Nordkap



Das Nordkap, der fast nördlichste Punkt Europas

Im äußersten Norden der Finnmark befindet sich mit dem Nordkap ein spektakuläres Reiseziel auf der norwegischen Insel Magerøya. Knapp 300 Meter ragen die schwarzen Schieferfelsen steil aus dem wellengepeitschten Eismeer auf.

Faszination Nordkap, im Jahr 1978 wurde dieser große Globus aufgestellt, der symbolisch das Ende des europäischen Festlandes markiert, Foto: Johan Wildhagen
Faszination Nordkap, im Jahr 1978 wurde dieser große Globus aufgestellt, der symbolisch das Ende des europäischen Festlandes markiert, Foto: Johan Wildhagen

Rau, unwirtlich und karg ist die Landschaft auf dem Felsplateau. Dennoch kann sich kaum ein Besucher der mystischen Stimmung entziehen, wenn sich der Nebel für Augenblicke lichtet und die Mitternachtssonne die Plastik der Weltkugel in einem diffusen Licht erstrahlen lässt.

Nur 2.100 Kilometer und ein paar Inselgruppen liegen zwischen dem Nordkap und dem Nordpol und für zweieinhalb Monate versinkt die Sonne im Sommer nicht hinter dem Horizont. Das Nordkap gehört zu den populärsten Touristenzielen in Norwegen. Rund 200.000 Besucher statten dem Felsplateau alljährlich einen Besuch ab, wobei die meisten mit einem Kreuzfahrtschiff anreisen. Selbst im Mittsommer bläst häufig ein eisiger Wind über das Plateau und die Temperatur liegt nur ein paar Grad über dem Gefrierpunkt.

Papageientaucher (
Papageientaucher ("Puffins") am Nordkap, Foto: Asgeir Helgestad

Geschichte des Nordkaps

Das Nordkap ist zwar nicht der nördlichste Punkt des europäischen Festlandes, wohl aber der spektakulärste. Tatsächlich liegt die Spitze der Nordkinn-Halbinsel etwas weiter nördlich als der berühmte Aussichtspunkt. Seit Jahrhunderten zieht das Nordkap Entdecker, Abenteurer und gekrönte Häupter an. Der erste Tourist war ein italienischer Priester namens Francesco Negri, der im Jahr 1664 den Fuß auf das Felsplateau setzte. Ihm folgten bekannte Adlige wie der deutsche Kaiser Wilhelm II., der bekennender Norwegenfan war, und der König von Siam, dem heutigen Thailand.

Das Felsplateau im Norden der Finnmark gehört zu den nördlichsten Außenposten der Zivilisation und mit der Eröffnung der Nordkapstraße im Jahr 1956 erlebte der Tourismus einen spürbaren Aufschwung. Die erste Nordkaphalle wurde zwei Jahre später eröffnet und im Jahr 1978 wurde die weltbekannte Plastik der Weltkugel auf dem Felsplateau platziert. Im Jahr 1997 wurde die Nordkapphalle auf die heutige Größe erweitert und zum Besucherinformationszentrum ausgebaut.

Im Jahr 1999 erfolgte schließlich mit der Einweihung des Nordkap-Tunnels die Anbindung der Insel Magerøya an das Straßennetz auf dem norwegischen Festland. Der Straßentunnel unterquert auf einer Länge von 6.875 Metern den Magerøysund. Mit der Vollendung dieses Bauprojektes konnte der Fährverkehr zwischen dem Festland und der kleinen Hafenstadt Honningsvåg eingestellt werden. Die Stadt im südlichen Teil der Insel ist die erste Anlaufstelle für Kreuzfahrtschiffe und die Postschiffe der Hurtigruten.

Urlauber, die mit dem Mietwagen oder Wohnmobil anreisen, unterqueren zunächst die Meerenge Magerøya im Nordkap-Tunnel, Foto: Frithjof Fure
Urlauber, die mit dem Mietwagen oder Wohnmobil anreisen, unterqueren zunächst die Meerenge Magerøya im Nordkap-Tunnel, Foto: Frithjof Fure

Nordkaphalle und Globus

Die Nordkaphalle ist ein Besucherinformationszentrum mit zahlreichen touristischen Einrichtungen. Zum Teil wurde das Gebäude direkt in das Felsgestein gebaut. Teile der Anlage liegen unterhalb des Eingangsbereiches. Im Tiefgeschoss befindet sich ein Kinosaal, in dem ein Panoramafilm gezeigt wird. Interessierte Besucher begeben sich auf eine Reise durch die vier Jahreszeiten und können das Felsplateau im Schein der Mitternachtssonne bewundern und die farbigen Polarlichter am Winterhimmel bestaunen.

Im Erdgeschoss der Nordkaphalle sind ein Souvenirgeschäft, eine Ausstellung mit historischen Bildern und Dokumenten und ein Postamt untergebracht. Eine Postkarte mit einem Stempel vom Nordkap gilt unter den meisten Besuchern als außergewöhnliche Überraschung für die Daheimgebliebenen. Zu den Kuriositäten im Besucherinformationszentrum gehört der sogenannte Thai-Pavillon, der im Gedenken an den König von Siam eingerichtet wurde. Der Monarch hatte dem Nordkap im Jahr 1907 einen Besuch abgestattet. Ergänzt werden die touristischen Einrichtungen im Erdgeschoss um eine kleine Johanniskapelle.

Im obersten Stockwerk der Nordkaphalle befinden sich die gastronomischen Einrichtungen. Es gibt ein Restaurant, ein Café und die sogenannte Aurora Borealis Bar. Die Bar trägt die wissenschaftliche Bezeichnung für das Nordlicht im Namen, das in der Dunkelheit der Polarnacht am Nordkap besonders eindrucksvoll leuchtet.

Das Wahrzeichen des Nordkaps ist die Plastik im vorderen Bereich des Felsplateaus. Unweit von den steil herabstürzenden Klippen wurde im Jahr 1978 ein großer Globus aufgestellt, der symbolisch das Ende des europäischen Festlandes markiert. Die Weltkugel gehört zu den beliebtesten Fotomotiven in Norwegen. Nicht selten warten die Besucher stundenlang auf den günstigsten Moment für einen Schnappschuss. Der 300 Meter hohe Felsen ist häufig in dichten Nebel gehüllt und die Sonne bricht nur selten durch die dichte Wolkendecke.

Anreise und Übernachtung am Nordkap

Die Anreise zum Nordkap erfolgt entweder auf dem Land- oder auf dem Wasserweg. Urlauber, die mit dem Mietwagen oder Wohnmobil anreisen, unterqueren zunächst die Meerenge Magerøya im Nordkap-Tunnel. Danach sind es noch knapp 40 Kilometer bis zum Besucherinformationszentrum, wo den Besuchern Parkplätze zur Verfügung stehen. Die Parkgebühr ist im Ticketpreis für die Eintrittskarte enthalten.

Die Mehrzahl aller Nordkap Besucher nutzt für die Anreise den Wasserweg. In der kleinen Stadt Honningsvåg befindet sich der Fährhafen für die Kreuzfahrtschiffe. Die Reisenden werden in der Regel mit einem Reisebus zum Felsplateau befördert, wobei der Preis für die Eintrittskarten grundsätzlich im Busticket enthalten ist. Im Sommer bietet darüber hinaus das Unternehmen North Cape Express Busfahrten von Honningsvåg zum Nordkap an.

Zur Übernachtung eignet sich eines der zahlreichen Hotels in der Hafenstadt. Honningsvåg hat sich auf die wachsenden Besucherzahlen am Nordkap eingestellt und heute stehen mehrere Übernachtungsmöglichkeiten in Stadtzentrum zur Auswahl. Reisende mit dem Wohnmobil können direkt auf dem Nordkap-Parkplatz übernachten. Der Aufenthalt ist auf 48 Stunden begrenzt und es werden Tickets mit unterschiedlich langer Gültigkeitsdauer angeboten. Als Ausweichmöglichkeit bieten sich die Campingplätze in Skarsvåg oder Skipsfjord an.

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