Gotland



Streifzüge auf der schwedischen Insel Gotland

Als zweitgrößte Insel der Ostsee lockt Gotland als historisches Zentrum mit einer beeindruckenden Geschichte. Nordöstlich von Öland präsentiert sie sich als eines der schwedischen Urlaubszentren und begeistert mit einer Mischung zwischen modernen Angeboten und einer atemberaubenden Natur.

Das Wahrzeichen Gotlands sind sie sogenannten Raukar
Das Wahrzeichen Gotlands sind sie sogenannten Raukar

Das heute bekannte Eiland erhielt den eigenen Namen einst von den Goten, die als bedeutender Germanenstamm in die Geschichte eingingen. Laut der bekannten Gutasaga verließen die Goten die Insel um die Zeitwende mit dem Ziel im mediterranen Raum beeindruckende Wohlstände zu erreichen. Weite Teile der Insel bestehen noch heute aus einem gigantischen Kalksteinplateau. Überall auf Gotland lassen sich die Spuren der wichtigsten Ressourcen erkennen. Über Jahrhunderte hinweg wurde das schwedische Eiland durch die Stein- und Zementindustrie, nicht zuletzt aber auch durch den Fischfang geprägt.

Lange Zeit trug die Kalkbrennerei, die Gotland eine wichtige wirtschaftliche Funktion vermittelte, zur Entwaldung der Insel bei. Erst 1730 wurde die Zahl der Öfen, die auf der Insel zu finden war, von 36 auf 18 minimiert. Als eines der bekanntesten Ziele auf Gotland präsentiert sich die Stadt Visby, die zum einen als Hauptort, zum anderen als einstige Hansestadt in die Geschichte einging.

Gotland Insel-Abenteuer 2013

Ursprüngliche Natur, idyllische Fischerdörfer, historische Stätten und einsame Strände – Gotland hat absolutes Traumziel-Potenzial.

2013 wartet zudem eine ganze Reihe von Anlässen und Veranstaltungen auf Sie, die Ihren Besuch auf der Insel unvergesslich machen. Als Urlaubsort ist Gotland, zumindest unter Schweden, kein unbekanntes Terrain. Im Sommer, besonders im Juni und Juli, zieht es viele Schweden auf die Insel.
Mehr Infos: Gotland Insel-Abenteuer 2013

Die Natur Gotlands

Nicht nur aufgrund der Historie und der alten Hansestadt Visby hat sich Gotland weltweit einen Namen machen können. Auch die Natur der Insel, die für ihren unverwechselbaren Artenreichtum bekannt ist, lockt jedes Jahr zahlreiche Menschen in die Weiten des Eilands.

Zahlreiche Vogelarten haben sich auf Gotland im Laufe der Zeit niedergelassen und sorgen für ein beeindruckendes, in dieser Form einzigartiges Artenbild. Zum Synonym avancierten die zahlreichen Orchideen, die die Landschaft säumen. Auf Gotland trifft man auf zahlreiche Reservate, die dem Erhalt der Natur dienen. Eines der bekanntesten Reservate präsentiert sich auf der Torsburg von Gotland. Auf dem schwedischen Eiland trifft man auf die älteste schwedische Rasse der Hausschafe. Bis heute wird sie als Guteschaf oder auch Gutefar bezeichnet.

Zurück in das Altertum – Gotlands Ursprünge

Einst entstand Gotland durch die Landhebungen und die unterschiedlichen Meeresstände der Ostsee während der Eiszeit. Erste Besiedlungsspuren lassen sich auf Jäger und Sammler zurückführen, die auf dem schwedischen Eiland ihr Leben bestritten. Um 2000 vor Christi wurden sie schließlich durch zahlreiche Ackerbauer verdrängt, die sich auf der Insel niederließen. Nur kurze Zeit danach hielt die Bronzezeit auf Gotland Einzug. Noch heute finden sich in den Orten und der Landschaft der Insel Reminiszenzen, die an die Besiedlung während des Altertums erinnern.

Schiffssetzungen und Bildsteine säumen das heutige Gotland. Forscher fanden heraus, dass diese ausgehend von der Insel den gesamten Norden eroberten. Auf Gotland treffen Besucher auf Radgräber und Runensteine, die die Historie der schwedischen Insel Revue passieren lassen.

Mittelalterliches Gotland
Mittelalterliches Gotland

Gotland im Mittelalter

Wichtige Meilensteine der Geschichte meisterte die Insel während des Mittelalters, das das Landschaftsbild bis heute prägt. Die Insel war bis zur Mitte des 11. Jahrhunderts im Besitz der heidnischen Svear, die in Mittelschweden angesiedelt waren.

Einer alten Sage zufolge leitete der Norwegerkönig Olav der Heilige die Christianisierung im Jahr 1029 ein. Bereits zur Zeit der Wikinger präsentierte sich Gotland als wichtiger und zugleich unerlässlicher Handelsplatz der Ostsee.

In den folgenden Jahrhunderten verhalf die Hanse der Insel zu populärem Wohlstand. Im 12. Jahrhundert bewohnten zahlreiche Kaufleute aus neugegründeten Hanseständen das schwedische Eiland. Sie übernahmen wichtige Teile des Handelsvolumens.

Vor allem die deutschen Kaufleute, die sich auf Gotland niederließen, avancierten schnell zur starken Konkurrenz für die Einheimischen. Mit imposanten Höfen, prachtvollen Häusern und Marienkirchen prägten Kaufleute aus Deutschland das Ortsbild der Insel. Schnell entstanden Spannungen zwischen den Einwanderern und den Einheimischen, die auf den Handel und dessen Erfolg angewiesen waren. Im Jahr 1288 mündete diese Spannung in einen militärischen Konflikt, der zwischen der Landbevölkerung und den Einheimischen ausgetragen wurde.

In den gotländischen Fischerdörfern

Noch heute trifft man bei Streifzügen auf der schwedischen Insel auf zahlreiche kleine Fischerdörfer, die sich ihren einstigen Charme über die Jahrhunderte hinweg bewahren konnten. Sie präsentieren sich mit kleinen Straßen, die von idyllischen Holzhäusern gesäumt werden. Die Fischerdörfer haben sich zum Wahrzeichen Gotlands entwickelt und prägen das Bild der Insel wie kaum etwas anderes. Heute finden sich auf dem Eiland rund 150 Fischerdörfer, die mit ganz unterschiedlichen Größen aufwarten können. Einst wurden sie überwiegend von Bauern genutzt, die sich an der Küste der Insel niederließen. Elf gotländische Fischerdörfer stehen heute unter Denkmalschutz und genießen eine besondere Aufmerksamkeit.

Die Insel der Kirchen

Auf Gotland stößt man heute auf knapp einhundert verschiedene Landkirchen, die durch ein unvergleichbares Traditionsbewusstsein am Leben erhalten werden konnten. Überwiegend stammen sie aus der Zeit des Mittelalters.

Gotlands bekannteste und zugleich älteste Kirchen sind die Stenkyrka, die Fardhem und die des Ortes Atlingbo. Bevor zahlreiche Steinkirchen auf der Insel errichteten wurden, prägten einfache, für Nordeuropa typische Holzkirchen das Bild. Sie wurden bis 1150 vor Christus genutzt und fielen schließlich dem Zahn der Zeit zum Opfer. Eine Nachbildung einer gotländischen Holzkirche findet sich heute im Staatlichen Museum in der Hauptstadt Stockholm. Die heute vorhandenen Kirchen präsentieren sich mit unverwechselbaren architektonischen Highlights.

Die Reliefs und Fresken sind ebenso wie die zahlreichen Holzkreuze von unverwechselbarer künstlicher Qualität. Als besonders schöne Gattung werden die gotländischen Triumphkruzifixe angesehen, die in ihrer Form einzigartig sind. Noch heute findet sich ein solcher Triumphkruzifix in der Kirche von Öja. Er stammt aus dem 13. Jahrhundert und ist in Skandinavien ein Unikat.

Der Tourismus auf Gotland

Bereits vor Jahren avancierte Gotland zum wichtigen Bestandteil des schwedischen Tourismus. Die beeindruckende Insel gehört während des Sommers zu den beliebtesten Zielen des Landes und begeistert mit einem außergewöhnlich milden, zugleich ebenso beständigen Klima. Die lange Küstenlinie, das abwechslungsreiche Hinterland und die idyllischen Orte gehören zu den wohl charmantesten Anziehungspunkten des Eilandes.

Die mittelalterliche Stadt Visby
Die mittelalterliche Stadt Visby

Die mittelalterliche Stadt Visby

Einer der wichtigsten Anziehungspunkte Gotlands ist die mittelalterliche Stadt Visby. Eindrucksvoll hat sie die Entwicklung der Insel beeinflusst. Ebenso überwältigend präsentieren sich heute die Reminiszenzen an die Vergangenheit, die in der Stadt erhalten geblieben sind.

Jedes Jahr findet in Visby während der 32. Kalenderwoche eines der größten nordeuropäischen Mittelalterfestivals statt. Die bekannte Mittelalterwoche, die im Schwedischen als Medeltidsveckan bezeichnet wird, lockt alljährlich bis zu 200.000 Besucher auf die Insel. Für eine Woche präsentiert sich Visby als eine lebende und gesellige Hansestadt, die mit Kostümen, Musik, Theater und Gaukelei an das Jahr 1361 erinnert.

Vor Jahren wurde die Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt und erlangte dadurch eine anhaltend hohe Bedeutung. Besonders markant präsentiert sich die Stadtmauer von Visby, die aus dem 13. Jahrhundert stammt. Noch heute umgibt sie in einem guten Zustand die mittelalterliche Stadt.

Bekannte Ziele auf Gotland

Stanga ist alljährlich am zweiten Juliwochenende der Austragungsort der bekannten Gotland Olympiade. Die Veranstaltung, die sich einer überregionalen Popularität erfreut, kann mit den Highland-Games verglichen werden.

Ein außergewöhnliches Ziel für kleine und große Pippi-Langstrumpf-Fans ist die Villa Kunterbunt auf Gotland. Sie liegt unweit von Visby entfernt und wurde durch die Filme, die die Abenteuer von Pippi Langstrumpf präsentierten, weltweit berühmt. Noch heute ist die bekannte Villa in der einstigen Form erhalten. Alle Szenen, die die Pippi-Langstrumpf-Filme schmücken, wurden auf Gotland gedreht. Besucher können die typisch schwedische Villa besichtigen. In ihr stoßen sie auf das Jäckchen von Herrn Nilsson. Ein besonderes Highlight ist die alte Schreibmaschine von Astrid Lindgren. Auf ihr verfasste die schwedische Kinderbuchtautorin die zahlreichen fantasievollen Geschichten, die noch heute der Stoff für Kinderträume sind.

Die Kubb-Weltmeisterschaften, die Gotland international bekannt machten, finden bereits seit 1995 auf der Insel statt. Mit den Jahren erlangte sie eine unverwechselbare Bedeutung. Bereits im Jahr 2002 nahmen an den Meisterschaften insgesamt 192 Teams teil. Das Besondere an der Weltmeisterschaft ist das Alter der Teilnehmer, das alljährlich zwischen 8 und 85 Jahren liegt. Die Kubb-Weltmeisterschaften werden im bekannten Rone ausgetragen. Gotland hält für alle Enduro-Fans eine Veranstaltung besonderer Größe bereit. Das Gotland Grand National präsentiert sich als die größte Enduro-Veranstaltung der Welt. Die Veranstaltung findet jedes Jahr am ersten Novemberwochenende statt. Etwa 15 km von Visby entfernt werden die Wettbewerbe in Tofta ausgetragen. Mittlerweile nehmen am Gotland Grand National mehr als 2200 Teilnehmer teil.

Ziele abseits der Hauptinsel

Zu Gotland werden heute neben der Hauptinsel weitere Nebeninseln gezählt, die gemeinsam die gleichnamige Provinz bilden. Eine der Bekanntesten ist Farö. Die stimmungsvolle Nordinsel hält für Gäste eine beeindruckende Landschaft bereit, die durch eine schier unvergessliche Natur gebildet wird. Farö kann über eine Fähre, die kostenlos über dem Sund verkehrt, erreicht werden. Das Wahrzeichen der Nordinsel sind sie sogenannten Raukar. Hinter ihnen verbergen sich merkwürdig, teilweise auch phantasievoll geformte Kalksteinsäulen. Einzelne Säulen erreichen eine Höhe von mehr als 10 m. Sie finden sich an den bekannten Klappersteinfeldern, die Digerhuvud und Langhammars säumen. Die beeindruckenden Sandstrände sind ein Naturschauspiel besonderer Art und zugleich einer der bekanntesten Orte von Farö. Auf Kalksteinsäulen treffen Besucher ebenso in den dichten Wäldern von Lickarshamn. Sie gehören zu den schönsten Wäldern der Insel und erstrecken sich zwischen Hoburgen und Ljugarn. Von Menschenhand unberührt erinnern sie an die zahlreichen Sagen, die noch heute in Schweden bekannt sind.

Die Küste von Gotland

Ein Wechselspiel der Kontraste präsentiert sich mit der Küste Gotlands. Herrliche Strände, die durch ihre Weitläufigkeit begeistern können, wechseln sich mit schroffen Felsen ab, die sich imposant gen Himmel strecken. Einsame Buchten finden sich an Gotlands Küste immer wieder. Während des Sommers bieten sie sich als Domizil für den individuellen Badeurlaub an. Bei einem Besuch von Gotland lohnt sich ein Streifzug durch die regionale Küche. Das schwedische Eiland ist für seine Küche weltbekannt.

Gotland Karte

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