Travemünde



Travemünde – ein altes Seebad mit viel Charme

Es ist eines der ältesten Seebäder der Ostseeküste und ist reich an Reminiszenzen, die längst vergangene Ereignisse erzählen – Travemünde ist für viele zu einem Synonym der Küste geworden.

Luftaufnahme Travemünde, Foto: Lübeck und Travemünde Marketing GmbH
Luftaufnahme Travemünde, Foto: Lübeck und Travemünde Marketing GmbH

Jedes Jahr zieht es zahlreiche Besucher in diesen Stadtteil der Hansestadt Lübeck. Obwohl sich Travemünde längst der Moderne gebeugt hat, hat es sich vielerorts auch sein historisches Gewand bewahren können und schafft es die Menschen zu begeistern.

Die Lage an der Ostsee und die Bauwerke, die aus längst vergangenen Zeiten stammen, prägen das Bild von Travemünde wie kaum etwas anderes.

Von dem Lübecker Zentrum liegt das alte Seebad heute rund 20 km entfernt. Der größte Teil dieses Stadtteils erstreckt sich westlich der Trave und begeistert mit einem ganz eigenen Charme. An der Stelle, an der die Trave in die Ostsee mündet, präsentiert sich die Halbinsel Priwall. Auch sie wird heute zu Travemünde gezählt.

Heute erstreckt sich das Gebiet des alten Seebades über eine Fläche von rund 41,3 km². Im Jahr 2004 haben in Travemünde rund 13.900 Einwohner gelebt. Vor allem in den Jahren von 1993 bis 2003 konnte die Einwohnerzahl von Travemünde deutlich zulegen und entwickelte sich damit entgegen dem Trend von Lübeck.

Travemünde und seine Historie

Bis heute präsentiert sich Travemünde seinen Gästen gern mit sehr verschiedenen Gesichtern, die unterschiedlicher sicher kaum sein könnten. Die Geschichte des Ortes lässt sich bis auf das Jahr 1187 zurückverfolgen.

Die Stadt Lübeck ließ sich schon 1226 die entscheidenden Rechte zusichern. Dies erfolgte gemeinsam mit dem Lübecker Reichsfreiheitsbrief, der in dem gleichen Jahr an Kaiser Friedrich II. übermittelt wurde. Zur gleichen Zeit wurde der Priwall Travemünde zugesprochen. Im Jahr 1329 ging der Ort schließlich endgültig in den Besitz der Stadt Lübeck über.

Schon seit den Zeiten von Heinrich dem Löwen verfügte Travemünde über eine sehr starke Befestigung. Im Jahr 1802 wurde dem Ort schließlich der Titel Seebad verliehen. Im Jahr 1807 wurden die bis dahin für Travemünde typischen Befestigungen geschleift.

Im Jahr 1872 erlitt Travemünde einen schweren Schicksalsschlag. Es war das Ostseesturmhochwasser, das das Seebad stark schädigte. Zahlreiche Häuser des Ortes fielen den mächtigen Fluten zum Opfer und mussten sich deren Kraft beugen.

Noch heute lassen sich die Spuren dieser Sturmflut vereinzelt erkennen. Die Stadt Travemünde wurde im Jahr 1913 schließlich nach Lübeck eingemeindet und gehört seitdem auch verwaltungstechnisch zu der alten Hansestadt.

Ein altes Seebad stellt sich vor

Trotz seiner abwechslungsreichen Geschichte und den zahlreichen modernen Zügen präsentiert sich mit Travemünde heute ein altes Seebad, dem es an Charme nicht mangelt.

Dabei bietet es eine Fülle an touristischen Attraktionen, die dafür verantwortlich sind, dass sich Travemünde durchaus von anderen Ostseebädern distanzieren kann.

Einst entwickelte sich das Seebad aus einer kleinen Fischer- und Lotsensiedlung. Die Anfänge des Ortes lassen sich noch heute in einzelnen Bereichen erkennen. Travemünde selbst wird mittlerweile gern und zu Recht zu den ältesten und ebenso traditionsreichsten Seebädern an der Ostseeküste gezählt.

Über Jahrzehnte hinweg konnte der Tourismus in Travemünde ein doch beachtliches und gesundes Wachstum bewältigen. Auf diesem Weg entstand eine sehr umfangreiche Infrastruktur, die heute auch verschiedene Sport- und Freizeitangebote umfasst.

Die Altstadt von Travemünde erstreckt sich rund um die historische St.-Lorenz-Kirche. Sie wurde im Jahr 1557 errichtet. Die Orgel stammt aus den Händen von Beckerath.

Besucher, die den ursprünglichen Charakter von Travemünde mit all seinen Facetten kennenlernen möchten, sollten sich auf die Vorderreihe konzentrieren, die sich beidseits des Ostpreußenkais erstreckt. In diesem Bereich ist sich das Seebad bis heute treugeblieben und schafft es mit Fingerspitzengefühl und Begeisterung an den eigenen Traditionen festzuhalten.

Das Ostpreußenkai von Travemünde ist heute weit über die Grenzen von Deutschland hinaus bekannt. Jährlich legen an diesem rund 20 Kreuzfahrtschiffe an, sodass es im internationalen Tourismus durchaus eine besondere Position einnimmt.

Lohnenswert ist bei einem Besuch von Travemünde ein Abstecher in den Fischereihafen. In diesem kann man bis heute fangfrischen Fisch kaufen. Dabei lohnt es sich in jedem Fall die traditionellen Delikatessen der Ostsee zu probieren.

Vor dem Anleger der Priwallfähren erstreckt sich jener Teil von Alt-Travemünde, der von einem urbanen Ambiente gekennzeichnet wird. Er liegt direkt gegenüber der alten Lübschen Vogtei. Sie wurde einst im Stil der Backsteinrenaissance errichtet und gehört heute zu den Wahrzeichen von Travemünde. Einst handelte es sich bei der Alten Vogtei um den Sitz der Lübecker Stadtherren. Sie wurde später auch als Polizeirevier genutzt. Heute dient sie vordergründig der gewerblichen Nutzung.

Travemünde und seine Natur

Die typischen Gesichtszüge eines alten Seebades sind in Travemünde sicherlich nicht zu übersehen. Doch der beliebte Urlaubsort hat auch eine andere Seite, die sich in Gestalt von Natur und Parks zu erkennen gibt.

Ein Teil von Travemünde ist auch das Brodtener Ufer. Es zeigt sich mit einer Ursprünglichkeit, wie sie nicht mehr oft an der deutschen Ostseeküste zu finden ist. Hier befindet sich auch die Steilküste von Travemünde. Sie erreicht eine Höhe von bis zu 20 Metern und erstreckt sich über eine beeindruckende Länge von vier Kilometern. Damit reicht sie bis zum Nachbarort Niendorf.

Hinter der Steilküste öffnet ein Golfplatz seine Pforten. Er gehört zu den ältesten Anlagen dieser Art in Deutschland.

Das unmittelbare Hinterland von Travemünde hält mit dem Hemmelsdorfer See eine weitere Perle bereit. Obwohl der See bereits im Kreis Ostholstein gelegen ist, wird er den Oasen des alten Seebades zugesprochen. Bei dem Hemmelsdorfer See handelt es sich um eine Förde, die von der Ostsee abgeschnitten wurde. Einst wollte Napoleon in diesem einen geschützten Kriegshafen anlegen lassen.

Der südliche Priwall präsentiert sich den Gästen von Travemünde heute als Naturschutzgebiet. Das Areal lässt sich am besten auf dem Priwall-Wanderweg erkunden, der um das Naturschutzgebiet herum führt.

An der Ostseepromenade öffnet mit dem Brügmanngarten ein weiteres Highlight von Travemünde seine Pforten. Der Park erstreckt sich rund um die Musikmuschel und hat sich sein ganz eigenes Gesicht bewahren können. Jedes Jahr finden in dem Park zahlreiche Kurkonzerte und Events statt, die es lohnt zu besuchen.

Am Travemünder Strandbahnhof befindet sich der Godewindpark. Er hat sich als Ruhezone des Seebades etablieren können und begeistert mit Eichen, Ahornen und einem liebevoll angelegten Teich. Für Fußgänger steht eine durchgehende Lindenallee bereit. Sie verbindet die Hinterreihe mit einem Spielcasino.



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