Kurische Nehrung



Die Kurische Nehrung – ein ganz besonderes Stück Küste

Ein Küstenabschnitt der Extraklasse ist vor der Küste Litauens zu finden. Die Kurische Nehrung, die eine Gesamtlänge von 100 Kilometern hat und zu 52 Kilometern zu Russland gehört, zieht viele Touristen an.

Sanddünen in der Kurischen Nehrung, Litauen
Sanddünen in der Kurischen Nehrung, Litauen

Bei einer Nehrung handelt es sich um einen Abschnitt, der durch Wellen natürlich entstanden ist und das Brackwasser vom eigentlichen Meer trennt. Den Teil, der vom Meer abgetrennt ist, nennt man auch Lagune, Bodden oder Haff. Derer gibt es an der Ostsee mehrere. Die Kurische Nehrung ist zwischen den Städten Klaipéda und Lesnoi zu finden. Die breiteste Stelle ist knapp vier Kilometer breit, die schmalste keine 400 Meter. Zudem beinhaltet die Nehrung die größte europäische Düne, die bei Nida zu finden ist. Sie wird auch „ostpreußische Sahara genannt“. Seit 2000 ist die Kurische Nehrung UNESCO Weltkulturerbe. Nahezu die komplette Nehrung kann auf einer ausgebauten Straße befahren werden. Den Namen erhielt sie im Übrigen von den Kuren, einem ehemaligen, baltischen Volksstamm.

Kurische Nehrung – Eine einzigartige Landschaft

Neben den einzigartigen, landschaftlichen Schönheiten, die die Nehrung bietet, sind dort auch sechs Städte zu finden. Von Süd nach Nord sind dies Nida, Preila, Pervalka, Juodkranté, Alksnyné und Smiltyné.

Dort findet man kleinere Pensionen, in denen es die Möglichkeit zur Übernachtung gibt. Aber auch zahlreiche Hotels (vor allem in Nida) und Campingplätze sorgen dafür, dass man hier seinen Urlaub verbringen kann.

Landschaftlich bietet die Nehrung natürlich viele Dünen und lädt zum Wandern ein. Ausgedehnte Strandspaziergänge weit ab von überfüllten Touristenorten ziehen jährlich viele Besucher an. Wagemutige können durchaus einen Sprung in die Ostsee wagen oder zumindest die Füße hineinstecken. Auch Wattwanderungen sind natürlich möglich. Das Wetter kann weiter draußen windiger und frischer sein, dies sollte man bei der Wahl seiner Ausrüstung berücksichtigen. Wetterfeste Kleidung ist wohl nicht umsonst im Gepäck dabei.

Kurische Nehrung, viel Sehenswertes auf engem Raum

Im Verhältnis zur Fläche Litauens, ist die Größe der Kurischen Nehrung sehr gering. Dennoch sind hier viele Sehenswürdigkeiten zu finden, die einen Aufenthalt ganz bestimmt nicht langweilig werden lassen.

Die Natur lockt beispielsweise mit der „Toten Düne“, dem „Tal der Stille“ und dem „Tal des Todes“. Die Namen sind dabei das gefährlichste, was man hier zu erwarten hat. Die Parnidder Düne, das Negelsche Naturreservat und die Graureiher- und Kormorankolonie bei Juodkranté sind weitere Highlights.

Auch Kultur kommt hier nicht zu kurz. Lohnenswert ist beispielsweise ein Besuch im Thomas-Mann-Kulturzentrum. Zudem findet jährlich das Thomas-Mann-Festival mit Konzerten, Lesungen und Diskussionen statt. Das deutsch-litauische Kulturzentrum wurde 1996 zu Ehren des Schriftstellers Thomas Mann eingerichtet, der zwischen 1930 und 1932 auf der Kurischen Nehrung seinen Sommerurlaub verbrachte. Und auch dem litauischen Künstler Eudardas Jonušas wurde eine Kulturstätte gewidmet. Sein Atelier in Nida steht Besuchern offen.

Ein ethnografischer Friedhof mit Kurenkreuzen ist ebenso auf der Nehrung zu finden, wie mehrere lutherische Kirchen und das Bernsteinmuseum von Nida. Einen Besuch lohnen auch die Gedenkstätte der Segelflugpioniere, das Negelsche Naturreservat mit mehreren Dünen und einem heute verlassenden Dorf, und auch das Meeresmuseum samt Delfinarium in der Stadt Smiltyné.

Man merkt schon, dass hier sicherlich keine Langeweile aufkommt. Die Kurische Nehrung ist sowohl für Urlauber geeignet, die einen Abstecher hierher machen wollen oder sich für einen längeren Aufenthalt entscheiden.

Kurische Nehrung auf der Karte





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