Heiligendamm



Heiligendamm – die weiße Stadt am Meer

Bekannt als die weiße Stadt am Meer begeistert Heiligendamm jedes Jahr zahlreiche Besucher. Das Seebad an der Ostsee erfreut sich heute internationaler Bekanntheit und ist in vielerlei Hinsicht zu einem Synonym für die traditionsreiche Bäderarchitektur geworden. In Heiligendamm liegen Moderne und Traditionen nah beieinander. Sie präsentieren sich als Spiegelbild jener Geschichte, die das Seebad erlebte.

Heiligendamm an der Ostsee
Heiligendamm an der Ostsee

Heute zählt Heiligendamm rund 300 Einwohner. Vor allem während der Sommermonate steigt die Anzahl der Menschen, die auf den Straßen des Seebades unterwegs sind, sprunghaft an. Das Seebad besitzt einen grandiosen Strand, der im Sommer von zahlreichen Touristen genutzt wird. Doch auch abseits der Hochsaison begeistert das Seebad mit einem einzigartigen Charme, der seines Gleichen sucht. Noch heute kann man sich in Heiligendamm auf die Spuren der Historie begeben. Die Anfänge der touristischen Eroberung der Küstenregion lassen sich 200 Jahre in die Vergangenheit zurückverfolgen.

Es war einst Georg Christoph Lichtenberg, der die Anfänge für die Geschichte der Bäderkultur in Deutschland legte. Er stellte einst die Frage, warum Deutschland noch kein öffentliches großes Seebad hat.

Nur kurze Zeit danach wurde der erste bedeutungsvolle Schritt von dem mecklenburgischen Herzog getan. Auf Anraten seines Leibarztes Samuel Gottlieb Vogel meisterte er jenen Schritt ins Wasser, durch den die Badesaison an der deutschen Ostseeküste startete. Im Jahr 1793 entstand mit Heiligendamm das erste deutsche Seebad. Am Giebel des alten Kurhauses trifft man noch heute auf den in goldenen Lettern geschriebenen Spruch „Heic te leatitia invitat post balnae sanum“ – „Freude empfängt du hier, entsteigst du gesundet dem Bade“.

In kürzester Zeit entstand in Heiligendamm einer der elegantesten und ebenso teuersten Seebadeorte in Deutschland. An der Entwicklung des alten Seebades waren die Architekten von Seydewitz, Severin und Demmler maßgeblich beteiligt. Sie waren für den Bau zahlreicher Gebäude verantwortlich, die noch heute die Straßen säumen. Heiligendamm entwickelte sich rasch zum Kurort für die Crème de la Crème Mecklenburgs. Doch es war auch die internationale Aristokratie, die das Seebad für sich entdeckte. Bis etwa in die 1930er Jahre hinein wurde Heiligendamm gern als fashionables, internationales Seebad der Upper ten bezeichnet.

Die Weiße Stadt an der Ostsee wurde zu Zeiten des DDR-Regimes überwiegend als Sanatorium genutzt. Nach 1990 erinnert nur noch die bleiche Schönheit an den einstigen Glanz des Seebades. Die Straßen von Heiligendamm waren leer gefegt. Zugleich schien jener glanzvolle Ort aber auch erschöpft zu sein. Im Jahr 2003 wurde Heiligendamm von dem Kölner Unternehmer Anno August Jagdfeld aus seinem tiefen Schlaf geweckt. Er sorgte dafür, dass das alte Adelsbad zu neuem mondänen Leben erwachte. Schnell entwickelte sich Heiligendamm wieder zu der wohl schönsten Antiquität, die die deutsche Ostseeküste zu bieten hat. Weltruhm erlangte Heiligendamm zuletzt im Jahr 2007. In diesem Jahr trafen sich die Spitzenpolitiker des G-8-Gipfels in dem Seebad.

Der klassizistische Ortskern von Heiligendamm

Heiligendamm begeistert seine Gäste heute mit einem einladenden Ortsbild, das durch die alte Bäderarchitektur geprägt wird. Sehr sehenswert ist der Ortskern des Seebades, der durch den Klassizismus geprägt wird. In dem Ortskern sind heute viele Gebäude in Privatbesitz und der Hotelbetrieb hat sich in weiten Teilen fest etablieren können. Dadurch sind die Zugangsmöglichkeiten, die zu den alten Bauten bestehen, in vielen Bereichen eingeschränkt und werden durch Einzäunungen geschützt.

Ein Wahrzeichen von Heiligendamm ist sicherlich die Bäderbahn Molli. Die Schmalspurbahn passiert das Seebad auf dem Weg von Kühlungsborn nach Bad Doberan. Bereits im Jahr 1886 wurde der Streckenabschnitt zwischen Heiligendamm und Bad Doberan errichtet. Typisch für das mondäne Seebad ist aber auch die beeindruckende Seebrücke. Sie führt 200 Meter auf die Ostsee hinaus und bietet einen grandiosen Blick auf das kleinste Meer der Welt.

In Heiligendamm befindet sich die Evangelische Waldkirche. Sie wurde nach der politischen Wende umfangreich saniert. Neben der Evangelischen Waldkirche beheimatet das Seebad die Katholische Herz-Jesu-Kapelle. Seit 2010 befindet sie sich sowohl im äußeren als auch im inneren Bereich in einem unsanierten Zustand. Im Jahr 2001 wurde aus der Kapelle das Kirchengestühl gestohlen.

Bis heute halten die Sanierungsarbeiten in Heiligendamm an. So wurde 2010 durch die Entwicklungs Company Heiligendamm mit dem Wiederaufbau von dem einstigen Logierhaus Villa Perle begonnen. Nach den aktuellen Plänen sollen insgesamt sieben Villen des Seebades, die heute unter Denkmalschutz stehen, saniert werden. Sie sind Teil der Heiligendammer Perlenkette. Die Sanierungskosten für den Wiederaufbau der Villen belaufen sich auf rund 70 Millionen Euro. Ziel ist es, sie historisch getreu nachzubauen. Das gesamte Vorhaben soll über Ferienwohnungen finanziert werden, die nach der Fertigstellung in den Villen zum Kauf angeboten werden.

Eine Perle besonderer Art

Heiligendamm besitzt heute mehrere ausgezeichnete Hotels, die von Weltrang sind. Das wohl Bekannteste ist jedoch das Grand Hotel Heiligendamm. Es hat sich als eines der schönsten Häuser der Ostseeküste einen Namen machen können. Das Grand Hotel entstand einst unter der Führung des New Yorker Stararchitekten Robert A. M. Stern. Das beeindruckende Hotel setzt sich aus sechs Häusern zusammen. Insgesamt stehen den Gästen des Grand Hotels heute 200 sehr komfortabel eingerichtete Zimmer und Suiten zur Verfügung.

Das antikirisierende Kurhaus wird von Seidentapeten, die von Hand bemalt wurden und imposanten Kristallleuchtern geprägt. Das Kurhaus wird am Morgen als fürstlicher Frühstücksraum genutzt. Am Abend serviert die Sterneküche des Restaurants grandiose Kompositionen, denen es an einem Bezug zu der Region nicht mangelt.

Bekannt ist das Grand Hotel aber auch für das Medical Wellness Angebot, das zu festen Säulen des Portfolios gehört. Zugleich gibt das Haus der traditionsreichen chinesischen Medizin eine Bühne.

In der Geschichte wurde Heiligendamm immer wieder von bekannten Persönlichkeiten besucht. Lange hielt sich das Gerücht, dass auch der russische Zar seinen Urlaub in dem deutschen Seebad verbrachte. Diese Annahme konnte im Laufe der Zeit jedoch widerlegt werden. Bis heute wird jedoch angenommen, dass die russische Großfürstin Maria Alexandrowna Romanowa in Heiligendamm zu Besuch war. Doch auch dieser Aufenthalt konnte bislang nicht vollständig bestätigt werden.

Seinen Namen erhielt Heiligendamm einst von einem großen Steinwall. Er besteht aus Moränenschutt aus der Eiszeit, der von dem Meer bloßgelegt wurde. Nach einer alten Sage sollen die Gebete von Zisterziensermönchen dafür verantwortlich gewesen sein, dass der Steinwall von der aufgepeitschten Ostsee aufgetürmt wurde. Noch heute ist Heiligendamm ein Seebad von Weltrang und genießt auf internationaler Ebene ein großes Interesse.



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