Die größten Seen Finnlands



Die größten Seen in Finnland

Bekannt als das Land der tausend Seen verzaubert Finnland seit Jahren Individualisten, Naturfreunde und Ruhesuchende. Bereits im ersten Moment erinnert der Blick auf die finnische Landkarte einem Mosaik aus tausend blauen Steinen.

Der Pielinen See - Seelandschaft in Finnland
Der Pielinen See - Seelandschaft in Finnland

Die Seen prägen das gesamte Land und laden immer wieder zum Sprung ins kühle Nass ein. Heute beheimatet Finnland mehr als 180.000 Gewässer unterschiedlicher Größe. Dabei sind es vor allem die großen Seen, die sich bei Urlaubern einen Namen machen konnten und mit einer schier nie enden wollenden Weite Begeisterung vermitteln.

Die Seen Finnlands werden von einer beeindruckenden Natur in Szene gesetzt, die ihren Ursprüngen bis heute treugeblieben ist. Während man vielen Seen einem unverwechselbaren landschaftlichen Facettenreichtum begegnet, zeigen sich die anderen mit einer Einfachheit, die ihres Gleichen sucht.

Der bekannteste und zugleich größte See des Landes ist der Saimaa-See. Als Bestandteil eines weltweit einzigartigen Seensystems erfreut er sich auf internationaler Ebene einer großen Bekanntheit. Alljährlich zieht es Tausende Urlauber an das Ufer des Saimaa-Sees und in eine Natur, die individueller, vielseitiger und wohl auch einladender kaum sein könnte. Der beeindruckende Saimaa-See erstreckt sich über eine Fläche von 4370 km². Obwohl er auf der Landkarte Finnlands nur ein etwas größerer blauer Fleck zu sein scheint, wirkt er auf seine Besucher wie ein schier nie enden wollendes Gewässer. Heute gilt er als der viertgrößte See in Europa. Beeindruckend ist die lange Küstenlinie, die sich über eine Distanz von 14.850 km erstreckt. Immer wieder wird der Saimaa-See von einer der insgesamt 13.710 Inseln durchbrochen. Die Mehrzahl von ihnen ist den eigenen Ursprüngen treugeblieben und präsentiert eine Natur, die an die Panoramaaufnahmen Finnlands erinnert. Obwohl die meisten Inseln dem menschlichen Auge nahezu winzig erscheinen, würden sie aneinandergereiht eine beeindruckende Fläche von 1.850 km² ergeben.

An seiner tiefsten Stelle erreicht der Saimaa-See eine Distanz von 85 Metern. Hingegen liegt die durchschnittliche Tiefe des finnischen Sees bei gerade einmal sieben Metern. An Bekanntheit erlangte der Saimaa-See mit dem Bau und der Eröffnung des Saimaakanals im Jahr 1850. Der Kanal, er noch heute als Meisterstück der finnischen Ingenieurskunst bezeichnet wird. Er erstreckt sich über eine Länge von 42,9 km. Bereits seit 1991 ist er für den Bootstourismus freigeben und entwickelte sich für zahlreiche Hobbykapitäne zum beliebten Ziel. Der Saimaa-See selbst ist der Lebensraum zahlreicher Tiere, sodass ein Besuch des Gewässers immer mit einer Reise in eine Welt voller Artenvielfalt verbunden ist. Der wohl bekannteste Bewohner des größten finnischen Sees ist die Saimaarobbe. Heute leben noch rund 260 Tiere dieser Unterart der Ringelrobbe in dem See.

Der Päijänne See – der längste See des Landes

Neben dem legendären Saimaa-See gehört der Päijänne See zu den bekanntesten finnischen Seen. Er hat seinen Gästen einen doch außergewöhnlichen Superlativ zu bieten und präsentiert sich als der längste See des Landes. Der Päijänne See erstreckt sich von Asikkala im Süden bis zum nördlichen Jyväskyla. Auf einer Fläche von rund 1118 km² suggeriert er eine unvergessliche Weite, die Freiheit und Ursprünglichkeit ausstrahlt. Das Ufer beheimatet mit einer Länge von 2.248 km eine Vielzahl an landschaftlichen Kontrasten, die durch die unterschiedlichen Regionen geprägt werden. Wie der Saimaa wird auch der Päijänne See von zahlreichen Inseln durchzogen. Rund 1886 Inseln zieren das Bild des Sees und vermitteln die Vielfalt, die viele Menschen mit Finnland in Verbindung bringen. Mit einer Tiefe von 95 Metern ist der Päijänne See zugleich der tiefste der finnischen Seen.

Längst wird er mit all seinen Facetten vom Tourismus geprägt, der sich vor allem in den letzten Jahren etablieren konnte. Es sind die vielseitigen touristischen Angebote, die den Päijänne See zu einem beliebten Urlaubsziel des Landes machen. Ein unverwechselbares Erlebnis ist die Teilnahme an einer der zahlreichen Dampferfahrten, die vor allem während des Sommers ein Genuss für die Sinne sind. Am Ufer des Sees reihen sich kleine Ferienhäuser wie Perlen an eine Kette. Sie werden nicht nur von ausländischen Gästen genutzt, sondern sind auch bei den Einheimischen selbst überaus populär.

Landesweit ist der Päijänne See als das wichtigste Trinkwasserreservoire Finnlands bekannt. Über den legendären Päijänne Tunnel werden heute auch die Haushalte in Helsinki mit frischem Trinkwasser versorgt. Auf diesem Weg legt das Wasser eine Distanz von 120 km zurück.

Der Inarijärvi See – Finnlands drittgrößter See

Im Norden Finnlands präsentiert sich mit dem Inarijärvi See ein besonderes Kleinod den Gästen des Landes. Mit einer Fläche von 1040,28 km² ist er der drittgrößte See des Landes. Umgeben von einer Natur, die einer Wildnis gleicht, ist der Inarijärvi See sowohl im Sommer als auch im Winter ein beliebtes Ziel von Reisenden. Inmitten der letzten Wildnis Europas zeigt sich mit ihm das sechstgrößte Binnengewässer in Europa. Der Inarijärvi See liegt jenseits des Polarkreises und wird während des Winters von den am Himmel tanzenden Polarlichtern geprägt. Er liegt etwa 1100 km von Helsinki entfernt und bietet an der Uferlandschaft einen landschaftlichen Facettenreichtum besonderer Größenordnung.

Aufgrund der Lage ist der Inarijärvi See oft bis in den Juni hinein zugefroren. Trotz der Lage in Lappland ist die lange Zeit des Eises für den See außergewöhnlich. Der Inarijärvi See besitzt eine Tiefe von bis zu 92 Metern und wird heute von weit mehr als 3000 Inseln geprägt. Viele Inseln sind so winzig, dass sie erst spät ins Auge fallen. Doch sie alle bieten einen natürlichen Ursprung, der einzigartig, außergewöhnlich und charmant zugleich ist. Aufgrund der zahlreichen Inseln ähnelt der Inarijärvi See einer Aneinanderreihung von kleinen Strömen und Flüssen. Am Ufer dominieren die zahlreichen Kiefernwälder, die ein außergewöhnliches landschaftliches Bild hinterlassen. Am Westufer des bekannten Sees trifft man auf den Ort Inari, der im finnischen Tourismus eine besondere Stellung einnimmt. Die Europastraße 75 führt bis zum Westufer des Inarijärvi Sees und wird überwiegend von Touristen genutzt. Bei einem Besuch des Sees lohnt sich ein Abstecher in das Museum von Inari, das sich der Geschichte und der Tradition der Samen verschrieben hat.

Der Pielinen See

Bekannt als Pielisjärvi zeigt sich mit dem Pielinen See der fünftgrößte See in Finnland. Wie kaum etwas anderes prägt er den Osten des Landes und lädt bei einem Besuch zu Streifzügen durch eine atemberaubende Natur ein. Der Pielinen See erstreckt sich über eine Fläche von 868 km² und hat eine Länge von 93 km. An seiner breitesten Stelle erreicht er eine Ausdehnung von immerhin 28 km. Auf den ersten Blick ähnelt der See einem Gewässer, das scheinbar nie enden möchte. Doch die Weite macht ihn zu einem der beliebtesten Ziele im Osten des Landes. Zugleich verfügt der Pielinen See über eine sehr abwechslungsreiche Uferlandschaft, die durch verschiedenste Landschaftszüge geprägt wird.

Obwohl der Pielinen See wesentlich kleiner ist als die anderen Seen des Landes, beheimatet er rund 2000 Inseln mit unterschiedlicher Größe. Sie ziehen sich wie ein roter Faden durch das Gewässer und zeigen die finnische Natur immer wieder von ihrer schönsten Seite. Jede Insel hat ihren ganz eigenen Charakter und so könnten sie kaum verschiedener sein. Der Pielinen See ist reich an Anziehungspunkten, die gern von Gästen angesteuert werden. Einer der bekanntesten ist der Koli Nationalpark, der am westlichen Ufer zu finden ist. Das Schutzgebiet wird durch den Koli Berg dominiert, der sich weit gen Himmel streckt. Auch wenn der Aufstieg auf den Gipfel mit manch einer Anstrengung verbunden ist, wird man für diese in jedem Fall entschädigt, denn von der Spitze hat man einen wunderschönen Blick auf die Umgebung. Im Norden des Pielinen Sees liegt die bekannte Kleinstadt Nurmes.

Sie zeigt sich ihren Gästen mit einem für Skandinavien typischen Bild und wird von zahlreichen kleinen Häusern bestimmt. Neben ihr hat sich vor allem die Stadt Lieksa als Ausflugsziel am Pielinen See einen Namen machen können.

Der Oulujärvi See – der viertgrößte finnische See

Eine atemberaubende Natur, schier nie enden wollende Weite und landschaftliche Vielfalt machen den Oulujärvi See zu einem beliebten Ziel in Finnland. Mit ihm zeigt sich der viertgrößte See des Landes. Der Oulujärvi See erstreckt sich über eine beeindruckende Fläche von 928 km². Die durchschnittliche Tiefe des Gewässers liegt bei gerade einmal sieben Metern. Der Oulujärvi See verfügt über zwei wichtige Zuflüsse. Zum einen handelt es sich um den Kajaaninjoki und zum anderen um den Kiehimäjoki. Es ist weniger die Größe, die den Oulujärvi See zu einem beliebten Ziel macht als vielmehr der landschaftliche Facettenreichtum.

Am Ufer des Sees zeigt sich Finnland zweifelsohne von einer seiner charmantesten Seite. Die seichten Landschaftszüge laden entlang des Sees zu Spaziergängen und Streifzügen ein. Zugleich wird die Uferregion von einer unverwechselbaren Artenvielfalt geprägt, die mit Entdeckungen und Erkundungen einhergeht. Da der Oulujärvi See nur über eine vergleichsweise geringe Tiefe verfügt, wärmt er sich sehr schnell auf. Aufgrund der warmen Wassertemperaturen ist er bei den Einheimischen seit jeher als Badesee bekannt und populär und wird als solcher vor allem während des Sommers genutzt. Eines der beliebtesten Ziele am Oulujärvi See ist die Insel Manamansalo. Trotz ihrer idyllischen Sandstrände ist die 76 km² große Halbinsel noch heute ein echter Geheimtipp. Manamansalo ist zudem die größte Seeinsel in Finnland und hat sich dem Tourismus bereits seit Jahren verschrieben.

Von Ende November bis Anfang Mai wird der Oulujärvi See von einer Eisschicht überzogen. Obwohl der See vor allem während des Sommers ein beliebtes Ziel ist, lohnt sich der Besuch auch während des Winters, in dem die Landschaft an eine Märchenwelt besonderer Größe erinnert.



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