Binz



Das mondäne Seebad Binz

Die Ostseeinsel Rügen präsentiert seinen Besuchern mit dem Seebad Binz eine besondere Perle, der es an mondänem Charme nicht mangelt. Nicht zu Unrecht gehört Binz heute zu den bekanntesten Seebädern an der deutschen Ostseeküste. Es begeistert mit einem einladenden Ambiente und mit einer Kulisse, die in weiten Teilen durch Einzigartigkeit geprägt wird.

Düne und Strand Granitzer Ort, Binz, Foto: Corradox
Düne und Strand Granitzer Ort, Binz, Foto: Corradox

Einer Augenweide gleicht die Promenade, die von alter Architektur geprägt wird. Die Gebäude an der Promenade wurden in jüngster Vergangenheit liebevoll restauriert und schaffen ein Bild, das durch Traditionen und Moderne gleichermaßen dominiert wird.

Binz befindet sich direkt an der Ostküste Rügens und öffnet zwischen dem Schmachter See und der Prorer Wiek seine Pforten. Die Schmale Heide erstreckt sich nördlich des Seebades und gibt sich als Landzunge zu erkennen, die das Muttland der Insel mit der Halbinsel Jasmund verbindet.

Das Gebiet, das sich östlich und südlich von Binz erstreckt, wird durch eine hügelige Landschaft charakterisiert. Dominant gestalten sich die Granitz Höhen, die im Südosten der Gemeinde gelegen sind. Sie erreichen Höhen von mehr als 100 Metern über Normalnull. Heute wird auch Prora dem Seebad Binz zugesprochen. Es ist nicht nur der Strand, der Binz heute zu einem sehr beliebten Ziel macht.

Zur Popularität des Seebades trägt auch das Klima bei. Der Jahresniederschlag beläuft sich auf 611 mm und ist damit im Vergleich zu anderen Gefilden Norddeutschlands vergleichsweise niedrig. Als trockenster Monat in Binz gilt der Februar. Dagegen fallen im Juli statistisch die meisten Niederschläge. Alles in allem weisen die Niederschläge in dem Seebad jedoch keine großen Unterschiede auf und gestalten sich sehr gleichmäßig.

Ein einstiges Fischer- und Bauerndorf

Es ist vor allem der mondäne Charakter, der heute mit dem Seebad Binz in Verbindung gebracht wird. Einst handelte es sich bei dem Urlaubsort jedoch nicht um mehr als ein Fischer- und Bauerndorf. Als Byntze wurde der Ort erstmals im Jahr 1318 urkundlich erwähnt. Als Siedlungskern galten die heutige mittlere Bahnhofsstraße und die Rabenstraße. Abseits des Siedlungskerns befanden sich die Einzelgehöfte Aalbeck und Granitz-Hof, sowie das Kirchdorf und des Zentrum des Kirchspiels. Bei letzterem handelte es sich um Zirkow.

Schon um 1830 ergab sich eine erste Andeutung auf die spätere Bedeutung von Binz als Ostseebad. Zu dieser Zeit badeten Gäste des Fürsten zu Putbus an der Mündung des Flusses Ahlbeck. Nachdem 1835 eine einklassige Schule eingerichtet wurde, wurde den Bauern des Ortes im Jahr 1850 das Recht eingeräumt, das Land, das sie bislang vom Fürsten zu Putbus pachteten, zu kaufen. Bis 1326 gehörte das heutige Binz zum Fürstentum Rügen. Anschließend fiel es an das Herzogtum Pommern.

Die aufstrebende Entwicklung zum Seebad wurde in Binz um das Jahr 1875 in die Wege geleitet. Zu dieser Zeit kam das Baden im Meer in vielen Regionen und Gesellschaftsschichten in Mode. Es war die Zeit, in der die ersten Gäste nach Binz kamen. Schnell fanden sie Gefallen an dem zu dieser Zeit noch kleinen Fischerort.

Noch 1875 begann man in Binz mit dem Bau der ersten Verbindungsstraße, die vom Dorf zum Strand führte. Nur zehn Jahre später wurde Binz offiziell zum Badeort ernannt. Infolge dessen setzten sich gewaltige Baumaßnahmen in dem bis dahin doch noch beschaulichen Ort durch. In rasanter Geschwindigkeit entstanden in dem Ort eine Seebrücke, ein neues Wegenetz, ein Kleinbahnanschluss und das Kurhaus.

Bereits 1870 zählte Binz 80 Badegäste. Ende des 19. Jahrhunderts entstanden die noch heute für Binz typischen Logierhäuser im Villenstil. Sie leiteten die Zeit der mondänen Bäderarchitektur ein und prägten das Bild des Ortes von da an. Die meisten Logierhäuser erhielten Namen, die vom damaligen Zeitgeist geprägt wurden. Nicht selten wurden sie aber auch nach der Frau des Erbauers benannt. Das erste Hotel wurde in Binz im Jahr 1876 errichtet. Das erste Strandhotel entstand auf Geheiß von Wilhelm Klünder im Jahr 1880 in Strandnähe.

Unter der Führung des DDR-Regimes entwickelte sich Binz im Jahr 1950 schließlich zum Bad der SDAG Wismut. Um Kasernen für die Volkspolizei zu schaffen, wurden die lange unterbrochenen Arbeiten an den Gebäuden von dem KdF-Bad nach 1950 fortgesetzt.

Die Aktion Rose konnte sich 1953 auch in Binz durchsetzen. Willkürlich wurden zu dieser Zeit Besitzer von Pensionen, Hotels und Häuser zunächst kriminalisiert und im Anschluss verhaftet und enteignet. Mit dem Seeschloß übernahm der FDGB im Jahr 1956 das erste Ferienheim in Binz.

Sehenswürdigkeiten von Binz

Heute erinnert nur noch wenig an die doch abwechslungsreiche Geschichte des Seebades Binz. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands profitierte der Urlaubsort beachtlich von Restaurationen und Sanierungen, die sich über mehrere Ortsteile erstreckten. Schritt für Schritt erhielt Binz so sein luxuriöses und ebenso glamouröses Gesicht zurück. Heute wird Binz von doch so verschiedenen Facetten charakterisiert. Zu Recht gehört es allerdings zu den schönsten und ebenso luxuriösesten Seebädern an der Ostsee.

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Ortes ist das Jagdschloss Granitz, das sich seinen alten architektonischen Glanz bis heute bewahren konnte. Entlang der Promenade, die einen direkten Blick auf die Ostsee ermöglicht, passiert man während eines Spaziergangs die mondäne Bäderarchitektur von Binz. Viele Villen wurden in jüngster Vergangenheit aufwendig restauriert und zeigen sich heute mit der Liebe zum Detail.

Zu den Wahrzeichen des Seebades gehört die Seebrücke Binz. Sie ermöglicht einen grandiosen Blick auf die Promenade und die Weiten der Ostsee. Doch auch das Kurhaus des Seebades hat sich als interessantes Ziel einen Namen machen können.

Die Schmachter-See Promenade hat in den vergangenen Jahren beachtlich an Glanz gewonnen. Sie wurde 2003 umfangreich restauriert und so konnten viele alte Akzente wieder zurückgewonnen werden. Ein besonderes Ziel ist der Park der Sinne, in dem man sich auf eine Reise der etwas anderen Art begeben kann. Doch auch der Kurpark und das Binz-Museum sollten bei einem Besuch des Seebades nicht fehlen.

Einen Blick in die Geschichte ermöglicht die alte Dorfkirche Binz. Sie konnte in ihrem historischen Gewand in weiten Teilen erhalten werden und zeigt sich mit alten Reminiszenzen. Als katholische Kirche hat sich auch die Stella Maris zu einem doch beliebten Ziel des Seebades entwickeln können. Nicht weit von Binz entfernt befindet sich mit dem Koloss von Prora eine nie vollständig fertiggestellte KdF-Anlage.

Zu den Highlights von Binz gehört ohne Zweifel der feinsandige Strand. Er erstreckt sich über eine Länge von rund fünf Kilometern und erreicht eine Breite von bis zu 50 Metern.



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