Kühlungsborn



Kühlungsborn – der größte Bade- und Erholungsort Mecklenburgs

Direkt an der Ostseeküste öffnet mit Kühlungsborn der größte Bade- und Erholungsort Mecklenburgs seine Pforten. Nur rund 25 Kilometer von der Hansestadt Rostock entfernt verbindet Kühlungsborn die Züge der Moderne mit dem maritimen Charme der Ostsee. Südlich des Badeorts erhebt sich mit dem Höhenzug der Kühlung einer der bekanntesten Landschaftszüge der Region.

Die Strandpromenade in Kühlungsborn an der Ostsee, Foto: Havelbaude
Die Strandpromenade in Kühlungsborn an der Ostsee, Foto: Havelbaude

Weithin sichtbar ist der Leuchtturm Bastorf, der sich zu einem der Wahrzeichen entwickeln konnte.
Bereits am 15. Februar 1996 wurde Kühlungsborn offiziell zum Seebad ernannt.

Die Lage an der Mecklenburger Bucht erwies sich schon früh als wichtiges Kapital des Ortes und hat entscheidend zu der Popularität beigetragen. Kühlungsborn begeistert mit zahlreichen Highlights, zu denen allen voran die Strandpromenade gehört. Mit einer Länge von 3150 Metern ist sie die längste Strandpromenade in Deutschland. Die Promenade mündet am westlichen Ende in den Baltic-Platz.

Der feine Sandstrand von Kühlungsborn, der jedes Jahr die Besucher mit seiner großzügigen Breite begeistert, erstreckt sich über eine Länge von etwa sechs Kilometern. Im Jahr 1938 entstand die heutige Stadt durch den Zusammenschluss der Gemeinden Fulgen, Arendsee und Brunshaupten.

Kühlungsborn und seine Geschichte

Das Ostseebad Kühlungsborn blickt heute auf eine lange Geschichte zurück, die von Höhen und Tiefen geprägt wurde. Am 1. April 1938 wurde die Stadt Kühlungsborn durch den Zusammenschluss der drei kleinen Orte aus der Taufe gehoben. Die Historie der drei Ursprungsdörfer Arendsee, Brunshaupten und Fulgen reicht fast 800 Jahre in die Vergangenheit zurück.

Die Anfänge des Seebadeortes Kühlungsborn lassen sich bis auf das Jahr 1857 zurückführen. Es war der Erbpächter E. Wittholz von Fulgen, der ein zweistöckiges Logierhaus errichten ließ. Im Anschluss ließ er einen Badeprospekt bedrucken.

In diesem empfahl er sich zur Aufnahme von Badegästen. Je nach gewähltem Zimmer, Aufwartung und Beköstigung sollten die Gäste in dem Logierhaus zwischen sieben und neun Reichstalern zahlen.

Der Hof Fulgen fiel dem verheerenden Ostseesturmhochwasser am 12. und 13. November des Jahres 1872 zum Opfer. Das Hochwasser richtete auf dem Hof schwere Schäden an. Das Vieh des Hofs wurde kurzerhand für einige Tage in dem komfortablen Logierhaus untergebracht, da alle Wiesen, Weideflächen und Stallungen von der Flut betroffen waren.

Schon 1881 entdeckten die Badegäste auch Brunshaupten für sich. Nur drei Jahre später ließen sie sich auch zunehmend in Arendsee nieder. In Brunshaupten zählte man im Jahr 1887 rund 600 Einwohner und 300 Gäste. 1895 wurde in Brunshaupten von Kröpelin aus mit dem Bau einer Chaussee begonnen. Zweimal täglich fuhr ab da an ein Postomnibus nach Brunshaupten und Arendsee.

Kühlungsborn wurde im Jahr 1945 für viele Kriegsflüchtlinge zunächst zum zeitweiligen und schließlich zum endgültigen neuen Zuhause. Im Rahmen der „Aktion Rose“ wurde eine gewisse Anzahl von Hotels und Pensionen im Jahr 1953 zum Teil willkürlich enteignet und verstaatlicht. Die Häuser wurden auf diesem Weg Ferienheime und Anlagen des FDGB-Gewerkschaftsbundes.

In Kühlungsborn wurden insgesamt 50 Einrichtungen von dem DDR-Regime verstaatlicht. Die Ferieneinrichtungen, die auf diesem Weg entstanden, wurden bis 1989 überwiegend für Ferien- und Kuraufenthalte der DDR-Bürger genutzt. Dabei unterlag die Platzvergabe strengen Richtlinien und beruhte auf den sogenannten FDGB-Ferienschecks.

Sehenswürdigkeiten des Ostseebades Kühlungsborn

Die meisten Besucher verbinden mit dem Ostseebad Kühlungsborn heute vor allem den breiten und langen Strandstrand, der sich über mehrere Kilometer erstreckt. Doch es ist auch die Dampfschmalspurbahn „Molli“, die dem Seebad zu einer gewissen Popularität verholfen hat. Im Jahr 1910 wurde die Strecke der Schmalspurbahn nach Brunshaupten und Arendsee verlängert. Mit der Rekonstruktion der Innenausbauten der Waggons wurde zu DDR-Zeiten begonnen. Dabei kamen offenbar durchaus moderne Wandmalereien zum Einsatz.

Ein sehr schönes Ziel während des Aufenthalts in dem Seebad ist die Kühlung. Als waldreicher Höhenzug präsentiert sie sich den Gästen mit guten Aussichtsmöglichkeiten auf die Umgebung. Die Kühlung erstreckt sich südlich von Kühlungsborn und entstand bereits während des Eiszeitalters als Stauchmoräne.

In Kühlungsborn Ost liegt die bekannte Johanniskirche. Sie wurde im Stile der Frühgotik im 13. Jahrhundert errichtet. Die spätgotische Triumphkreuzgruppe stammt dagegen aus dem 15. Jahrhundert. Während das Kirchenschiff der Johanniskirche aus Feldsteinen gefertigt wurde, bestehen die Gewölbe, Fenster, Einfassungen und Portale aus Backsteinen. Im Jahr 1698 erhielt das alte Gotteshaus seine Kanzel.

Eines der Wahrzeichen von Kühlungsborn ist die Seebrücke. Sie ist über 240 Meter lang und wurde im Jahr 1991 als Neubau errichtet. Seit 1999 findet sich an ihr wieder der Schiffsverkehr. Ursprünglich befanden sich sowohl in Kühlungsborn Ost als auch im Westen der Stadt zwei Holzkonstruktionen. Sie wurden jedoch durch die Eismassen, die sich in den Wintern 1929 und 1941/42 erstreckten, zerdrückt. In den folgenden Jahren wurden die Holzkonstruktionen nur in Teilen wieder aufgebaut. Unter dem DDR-Regime wurden die beiden Brücken schließlich verkürzt.

Nachdem zunächst ein regelmäßiger Schiffsverkehr nach dem Zweiten Weltkrieg stattfand, wurde dieser im Zuge des Mauerbaus im Jahr 1961 eingestellt. Die DDR sah in dem Schiffsverkehr zu gute Fluchtmöglichkeiten in die benachbarte BRD.

In der Nähe der Kühlungsborner Seebrücke befindet sich der Ostsee-Grenzturm. Weit über die Stadtgrenzen hinaus ist er als Sehenswürdigkeit bekannt. Er gehört zu den letzten erhaltenen Grenztürmen der DDR. Er lässt die Geschichte der deutschen Teilung noch heute in authentischer Form erleben. Eine Besteigung des Grenzturms ist möglich.

Im Jahr 2007 wurden die Arbeiten an der längsten Ostsee-Strandpromenade in Deutschland abgeschlossen. Sie hat eine Länge von rund 3200 Metern und erstreckt sich von Kühlungsborn-West bis zur Hafenpromenade, die im neuen Bootshafen von Kühlungsborn zu finden ist.

Während eines Spaziergangs entlang der Promenade hat man eine freie Sicht auf die Ostsee. An der Stelle, an der die Strand- zur Hafenpromenade übergeht, trifft man auf den Behinderten-Strandzugang. Er gilt heute auch außerhalb von Kühlungsborn als wichtiges Vorbild und wurde schon 2007 errichtet. An dieser Stelle erreicht der feine Sandstrand des Seebades eine beeindruckende Breite von 100 Metern.

Sehenswert ist auch die Hafenpromenade, die sich zwischen dem Stockanker der Strandresidenz und den Hochwasser-Schutztoren am Deichschart erstreckt. Sie zieht sich über eine Länge von 360 Metern. Heute gilt der Stockanker von Kühlungsborn als einer der größten dieser Art. Er hat ein Gewicht von 3200 Kilogramm und misst eine Breite von 2,45 Metern. Der Schaft hat ohne Schäkel eine Länge von 3,93 Metern. Der Stock selbst misst 3,57 Meter.

In der Strandstraße in Kühlungsborn Ost befindet sich ein Denkmal aus dem Jahr 1972. Es erinnert an die Opfer des Faschismus.



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