Warnemünde



Das Ostseebad Warnemünde – Facettenreichtum erleben

Im Norden der Hansestadt Rostock liegt mit Warnemünde eines der bekanntesten Seebäder an der deutschen Ostseeküste. Weit über die Grenzen Mecklenburg-Vorpommerns hinaus ist es als Urlaubsdomizil mit maritimem Charme bekannt.

Der Strand von Warnemünde
Der Strand von Warnemünde

Der lange Strand und die Wellen der Ostsee vermitteln Warnemünde ein Ambiente, das Entspannung und erholsame Stunden suggeriert. An der Stelle, an der sich heute das Seebad Warnemünde präsentiert, mündet die Warnow in die Ostsee. Erstmals wurde der Ort im Jahr 1195 in dänischen Urkunden erwähnt.

Warnemünde hält mit dem eigenen Strand ein Highlight besonderer Art bereit. Mit einer Breite von insgesamt 150 Metern ist er der breiteste Sandstrand der deutschen Ostseeküste. Das Seebad ist mittlerweile der Austragungsort von zahlreichen bekannten Veranstaltungen.

Jedes Jahr finden die Hanse Sail und die Warnemünder Woche statt. Sie gehören zu den bekanntesten Veranstaltungen in Norddeutschland und ziehen alljährlich jeweils rund eine Million Touristen an. Am 11. März 1323 erwarb die Stadt Rostock das kleine Dorf Warnemünde, das um 1200 entstand. Mit dem Ort wollte sich Rostock den Zugang zum Meer sichern.

Dieses Küstendorf an der Warnowmündung war bis ins 20. Jahrhundert hinein eine Exklave von Rostock. Sowohl im 18. als auch im 19. Jahrhundert war Warnemünde nicht mehr als ein armes Fischerdorf. Es profitierte wenig vom Reichtum der Hanse und stand so lange Zeit im Schatten von Rostock. Schon 1288 bemühte sich Rostock jedoch um die Instandhaltung des Warnemünder Hafens. Um dies zu erreichen, wurde ein Vertrag mit dem Patrizier Rötger Horn geschlossen.

An Bedeutung gewann Warnemünde im 19. Jahrhundert. Zu dieser Zeit entwickelte sich das einst arme Fischerdorf zu einem überregional bekannten Seebad. Als solches wurde es zum ersten Mal im Jahr 1821 erwähnt. In rasanter Geschwindigkeit legte Warnemünde ein beachtliches Wachstum an den Tag und ließ seinen Status als Fischerdorf Schritt für Schritt hinter sich.

Während Warnemünde im Jahr 1834 rund 1500 Einwohner zählte, waren im gleichen Jahr bereits rund 1000 Badegäste in dem Seebad präsent. Das Seebad brachte ab dem Jahr 1889 eine eigene Zeitung heraus.

Die Eisenbahnverbindung zwischen Rostock und Berlin wurde am 26. Juni 1886 eröffnet. Sie trug entscheidend zur aufstrebenden Entwicklung von Warnemünde bei. Diese wurde von der Postdampferverbindung in das dänische Gedser unterstützt. Zunächst kamen auf dieser Verbindung die beiden Raddampfer „Kaiser Wilhelm“ und „König Christian“ zum Einsatz.

Der neue Bahnhof von Warnemünde, der jenseits des Alten Stroms lag, eröffnete 1903. Ab 1926 beförderte die Eisenbahnfähre, die zwischen Warnemünde und Gedser verkehrte, auch Autos. Direkt am Ostseestrand entstand 1971 das Hotel Neptun. Es entwickelte sich schnell zu einem der angesehensten Häuser des Nordens.

Die schönsten Sehenswürdigkeiten von Warnemünde

Viele verbinden mit Warnemünde vor allem den breiten Sandstrand, der während der Sommermonate zum Baden und Verweilen einlädt. Doch auch abseits des Strands präsentiert sich das Seebad mit einem einzigartigen Charme, der durch die Sehenswürdigkeiten an Facettenreichtum gewinnt. Ein wichtiges Wahrzeichen von Warnemünde ist der Leuchtturm. Er ragt 37 Meter gen Himmel und wurde bereits im Jahr 1837 errichtet. Noch heute wird der Leuchtturm von Warnemünde als wichtiges Seezeichen genutzt. Touristen können den Leuchtturm zwischen April und Oktober besichtigen. Von den beiden Aussichtsplattformen hat man einen grandiosen Ausblick auf Warnemünde und den Breitling.

Direkt neben dem Warnemünder Leuchtturm öffnet der Teepott seine Pforten. Er wurde im Jahr 1965 durch den bekannten Architekten Ulrich Müther entworfen. Noch heute ist das muschelförmige Betondach jenes Element, das den Teepott prägt. Über 10 Jahre hinweg stand dieses markante Bauwerk des Seebades leer. Erst 2002 wurde der Teepott umfangreich renoviert. Heute befinden sich in diesem mehrere Restaurants, die bei den Gästen und Einheimischen des Seebades einen ausgezeichneten Ruf genießen.

Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Ostseebades gehört die Kirche Warnemünde, die sich im neugotischen Stil zu erkennen gibt. Sie wurde zwischen 1866 und 1871 errichtet. Damals handelte es sich bei ihrem Standort um den westlichen Ortsrand. Sie sollte die alte, gotische Kirche des Dorfes ersetzen. Sie wurde über die Jahre hinweg zu klein. Zugleich hinterließ der Zahn der Zeit an ihr deutliche Spuren. In der neuen Kirche finden sich heute einige interessante Ausstattungsstücke aus der Vorgängerkirche. Zu diesen gehören allen voran der bemerkenswerte gotische Schnitzaltar und eine Christopherusfigur. Im Inneren der Kirche trifft man zugleich auf eine Ausstellung über die einstigen Warnemünder Hausmarken und auf zwei beeindruckende Votivschiffe.

Warnemünde und seine Seepromenade

Ein besonderes Flair und die Nähe zum Meer prägen einen Spaziergang entlang der Seepromenade von Warnemünde. Sie beginnt am bekannten Teepott und verläuft direkt hinter den Dünen des Seebades. Nach zwei Kilometern geht die Seepromenade schließlich in einen Planetenwanderweg über. Die Mitarbeiter der Sternwarte Rostock haben entlang dieses Lehrpfades zahlreiche astronomische Schautafeln aufgestellt. Im richtigen Maßstab informieren diese Schautafeln über den Zentralstern Sonne und über alle Planeten, die Teil des Sonnensystems sind. Der Strand von Warnemünde kann sowohl über die Seepromenade als auch über den Lehrpfad betreten werden.

Das Ostseebad verfügt heute über mehrere Strandaufgänge. Insgesamt erstreckt sich der Strand von Warnemünde über eine beeindruckende Länge von drei Kilometern. Auf dieser Länge ist der Strand weitgehend steinfrei. In Richtung der Steilküste Stoltera wird er jedoch immer schmaler.

Im Jahr 1910 wurde der Warnemünder Kurpark angelegt. Er entstand zwischen der Seepromenade und dem Ortskern des Seebades. Heute gehören zu diesem die eigentliche Parkanlage und eine Freilichtbühne. Auf dieser finden während des Sommers regelmäßig Konzerte statt, die vor allem von den Urlaubern des Seebades gern besucht werden. An den Kurpark grenzt im Westen die Lesehalle an. In ihr befindet sich heute eine Zweigstelle von der Rostocker Stadtbibliothek.

Einer der bekanntesten Bereiche von Warnemünde ist der Alte Strom. Der einstige Mündungsarm der Warnow beheimatet heute einen bekannten Fischereihafen. Zugleich trifft man hier auf zahlreiche Restaurants, Boutiquen und Cafés, die zu jeder Jahreszeit zum Verweilen einladen.

In den Ortskern von Warnemünde gelangt man über die drehbare Bahnhofsbrücke. Der Ortskern des Seebades begeistert seine Gäste noch heute mit alten, schmalen Gassen und der historischen Kirche.

Am Neuen Strom, der heute die Rostocker Hafeneinfahrt bildet, befindet sich ein Passagierterminal für Kreuzfahrtschiffe. Er wurde im Jahr 2005 eröffnet und gehört zu den wichtigsten Einrichtungen des Hafens. Der alte Fährhafen von Warnemünde liegt dagegen auf der Bahnhofsinsel, die sich zwischen dem Alten und dem Neuen Strom erstreckt.



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