexandra Feódorowna im Jahr 1833. Vom Marktplatz legen die Boote nach Suomenlinna und in die Schären ab, die sich vor der Stadt befinden.

Der Marktplatz grenzt direkt an den bekannten Südhafen. An beiden Seiten des Südhafens legen die Fähren an, die die Linie zwischen Schweden und Finnland bedienen. Auf den ersten Blick sticht die alte Markthalle ins Auge. Sie präsentiert sich als gelb-roter Ziegelbau, der mit einem pittoresken Charme die Besucher in den Bann zieht. Bereits während der Zarenzeit wurde die Halle an der Wasserseite des Eteläranta errichtet. Noch heute zeigt sich die Markthalle als gesellschaftlicher Mittelpunkt. In ihr finden sich zahlreiche finnische Delikatessen, die die außergewöhnliche Bandbreite der landestypischen Küche aufleben lassen. Neben Fisch aller Art werden in der Markthalle Elch- und Rentierfleisch angepriesen. Aber auch frisches Obst und Gemüse, typisch finnische Backwaren und kleine Cafés machen den Besuch der Markthalle zum Genuss für den menschlichen Gaumen.

Das Präsidentenpalais – beeindruckende Architektur mit Detailreichtum

Um den Marktplatz reihen sich interessante Bauwerke wie Perlen an eine Kette. Zu den schönsten Bauten gehört das alte Rathaus, das sich an der Nordseite des Platzes befindet. Erbaut wurde es im Jahr 1833 durch Carl Ludwig Engel. Einst sollte das Gebäude als Hotel genutzt werden. Heute ist es die hellblaue Fassade, die es zu einer Perle der städtischen Architektur macht. In der Nordostecke des Platzes trifft der Blick auf das bekannte Präsidentenpalais. Heute wird es nur noch für Repräsentationszwecke genutzt. Ursprünglich befand sich das Palais im Besitz eines reichen Kaufmanns. Im Jahr 1843 gestaltete es Engel jedoch zur bekannten Zarenresidenz um. Direkt hinter dem Präsidentenpalais liegt die Hauptwache der Stadt.

Am Eingang zum Esplanadepark präsentiert sich die Havis Amanda. Der Zierbrunnen stammt aus der Feder von Ville Vallgren und wird durch eine nackte Mädchenstatue und Seelöwen geprägt, die als Wasserspeier fungieren. Als der Brunnen erstmals enthüllt wurde, sorgte er in ganz Finnland für Aufsehen. Heute gehört er zu den Wahrzeichen der finnischen Hauptstadt und somit auch zu den bekanntesten Orten, die von Besuchern entdeckt werden.

Eine kleine Brücke führt östlich vom Markt zu der Halbinsel Katajanokka. Bis Anfang des 19. Jahrhunderts fanden sich auf der heute überaus charmanten Halbinsel nur wenige kleine Fischerhäuser. Zu späterer Zeit diente das Gelände in erster Linie als Marinehafen. Zu einer weitreichenden Entwicklung kam es in den 1980er und 1990er Jahren. In dieser Zeit wurde Katajanokka stadtplanerisch umgestaltet. Ziel war es, neuen Wohnraum für die Menschen zu schaffen und der Abwanderung, die der Innenstadt zusetzte, entgegenzuwirken. Heute präsentiert der Stadtteil Katajanokka den finnischen Jugendstil mit all seinen Facetten. Am besten lässt sich der Stadtteil während eines Spaziergangs entdecken.

Besucher sollten sich von den sechsstöckigen Hochhäusern in keinem Fall abschrecken lassen, denn die meisten beheimaten einen einzigartigen Hof, der Idylle und Ruhe verspricht.

Der Senatsplatz von Helsinki

Eines der bekanntesten Ziele der finnischen Hauptstadt ist der Senatsplatz. Der Senatsplatz beheimatet zahlreiche historische Gebäude, die an die vergangenen Jahrhunderte erinnern und große Momente der Stadtgeschichte aufleben lassen. Zu ihnen gehört das bekannte Ritterhaus, das 1861 durch G. Th. Chiewitz erbaut wurde. Es liegt in der bekannten Aleksanterinkatu. Im ersten Stock des Gebäudes befindet sich ein Festsaal, in dem Besucher auf die Wappen der alten finnischen Adelshäuser stoßen. Das frühere Senatsgebäude liegt nur wenige Schritte vom Ritterhaus entfernt.

Heute befindet sich in dem Gebäude der Sitz der finnischen Regierung. Eugen Schaumann erschoss im Treppenhaus des Senatsgebäudes im Jahr 1904 den bekannten russischen Generalgouverneur Nikolai Bobrikoff. Fällt der Blick auf die linke Seite, trifft er auf das blaue Sederholm-Haus. Es stammt aus dem Jahr 1757 und ist heute das älteste Steingebäude in Helsinki. Eindrucksvoll und mit einem ganz besonderen Charme präsentiert sich der Senatsplatz. Seit 1894 steht hier ein Bronzestandbild des Zaren Alexander II.. Gegossen wurde das Bild durch Walter Runeberg. Als Großfürst gründete Alexander die finnische Selbstverwaltung. Zudem berief er im Jahr 1864 den Ständetag ein.

Der Senatsplatz von Helsinki wird bis heute durch die Domkirche geprägt. Die lutherische Kirche liegt 10 m über dem Platz auf einem Granitfelsen und ist bereits aus der Ferne deutlich zu sehen. Entworfen wurde die Domkirche nach den Plänen von Carl Ludwig Engel. Einst war sie als Nikolaikirche bekannt und erinnerte mit dem eigenen Namen an den damaligen Zaren Nikolaus. Erst 1852 konnte die Domkirche beendet werden. Dabei wurde sie in einem veränderten Stil errichtet. Vor allem aufgrund ihrer Position entwickelte sich die Domkirche zu einem Wahrzeichen Helsinkis. Während die Domkirche von außen eine unverwechselbare Größe ausstrahlt, wirkt sie im Innenbereich sehr schlicht.

Die Wände der Kirche sind in einfaches weiß getüncht. Auf Schmuck und umfangreiche Malereien wurde bewusst verzichtet. Standbilder präsentieren sich ausschließlich an den Ansätzen der Kuppelpfeiler.



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