Sellin



Das Ostseebad Sellin – mondäner Charme und ein Hauch von Luxus

Es ist ein Wechsel zwischen alten Traditionen und modernem Glanz, der das Ostseebad Sellin prägt. Schon vergleichsweise früh wurde Sellin zu einem beliebten Ziel an der deutschen Ostseeküste.

Das Seebad Sellin auf Rügen ...
Das Seebad Sellin auf Rügen ...

Die Lage auf Rügen und der Glamour der mondänen Bäderarchitektur dominieren das Bild des bekannten Seebades. Doch nicht nur das Seebad selbst, sondern auch die Umgebung gibt sich mit einem beispiellosen Charme zu erkennen.

Sellin liegt östlich eines ausgedehnten Küstenwaldes an jener Stelle, an der eine Verbindung zur Halbinsel Mönchgut besteht. Der Küstenhochwald ist als der Granitz bekannt. Er steht für eine ursprüngliche Beschaffenheit und eine Vielfalt, die in weiten Teilen einzigartig ist.

Sellin verfügt über eine einzigartige Lage, die sowohl durch die Ostsee als auch durch den Selliner See dominiert wird. Der Selliner See befindet sich auf der Westseite von Mönchgut und wird über die Bucht des Having mit dem Greifswalder Bodden verbunden.

Neben Binz und Göhren gehört Sellin heute zu den bedeutendsten Badeorten auf Rügen. Zur gleichnamigen Gemeinde gehören neben dem Seebad Sellin auch die Ortsteile Altensien, Neuensien, Seedorf und Moritzdorf.

Die Historie des Seebades Sellin

Zweifelsohne präsentiert sich Sellin heute mit einem sehr modernen Charme, den das Seebad vor allem in den vergangenen Jahren erhielt. Im Jahr 1295 wurde der Ort erstmals unter dem Namen Zelinische beke urkundlich erwähnt. Das Dorf gehörte über Jahrhunderte hinweg zur Grundherrschaft der nachmaligen Fürsten zu Putbus.

Bis 1326 war der Ort Teil von dem Fürstentum Rügen und ging im Anschluss an das Herzogtum Pommern über. Mit dem Westfälischen Frieden von 1648 fiel Sellin an Schwedisch-Pommern. Nachdem Sellin lange nicht mehr als ein verschlafenes Dorf war, entwickelte es sich ab 1880 zu einem mondänen Badeort.

Der Kaufmann Hermann Holtz wurde auf Wunsch von dem Fürsten zu Putbus im Jahr 1898 zu dem Gemeindevorsteher von Sellin gewählt. Nur kurze Zeit danach übernahm er auch die Rolle als Vorsitzender der Kur- und Badedirektion. Auf sein Geheiß wurde in Sellin schließlich auch das bekannte Warmbad geschaffen.

Heute handelt es sich bei dem historischen Gebäude um den Sitz der Kurverwaltung. In den folgenden Jahren entstanden in dem Ort ein Tennisplatz und ein Kurpark mit Springbrunnen. Die evangelische Gnadenkirche wurde schließlich 1912 errichtet.

Im Jahr 1953 wurde Sellin in weiten Teilen von der Aktion Rose geprägt. Sie ging mit Vertreibungen, Umsiedlungen und Verhaftungen einher. Zahlreiche private Hotel- und Pensionsbesitzer wurden im Zuge dessen enteignet. Die Enteignungen führten über ein Zeitfenster von fast 40 Jahren zu grundlegenden Änderungen in der Eigentumsstruktur.

Die bekannte Gnadenkirche von Sellin fiel in Teilen 1960 einem Brand zum Opfer. Das heutige Cliff-Hotel des Seebades wurde 1978 als Erholungsheim des ZK der SED errichtet. Das Heim verfügte von Beginn an über ein großes Schwimmbad, einen Kinosaal und eine Kegelbahn. Zu den Besonderheiten des Hauses gehörte der Fahrstuhl, der direkt zum Strand führte. Die Bausubstanz von Sellin wurde nach der Wiedervereinigung Deutschlands in weiten Teilen erneuert.

1992 begann man schließlich mit den Bauarbeiten für die heute bekannte Selliner Seebrücke. Sie wurde schließlich am 2. April 1998 nach mehrjähriger Bauzeit offiziell eingeweiht. Während sich das Ortsbild von Sellin in weiten Teilen in historischer Manier offenbart, trifft man im Südosten auf ein neues Wohngebiet, das in den 1990er Jahren entstand. Das Wohngebiet umfasst mehrere Ferienappartements, die in sehr moderner Gestalt gehalten sind.

Sellin und seine Sehenswürdigkeiten

Viele Urlauber verbinden mit Sellin allen voran einen grandiosen Strand. Abseits des feinsandigen Strandes präsentieren sich aber auch viele Reminiszenzen an die Vergangenheit. Eine der wohl bekanntesten Straßen des Seebades ist die Wilhelmstraße. Sie begeistert noch heute mit ihren prächtigen Häusern, die aus der Ursprungszeit der Bäderarchitektur stammen.

Die Wilhelmstraße führt bei einem Spaziergang direkt zur Steilküste. Sie ragt mit bis zu 30 Metern in die Höhe und ermöglicht einen grandiosen Blick auf das Seebad und die Ostsee. Über eine steile Treppe gelangt man schließlich zu der luxuriös gestalteten Promenade hinab, die sich entlang des Südstrandes erstreckt. Alternativ zur Treppe kann auch der Aufzug genutzt werden.

Zu den Wahrzeichen des Seebades gehört seit Jahren die Seebrücke. Sie misst eine Länge von 394 Metern und ist damit die längste Seebrücke auf Rügen.

Der historische Ortskern wurde seit 1991 umfangreich saniert. Dabei profitierte Sellin aus finanzieller Sicht von der Städtebauförderung. Im Zuge der Sanierungsarbeiten hat sich das Stadtbild beachtlich verbessert. Im alten Feuerwehrhaus des Seebades trifft man heute auf die Galerie Hartwich, die sich ebenso als interessantes Ziel einen Namen machen konnte.

Sehr sehenswert ist das Bernsteinmuseum von Sellin. Es umfasst eine eigene Werkstatt, in der allerhand Schmuckstücke hergestellt werden. Das Bernsteinmuseum existiert bereits seit 1999. Bis heute handelt es sich bei diesem um das einzige Bernsteinmuseum auf Rügen.

Ein sehr schönes Ziel für Naturfreunde ist der Schwarze See. Auch er gehört heute zur Gemeinde Sellin und befindet sich in der Granitz. Vor einigen Jahren wurde der Schwarze See zum Totalreservat erklärt.

Touristische Infrastruktur in Sellin

Sellin verfügt heute über eine sehr gute touristische Infrastruktur, die von zahlreichen modernen Angeboten geprägt wird. Am einfachsten lässt sich das Seebad über die Bundesstraße 196 erreichen. Durch sie wird Bergen mit Göhren verbunden. Das Ostseebad kann aber auch mit der dampfbetriebenen Schmalspurbahn Rasender Roland erreicht werden. Der Rasende Roland gehört zu den Wahrzeichen Rügens und verkehrt zwischen Putbus und Göhren. Im Sommer besteht zwischen Binz und Göhren eine Verbindung im Stundentankt. Der Rasende Roland hält sowohl in Sellin West als auch in Sellin Ost.

Darüber hinaus steht den Besuchern des Seebades die Bäderbahn zur Verfügung. Sie verbindet den doch sehr weitläufigen Ort mit dem einladenden Strand. Die einzelnen Ortsteile lassen sich mit dem „Ortsbus“ problemlos ansteuern. Die beiden Verkehrsmittel von Sellin können von den Urlaubern kostenfrei genutzt werden, wenn die Kurtaxe entrichtet wurde.

Ausgehend von der Seebrücke kann man sich während eines Aufenthalts in Sellin für eine der zahlreichen Schifffahrten entschieden. Die Besichtigungsfahrten führen zu den Kreidefelsen von Rügen. Darüber hinaus steuern sie auch die benachbarten Seebäder an.

Ein sehr schönes Ziel ist das Inselparadies Sellin/Rügen. Es war lange Zeit als Nemo Freizeitbad bekannt und wurde schon 1999 eröffnet. Die Umbenennung in den heutigen Namen erfolgte schließlich im Jahr 2004 und war aufgrund von Namensstreitigkeiten erforderlich.



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