Tallinn - Kulturhauptstadt 2011



Tallinn – Europäische Kulturhauptstadt 2011

Mit einem Budget von rund 16 Millionen Euro startet die estnische Hauptstadt Tallinn (knapp 500.000 Einwohner) ins Europäische Kulturhauptstadtjahr 2011. Auf dem Programm stehen mehr als 200 Events.

Tallinn - Europäische Kulturhauptstadt 2011, Foto: Robert B. Fishman
Tallinn - Europäische Kulturhauptstadt 2011, Foto: Robert B. Fishman

Unter dem Motto „Geschichten von der Meeresküste“ erzählt die Kulturhauptstadt in darstellender und bildender Kunst von der Beziehung der Stadt und ihrer Bewohner zum Meer. Lesungen, Ausstellungen, Performances, Theateraufführungen und viele weitere Veranstaltungen gibt es überall in der Stadt, manche sogar in den Straßenbahnen.

Einige Beispiele:
Internationales Theaterfestival und das Strohtheater aus 9.000 Strohballen der Gruppe NO99.
Weltpremiere: Der estnische Komponist Arvo Pärt führt sein Werk „Aadama itk“ zu seinem 75. Geburtstag erstmals auf.
„Schwarzmarkt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen“. Bis zu 120 internationale Sachverständige und etwa 1000 Besucher kommen für sechs Stunden zusammen. In dieser Zeit hat jeder der Besucher eine halbe Stunde Zeit, sich mit einem der Experten über ein bestimmtes Thema auszutauschen.

Auf dem „Friedhof der toten Sprachen“ gibt es Audioinstallationen geben, ein Krematorium für Worte und weiteres, was an den Verlust der Sprachenvielfalt erinnern soll.

Unter dem Motto „Geschichten erzählen rettet die Welt“, treffen sich Erzähler aus Estland und der ganzen Welt vom 21. März bis 30. Nov. in Tallinn mit Geschichten zum Thema Meer treffen.
Auf dem Sängerfestplatz, wo 1989 die „singende Revolution“ begann, treffen sich Sängerinnen und Sänger zum größten Chor- und Gesangfestival Nordeuropas

Fortbewegung:

Die Tallinncard gilt als Fahrkarte für alle städtischen öffentlichen Verkehrsmittel. Straßenbahnen und Busse erschließen täglich von 6-23 Uhr die ganze Stadt und alle Sehenswürdigkeiten.

Mit der Tallincard hat man außerdem freien oder ermäßigten Eintritt in rund 100 Museen und anderen Einrichtungen.

Praktisch ist auch ein Fahrrad, das man zum Beispiel bei Citybike tage- oder stundenweise mieten kann. Hier gibt es auch geführte Radtouren.

Stadtführungen:
Neben den offiziellen Stadtführungen zu Fuß gibt es geführte Radtouren u.a. bei der städtischen Tourist-Info, Touren auf dem Wasser sowie Audioguides zum Mieten.

Alternative Stadtrundgänge und Radtouren bietet ein Studentenprojekt am Zelt (Südrand der Altstadt Richtung Freiheitsplatz) an.

Sehenswert:
Die komplett erhaltene mittelalterliche Altstadt, fast vollständig umschlossen mit einer mächtigen Stadtmauer, gliedert sich in die Oberstadt (Domberg) und die Unterstadt mit dem zentralen Rathausplatz.

Während die Oberstadt sehr ruhig ist, wimmelt es in der quirligen Unterstadt mit ihren vielen Cafés, Läden und Restaurants von Touristen.

Dennoch unbedingt sehenswert.

Kadriorg Park:
Hier liegt das Barockschloss, das der Zarenfamilie einst als Sommerresidenz dient, das zauberhafte Kindermuseum Mia Milla Manda im Astrid Lindgren-Stil und das 2008 zum Museum des Jahres erkorene KuMu mit seiner umfangreichen Sammlung estnischer, sowjetischer und moderner Malerei sowie zahlreicher Skulpturen. Das umliegende Holzhausviertel aus der Zarenzeit erinnert an ein russisches Landstädtchen des 19. Jahrhunderts.

Rotermanni:

Junge Architekten haben das ehemalige Industriegebiet mit seinen back- und bruchsteinernen Fabrik- und Lagerhäusern zu einem modernen Büro-, Wohn- und Ausgehviertel umgestaltet. Spannend sind die Gegensätze zwischen der Industriearchitektur des 19. Jahrhunderts und hypermoderner skandinavischer Architektur aus Glas, Eisen und Stahl.

Hier liegt auch das Museum des Alltags in der Sowjetunion Made in USSR.

Tallinn Estnisches Freilichtmuseum, Foto: Robert B. Fishman
Tallinn Estnisches Freilichtmuseum, Foto: Robert B. Fishman

Estnisches Freilicht- und Freiheitsmuseum Rocca al Mare

Sammlung estnischer Bauernhäuser und Landarchitektur mit historischen Saunen, Kneipe und vielen weiteren Bauten. Wer nicht durch das weitläufige Gelände laufen möchte, kann sich mit der Pferdekutsche fahren lassen. Ein Erlebnis: Die Johannisnacht im Museum direkt an der Tallinner Bucht.

Weitere Infos:

Touristinfo der Stadt Tallinn: www.tourism.tallinn.ee/ger
Estland Tourismusinfo: www.visitestonia.com/de/
Baltikum Tourismuszentrale www.baltikuminfo.de

Text und Fotos: Robert B. Fishman



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